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Schott Music

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9. April 2018

Best Edition – Schott Music prämiert

Deutscher Musikeditionspreis für „Der Freischütz“

Schott Music wird auf der diesjährigen Frankfurter Musikmesse für die wissenschaftlich-kritische Ausgabe zu Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ mit dem Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ ausgezeichnet.
Die Verleihung der Auszeichnungen findet am Donnerstag, den 12. April 2018 von 12.00 bis 13.00 Uhr auf der Internationalen Musikmesse in Frankfurt statt (Halle 8.0, Music Association & Education Forum, D54).

Begründung der Jury

Der 2017 vorgelegte Band der Carl Maria von Weber-Werkausgabe (WeGA) präsentiert mit dem „Freischütz“ nicht nur eines der bekanntesten Werke des Komponisten, sondern zeigt auch die gelungene Verbindung von traditionellem editorischem und musikverlegerischem Handwerk mit den aktuellen Innovationen auf dem Feld der Musikphilologie. In dem gedruckten Band präsentieren Verlag und Herausgeber einen sowohl den wissenschaftlichen wie den praktischen Bedürfnissen Rechnung tragenden Notentext, der – ergänzt durch einen Kritischen Bericht mit Bemerkungen zur Entstehungsgeschichte – die Referenz für alle weitere Befassung mit dem Werk liefern wird. Die sorgfältigen Quellenbeschreibungen und -bewertungen sowie der Apparat der textkritischen Anmerkungen machten alle Herausgeber-Entscheidungen transparent und ermächtigen damit nicht nur Forscher, sondern auch Praktiker in ihren aufführungsrelevanten Entscheidungen. Schon dies wäre nachhaltige und wissenschaftlich fundierte Notenedition im allerbesten Sinne, wie sie die in Deutschland seit langem öffentlich geförderte Zusammenarbeit von philologischer Forschung und Musikverlagen in vorbildlicher und weltweit einmaliger Weise gemeinsam betreibt.

Innovativ ist der vorliegende Band nicht nur deshalb, weil er die neuesten Debatten aus der Musikphilologie einbezieht, sondern auch, weil der Band mit dem Projekt Freischütz digital flankiert wird durch die Möglichkeiten der digitalen Welt. Dort werden alle wichtigen Quellen zu Text und Musik leicht zugänglich und nutzbar im Netz unter einer Creative Commons Lizenz zu Verfügung gestellt. Dies wurde durch die tatkräftige Unterstützung der Musikabteilung der Berliner Staatsbibliothek möglich, die die Digitalisierung und Veröffentlichung ihrer Schätze in diesem Rahmen erlaubte. Darüber hinaus erprobt die WeGA daran exemplarisch die Möglichkeiten der digitalen Kodierung von Notentexten zur Darstellung und Lösung komplexer editorischer Probleme. Die digitale Präsentationsform ermöglicht durch die Implementierung von Sound Files die innovative Verknüpfung philologischer Lösungsvorschläge mit ihrer praktischen Erprobung in Aufführungen. Die WeGA präsentiert mit diesem Paket aus traditionellem Notenband und digitalem Anteil einen zukunftsträchtigen Vorschlag für die Zusammenarbeit von Verlag, wissenschaftlichen Editionsprojekten und Bibliotheken, der nicht nur zeigt, dass sondern auch mit welchem Gewinn philologische Forschung heute im Verbund von Wissenschaft und Kulturleben stattfindet, und wie sie den digitalen Raum gewinnbringend für alle erobern kann.

Das Buch besticht durch seine hochwertige Ausstattung (Hardcover, buchbinderische Qualität, Papier) und seinen klassischen Textsatz, der in Typografie, Optik und hervorragenden Qualität schon fast anachronistisch anmutet. Schön, dass es das noch gibt. Ein parallellaufender Text in Englisch und Deutsch mit sehr gut gesetzten Fußnoten unterstützen die Lesbarkeit und Übersicht.


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8. Januar 2018

Abschied von Konrad Ragossnig 1932–2018

Schott Music trauert um seinen Autor Konrad Ragossnig, der am 3. Januar 2018 im Alter von 85 Jahren verstarb. Mit ihm verliert die Musikwelt einen wichtigen Impulsgeber in der Gitarrenpädagogik und im internationalen Konzertleben des 20. Jahrhunderts.

Ragossnig studierte bei Karl Scheit in Wien. Der Gewinn des 1. Preises beim Concours International de Guitare markiert den Beginn seiner internationalen Karriere als Gitarrist und Lautenist. Gemeinsam mit Julian Bream brachte Ragossnig in den 70er Jahren die Laute zur Popularität. Als einer der bedeutendsten Gitarristen des 20. Jahrhunderts legte er seinen Schwerpunkt auf die Kammermusik mit Nichtgitarristen und arbeitete dabei u.a. mit Peter Schreier, Peter-Lukas Graf oder Hans-Martin Linde zusammen. Konrad Ragossnig spielte über 60 Schallplatten ein und wirkte bei zahlreichen Hörfunk- und Fernsehproduktionen mit.

Ragossnig lehrte Jahrzehnte lang als Professor an der Musikakademie in Basel und an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Er war ein wichtiger Herausgeber im Bereich der klassischen Gitarrenmusik. Mit über 60 bei Schott Music veröffentlichten Notenausgaben und Büchern („Handbuch der Gitarre und Laute“, „Gitarrentechnik kompakt“, „Concert Favourites“ etc.) hat er den Schott-Katalog wesentlich geprägt. Die Schwerpunkte seiner Publikationen liegen im Bereich der Gitarrenpädagogik und auf dem Gebiet der klassischen Edition von der Renaissance bis zur Moderne. Seine sorgfältigen Editionen haben Maßstäbe gesetzt und das Konzertleben sowie die Gitarrenausbildung maßgeblich bereichert.

10. Oktober 2017

Virtuoser Jazz in klassischer Form – Komponist Nikolai Kapustin wird 80

Banner Nikolai Kapustin

Am 22. November 2017 wird Nikolai Kapustin 80 Jahre alt. In seinen über 160 Werken verbindet er gekonnt virtuosen Jazz mit klassischen Formen und wird von seinem Publikum und den Interpreten gleichermaßen verehrt.

Geboren wurde Kapustin 1937 in der Ukraine. Mit 14 Jahren zog er nach Moskau, um dort Klavierunterricht zu nehmen und später am Konservatorium zu studieren. Das Komponieren brachte er sich als Autodidakt bei. Schon in früher Jugend versuchte er sich an eigenen Klaviersonaten. Später spielte er in der Oleg Lundstrem Bigband, für die er auch eigene Stücke schrieb.

In den 1980er Jahren wandte er sich schließlich hauptberuflich der Komposition zu. Kennzeichnend für Kapustins Jazz-Stil ist, dass er Elemente des amerikanischen Jazz mit klassischen Formen der russischen Schule kombiniert. So entstehen virtuose Stücke, die von führenden Pianisten wie Marc-André Hamelin, Steven Osborne, Ludmil Angelov, Masahiro Kawakami, Nikolai Petrov und Vadim Rudenko sowie von den Cellisten Eckard Runge und Enrico Dindo gespielt und interpretiert werden.


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9. Oktober 2017

Songs für Hollywood

Neues Songbook mit zahlreichen Hits von Walter Jurmann

Nach der erfolgreichen Veröffentlichung von Veronika, der Lenz ist da im letzten Jahr, erscheint am 10. Oktober das zweite Songbook mit Erfolgshits von Walter Jurmann. San Fransico – Songs für Hollywood vereint Werke aus den 30er und 40er Jahren, die für die Filmindustrie geschrieben wurden.

Schon während seines Aufenthalts in Paris, auf dem Weg ins amerikanische Exil, erhielt Walter Jurmann einen Vertrag als Komponist bei MGM in Hollywood. Ab 1935 entstanden – in Zusammenarbeit mit namhaften Textdichtern – zahlreiche Songs für Filmstars wie Deanna Durbin, Clark Gable und Judy Garland. Die vorliegende Ausgabe enthält bekannte Titel wie San Francisco, All God’s Chillun Got Rhythm, Love Song of Tahiti aus dem Film Meuterei auf der Bounty sowie 15 bislang unveröffentlichte Lieder.

Die hochwertige und neu gesetzte Erstausgabe enthält 50 Lieder, herausgegeben vom Verein der Freunde und Förderer des Werks von Walter Jurmann e. V.
Ein Text zum Schaffen Walter Jurmanns in Hollywood von Saskia Kuhlmann und ein Vorwort des Festival Direktors der Internationalen Filmfestspiele Berlin, Dieter Kosslick, ergänzen das Songbook.


Pressematerial zum Download

 

Cover San Francisco - Walter Jurmann
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18. September 2017

Einfach besser sprechen – das neue Buch von ZDF-Sprecher Elmar Bartel

Verständlich, selbstbewusst und überzeugend zu sprechen ist in vielen Situationen enorm wichtig. Mehr noch: Es ist der Schlüssel zum Erfolg. ZDF-Nachrichtensprecher Elmar Bartel hat seine langjährigen Erfahrungen in einem Buch zusammengefasst: Einfach besser sprechen. Darin verrät er das Know-How aus der Radio- und Fernsehwelt und zeigt, wie jeder das wertvolle Potenzial der eigenen Stimme optimal nutzen kann.

Zu den praktischen Erfahrungen als Berufssprecher kommen zahlreiche Übungen zu Aussprache, Atmung, Körperhaltung und Betonung. Damit ist das Buch ein wertvoller Einstieg für alle, die einfach gut ankommen wollen.

Bekannte Stimmen aus der Fernsehwelt – u. a. Petra Gerster, Markus Lanz, Maybrit Illner, Oliver Welke, Marietta Slomka, Heinz Wolf und Babette von Kienlin – zeigen wie es geht.


Elmar Bartel ©Kerstin Bänsch
Elmar Bartel ©Kerstin Bänsch

Elmar Bartel ist Profisprecher und Sprechtrainer, seine markante Stimme ist Fernsehzuschauern und Hörbuchfans bestens bekannt.


Pro verkauftem Buch kommt € 1,- der Deutschen Gesellschaft für Sprachheilpädagogik e.V.
zugute.


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Inhalt des Press-Kits:

1. Fotos

2. Audio

  • Auszüge aus der CD
    – Heinz Wolf: Tli-Tlü
    – Barbara Hahlweg: Barbara saß am Abhang
    – Babette von Kienlin: Grubengräber graben Gruben
    – Marietta Slomka: Über der Wüste düstere Gründe
    – Nadine Krüger: Mein Meister freit ein reizend Weiß
    – Markus Lanz: Nun nahen neue Wonnen
    – Elmar Bartel: Bald bebt im Purpur die blonde Braut
    – Norbert König: Die Polizei
    – Babette von Kienlin, Oliver Welke, Maybrit Illner, Jürgen Kolb: Max macht Wachsmasken
    – Geraldine Sievers: Der Flugplatzspatz
  • Elmar Bartel im Interview
    – Worum geht es in Ihrem Buch?
    – Wie kam es zu dem Buch?
    – Kann man auch falsch sprechen?

 

3. Texte

  • Electronic Press Kit
  • Elmar Bartel im Interview

 

4. Materialien zum Buch

  • Cover (tiff, 300 dpi)
  • Inhalt des Buchs in Auszügen (PDF)
14. Juni 2017

Opernstoffe leicht erzählt – auf Sächsisch und Alemannisch

Neuer, origineller Opernführer von Jasmin Solfaghari

Opernregisseurin Jasmin Solfaghari veröffentlicht bei schott-buch.com einen Opernführer der speziellen Art. Drei Meilensteine der Opernliteratur werden durch Erzähler „LUNA vom Mond“ auf hintergründige Art erklärt: Die Hochzeit des Figaro, Der Freischütz und Der Ring des Nibelungen. Als besonderer Schlüssel, um die oft komplexen Handlungsabläufe zu erläutern, dient zusätzlich der Dialekt mit seinem unverwechselbaren Charme. So wird zum Beispiel aus dem Ring des Nibelungen „D Ring vo de Nibelunge“. Darüber hinaus entführt LUNA die Leser hinter die Kulissen des Opernbetriebs und lüftet zahlreiche Geheimnisse.

Für Leser, die auf dem Gebiet der Dialekte (noch) unsicher sind, bietet der Opernführer zusätzlich eine Ausführung auf Hochdeutsch.

Der „Opernführer für Einsteiger“ ist in zwei Versionen erhältlich: Deutsch-Alemannisch und Deutsch-Sächsisch. Beide Bücher sind im Buchhandel als Softcover- und Hardcover-Ausgabe erhältlich.

Lassen Sie sich in die Welt der Drachen, Hochzeiten, Verwirrspiele, Tränen und der unbändigen Lebenslust entführen!


Jasmin Solfaghari Portrait
Solfaghari © Cathleen H. v. Bittenfeld / beautyshots, Berlin

Jasmin Solfaghari absolvierte ihr Regie-Studium bei Prof. Götz Friedrich in Hamburg. Es folgten Stationen wie Spielleiterin an der Hamburgischen Staatsoper, Oberspielleiterin am Stadttheater Bremerhaven und Oberspielleiterin an der Deutschen Oper Berlin. Die Regisseurin inszeniert ein sehr umfangreiches Repertoire von Barock bis Moderne im In- und Ausland. Die ehemalige Professorin der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ist seit vielen Jahren in der Ausbildung junger Sänger tätig. Ihre mehrsprachigen Vorträge und Meisterkurse führten sie nach Italien, Israel, Brasilien und in die USA.
Solfaghari ist ebenso im Bereich der Opernvermittlung tätig. Sie kreierte die Erzählerfigur LUNA, mit der sie Figaros toller Tag, Der Ring in 100 Minuten, La Cenerentola und Der Freischütz für Kinder von Wien über Leipzig bis Berlin sehr erfolgreich auf die Bühne brachte.


schott-buch.com ist eine Self-Publishing-Plattform für Autorinnen und Autoren von Musikbüchern und gehört zur Mediengruppe Schott Music.

4. April 2017

Erste umfassende Britten-Biografie in deutscher Sprache

Buch-Neuerscheinung bei Boosey & Hawkes

Der Verlag Boosey & Hawkes veröffentlicht die erste umfassende Darstellung zu Leben und Werk Benjamin Brittens in deutscher Sprache. Norbert Abels, Chefdramaturg der Frankfurter Oper und einer der besten Britten-Kenner, verfasste das knapp 340 Seiten starke Werk.

Benjamin Britten zählt zu den universellsten Komponisten der Musikgeschichte. Sein Werk ist von tiefer Humanität geprägt, zeugt jedoch zugleich von der Faszination des Ambivalenten.
Aus seiner langjährigen Tätigkeit als renommierter Operndramaturg beleuchtet Abels insbesondere das Musiktheater des „Orpheus britannicus“ in allen Facetten, aber auch die Lieder, das geistliche Werk, die Kompositionen für Kinder, die Musik für Film, Theater und Radio sowie die Kammermusik. Neueste biografische Forschungen werden in diesem profunden Überblick ebenso berücksichtigt wie geistesgeschichtliche Einordnungen.

Norbert Abels ist Chefdramaturg der Oper Frankfurt, Dozent mehrerer Hochschulen und publizierte zahlreiche Schriften zur Musik-, Theater- und Literaturgeschichte.


Buchpräsentation

Mit Prof. Dr. Norbert Abels. Moderiert wird der Abend von Frau Dr. Kerstin Schüssler-Bach.

Freitag, 7. April 2017, 19.30 Uhr
Buchhandlung Weltenleser, Frankfurt am Main
Wir bitten um Anmeldung unter:
info@weltenleser.de oder Tel.: 069/91 507 210

Klicken Sie hier für weitere Informationen auf der Seite der Buchhandlung Weltenleser.

 


Pressematerial zum Download

Download Cover (PDF)
Norbert Abels, Download Foto
3. April 2017

Deutscher Musikeditionspreis 2017

Vielfache Auszeichnungen für Schott Music

Best Edition Logo

Beim diesjährigen Deutschen Musikeditionspreis „Best Edition“ darf sich der Verlag Schott Music gleich dreifach freuen. Drei von acht Auszeichnungen gehen an den im Jahre 1770 gegründeten Traditionsverlag. Auch die Verlagsgruppe Hermann, für die Schott Music exklusiv den weltweiten Vertrieb übernimmt, darf sich über eine Auszeichnung freuen.

Der Deutsche Musikeditionspreis „Best Edition“ wird im Rahmen der Frankfurter Musikmesse 2017 am 7. April um 13 Uhr auf dem „Musikbiz & Culture Forum“ in Halle 8.0 Stand D 50 verliehen.

 


Die ausgezeichneten Produkte von Schott Music sind:

Richard Strauss – Späte Aufzeichnungen

Begründung der Jury:

Die bei Schott als Band 21 der Veröffentlichungen der Richard-Strauss-Gesellschaft herausgekommenen „Späten Aufzeichnungen“ des Komponisten sind ein schönes und nachhaltiges Buch im besten Sinne. Als Ergebnis sorgfältigster philologischer Editionsarbeit liegen uns nun die Notizhefte vor, die Strauss in der immer wieder so heiß diskutierten Zeit zwischen 1932/33 und 1949 nutzte. Damit liegt ein biographisch nun in höchstem Maße relevantes Quellenkorpus vor, das u.a. offenlegt, wie Strauss auf die ihn betreffende Publizistik Einfluss nahm – mit Recht weisen die Herausgeber auf die zahlreichen Indizien dafür hin, dass Strauss seine hier niedergelegten Überlegungen nicht selten an spätere Biographen adressierte (teilweise ganz konkret im Blick auf Willi Schuh geschrieben hat).

Gerade weil Teile dieser Aufzeichnungen bereits – mit unkenntlichen editorischen Eingriffen – veröffentlicht sind, ist es so wertvoll, diese Quelle in einer kritischen Edition vorliegen zu haben. Dass dies in einer in jeder Beziehung handwerklich hochwertigen und sich jeder Aufmerksamkeit heischende modischer Zutat enthaltenden Ausstattung geschieht, wird die Nachhaltigkeit dieser Publikation in dieser Dimension gerecht. Entstanden ist ein Buch, dass man auch in vielen Jahren noch gern zur Hand nehmen wird, in dem sich das Lesen wie das Forschen, die Freude am Buch und das Interesse am Inhalt auf das schönste verbindet. Gut, dass solche Bücher heute noch gemacht werden können!

Piéces de Concours – Issues du répertoire du Conservatoire de Paris

Begründung der Jury:

Über Bratscher gibt es viele Klischees. Eines besagt, dass sie die Intellektuellen unter den Musikern seien – da sie Zeit haben, so die Fama, weil sie im Ensemble nicht die schwierigsten Parts haben, also ihre Tage nicht zum Üben brauchen. Aber die Zeit benötigen sie auch, weil sie ständig an den entlegensten Orten stöbern müssen und dabei immer auch die interessantesten und eigenartigsten musikhistorischen Kenntnisse anhäufen, um ihr relativ schmales Repertoire an originalen Solo-Werken zu erweitern.

Die bei Schott nun vorliegende Edition kontert beide Aspekte aufs Schönste: In einer sehr schön gesetzten, in einer Balance von pragmatischen und ästhetischen Aspekten ausgestatteten praktischen Ausgabe werden hier Werke zugänglich gemacht, die für die Abschlussprüfungen der ersten Bratschen-Klasse des Pariser Conservatoire komponiert wurde, deren erste 1896 stattfand. Neben kurzen, aber durchaus substantiellen Informationen zu diesen Wettbewerben und der Entwicklung des dort verlangten Repertoires, sowie zu den in die Sammlung aufgenommenen Komponisten, teilt die Ausgabe im Inhaltsverzeichnis überdies mit, in welchen Jahren die jeweiligen Werke als Pflichtstücke vorgesehen waren – die Spanne reicht immerhin von 1897 bis 1969.

Die in Montreal lehrende Bratschen-Professorin Jutta Puchhammer-Sédillot, die diese Stücke eher zufällig – durch eine Erbschaft – fand, aber schnell ihren Wert erkannte, erweitert mit dieser Auswahlausgabe jedoch nicht einfach nur das Repertoire an technisch anspruchsvoller, ja virtuoser und musikalische interessanter Solo-Literatur, sondern ihre Edition fügt sich überdies in ein aktuelles Forschungsinteresse an der Geschichte der musikalischen Interpretation und der akademischen Ausbildung von Musikern, sodass sich hier praktische und wissenschaftliche Perspektiven auf das gelungenste verbinden und hoffentlich in beiden Richtungen fruchtbar werden. Vielleicht kann auch die Auszeichnung dazu beitragen, dass diese Saat aufgeht.

Veronika, der Lenz ist da – Schlager der Weimarer Republik – Berlin 1928-1933

Begründung der Jury:

Das Songbook „Veronika der Lenz ist da“ herausgegeben von Yvonne Jurmann lässt die Weimarer Republik in Berlin um 1930 wiederaufleben. In den Liedtexten von Walter Jurmann wechseln sich Komik, Tragik aber auch Sarkasmus und Zweideutigkeiten in leichten und beschwingten Melodien ab. Der ursprünglich aus Wien stammende Jurmann prägte die Berliner Musikszene in den späten Zwanziger- bis zu den frühen Dreißiger-Jahren mit seinen Liedern. Einige seiner Stücke sind heute noch so bekannt, dass sie als Volkslieder angesehen werden.

Nun hat Yvonne Jurmann beim Schott-Verlag eine schöne Sammlung mit 60 Liedern von Walter Jurmann zusammengestellt. Auch das Layout des Buches gibt den Charme dieser Zeit wieder. Auf dem Cover ist ein typisches Bild dieser Zeit von Berlin zu sehen, welches mit einem passenden Rahmen und einer passenden Typo abgerundet wird.

Auch fast 90 Jahre nach der Komposition dieser Lieder machen Sie immer noch Spaß und lassen einen in eine Zeit abtauchen, in der die Menschen das Leben genossen haben, bevor der Schrecken der Nationalsozialisten über Deutschland hereinbrach und damit nicht nur dem blühenden kulturellen Leben Berlins ein Ende bereitet hat.


Verlagsgruppe Hermann

Wiener Blut – Operette in 3 Akten – Neue Johann Strauss Gesamtausgabe – Serie I/2/17

Begründung der Jury:
„Ein großer Genius kann nicht würdiger geehrt werden, als durch eine correcte Ausgabe seiner sämtlichen Werke.“ Nach diesem Motto des Ritters von Köchel lässt die „Neue Johann Strauss Gesamtausgabe/Strauss Edition Wien“ unter der Editionsleitung des Musikwissenschaftlers und Pädagogen Michael Rot seit 1999 Werke der Strauss-Dynastie in quellenkritischen Neuausgaben erscheinen ‒ und ersetzt damit peu à peu die roten Hefte von Doblinger/UE. Mit welchen Qualitäten die neue Strauß-Ausgabe aufwartet, zeigt die Edition einer Operette mit Musik von Johann Strauss, die in ihrer Gesamtanlage gar nicht vom Walzerkönig stammt. Kurz vor seinem Tod gab Strauss offenbar die Einwilligung für die Bearbeitung etlicher Orchesterwerke zu einem dreiaktigen Bühnenwerk, in dem das Librettistengespann Victor Léon und Leo Stein das zeittypische Personal von der Probiermamsell bis zum amüsiernärrischen Grafen von Reuß-Schleiz-Greiz auftreten lässt. Im Oktober 1899, knapp fünf Monate nach Strauss‘ Tod, fand im Wiener Carltheater die Uraufführung unter dem Titel Wiener Blut statt, der sich dem gleichnamigen Walzer verdankt.

Die Musik wurde von Adolf Müller junior, Kapellmeister am Theater an der Wien, mit der Souveränität des Theaterpraktikers arrangiert. In der Partitur gelingt dem Herausgeber der Husarenritt, die drei wesentlichen Überlieferungen (autographer Klavierauszug, Uraufführungsfassung und Druckfassung) samt nach­träglicher Änderungen sinnvoll und übersichtlich zusammenzufassen; eine acht­seitige Kompilationstabelle listet penibel die Herkunft der einzelnen Nummern bis zu kleinsten Überleitung auf. Im Vorwort wird das kulturelle Umfeld des Projekts Wiener Blut, aber auch die Leistung von Adolf Müller diskutiert, der ein paar der bekannten Melodien wohl selbst beisteuerte. So galt die Sorgfalt der „Strauss Edition Wien“ diesmal einem Werk, das weniger die Originalität von Strauss selbst als ein besonders populäres Beispiel zeitgenössischer Strauss-Re­zeption in den Vordergrund rückt. Eine praktische Umsetzung mit dem leihweise erhältlichen Aufführungsmaterial wäre willkommen.

30. März 2017

Buch-Neuerscheinung zum Monteverdi-Jubiläum

450 Jahre Claudio Monteverdi im Mai 2017

Anlässlich des 450-jährigen Jubiläums Claudio Monteverdis veröffentlicht der renommierte Musikwissenschaftler Michael Heinemann eine neue Monographie über die Musik des Ausnahmekomponisten.

Das Buch „Claudio Monteverdi – Die Entdeckung der Leidenschaft“ nähert sich der Musik aus der Perspektive des Hörens. Aus der Verbindung der Erfahrungen aus Kulturgeschichte und der musikalischen Praxis entsteht so ein Bild einer Zeitenwende in der Musik.

Michael Heinemann (*1959) ist als Professor für Musikwissenschaft in Dresden tätig, wo die Musik des 17. Jahrhunderts zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählt. Er betreut Werkausgaben der Musik von Heinrich Schütz, Johann Rosenmüller und Andreas Hammerschmidt und ist u.a. Herausgeber der „Schütz-Dokumente“, die über Leben, Werk und Umfeld des Dresdner Hofkapellmeisters informieren. Daneben gilt seine Aufmerksamkeit der Rezeptionsgeschichte Alter Musik, um deren aktuelle Relevanz zu verdeutlichen.


Pressematerial zum Downlaod

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Michael Heinemann (c) privat
Michael Heinemann (c) privat
28. März 2017

Immer das richtige Stück zur Hand

Start der Schott Student Edition – Die umfassende Bibliothek für den Instrumentalunterricht

Mit dem Start der Reihe Schott Student Edition gibt der Verlag Schott Music die ersten Ausgaben einer umfangreichen Sammlung pädagogisch ausgearbeiteter Spielliteratur für den modernen Musikunterricht heraus.

Die Serie versammelt motivierende Unterrichtsliteratur von den ersten einfachen Spiel- und Vortragsstücken bis hin zu anspruchsvollem Repertoire, das vom Standardwerk über (noch) wenig bekannte Stücke bis hin zu Neukompositionen reicht. Die Noteneditionen bestechen durch ein modernes Satzbild und beinhalten didaktisch wertvolle Hinweise von renommierten Musikpädagogen in Deutsch, Englisch und Französisch.

Alle Ausgaben sind als Print- und Download-Version verfügbar. Darüber hinaus sind Play-Along-Tracks unter www.schott-student-edition.com erhältlich.

Die ersten Repertoire-Stücke gibt es für die Instrumente Violine, Violoncello, Blockflöte, Flöte und Klarinette. Weitere Instrumente wie Klavier und Gitarre sind in Planung. Die Reihe wird sukzessive erweitert.


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Pressefotos

Nutzungshinweis: Die hier zur Verfügung gestellten Fotos dürfen unter Angabe des Copyrights nur für redaktionelle Berichterstattungen im Rahmen der Schott Student Edition verwendet werden.

(c) Schott Music, Mélanie Gomez
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