Uraufführung von “Crusades” von Ludger Vollmer — Interview mit Regisseur Neco Çelik

11. Januar 2017 Ludger Vollmer: Crusades (Foto: Theater Freiburg / Maurice Korbel)

Das Thema von Lud­ger Voll­mers neuer Oper Cru­sa­des ist der Miss­brauch von Reli­gion und seine gewalt­sa­men Fol­gen. Das Stück nach dem Libretto von Tiina Hart­mann han­delt von einer lei­den­schaft­li­chen Lie­bes­ge­schichte und einem ver­hin­der­ten Ter­ror­an­schlag. Gleich­zei­tig bezieht es die His­to­rie der zer­stö­re­ri­schen Kreuz­züge mit ein. Die Pre­miere des groß besetz­ten Werks fin­det am 14. Januar am Thea­ter Frei­burg statt, es diri­giert Daniel Car­ter.

Neco Çelik - photo> Seren Basogul
Regis­seur Neco Çelik (Foto: Seren Baso­gul)

Die Urauf­füh­rung insze­niert Neco Çelik. Der Regis­seur gewann mit sei­ner Insze­nie­rung von Lud­ger Voll­mers Gegen die Wand an der Jun­gen Oper Stutt­gart 2011 den Faust-Preis in der Kate­go­rie “Regie Kin­der-und Jugend­thea­ter”. Wir haben im Vor­feld der Pro­duk­tion mit ihm gespro­chen:

Schott: Cru­sa­des erzählt die Geschichte eines (schei­tern­den) Ter­ror­an­schlags in der Gegen­wart, bringt aber auch his­to­ri­sche Figu­ren aus der Zeit der Kreuz­züge ins Spiel…

Çelik: Die Thea­ter­bühne ist der schönste Ort, um zwi­schen den Sphä­ren zu swit­chen. Das Libretto for­dert mich regel­recht auf, dies scham­los zu behaup­ten. Die Ver­gan­gen­heit ist die Quelle unse­rer Gegen­wart. Das Libretto lie­fert die Hal­tung; der Gesang und die Musik erzeu­gen das Kopf­kino.

Schott: Lud­ger Voll­mers Par­ti­tu­ren sind durch­drun­gen von ori­en­ta­li­schen Klän­gen. Wel­che Rolle wird die Musik in Ihrer Insze­nie­rung spie­len?

Çelik: Defi­ni­tiv keine folk­lo­ris­ti­sche. Lud­ger Voll­mer ist ein Musik­be­ses­se­ner, ein Voll­blut- Kom­po­nist. Er hat die Beru­fung, musi­ka­li­sche Gren­zen außer Kraft zu set­zen.

Schott: Was fas­zi­niert Sie per­sön­lich am Stoff der Oper?

Çelik: Wie er uns als Zuschauer unprä­ten­tiös auf­for­dert, Leh­ren aus der Ver­gan­gen­heit zu zie­hen. The­men, die in einem gesell­schaft­li­chen Kon­text ste­hen, mit viel Lei­den­schaft und auf glei­cher Augen­höhe abge­han­delt wer­den, die ver­söh­nend und hoch bri­sant sind, berei­chern unser Musik­thea­ter. Des­halb freue ich mich wie ein Klein­kind auf die Insze­nie­rung.

Ludger Vollmer - Foto: Thomas Müller
Kom­po­nist Lud­ger Voll­mer (Foto: Tho­mas Mül­ler)

Kom­po­nist Lud­ger Voll­mer ergänzt:

Als Kom­po­nist kann ich mit der Oper defi­ni­tiv am meis­ten aus­rich­ten. Die Oper ist im Auf­wind. Es gibt kei­nen Ort, der durch sie nicht berührt wird. Oper ist für mich die größte und all­um­fas­sendste Kunst­form. Wir sehen und hören alles, was die Bil­den­den und Dar­stel­len­den Künste auf­bie­ten kön­nen: Gesang, Orches­ter­mu­sik, Schau­spiel, Cho­reo­gra­fie und Tanz, aber auch Licht- und Video­kunst, Archi­tek­tur, Male­rei, ja selbst die Kunst der Schnei­de­rei. Oper packt uns ein­fach mit allem – und all das in über­bor­den­der Fülle und Far­ben­pracht. An einer Oper sind auf, vor und hin­ter der Bühne hun­derte Künst­ler und Spe­zia­lis­ten betei­ligt. Die­ses Bün­deln von Ener­gie ist dafür ver­ant­wort­lich, dass sie zu jenem viel­ge­prie­se­nen ‚Kraft­werk der Gefühle‘ wird.

Cru­sa­des ist bis zum 13. Mai in ins­ge­samt zwölf Vor­stel­lun­gen zu sehen. Im März steht mit der Urauf­füh­rung von Tschick am Thea­ter Hagen bereits die nächste neue Oper von Lud­ger Voll­mer in den Start­lö­chern.

“Südseetulpen” von Benjamin Schweitzer: Operetten-Uraufführung in Chemnitz

10. Januar 2017 Benjamin Schweitzer: "Südseetulpen" - Plakat Theater Chemnitz

Ope­ret­ten wer­den heut­zu­tage nur sel­ten kom­po­niert. Die Urauf­füh­rung von Ben­ja­min Schweit­zers Süd­see­tul­pen ist des­we­gen etwas ganz Beson­ders. Das neue Stück wird am 14. Januar 2017 an der Oper Chem­nitz erst­mals zu sehen sein. Die Ope­rette in zwei Akten auf ein Libretto von Con­stan­tin von Cas­ten­stein mit Chor und Bal­lett wird von Ekke­hard Klemm diri­giert. Für die Insze­nie­rung ist Regis­seur Robert Leh­meier ver­ant­wort­lich.

„“Süd­see­tul­pen” von Ben­ja­min Schweit­zer: Ope­ret­ten-Urauf­füh­rung in Chem­nitz“ wei­ter­le­sen

21. Treffen des Chorleiter-Forums Limburg

Alwin M. Schronen |(c) Karl-Otto Franz, Tholey

- Schott-Komponist Alwin M. Schronen im Fokus -

Seit über 20 Jah­ren gehört das all­jähr­li­che Tref­fen des Chor­lei­ter-Forums zu den her­aus­ra­gen­den Ver­an­stal­tun­gen der deut­schen Chor­mu­sik­szene. Chor­lei­te­rin­nen und Chor­lei­ter haben dort die Mög­lich­keit, Kom­po­nis­ten haut­nah zu erle­ben und gemein­sam mit ihnen ihr Oeu­vre ken­nen­zu­ler­nen.

Vom 20. bis 22. Januar 2017 fin­det das 21. Tref­fen statt. Dabei wer­den die Werke von Gabriel Jack­son (GB) und Alwin M. Schro­nen vor­ge­stellt. Neben den Work­shops lädt eine Ver­kaufs­aus­stel­lung dazu ein, den eige­nen Noten­be­stand zu erwei­tern oder in den Neu­erschei­nun­gen diver­ser Musik­ver­lage zu stö­bern.

Ein klei­nes Kon­zert und die Mög­lich­keit zum Besuch des Deut­schen Cen­trum für Chor­mu­sik sowie das tra­di­tio­nelle „Come toge­ther“ in der wun­der­schö­nen Lim­bur­ger Alt­stadt run­den das Tref­fen ab.

Schott Music freut sich, mit Alwin M. Schro­nen wie­der einen sei­ner Kom­po­nis­ten in Lim­burg vor­stel­len zu dür­fen. Inter­es­sierte Chor­lei­te­rin­nen und Chor­lei­ter sind herz­lich dazu ein­ge­la­den, sich für das 21. Tref­fen des Chor­lei­ter-Forums anzu­mel­den.

Karel Husa (1921–2016)

15. Dezember 2016 Karel Husa, Komponist, im Alter von 95 Jahren gestorben

Der tsche­chisch-ame­ri­ka­ni­sche Kom­po­nist und Diri­gent Karel Husa ist am 14. Dezem­ber 2016 in sei­nem Zuhause in Apex, NC, im Alter von 95 Jah­ren gestor­ben, wie seine Fami­lie uns mit­teilte.

Die Zusam­men­ar­beit von Schott Music und Husa kon­zen­trierte sich auf seine frü­hen Kom­po­si­tio­nen. Die meis­ten sei­ner vor 1960 ent­stan­de­nen Werke erschie­nen bei Schott. Die enge Ver­bun­den­heit und gemein­same Arbeit an den bestehen­den Ver­lags­wer­ken erstreckte sich aber bis in die Gegen­wart.

Husa wurde am 7. August 1921 in Prag gebo­ren. Er stu­dierte von 1941 bis 1945 Kom­po­si­tion und Diri­gie­ren am Pra­ger Kon­ser­va­to­rium und spä­ter an der Pra­ger Musik­aka­de­mie. Aus die­ser Zeit stammt sein ers­tes Werk Sona­tina, das 1943 ver­öf­fent­licht wurde. 1946 erhielt er von der fran­zö­si­schen Regie­rung ein fünf­jäh­ri­ges Sti­pen­dium, das es ihm ermög­lichte, sein Stu­dium in Paris bei Arthur Honegger und Nadia Bou­lan­ger fort­zu­füh­ren.

Das neue kom­mu­nis­ti­sche Regime in Prag erklärte 1949 sei­nen Pass für ungül­tig. Eine Ein­la­dung ermög­lichte ihm 1954 die Aus­reise in die USA. Dort lehrte er bis 1992 sowohl an der Cor­nell Uni­ver­sity in New York als auch am Ithaca Col­lege New York Kom­po­si­tion. Beson­ders in sei­ner Arbeit mit stu­den­ti­schen Orches­tern zeigte sich die für ihn wesent­li­che Qua­li­tät, gehalt­volle Musik zu kom­po­nie­ren, die nicht nur von Spit­zen­en­sem­bles inter­pre­tiert wer­den kann.

Für seine kom­po­si­to­ri­sche Arbeit erhielt Husa welt­weite Aner­ken­nung und zahl­rei­che Preise. So wurde zum Bei­spiel sein Streich­quar­tett Nr. 3 mit dem Pulit­zer-Preis für Musik und sein Cel­lo­kon­zert mit dem Gra­we­meyer-Award aus­ge­zeich­net. Seine Music for Pra­gue 1968 wurde zu einem Stan­dard­werk des moder­nen Blas­or­ches­ter-Reper­toires. 1995 erhielt Husa den höchs­ten Ver­dienst­or­den der Tsche­chi­schen Repu­blik und nahm 1998 den Orden der Stadt Prag ent­ge­gen.

Grand Prix SACEM 2016 für Thierry Pécou

2. Dezember 2016 Thierry Pécou - photo: Cyrille Guir

Wir freuen uns, dass unser Kom­po­nist Thi­erry Pécou Preis­trä­ger des GRAND PRIX SACEM 2016 ist. Er wird für sein bis­he­ri­ges Schaf­fen mit dem “Grand prix de la musi­que sym­pho­ni­que” geehrt. Die Preis­ver­lei­hung erfolgt am 5. Dezem­ber in Paris. Mit dem Grand Prix zeich­net die fran­zö­si­sche Ver­wer­tungs­ge­sell­schaft SACEM her­aus­ra­gende Urhe­ber ver­schie­de­ner musi­ka­li­scher Gen­res und Betä­ti­gungs­fel­der in 17 Kate­go­rien aus.

Schott betreut die Werke des Kom­po­nis­ten und Pia­nis­ten Pécou seit dem Jahr 2012. Erst vor weni­gen Wochen ist eine neue CD mit sei­nen Orches­ter­wer­ken Orquoy, Changó und Mar­cha de la Huma­ni­dad mit dem Orches­tre Natio­nal de France unter der Lei­tung von Jona­than Stock­ham­mer bei WERGO erschie­nen. Für den in den Vor­or­ten von Paris auf­ge­wach­se­nen Pécou ist die Kul­tur sei­ner kari­bi­schen Vor­fah­ren in bei­nahe uner­reich­bare Ferne gerückt. In den träu­me­ri­schen Klang­land­schaf­ten der drei sym­pho­ni­schen Kom­po­si­tio­nen drückt er die Suche nach den Trüm­mern einer unter­ge­gan­ge­nen Kul­tur aus. Mit ritu­el­len Wie­der­ho­lungs­struk­tu­ren, geheim­nis­vol­len Tie­fen­wir­kun­gen und stark kör­per­lich emp­fun­de­nen Klän­gen lässt Pécou die Ver­gan­gen­heit auf­le­ben.

 

Andrew Norman gewinnt den Grawemeyer Award 2017

29. November 2016 Andrew Norman: Grawemeyer Award 2017

Der ame­ri­ka­ni­sche Kom­po­nist And­rew Nor­man erhält den Gra­we­meyer Award 2017 für Musik­kom­po­si­tion für sein Orches­ter­werk Play. Die Aus­zeich­nung ist der wich­tigste Musik­preis für ein kon­kre­tes Werk und wird von der Uni­ver­sity of Louis­ville, Ken­tu­cky, aus­ge­lobt.

In dem drei­sät­zi­gen Play erforscht Nor­man Bezie­hun­gen von Absicht und Zufall sowie freiem Wil­len und Kon­trolle. Er ver­wen­det musi­ka­li­sche Mit­tel, mit­hilfe derer Orches­ter­mu­si­ker mit­ein­an­der, gegen­ein­an­der oder unab­hän­gig von­ein­an­der spie­len kön­nen. Dar­über hin­aus greift er Ideen aus der Welt der Video­spiele auf und über­trägt sie auf sym­pho­ni­sche Struk­tu­ren. Er nennt die Sätze der Kom­po­si­tion nicht nur Level 1, Level 2 und Level 3, son­dern zeigt Mög­lich­kei­ten, in die Musik­spra­che Aspekte wie Macht, Mani­pu­la­tion, Betrug und Zusam­men­ar­beit auf­zu­neh­men.

Marc Sat­terw­hite, Direk­tor der Gra­we­meyer Awards über das aus­ge­zeich­nete Werk:

Play ver­bin­det auf geniale Weise erfin­de­ri­sche und idio­ma­ti­sche Instru­men­ta­tion mit über­zeu­gen­der Form­ge­bung und Aus­ge­stal­tung eines rela­tiv über­schau­ba­ren musi­ka­li­schen Mate­ri­als. Mühe­los ver­bin­det es pla­ka­tive und intime Momente und bin­det den Zuhö­rer 47 Minu­ten lang an sich — ange­sichts der kur­zen Auf­merk­sam­keits­span­nen unse­rer Zeit eine echte Meis­ter­leis­tung.

Grawemeyer Award 2017 für einen Komponisten “dessen Stimme weit in die Zukunft reichen wird”

Schott Music ist stolz auf sei­nen Kom­po­nis­ten And­rew Nor­man, mit dem der Ver­lag seit rund 10 Jah­ren exklu­siv zusam­men arbei­tet. Nor­man Ryan, Vice Pre­si­dent of Com­po­sers & Reper­toire von Schott Music New York, kom­men­tiert die Aus­zeich­nung so:

And­rews unver­gleich­li­che Musik­spra­che ist eine mus­ter­gül­tige Bestands­auf­nahme unse­rer Gegen­wart in Ver­bin­dung mit klas­si­schen For­men. Von sei­nen frü­hes­ten Wer­ken wie Sacred Geo­me­try und Gran Turismo bis hin zu sei­nem bis­lang ambi­tio­nier­tes­ten Werk Play war er ein Kom­po­nist, an den Schott geglaubt hat und von dem wir wuss­ten, dass seine Stimme weit in die Zukunft rei­chen wird. Der Gra­we­meyer Award 2017 für ihn ist hoch­ver­dient und bestä­tigt uns in die­ser Ein­schät­zung.

Das Orches­ter­werk Play war vom Bos­ten Modern Orches­tra Pro­ject mit Unter­stüt­zung des För­der­pro­gramms Music Alive der League of Ame­ri­can Orches­tras und New Music USA in Auf­trag gege­ben wor­den. Das Bos­ton Modern Orches­tra brachte das Stück 2013 zur Urauf­füh­rung und ver­öf­fent­lichte eine Auf­nahme auf sei­nem eige­nen Label. Seit­dem erfuhr Play ver­stärkt Auf­merk­sam­keit und erhielt über­aus posi­tive Kri­ti­ken. Es wurde für einen Grammy Award für Klas­si­sche Kom­po­si­tion nomi­niert und vom Musik­kri­ti­ker Wil­liam Robin als “viel­leicht bes­tes Orches­ter­werk des bis­he­ri­gen 21. Jahr­hun­derts” bezeich­net. 2016 spielte das Los Ange­les Phil­har­mo­nic Orches­tra erst­mals die revi­dierte Fas­sung von Play unter der Lei­tung von Gus­tavo Duda­mel.

Andrew Norman: Composer of the Year 2017 bei Musical America

19. Oktober 2016 Andrew Norman: Komponist des Jahres 2017

And­rew Nor­man erhält den renom­mier­ten Titel “Com­po­ser of the Year” von Musi­cal Ame­rica World­wide bei den jähr­li­chen Musi­cal Ame­rica Awards. Die Jury schätzt die Indi­vi­dua­li­tät von Norm­ans Klang­spra­che. Seine Musik stehe auf ele­gante Weise zwi­schen dem Fach­dis­kurs der zeit­ge­nös­si­schen Avant­garde und dem kon­ser­va­ti­ven Kon­zert­pu­bli­kum. Die Ehrung als “Com­po­ser of the Year 2017” bestä­tigt ihn in die­sem Ansatz.

Die zum 56. Mal ver­lie­hene Aus­zeich­nung wür­digt die jüngs­ten Erfolge des 36-Jäh­ri­gen: Für Kom­po­si­tio­nen wie Split (2015) und Play (2013)  wurde er auch für den dies­jäh­ri­gen Grammy nomi­niert. In Play wer­den die Mög­lich­kei­ten des Orches­ters als “Meta-Instru­ment” auf spie­le­ri­sche Art und Weise erforscht: Schlag­in­stru­mente funk­tio­nie­ren als “Trig­ger”, die Instru­mente aus- und anschal­ten, die Musik pau­sie­ren las­sen oder sie auf einen frü­he­ren Zustand zurück­set­zen kön­nen.

Kino-Empfehlung: “Unterwegs in der Musik — Die Komponistin Barbara Heller”

18. Oktober 2016 Barbara Heller - (c)Jockel

Am heu­ti­gen Diens­tag star­tet der Doku­men­tar­film “Unter­wegs in der Musik — Die Kom­po­nis­tin Bar­bara Hel­ler” von  Regis­seu­rin Lilo Man­gels­dorff im Pro­gramm­kino Rex in Darm­stadt. Der Film por­trai­tiert die pas­sio­nierte Kom­po­nis­tin und ihr Werk auf sehr per­sön­li­che Weise. Hel­ler berich­tet von ihren Anfän­gen als Musi­ke­rin, ihr durch die Frau­en­be­we­gung stark gepräg­tes Wir­ken in der Musik, gewährt Ein­bli­cke in ihre pri­va­ten Foto­al­ben und erklärt, wie sie ihre Beru­fung zum Kom­po­nie­ren Neuer Musik letzt­end­lich ver­wirk­licht hat.

Der Film star­tet am 18. Okto­ber um 20 Uhr. Die Prot­ago­nis­tin und auch die Regis­seu­rin sind eben­falls anwe­send.

 

Den Trai­ler zum Film kön­nen Sie hier sehen:

Wei­ter­füh­rende Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier:

www.unterwegs-in-der-musik.de

Schott Journal: Das Kundenmagazin in neuem Look

31. August 2016 Journal_5_2016-1

Im Herbst 1966, vor genau 50 Jah­ren also, brachte der Schott-Ver­lag ein Kun­den­ma­ga­zin in ver­än­der­ter Form an den Start, in dem neue Werke und Pro­dukte vor­ge­stellt wur­den. Der “Schott-Kurier” hatte vier schwarz-weiß bedruckte Sei­ten, war deutsch­spra­chig und wurde dem­entspre­chend nur inner­halb Deutsch­lands ver­sandt. Inzwi­schen ist unser Kun­den­ma­ga­zin längst zwei­spra­chig. Redak­teure unse­rer Büros in Mainz, Lon­don, Tokio und New York arbei­ten gemein­sam daran, es wird an Musi­ker und Ent­schei­der in mehr als 50 Län­dern ver­schickt und stellt auf 20 bis 24 Sei­ten neben Neu­erschei­nun­gen und Urauf­füh­run­gen immer auch beson­ders inter­es­sante Werke des Back­ka­ta­lo­ges unter the­ma­ti­schen Gesichts­punk­ten vor.

Schott Journal – News for Music Makers

Heute stel­len wir Ihnen unser Maga­zin im neuen Gewand vor. Wir haben das Lay­out über­ar­bei­tet, die The­men anders geord­net und eine eigene Rubrik zu Musik für Kin­der im Kon­zert und auf der Bühne Children’s Cor­ner ein­ge­führt. “Schott aktu­ell” heißt jetzt Schott Jour­nal – News for Music Makers.

Vorstellung des neuen "Schott Kurier" im Sommer 1966
Urahn des neuen Schott Jour­nal: Vor­stel­lung des “Schott Kurier” im Som­mer 1966

Die­ses Heft wid­men wir wich­ti­gen Wer­ken der Chor­sym­pho­nik. Anlass sind die Urauf­füh­run­gen gleich meh­re­rer Stü­cke von Pēte­ris Vasks, Ste­fan Heu­cke und von unse­rer ame­ri­ka­ni­schen Kom­po­nis­tin Han­nah Lash. Zum Glück erfreut sich das Chor­sin­gen ja wie­der wach­sen­der Beliebt­heit. In die­sem Heft wer­den Sie fün­dig, wenn’s ein biss­chen mehr sein darf – etwa große Stü­cke für Soli, Chor und gro­ßes Orches­ter.

Uraufführungen im aktuellen Heft von:

Pēte­ris Vasks, Pierre Jal­bert, Han­nah Lash, Peter Eöt­vös, Toshio Hoso­kawa, Alex­an­der Goehr, Richard Wag­ner, Ste­fan Heu­cke und Enjott Schnei­der

Premieren im aktuellen Heft von:

Dou­glas J. Cuomo, E.T.A. Hoff­mann, Richard Wag­ner, Richard Strauss, Vik­tor Ull­mann, Engel­bert Hum­per­dinck, Erich Wolf­gang Korn­gold, Jac­ques Offen­bach, Modest Mus­sorgs­kij, Harry Partch, Eber­hard Streul, Wil­fried Hil­ler, Nino Rota, Carl Orff, Toshio Hoso­kawa, György Ligeti und Paul Lincke

Weitere Spotlights:

Ari­bert Rei­mann, Luigi Nono, Howard Shore, Gus­tav Mahler/Yoel Gam­zou, Chaya Czer­no­win

Wang Xilin: Deutsche Erstaufführung der Symphony No. 5

12. Juli 2016 Wang Xilin, Foto: Peter Andersen

In die­sen Tagen fin­det das erste Deutsch-Chi­ne­si­sche Clas­sic Music Fes­ti­val im süd­hes­si­schen Lan­gen statt. Vom 12. bis zum 17. Juli 2016 ist eine große Band­breite an musi­ka­li­schen Epo­chen, Sti­len und Pro­gram­men zu erle­ben, dar­un­ter “vom Tao­is­mus zu Bach”, “von Bach zur gro­ßen Mauer”, “Ori­ent trifft Okzi­dent” und “Kla­ge­ge­sang auf Sai­ten”.

Im Abschluss­kon­zert am 17. Juli ist ein beson­de­res High­light zu erle­ben, wenn die Deut­sche Erst­auf­füh­rung der Sym­phony No. 5 des chi­ne­si­schen Kom­po­nis­ten Wang Xilin mit dem Fes­ti­val­or­ches­ter unter der Lei­tung des renom­mier­ten Diri­gen­ten Muhai Tang auf dem Pro­gramm steht. Das Werk für 22 Solostrei­cher ent­stand in den Jah­ren 2001 bis 2006 und wurde 2006 durch das Bei­jing Sym­phony Orches­tra in der For­bid­den City Con­cert Hall der chi­ne­si­schen Haupt­stadt zur Urauf­füh­rung gebracht. In dem Kon­zert ist es zusam­men mit den Meta­mor­pho­sen für 23 Solostrei­cher von Richard Strauss und Franz Schu­berts Ron­dino für Vio­line und Strei­cher zu hören.

Wang Xilin zählt zu den bedeu­tends­ten Kom­po­nis­ten Chi­nas. Er zeich­net sich durch sei­nen aus­drucks­star­ken, effekt­vol­len Kom­po­si­ti­ons­stil (und seine sub­ver­si­ven Ten­den­zen) aus. Nach dem frü­hen Tod sei­nes Vaters trat er einer Künst­ler­gruppe inner­halb der Volks­be­frei­ungs­ar­mee Chi­nas bei. 1955 wurde er an der Cen­tral Mili­tary Music Con­duc­ting School in Peking auf­ge­nom­men. Ab 1957 stu­dierte Wang Kom­po­si­tion und Diri­gie­ren bei Liu Zhuang, Chen Ming­zhi, Ding Sade und Ou Wei am Shang­hai Con­ser­va­tory of Music. Für seine sym­pho­ni­sche Suite “Yunnan Tone Poem” wurde er 1963 mit dem höchs­ten chi­ne­si­schen Staats­preis aus­ge­zeich­net. Wangs umfang­rei­ches Œuvre besteht aus acht Sym­pho­nien, zahl­rei­chen Kon­zer­ten, sym­pho­ni­schen Sui­ten und Ouver­tü­ren; des­wei­te­ren Kam­mer­mu­sik, Vokal­werke und Film­mu­sik.

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