Schott Music

Skip to Main Content »

19. November 2020

Auszeichnung für WERGO-CD

Die WERGO-CD „Earthing“ mit Kompositionen von Clara Iannotta wurde in die Bestenliste 4/2020 des Preises der deutschen Schallplattenkritik, in der Kategorie Zeitgenössische Musik, aufgenommen.

In der Musik der italienischen Komponistin Clara Iannotta verbinden sich Konzeptdenken und Technik mit Bildhaftigkeit und Subtilität. Das wird gerade in den vier Streichquartetten deutlich, hier interpretiert vom phänomenalen Jack Quartet. Im ältesten von 2013 bleibt der natürliche Klang noch unangetastet, er wird nur erweitert durch Materialien wie Vogelpfeifen oder Styropor. Mal flirrt es scharf, mal kratzt es düster. Diese suggestive, geheimnisvolle Klangwelt voller akustischer Getierchen wird in den neueren Stücken elektronisch verstärkt und verfremdet. Ein Sound voll elementarer, tief mitreißender Energie! (Für die Jury: Thomas Meyer)

Clara Iannotta: Earthing
JACK Quartet
WER 64332

24. Oktober 2020

Luciano Berio 95

Luciano Berio (1925–2003) prägte die Neue Musik seit den 1950er Jahren und wäre heute 95 Jahre alt geworden. Untrennbar verbunden mit seinem Namen ist bis heute sein Umgang mit europäischer Folklore und neukontextualisierter Zitate innerhalb einer postmodernen Ästhetik. Seine berühmte „Sequenza“-Serie gilt als paradigmatisches Beispiel eines „work in progress“. Als Leiter elektronischer Studios in Mailand und Paris setzte er auch hier wesentliche Akzente.

Circles / Sequenza I / Sequenza III / Sequenza V
Canticum novissimi testamenti / A-Ronne
zeit(t)räume

23. Oktober 2020

Toshio Hosokawa 65

Toshio Hosokawa hat über lange Zeit in Europa gearbeitet, die meisten seiner Werke wurden hier uraufgeführt. Sein Musikverständnis basiert allerdings auf traditionell-japanischen Konzepten. Eine Schlüsselfunktion nimmt die „Kalligraphie des Klangs“ ein. Jeder Klang hat ein Eigenleben: Einmal geboren, enthält er eine kalligraphische Linie und transformiert sich ständig in individueller Existenz. Der Komponist hört sich einen bestimmten Klang gen au an, taucht in ihn ein und erfasst sein Innenleben. Der Klang formt allmählich die Harmonie des Universums, in dem Menschen mit ihm oder mit der umgebenden Natur eins werden. Dadurch begreifen sie, dass sie tatsächlich Teil der Natur sind. Hosokawas Musik kann in diesen schweren Zeiten ein Lichtstrahl sein. Seinen 65. Geburtstag feiert Toshio Hosokawa am 23. Oktober 2020.

John Cage: Two4 / Toshio Hosokawa: In die Tiefe der Zeit
Silent Flowers. Streichquartette
Quintets & Solos
Deep Silence
Voyage VIII / Voyage X Nozarashi / Stunden-Blumen / Arc Song / Lied
Frozen Time

23. September 2020

Xiaogang Ye 65

Xiaogang Ye ist die kompositorische Stimme seiner Heimat China. In seinen Werken erforscht er Klänge, Natur und Spiritualität des Landes und findet damit weltweit Gehör. Auch als Festivalgründer und -leiter von Beijing Modern und durch sein Engagement im Chinesischen Musikrat prägt er die Musikszene im modernen China und ihren Austausch mit anderen Kulturen. Seit seinem Studium in Amerika hat er eine besonders enge Bindung zum Musikleben in den USA. Diese zwei Welten miteinander in Einklang zu bringen und ihre gemeinsamen Werte hervorzuheben, ist einer der zentralen Aspekte in seinem künstlerischen Schaffen. Am 23. September 2020 feiert er seinen 65. Geburtstag.

Nine Horses – New Music from China
The Last Paradise / Winter / Pipa Concerto / Horizon

24. August 2020

Heinrich Poos 1928–2020

Am 19.08.2020 verstarb der Komponist Heinrich Poos im Alter von 91 Jahren. Der in Rheinland-Pfalz und Berlin lebende Komponist steht in der großen Tradition der polyphonen Chormusik eines Heinrich Isaak, Heinrich Schütz und Ernst Pepping und gehört zu den bedeutenden deutschen Chorkomponisten des 20. und 21. Jahrhunderts. – Ein Nachruf

12. August 2020

Heinrich Sutermeister 110

Heinrich Sutermeister (1910–1995) feiert am 12. August seinen 110. Geburtstag. Der Schweizer Orff-Schüler wurde Mitte des 20. Jahrhunderts zu einem international gefeierten Komponisten für dramatische Stoffe auf der Bühne mit Aufführungen von der Mailänder Scala bis zur Dresdner Semperoper. In Rom brachte 1953 Herbert von Karajan Sutermeisters vielbeachtete „Missa da Requiem“ zur Uraufführung, ein opulentes und sehr dramatisches Stück für Chor und Orchester.

Missa da Requiem

2. August 2020

Karl Amadeus Hartmann 115

Zentrum des Schaffens von Karl Amadeus Hartmann (1905–1963) bilden sechs Symphonien sowie die Oper „Simplicius Simplicissimus“. Hartmanns Komponieren stand stets im Zeichen der Verantwortung des Künstlers für die Gesellschaft. So stecken auch hinter der heiter-ironischen Fassade seines „Wachsfigurenkabinetts“ Kritik an herrschenden Verhältnissen und Engagement für eine bessere Welt. Am 2. August 2020 wäre er 115 Jahre alt geworden.

Simplicius Simplicissimus
Wachsfigurenkabinett
Concerto funebre

29. Juli 2020

Mikis Theodorakis 95

Mikis Theodorakis’ Leben ist gekennzeichnet von politischem Engagement für das griechische Volk, von persönlicher Verfolgung und Verbannung. Der Komponist lebte viele Jahre im Pariser Exil, kehrte aber immer wieder in sein Heimatland zurück. Bereits in den 1960er Jahren saß er im griechischen Parlament; von 1990 bis 1992 war er Staatsminister. 1993 wurde Theodorakis zum Generalmusikdirektor des Symphonie-Orchesters und Chores des Hellenischen Rundfunks und Fernsehens ernannt. Weltruhm gewann er durch seine Musik zum Film „Zorbas the Greek“, die auch als Ballettmusik und Orchestersuite vorliegt. Theodorakis schrieb außerdem Kantaten, Kammermusik und Orchesterwerke. Viele seiner Opern basieren auf Dramen der griechischen Mythologie. Seine Oratorien „Axion Esti“ und „Canto General“ wurden weltweit gespielt. Wergo gratuliert Mikis Theodorakis herzlich zum 95. Geburtstag.

(Foto: Jens Rötzsch)

Mikis Theodorakis bei Wergo

10. Juli 2020

Carl Orff 125

Carl Orff war einer der wichtigen tonalen Komponisten und Pädagogen des 20. Jahrhunderts. Aus einem ganzheitlichen Klangbewusstsein heraus, arbeitete Orff an einer umfassenden Form der Vermittlung, die als „Schulwerk“ bis heute eine Grundlage des Musikunterrichts ist. Dazu gehörte auch die Entwicklung des perkussiven Orff-Instrumentariums. Als Komponist gelang Carl Orff 1934/37 der Durchbruch mit der „Carmina Burana“, der Vertonung mittelalterlicher Vagantendichtung aus der Bibliothek des Klosters. Hinter nahezu all seinen Bühnenwerken, Lamenti, aber auch hinter den Instrumentalwerken stand die Vorstellung der Einheit von Musik, Bewegung und Sprache, die er bis hin zu Formen der Improvisation ausweitete. Am 10. Juli 2020 wäre er 125 Jahre alt geworden.

Bei WERGO erschienen:
Bairisches Welttheater (WER 30074)
Carmina Burana – The Piano Version (WER 62172)
Lieder und Gesänge (WER 62792)
Carmina Burana (WER 66022)
Astutuli – Eine bairische Komödie (DVD, MV 8525)
Die Bernauerin – Ein bairisches Stück (DVD, MV 8535)
Oedipus der Tyrann – Ein Trauerspiel des Sophokles (DVD, MV 8545)
Antigonae – Ein Trauerspiel des Sophokles (DVD, MV 8555)
Gisei – Das Opfer (DVD, MV 8565)