Schott Music

Skip to Main Content »

Blockflöte solistisch

In der Regel beginnt die Ausbildung auf der Blockflöte mit dem einstimmigen einfachen Melodiespiel und steigert sich dann allmählich zu virtuos anspruchsvollen Stücken.

Als Soloinstrument kommt die Blockflöte längst nicht mehr nur bei älterer Musik aus Mittelalter, Renaissance und Barock oder für Volks-, Kinder- und Weihnachtslieder zum Einsatz. Auch in der Popmusik hat sie durchaus Beachtung erlangt und findet sich beispielsweise in Songs der Beatles, Rolling Stones, von Jimi Hendrix oder der Schweizer Band Yello wieder.

Der Weg zum Ruhm

Neben ihrer elementaren Rolle bei der musikalischen Erziehung Jugendlicher – und somit auch als Instrument bodenständiger Hausmusik – hat die Blockflöte als Solistin auch Einzug in die Konzertsäle gehalten. Von dem neuen Image der Blockflöte als ernst zu nehmendes, hoch virtuoses Instrument zeugt nicht zuletzt eine schier unübersehbare Zahl an CD-Einspielungen, aufgenommen von Stars der Szene, die mithilfe dieses Instruments Weltruhm erlangt haben.

Neben zahlreichen Transkriptionen liegen ebenso viele Originalkompositionen für Blockflöte solo vor. Vor allem in der Barockzeit trat dieses Holzblasinstrument, allen voran die Alt-Blockflöte, als Soloinstrument hervor. Sie wurde z.B. für Solokonzerte, Sonaten, Triosonaten und in Kantaten eingesetzt, dort häufig als Begleitinstrument zur Singstimme, etwa wenn man bestimmte Effekte erzielen oder eine besondere (z.B. himmlische, englische oder pastorale) Atmosphäre nachzeichnen wollte. Stellvertretend für die Vielzahl namhafter Blockflöten-Komponisten des Barock seien hier J. S. Bach, A. Corelli, A. Vivaldi, G. Sammartini, G. F. Händel und G. Ph. Telemann genannt.

Für Traditionalisten und für Experimentierfreudige

Aber auch in die Musik der Avantgarde hat die Blockflöte ihren festen Platz gefunden. Gerade die schlichte Bauweise dieses Instruments (oder auch nur eines seiner Teile) erwies sich für neue experimentelle Einsatz- bzw. Spieltechniken als geradezu prädestiniert – was manch moderner Komponist wie z.B. Hans-Martin Linde oder Harald Genzmer jedoch mit traditionellen Formen zu verbinden weiß. Als weitere wichtige Tonschöpfer unserer Epoche für die Blockflöte als reinem unbegleitetem Soloinstrument seien hier stellvertretend Karlheinz Stockhausen („Spiral für Blockflöte und Kurzwellen“), Luciano Berio („Gesti“ für Alt-Blockflöte), Rolf Riehm („Weeds in Ophelia’s hair“ für elektronisch verstärkte Alt-Blockflöte) oder Makato Shinohara („Fragmente“ für Tenor-Blockflöte) erwähnt.