Schott Music

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26. April 2021

Eötvös: Frontiers of Knowledge Award der BBVA Foundation

Der Frontiers of Knowledge Award der spanischen BBVA-Stiftung in der Kategorie Musik und Oper geht in diesem Jahr an den Komponisten und Dirigenten Peter Eötvös. Die Jury bezeichnet ihn als „unzweifelhaft eine der wichtigsten Stimmen in der Musik unserer Zeit.“ Joana Carneiro, Dirigentin und Vorsitzende des Komitees ergänzt: „Seine künstlerische Bedeutung, Originalität und sein Beitrag zum Fortschritt der Musik in den letzten Jahrzehnten zeigt sich in seinen Kompositionen für Stimme, Soloinstrumente und Orchester in Opern wie Love and Other Demons und Senza Sangue. Seine Instrumentalwerke werden von den wichtigsten Ensembles und Orchestern der Welt gespielt.“

Der jährlich verliehene Frontiers of Knowledge Award umfasst neben Musik sieben weitere Kategorien wie Informatik, Ökologie und Grundlagenforschung und ist mit 400.000 Euro einer der am höchsten dotierten Kulturpreise weltweit. Vor Eötvös wurden damit unter anderem Pierre Boulez, Sofia Gubaidulina und zuletzt Arvo Pärt ausgezeichnet.

Foto: © Szilvia Csibi

13. April 2021

Pēteris Vasks: 75. Geburtstag am 16. April 2021

Wie kein anderer Komponist ist Pēteris Vasks Botschafter für sein Heimatland Lettland und für die reiche Kultur des Nordens. Vor 1991 war er wegen seines Glaubens und seiner  künstlerischen Überzeugungen Repressalien ausgesetzt, heute genießt er längst  internationale Anerkennung.

Im Juni, knapp zwei Monate nach seinem 75. Geburtstag, wird Vasks beim 49. Istanbul Music Festival für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Die Verleihung findet jährlich statt, zu den bisherigen Preisträgern gehören Daniel Barenboim, Philip Glass, Gidon Kremer, Mischa Maisky, Zubin Mehta, Arvo Pärt, Krzysztof Penderecki und Murray Perahia. Nach der Zeremonie spielt das Modigliani Quartett die türkische Erstaufführung seines 6. Streichquartetts, für das Vasks im März der Große Musikpreis Lettlands verliehen wurde.

Seine Instrumentalwerke werden weltweit von namhaften Künstlern aufgeführt und auch häufig für Ballette verwendet, zuletzt in Mario Schröders Choreografie „Solitude“ für das  Leipziger Ballett. In seinen Kompositionen verwendet Vasks archaisch-folkloristische Elemente seiner Heimat und setzt sie in eine spannungsreiche Beziehung zur zeitgenössischen Musiksprache. Die Schönheit der Natur, aber auch die ökologische und moralische Zerstörung der Welt sind Themen, die er mit musikalischen Mitteln aufgreift.

Schott Music hat zum Geburtstag eine Broschüre mit ausgewählten Chorwerken veröffentlicht, die Ihnen unter der Bestellnummer KAT 3485-99 in gedruckter Form oder als Download kostenlos zur Verfügung steht.

Entdecken Sie auch unsere Vasks-Playlist unter https://de.schott-music.com/shop/vasks-playlist/

9. April 2021

Martin Stadtfeld „Piano Songbook“: ein persönlicher Blick auf die Klassiker

Piano Songbook Piano Songbook
29,50 €

Das neue Album von Martin Stadtfeld ist da: Zusammen mit der CD-Veröffentlichung ist bei Schott die Notenausgabe zu „Piano Songbook“ erschienen. Darin enthalten sind 30 ganz persönlich geprägte Bearbeitungen und Fantasien zu beliebten Werken von Barock bis Romantik sowie Eigenkompositionen von Stadtfeld.

Die in diesem Band versammelten Werke haben mich durch mein Leben begleitet. In schwierigen Zeiten gibt mir diese Musik Halt und Gewissheit.

Die Bearbeitungen sind teilweise frei und subjektiv, und destillieren das für mich Wesentliche. Es galt die Devise: So wenige Noten wie möglich. Dies war mir auch Anspruch für die 10 eigenen Kompositionen im dritten Teil. Somit ist (in den meisten Stücken) eine Spielbarkeit für den Klavierunterricht gegeben. Auch derjenige, der nach langer Zeit wieder zum Klavier zurückkehrt, kann mit diesen Stücken anknüpfen.

Ich wünsche mir, dass viele Menschen beim Nachspielen das empfinden, was ich bei der Entstehung dieses Bandes fühlte: Kontemplation, Vertiefung, innere Kraft. – Martin Stadtfeld

Die Einspielung beim Label Sony Classical (EAN 0194398159829) ist sowohl als CD als auch auf Vinyl und über die gängigen Streaming-Dieste erhältlich, die Notenausgabe in gedruckter Form und als Download. Der Schwierigkeitsgrad zum Selberspielen ist einfach bis mittelschwer und eignet sich sowohl für Jugendliche und den Wiedereinstieg wie auch für alle, die regelmäßig und gerne zu Hause Klavier spielen.


Martin Stadtfeld
Piano Songbook

72 Seiten · einfacher bis mittelschwerer Schwierigkeitsgrad
ED 23288 · ISMN  979-0-001-21005-8
29,50 € (Print)
19,99 € (Download)

1. April 2021

Igor Strawinsky: 50. Todestag am 6. April

Wir gedenken des großen Komponisten Igor Strawinsky (1882–1971) zu seinem bevorstehenden 50. Todestag am 6. April. Wir sind stolz darauf, dass Schott mit L’Oiseau de feu (Der Feuervogel), Symphonie en ut, Symphony in Three Movements und dem Violinkonzert einige seiner bekanntesten Werke veröffentlicht hat.

Es ist schwer, über einen der größten Künstler aller Zeiten etwas zu schreiben, das nicht schon zuvor gesagt worden ist. Es ist aber faszinierend, wie viele zeitgenössische Komponisten, ungeachtet ihres Personalstils, eine starke Verbindung zu Strawinsky
verspüren. Vielleicht weil seine kompositorische Stimme so mächtig und unverwechselbar ist, dass sie in jeder seiner unterschiedlichen Stilphasen durchscheint. In der Musikwelt von heute erinnert uns Strawinsky daran, Fragen der Ästhetik nicht zu verabsolutieren, sondern über den musikalischen Stil hinauszublicken.

19. März 2021

„Der Rosenkavalier“ an der Bayerischen Staatsoper: Online-Uraufführung der reduzierten Fassung

Am 21. März 2021 feiert Der Rosenkavalier von Richard Strauss an der Bayerischen Staatsoper München Premiere. Es ist gleichzeitig die Uraufführung der neuen Fassung für eine kleinere Orchesterbesetzung von Eberhard Kloke, die sich an der Instrumentierung von Ariadne auf Naxos orientiert.  Die Inszenierung von Barrie Kosky wird mit Spannung erwartet. In den Hauptrollen der hochkarätig besetzten Produktion sind Marlis Petersen als Feldmarschallin, Christof Fischesser als Baron Ochs von Lerchenau, Katharina Konradi als Sopie, Samantha Hankey als Octavian und Johannes Martin Kränzle als Herr von Faninal zu erleben. Am Pult steht Vladimir Jurowski.

Der Bearbeiter Eberhard Kloke über seine neue Fassung:

Bei der vorgenommenen Transkription geht es um eine Veränderung des Klangbildes und damit der Klangstruktur innerhalb des Orchesters sowie der Balance zwischen Bühne und Orchester.

Im Vordergrund stehen besetzungstechnische Vorteile durch variable Besetzungsalternativen im Hinblick auf schlankere Stimmen. Das kommt wiederum der Textverständlichkeit und Transparenz zugute und entspricht damit auch grundsätzlich der musik-theatralischen Anlage des Stückes als Konversationsstück.

Die Orchesterbesetzung ist komprimiert auf die Stärke eines mittelgroßen Orchesters. Die Mischung und Balance zwischen Streichern und Bläsern wurde neu konzipiert. Der üppig-fette, durch wiederholte Parallelschaltung (Verdopplung) von Bläsern und Streichern verursachte Strauss-Klang wird an vielen Stellen aufgebrochen, um das Klangbild zu verschlanken und differenziertere Klangschärfung zu erreichen.

Somit wird sowohl Klangerweiterung als auch Klangverdichtung erzielt, der Instrumentationsgestus zielt auf weniger Mischklang zugunsten von extremeren Spaltklängen. Dabei weist der häufige Einsatz von Klavier, Harfe, Celesta und Harmonium immer auf klangliche Parallelitäten zum Ariadne-Orchester.

Die Premiere um 15:30 Uhr wird kostenfrei auf der Plattform Staatsoper.TV gestreamt und bei BR Klassik übertragen. Am 22. März wird die Aufzeichnung des Streams um 19:00 Uhr wiederholt.

 

Szenenfoto: © Bayerische Staatsoper / Wilfried Hösl
Portrait Eberhard Kloke: privat

14. März 2021

Wilfried Hiller: 80. Geburtstag am 15. März

Frei von allen Zwängen der Avantgarde schuf Wilfried Hiller seine poetisch fantasievolle Musik. Eine besondere Bedeutung hatte die Zusammenarbeit mit dem Autor Michael Ende. Stücke wie Die zerstreute Brillenschlange (1979), Vier musikalische Fabeln (1980–1982), Der Goggolori (1982–1983) und Das Traumfresserchen (1989–1990) wurden zu Klassikern des zeitgenössischen Musiktheaters für Kinder.

2018 kam Hiller mit Momo nochmals auf einen Text von Ende zurück, doch er schrieb auch zahlreiche Bühnenwerke für Erwachsene, kammermusikalische Stücke, Solokonzerte, Chor- und Orchesterwerke. Er wurde mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste. Happy Birthday!

3. März 2021

Aribert Reimann: 85. Geburtstag am 4. März

In seinem bisherigen Lebenswerk hat Aribert Reimann ein reiches Œuvre geschaffen, dessen Einfluss auf das zeitgenössische Musiktheater unbestritten ist. Sein unverwechselbarer Personalstil ist von strenger Logik, von hochkomplexen und bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Klangstrukturen geprägt. Zugleich wohnt seiner Musik eine eindringliche Emotionalität inne, die das Publikum unmittelbar ergreift. Dies gilt für seine Instrumental- und Vokalwerke gleichermaßen, insbesondere für sein Opernschaffen, das zu dem bedeutendsten in der zeitgenössischen Musik zählt.

Seine Stoffe entnimmt Reimann meist der Weltliteratur, um sie in einzigartiger Weise seiner eigenen Musiksprache anzuverwandeln. Schott gratuliert Aribert Reimann sehr herzlich zum
85. Geburtstag!

Foto: Bernd Uhlig

2. Februar 2021

Uraufführung eines Henze-Violinkonzerts im Livestream

Am 4. Februar 2021 gelangt die Konzertmusik für Violine und kleines Kammerorchester von Hans Werner Henze zur Uraufführung. Nachdem 2020 mehrere Konzerte abgesagt werden mussten, in dem das Stück hätte gespielt werden sollen, ist es nun in der Sendereihe „Horizonte“ des Bayerischen Rundfunks zu hören. Unter der Leitung von Peter Tilling hat das Münchner Ensemble risonanze erranti das Werk im Studio eingespielt. Die Ur-Sendung um 22:05 Uhr am 04.02. gilt als Uraufführung.

Mit der Konzertmusik veröffentlicht Schott das bislang früheste Werk von Hans Werner Henze. Er schrieb es im Alter von 17 Jahren, noch bevor er sich mit Ende des Zweiten Weltkriegs sehr intensiv dem Komponieren widmen konnte und kurz darauf in den Verlag aufgenommen wurde.

Das Werk ist erkennbar von Paul Hindemith inspiriert. In der ausgesprochen kammermusikalischen Faktur übernehmen immer wieder Instrumente aus dem Ensemble – etwa Flöte, Trompete und die erste Violine I – solistische Passagen oder begleiten die Solovioline nur zu zweit oder zu dritt. Im Finale entspinnt sich aber zusehends ein „echtes“ virtuoses Violinkonzert en miniature.

Porträt Hans Werner Henze: © Schott Music / Hans Kenner, 1955

22. Januar 2021

Neu bei Schott: Sebastian Hilli

Die Zusammenarbeit mit dem finnischen Komponisten beginnt mit seinen Orchesterwerken Peach für das Finnish Chamber Orchestra und Miracle für das Finnish Radio Symphony Orchestra. Es folgen Auftragskompositionen für das Ensemble Musikfabrik, das Uusinta Ensemble, das Time of Music Festival, das Gaudeamus Festival, das IRCAM und die International Ensemble Modern Academy.

Der 1990 in Helsinki geborene Hilli gehört zur schwedischen Minderheit Finnlands und hat als eine bemerkenswerte Stimme der europäischen Neuen Musik von sich reden gemacht. Davon zeugen Auszeichnungen wie der Teosto Prize, der Gaudeamus Award und Preise beim International Rostrum of Composers sowie beim Toru Takemitsu Kompositionswettbewerb.

Tervetuloa! Willkommen bei Schott, Sebastian Hilli!

26. Dezember 2020

Alvin Singleton 80

Der US-Amerikanische Komponist Alvin Singleton wird am 28. Dezember 80 Jahre alt. Er hat weltweit mit großen Orchestern zusammengearbeitet und bedeutende Werke für Kammer- und Vokalensembles sowie für das Theater geschrieben. Seine Argoru-Stücke werden auf der ganzen Welt gespielt.

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen ein Guggenheim-Stipendium, Aufträge der Serge Koussevitzky Music Foundation, der Kranichsteiner Musikpreis der Stadt Darmstadt, der Musikprotokoll-Kompositionspreis des österreichischen Rundfunks, der Mayor’s Fellowship in the Arts Award der Stadt Atlanta und ein Stipendium der National Endowment for the Arts. 2014 wurde Singleton in die American Academy of Arts and Letters gewählt.

Wir wünschen ihm alles Gute zum Geburtstag!