Schott Music

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Hersteller

Moeck Schnitzer
Flöten-Schnitzer bearbeitet das Labium (Mit freundlicher Genehmigung der Firma Moeck)

Der Ausbildungsberuf des Blockflöten-Bauers wird in Deutschland Holzblasinstrumentenmacher genannt. Dabei erlernt man zunächst Grundlagen über alle Holzblasinstrumente, also beispielsweise über Oboen, Klarinetten, Fagotte, Querflöten und eben auch Blockflöten. All diese Instrumente spielen dank ihrer vielseitigen Klangfarben in sämtlichen Musikstilen eine wichtige Rolle und kommen ebenso in Sinfonieorchestern, Alte-Musik-Ensembles, Blaskapellen wie auch in Tanzcombos oder Rockbands zum Einsatz.

Innerhalb der einzelnen Betriebe spezialisiert man sich meist auf die Fertigung einer bestimmten Holzinstrumentenart, die dann in ganz unterschiedlichen Größen und speziellen Bauweisen gefertigt werden kann. Wenn man später dann nicht in der Herstellung neuer Instrumente tätig sein kann oder möchte, besteht daneben die Möglichkeit, sich auf (häufig anfallende) Reparaturen von Holzblasinstrumenten zu spezialisieren.

Die Ausbildungsdauer beträgt drei Jahre und schließt mit der Gesellenprüfung ab.

Die Frage nach dem „besten Flötenbauer“ ist schlichtweg nicht zu beantworten und hängt u.a. sehr vom individuellen Geschmack und den Bedürfnissen des jeweiligen Flötisten ab. Nicht zuletzt deshalb spielen die großen Virtuosen unserer Tage auf Instrumenten unterschiedlichster (kleiner) Werkstätten, die nach wie vor besonderen Wert auf eine individuelle handwerkliche Fertigung einer Flöte legen und evtl. auch auf spezielle Wünsche des jeweiligen Käufers eingehen können.

Vor allem für den Anfänger- bzw. Schulgebrauch, aber natürlich auch für Fortgeschrittene, eignen sich in Serie produzierte Blockflöten namhafter größerer Unternehmen. Im Folgenden möchten wir Ihnen eine kleine Auswahl dieser Firmen vorstellen:

AAFAB

AAFAB gilt als der niederländische Blockflötenproduzent und Händler schlechthin. Kurz vor seinem Tod hatte der Gründer des „Netherlands Blokfluit Centrum“, Hans Coolsma, seine Werkstatt an die AAFAB übertragen. In der Coolsma-Werkstatt werden die beiden Modelle „Aura Studie“ und „Conservatorium“ sowie die traditionsreiche „Coolsma Solo“ und Bressan-Serien hergestellt.

Darüber hinaus fungiert die in Utrecht ansässige AAFAB als Großhändler und ist u.a. für den Vertrieb der englischen Dolmetsch-Flöten, von Paetzold, Moeck sowie der israelischen Marken Ariel und Zamir zuständig. „Aura“ ist die Marke für den Musikschulbereich, „Zamra“ und „Studie“ eignen sich als Einsteigerlinie (auch in Plastik), das Modell „Conservatorium“ ist auf den fortgeschrittenen Spieler zugeschnitten. Die „Coolsma Solo“ sowie die Bressan-Flöten gehören hinsichtlich Produktionsaufwand und Preis zu den Spitzenmodellen. Im Ausstellungsraum in der Jeremiestraat in Utrecht findet sich eine große Auswahl dieser Instrumente, die man dort in Ruhe ausprobieren bzw. aussuchen kann.

AAFAB
Jeremiestraat 4-6
NED – 3511 TW Utrecht
Tel.: +31 (30) 2 31 63 93

www.aafab.nl

Hohner Musikinstrumente GmbH & Co. KG

Seit 1857 stellt die Firma Hohner hochwertige Musikinstrumente her und zählt heute zu den etabliertesten und erfolgreichsten Herstellern auf dem Markt. Die langjährige Erfahrung der Hohner-Konstrukteure und das stetige Bestreben nach verbesserten Klang- und Spieleigenschaften spiegeln sich sowohl in den Kunststoff- als auch in den exakt gearbeiteten Holzblockflöten des Unternehmens wider. Unter Verwendung modernster Fertigungstechnologien werden heute bei Hohner bereits bei den Einsteigerblockflöten Spitzeninstrumente mit hoher Maßgenauigkeit hergestellt. Speziell die bei Kindern bewährten Kunststoff-Blockflöten sowie die beliebte Modellreihe „Musica Line“ werden äußerst erfolgreich in der Ausbildung an Schulen und Musikschulen eingesetzt.

Dank des ausgewogenen Klangbilds und der hohen Stimmgenauigkeit vertrauen auch Solisten und Ensemblespieler den Flötenmodellen (z.B. aus der „Classic Line“) der Marke Hohner.

Hohner Musikinstrumente GmbH & Co. KG
Andreas-Koch-Strasse 9
78647 Trossingen
Tel.: (0 74 25) 2 00

www.hohner.de

Huber swiss musical instruments AG

In den Jahren des Zweiten Weltkriegs gründete Max Nägeli eine in Horgen am Zürichsee gelegene kleine Blockflötenwerkstatt. 1967 übergab er diese aus Altersgründen an Gerhard Huber. Der Feinmechaniker, Konstrukteur und Hobbymusiker brachte innovative Erfahrungen und Erfindergeist mit in die kleine Firma ein. Ausgeklügelte technische Gerätschaften sowie computergesteuerte Dreh- und Fräsmaschinen machten eine bis dato nicht erreichte Exaktheit in der Serienproduktion möglich und stellten eine ideale Ergänzung zu der weiterhin überwiegend in Handarbeit vollzogenen Fertigung von Flöten dar.

Im Jahre 2001 übernahm in der zweiten Generation Markus Huber die Firma. Ab 2005 wirkten u.a. die beiden Blockflötenbauer Heinz Ammann und Christoph Trescher an der Ausarbeitung einer neuen Außenform nahezu aller Instrumente aus der Blockflöten-Familie mit und konnten durch ein verändertes „Innenleben“ die Qualität deutlich verbessern.

2007 übernahm Daniel Erne sukzessive die Produktionsleitung. Ein Jahr später kam Pascal Miller als Mitarbeiter hinzu und bereicherte mit seinem pädagogischen und musikalischen Know-how sowie seiner außergewöhnlichen Kreativität die mittlerweile im schweizerischen Oberrieden ansässige Firma. Er entwickelte eine ganze Reihe neuer Instrumente, die den Bereich der Einsteiger- und Schul-Blockflöten erweitern und ergänzen.

HUBER swiss musical instruments AG
Fachstrasse 21
CH – 8942 Oberrieden
Tel.: +41 (44) 7 25 49 04

www.huber-music.ch

Küng Blockflötenbau

Küng Blockflötenbau mit Sitz im schweizerischen Schaffhausen wurde 1933 von Franz Küng gegründet. Heute wird die Firma von Andreas und Thomas Küng zusammen mit Geri Bollinger und Lorenz Jörg geleitet. In dem Team von knapp zwanzig Mitarbeitern verbindet sich präzises Handwerk mit neuesten technologischen Entwicklungen. Küng Blockflötenbau fertigt drei Modelle in jeweils verschiedenen Größen und Holzarten an: die Modellreihe „Studio“, deren Sopran-Blockflöte besonders gut als Anfängerinstrument und im Ensemblespiel geeignet ist, das an der Gesangsstimme orientierte Modell „Marsyas“ in Sopran-, Alt- und Tenorlage sowie das Modell „Superio“, dessen Sopran- bis Tenorinstrumente vor allem dem solistischen Bereich vorbehalten sind, während Bass, Großbass und Subbass sich gleichermaßen für den Soloeinsatz wie auch das Ensemblespiel eignen.

Küng Blockflöten GmbH
Grabenstrasse 3
CH – 8200 Schaffhausen
Tel.: +41 (52) 6 30 09 99

www.kueng-blockfloeten.ch

Moeck

Die Firma Moeck wurde 1930 von Hermann (Johannes) Moeck sen. in Celle gegründet. 1948 trat sein Sohn Hermann (Alexander) mit in das Unternehmen ein, wurde 1960 dessen Alleininhaber und bezog zwei Jahre später ein größeres Werksgelände in Altencelle bei Celle. Seit Ende 2002 führt nun seine Tochter Sabine Haas-Moeck gemeinsam mit ihrem Ehemann Dr. Ronald Haase den elterlichen Betrieb in der dritten Generation fort.

In den ersten Jahren nach der Firmengründung spezialisierte sich Hermann Moeck sen. zunächst auf den Vertrieb von Blockflöten, die in Heimarbeitsfirmen im sächsischen Vogtland hergestellt wurden. Das Intonieren und Stimmen der Instrumente übernahm er selbst. Ab 1948 nahm jedoch der Versandhandel von Fremdherstellerprodukten einen immer kleineren Raum ein, dafür wurde die eigene Blockflöten-Produktion konsequent ausgebaut und weiterentwickelt. Im Lauf der Jahre avancierte die Firma Moeck zum führenden Blockflötenhersteller.

Im Zuge des in den 60er-Jahren aufkommenden Interesses an historisch-aufführungspraktischen Fragen verschrieben sich die Moeck-Werkstätten einem speziellen Thema: nämlich der Rekonstruktion diverser Holzblasinstrumente der Renaissance und Barockzeit. Diese Fertigung historischer Holzblasinstrumente wurde – ausgenommen die (historische) Blockflöte – zum Jahresende 2008 eingestellt.

Heute kommen zwar bei Moeck in der Fertigung neueste computergesteuerte Maschinen zum Einsatz, dennoch ist der Anteil handwerklicher Arbeit weiterhin sehr hoch. Das Angebot umfasst diverse Flöten sowohl für Anfänger (z.B. Modelle „Flauto 1“, „Flauto 1 plus“, „Schulflöte“) als auch für Könner (z.B. „Flauto Rondo“, „Rottenburgh“, „Steenbergen“, „Denner“, „Hotteterre“, „Ehlert“). Darüber hinaus initiiert Moeck Seminare für Blockflöten-Schüler, -Lehrer, -Ensembles etc. Dem Unternehmen ist auch ein Verlag angeschlossen, in dem u.a. die Fachzeitschrift für Holzbläser „Tibia“ erscheint.

 

Moeck Musikinstrumente + Verlag
Lückenweg 4
29227 Celle
Tel. (0 51 41) 8 85 30

www.moeck.com

Conrad Mollenhauer GmbH

Das Unternehmen für Holzblasinstrumente wurde 1822 von Johann Andreas Mollenhauer (1798–1871) gegründet. Sein Sohn Thomas Mollenhauer (1840–1914) übernahm die Werkstatt J. Mollenhauer & Söhne, und der wirtschaftliche Aufschwung ermöglichte im Jahre 1892 den Umzug aus der Vorstadt in größere Räumlichkeiten in zentraler Lage Fuldas, wo zugleich Werkstatt, Musikinstrumentenfachhandel für Holzblasinstrumente und Familie genügend Platz fanden. Diese Erfolge konnten auch Thomas’ Söhne Josef (1875–1964) und Conrad Mollenhauer (1876–1943) fortsetzen.

Der Erste Weltkrieg jedoch machte die bis dato aufgebauten internationalen Geschäftsbeziehungen zunichte. Nach 1933 konnte Conrad Mollenhauer zwar wieder mehrere Mitarbeiter beschäftigen, darunter auch seinen ältesten Sohn Thomas, der 1934 die Meisterprüfung ablegte. Doch im Verlauf des Nationalsozialismus verlor das Unternehmen zunehmend an Bedeutung.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges begab sich Thomas Mollenhauer an den Neuaufbau der Firma, die er unter dem Namen seines während des Krieges verstorbenen Vaters Conrad Mollenhauer fortführte, und konzentrierte sich fortan auf die Herstellung von Blockflöten und auch auf den Querflötenbau.

Als Thomas Mollenhauer 1953 im Alter von nur 45 Jahren starb, setzten seine Frau Rosel Mollenhauer und zahlreiche Mitarbeiter dessen erfolgreiche Arbeit fort. Der Name Mollenhauer entwickelte sich zu einem führenden Markennamen, der bis heute handwerkliche Fertigung und moderne technische Produktionsmethoden geschickt miteinander zu verbinden weiß. Nicht erst seit der Weiterführung der Firma durch Bernhard Mollenhauer im Jahr 1961 erfahren die Blockflöten stetige Verbesserungen, etwa in Anlehnung an bekannte Blockflötenbauer der Renaissanceund Barockzeitoder durch innovative Neuentwicklungen. Zudem bietet das Unternehmen seit den 70er-Jahren Seminare zu pädagogischen, künstlerischen und instrumentenbautechnischen Themen rund um die Blockflöte an. Führungen durch die Erlebniswelt Blockflöte, die Klangwelt und die Blockflöten-Werkstatt in Fulda sowie die Herausgabe der Fachzeitschrift „Windkanal – das Forum für die Blockflöte“ runden die Tätigkeit der Conrad Mollenhauer GmbH ab.

Für Einsteiger geeignet sind besonders die Blockflöten-Serien „Swing“ (aus Kunststoff), „Prima“ (Kunststoff/Holz) und „Student“. Aber auch die weit mensurierten Sopran-Blockflöten der Serie „Adris Traumflöte“, die in Kunststoff- und Kunststoff-Holz-Ausführungen erhältlich sind, bieten sich für Anfänger an.

Die einfache Ensembleflöte trägt den Namen „Canta“, als Flöte für den fortgeschrittenen Musikschulbereich ist das Modell „Denner“ empfehlenswert. Die Modelle „Kynseker“, „Morgan Edition“, „Moderne Blockflöte“ sowie die „Helder Blockflute“ sind historisch orientierte bzw. moderne Spezialinstrumente.

Conrad Mollenhauer GmbH
Weichselstraße 27
36043 Fulda
Tel.: (06 61) 9 46 70

www.mollenhauer.com

Yamaha Music Europe GmbH

Die Yamaha Corporation wurde am 1. Oktober 1887 nach einer Umbenennung der Vorgängerfirma Nippon Gakki Company Limited offiziell gegründet. Der Firmenname „Yamaha“ geht auf den 1851 geborenen Gründer Torakusu Yamaha zurück. Das europäische Hauptquartier der Yamaha Music Europe GmbH befindet sich im schleswig-holsteinischen Rellingen. Neben der Produktion von Musikinstrumenten wie z.B. Flügeln, Klavieren, digitalen Musikinstrumenten, Blasinstrumenten, Streich- und Percussion-Instrumenten gehören auch die Ausbildung von Musikschullehrern sowie die Organisation eines Keyboard-Festivals zu den Aktivitäten der Yamaha Music Europe GmbH. Zudem bietet Yamaha (haus)eigene Musikschulen an, allein in Europa rund 600.

Zum Angebot dieses weltweit wohl größten Musikinstrumentenherstellers zählen im Bereich Blockflöte hierzulande in erster Linie die Kunststoffinstrumente, mit der „Serie 20“ die einfachen und preisgünstigen Flöten sowie mit der „Serie 300“ die anspruchsvollen barocken Instrumente. Aber auch Schul-Blockflöten aus Holz („Serie 40“) sowie Holzinstrumente für den fortgeschrittenen Spieler (bis hin zum Großbass, „Serie 60“) gehören zur Produktpalette. Das „High End“ stellen die Sopran-Blockflöten und Alt-Blockflöten der „Serie 80“ dar, die an historischen Originalen angelehnt sind und aus Ebenholz hergestellt werden.

Yamaha Music Europe GmbH
Siemensstraße 22-34
25462 Rellingen
Tel: (0 41 01) 30 30

www.yamaha.com