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Blockflötenunterricht: Spielen mit anderen oder im Ensemble

Das Blockflötenspiel wird in der Regel entweder privat oder an der Musikschule im Einzel- wie auch Gruppenunterricht erlernt und erstreckt sich – möchte man es gewissenhaft und ernsthaft betreiben – über mehrere Jahre. Die Blockflöte, allen voran die Sopran-Blockflöte, ist klein, handlich, leicht und preisgünstig und gilt daher als hervorragend geeignetes Anfängerinstrument (für Kinder), nicht zuletzt deshalb, weil man damit schnell erste musikalische Erfolge erzielen kann. Deshalb beziehen auch Kindergärten und Grundschulen gerne das Blockflötenspiel in ihre musikalische Früherziehung mit ein. Last but not least bieten auch Volkshochschulen Blockflötenkurse für Schulkinder bzw. Anfänger und Fortgeschrittene, für (wieder-)einsteigende Erwachsene, für das Spiel im Ensemble oder zuweilen auch Schnupperkurse für Vorschulkinder.

 

Blockflöten Gruppenunterricht

SpielundSpass_BlockflötenGruppe
Bild aus: Heyens, Spiel und Spaß mit der Blockflöte, Bd. 1 (ED 21551)

Gerade für den Anfang bietet sich innerhalb der Musikschule der Gruppenunterricht mit bis zu sechs Schülern bevorzugt an.

Dies ermöglicht in besonderem Maße, das Instrument als musikalisches Ausdrucksmittel zu erleben, und dient natürlich auch der Förderung des für die musikalische Entwicklung so wichtigen Zusammenspiels. Dabei ist es unerheblich, ob technische, tonale bzw. improvisatorische Übungen oder auch traditionelle einfache Melodien bzw. ganze Musikstücke zusammen erarbeitet werden.

Daneben werden hier die Grundlagen für jedwedes Musizieren wie z.B. Kenntnis der Notenschrift, Rhythmusgefühl, Motorik der Finger, Intonationssicherheit und Kreativität auch über den Gruppenunterricht hervorragend vermittelt.

Eher für Fortgeschrittene bieten vor allem Musikschulen so genannte Erwachsenen-Spielkreise an, in denen – häufig auf verschiedenen Instrumenten der Blockflöten-Familie – das Ensemblespiel praktiziert wird.

 

Blockflöte im Klassenverband

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Blockflötenensemble (Mit freundlicher Genehmigung der Firma Moeck)

Es ist wissenschaftlich erwiesen ist, dass die intensive Beschäftigung mit Musik das Sozialverhalten verbessert, den IQ-Wert erhöht, Konzentrationsschwächen kompensiert und schulische Leistungsfähigkeit steigert.

Deshalb werden an einigen Grund- und weiterführenden Schulen – meist auf zwei Jahre angelegte –Klassenmusizierkurse angeboten, die in dem Stundenplan der allgemein bildenden Schule fest verankert und damit für jeden Schüler verpflichtend sind.

Erklärtes Ziel ist es hierbei, ein langfristiges Interesse an Musik zu vermitteln und die Freude an gemeinsamen Erfolgen zur Stärkung des Klassenverbundes zu nutzen. Besondere musikalische Begabungen oder Vorkenntnisse werden nicht vorausgesetzt. Vor allem für die Grundschule eignet sich hier Blockflöte als von allen Kindern gemeinsam im Klassenverband gespieltes Instrument besonders gut.

Darüber hinaus werden auch häufig Blockflöten-AGs an Grundschulen angeboten, deren Besuch freiwillig ist und meist nach dem offiziellen Schulschluss erfolgt.

 

Von der Gruppe zum Solounterricht

„Wer sich näher mit der Technik des Blockflötenspiels befasst hat, wird eine Eigenheit der alten Instrumente entdeckt haben […]: Das Anfangsstadium der Spielfertigkeit lernt sich mit ebenso bezaubernder wie trügerischer Leichtigkeit. Nach den ersten leicht erworbenen Schritten, die meist zur Ausführung einfacher Stücke genügen, erschwert aber ein unvorhergesehener, unverhältnismäßig steiler Anstieg den Weg des Fortschrittes.“

– Paul Hindemith

Auch wenn die Blockflöte bis zum heutigen Tag im öffentlichen Bewusstsein das Image eines nicht ernst zu nehmenden „Anfänger- bzw. Früherziehungsinstruments“ hat: So kinderleicht ist das Blockflötenspiel, wenn man es langfristig auf einem höheren bzw. professionelleren Niveau betreiben möchte, natürlich nicht. Blastechnik, Zungenstoß und Atemführung bedürfen auf Dauer einer gewissenhaften Schulung bzw. Anleitung. Für Fortgeschrittene bietet sich daher der (teurere) Einzelunterricht an, da hier der Lehrer bzw. die Lehrerin wesentlich genauer auf die individuellen Bedürfnisse und Schwierigkeiten des Schülers eingehen kann.

 

Fortbildungen

Neben Meisterkursen, die sich naturgemäß an Blockflöten-Profis richten, werden von der lokalen Kirchengemeinde über die Musikschule und Musikhochschule bis hin zum namhaften Blockflöten-Hersteller von Zeit zu Zeit Fortbildungen, Seminare oder Workshops angeboten, die für Anfänger und/oder Fortgeschrittene konzeptioniert sind. Dabei kann es sich zum einen um theoretische Vorträge rund um das Thema Flöte handeln. Im Vordergrund aber stehen praxisorientierte Workshops, so etwa das gemeinschaftliche Musizieren z.B. im Rahmen eines Blockflöten-Orchester-Tages, beispielsweise aber auch die Einblicknahme in Blockflöten-Werkstätten.

 

Lehrwerke

Von der Anfängerschule bis zur Konzertliteratur, von klassischen Stücken über Weihnachtslieder bis hin zu Folk und Pop: das Angebot der Lehr- und Spielliteratur für Blockflöte ist genauso vielfältig wie das Instrument selbst.

Neben grundlegenden, z.T. mehrteiligen Blockflöten-Schulen, die elementare Grundlagen zum Erlernen der einzelnen Instrumente innerhalb der Blockflöten-Familie schaffen, werden u.a. auch Lehrwerke angeboten, die sich intensiv einem bestimmten Aspekt der Spieltechnik widmen, so z.B. der Finger- und Zungentechnik, dem Atem und Klang oder der Kunst des Trillerns.

Eher für Lehrer und Fortgeschrittene bzw. für Spezialisten sind jene Lexika bzw. Handbücher gedacht, die grundlegende Themengebiete rund um die Blockflöte behandeln: z.B. zu Bau- und Funktionsweise, zur Atmung, zum Klang, zur Grifftechnik, zur Spielweise, zur Pflege und zur Geschichte der Wiedergabe von Flötenmusik.

 

Unser Buchtipp:

Handbuch des Blockflötenspiels Handbuch des Blockflötenspiels
Ein Handbuch, das jedem Blockflötenspieler, Schüler wie Lehrer, als unverzichtbare Informationsquelle über eines der beliebtesten Instrumente dient.