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Schott Music

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Stanislaw Skrowaczewski gestorben

22. Februar 2017

Stanislaw Skrowaczewski ist am 21. Februar 2017 im Alter von 93 Jahren in St. Louis Park, Minnesota, verstorben. 1923 in Lemberg (heute Ukraine) geboren, war der polnisch-amerikanische Komponist und Dirigent bis zuletzt aktiv und konzertierte mit Orchestern in den USA und Europa.

Über die New Yorker Schott Music Corporation war Skrowaczewski mit unserem Verlagshaus verbunden, es erschienen vornehmlich zwischen 1965 und 1980 komponierte Werke. Die Zusammenarbeit wurde intensiviert, nachdem im Jahr 2011 seine bei Boelke-Bomart verlegten Werke an Schott übergeben wurden. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seine Bach-Orchestrierung Toccata and Fugue sowie das Blasorchesterwerk Music for Winds.

Foto: Toshiyuki Urano

Čajkovskij: Erstes deutschsprachiges Werkverzeichnis

Kohlhase: Systematisches Verzeichnis der Werke P. I. Čajkovskijs

Als knapp gehaltenes Kompendium wendet sich der Band sowohl an Fachleute als auch an Musikliebhaber. Nach dem ausführlichen Verzeichnis der musikalischen Werke und der Übersicht über nicht ausgeführte Kompositionspläne führt er auch die musiktheoretischen, feuilletonistischen und anderen schriftstellerischen Arbeiten Čajkovskijs auf.
Der Band informiert über die wichtigsten entstehungs- und überlieferungsgeschichtlichen Fakten und verzeichnet die Hauptquellen, Besetzungen, Erstaufführungen und -ausgaben, nennt die Widmungsträger (zu denen ein eigenes Register biographische Details liefert) und weist Zitate und Rückgriffe des Komponisten auf frühere Werke oder die Wiederverwendung in späteren Kompositionen nach. Ergänzt werden bibliographische Hinweise auf russische, englische und deutsche Sekundärliteratur, insbesondere auch auf die beiden Publikationsreihen der Tschaikowsky-Gesellschaft.
Synopsen und eine ausführliche Übersicht über die Gesamtausgaben sowie verschiedene Register erleichtern die Benutzung des Bandes und den Zugang zu den großen Werkausgaben. Ein Anhang mit Aufführungsdaten von 1865 bis zum letzten von Čajkovskij selbst dirigierten Konzert am 16./28. Oktober 1893 und wichtigen posthumen Aufführungen spiegelt die Entwicklung der internationalen Čajkovskij-Rezeption sowie die Verbreitung einzelner Kompositionen.

Uraufführung von „Crusades“ von Ludger Vollmer – Interview mit Regisseur Neco Çelik

11. Januar 2017

Das Thema von Ludger Vollmers neuer Oper Crusades ist der Missbrauch von Religion und seine gewaltsamen Folgen. Das Stück nach dem Libretto von Tiina Hartmann handelt von einer leidenschaftlichen Liebesgeschichte und einem verhinderten Terroranschlag. Gleichzeitig bezieht es die Historie der zerstörerischen Kreuzzüge mit ein. Die Premiere des groß besetzten Werks findet am 14. Januar am Theater Freiburg statt, es dirigiert Daniel Carter.

Neco Çelik - photo> Seren Basogul
Regisseur Neco Çelik (Foto: Seren Basogul)

Die Uraufführung inszeniert Neco Çelik. Der Regisseur gewann mit seiner Inszenierung von Ludger Vollmers Gegen die Wand an der Jungen Oper Stuttgart 2011 den Faust-Preis in der Kategorie „Regie Kinder-und Jugendtheater“. Wir haben im Vorfeld der Produktion mit ihm gesprochen:

Schott: Crusades erzählt die Geschichte eines (scheiternden) Terroranschlags in der Gegenwart, bringt aber auch historische Figuren aus der Zeit der Kreuzzüge ins Spiel…

Çelik: Die Theaterbühne ist der schönste Ort, um zwischen den Sphären zu switchen. Das Libretto fordert mich regelrecht auf, dies schamlos zu behaupten. Die Vergangenheit ist die Quelle unserer Gegenwart. Das Libretto liefert die Haltung; der Gesang und die Musik erzeugen das Kopfkino.

Schott: Ludger Vollmers Partituren sind durchdrungen von orientalischen Klängen. Welche Rolle wird die Musik in Ihrer Inszenierung spielen?

Çelik: Definitiv keine folkloristische. Ludger Vollmer ist ein Musikbesessener, ein Vollblut- Komponist. Er hat die Berufung, musikalische Grenzen außer Kraft zu setzen.

Schott: Was fasziniert Sie persönlich am Stoff der Oper?

Çelik: Wie er uns als Zuschauer unprätentiös auffordert, Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen. Themen, die in einem gesellschaftlichen Kontext stehen, mit viel Leidenschaft und auf gleicher Augenhöhe abgehandelt werden, die versöhnend und hoch brisant sind, bereichern unser Musiktheater. Deshalb freue ich mich wie ein Kleinkind auf die Inszenierung.

Ludger Vollmer - Foto: Thomas Müller
Komponist Ludger Vollmer (Foto: Thomas Müller)

Komponist Ludger Vollmer ergänzt:

Als Komponist kann ich mit der Oper definitiv am meisten ausrichten. Die Oper ist im Aufwind. Es gibt keinen Ort, der durch sie nicht berührt wird. Oper ist für mich die größte und allumfassendste Kunstform. Wir sehen und hören alles, was die Bildenden und Darstellenden Künste aufbieten können: Gesang, Orchestermusik, Schauspiel, Choreografie und Tanz, aber auch Licht- und Videokunst, Architektur, Malerei, ja selbst die Kunst der Schneiderei. Oper packt uns einfach mit allem – und all das in überbordender Fülle und Farbenpracht. An einer Oper sind auf, vor und hinter der Bühne hunderte Künstler und Spezialisten beteiligt. Dieses Bündeln von Energie ist dafür verantwortlich, dass sie zu jenem vielgepriesenen ‚Kraftwerk der Gefühle‘ wird.

Crusades ist bis zum 13. Mai in insgesamt zwölf Vorstellungen zu sehen. Im März steht mit der Uraufführung von Tschick am Theater Hagen bereits die nächste neue Oper von Ludger Vollmer in den Startlöchern.

„Südseetulpen“ von Benjamin Schweitzer: Operetten-Uraufführung in Chemnitz

10. Januar 2017 Benjamin Schweitzer: "Südseetulpen" - Plakat Theater Chemnitz

Operetten werden heutzutage nur selten komponiert. Die Uraufführung von Benjamin Schweitzers Südseetulpen ist deswegen etwas ganz Besonders. Das neue Stück wird am 14. Januar 2017 an der Oper Chemnitz erstmals zu sehen sein. Die Operette in zwei Akten auf ein Libretto von Constantin von Castenstein mit Chor und Ballett wird von Ekkehard Klemm dirigiert. Für die Inszenierung ist Regisseur Robert Lehmeier verantwortlich.

„„Südseetulpen“ von Benjamin Schweitzer: Operetten-Uraufführung in Chemnitz“ weiterlesen

21. Treffen des Chorleiter-Forums Limburg

– Schott-Komponist Alwin M. Schronen im Fokus –

Seit über 20 Jahren gehört das alljährliche Treffen des Chorleiter-Forums zu den herausragenden Veranstaltungen der deutschen Chormusikszene. Chorleiterinnen und Chorleiter haben dort die Möglichkeit, Komponisten hautnah zu erleben und gemeinsam mit ihnen ihr Oeuvre kennenzulernen.

Vom 20. bis 22. Januar 2017 findet das 21. Treffen statt. Dabei werden die Werke von Gabriel Jackson (GB) und Alwin M. Schronen vorgestellt. Neben den Workshops lädt eine Verkaufsausstellung dazu ein, den eigenen Notenbestand zu erweitern oder in den Neuerscheinungen diverser Musikverlage zu stöbern.

Ein kleines Konzert und die Möglichkeit zum Besuch des Deutschen Centrum für Chormusik sowie das traditionelle „Come together“ in der wunderschönen Limburger Altstadt runden das Treffen ab.

Schott Music freut sich, mit Alwin M. Schronen wieder einen seiner Komponisten in Limburg vorstellen zu dürfen. Interessierte Chorleiterinnen und Chorleiter sind herzlich dazu eingeladen, sich für das 21. Treffen des Chorleiter-Forums anzumelden.

Karel Husa (1921–2016)

15. Dezember 2016 Karel Husa, Komponist, im Alter von 95 Jahren gestorben

Der tschechisch-amerikanische Komponist und Dirigent Karel Husa ist am 14. Dezember 2016 in seinem Zuhause in Apex, NC, im Alter von 95 Jahren gestorben, wie seine Familie uns mitteilte.

Die Zusammenarbeit von Schott Music und Husa konzentrierte sich auf seine frühen Kompositionen. Die meisten seiner vor 1960 entstandenen Werke erschienen bei Schott. Die enge Verbundenheit und gemeinsame Arbeit an den bestehenden Verlagswerken erstreckte sich aber bis in die Gegenwart.

Husa wurde am 7. August 1921 in Prag geboren. Er studierte von 1941 bis 1945 Komposition und Dirigieren am Prager Konservatorium und später an der Prager Musikakademie. Aus dieser Zeit stammt sein erstes Werk Sonatina, das 1943 veröffentlicht wurde. 1946 erhielt er von der französischen Regierung ein fünfjähriges Stipendium, das es ihm ermöglichte, sein Studium in Paris bei Arthur Honegger und Nadia Boulanger fortzuführen.

Das neue kommunistische Regime in Prag erklärte 1949 seinen Pass für ungültig. Eine Einladung ermöglichte ihm 1954 die Ausreise in die USA. Dort lehrte er bis 1992 sowohl an der Cornell University in New York als auch am Ithaca College New York Komposition. Besonders in seiner Arbeit mit studentischen Orchestern zeigte sich die für ihn wesentliche Qualität, gehaltvolle Musik zu komponieren, die nicht nur von Spitzenensembles interpretiert werden kann.

Für seine kompositorische Arbeit erhielt Husa weltweite Anerkennung und zahlreiche Preise. So wurde zum Beispiel sein Streichquartett Nr. 3 mit dem Pulitzer-Preis für Musik und sein Cellokonzert mit dem Grawemeyer-Award ausgezeichnet. Seine Music for Prague 1968 wurde zu einem Standardwerk des modernen Blasorchester-Repertoires. 1995 erhielt Husa den höchsten Verdienstorden der Tschechischen Republik und nahm 1998 den Orden der Stadt Prag entgegen.

Grand Prix SACEM 2016 für Thierry Pécou

2. Dezember 2016 Thierry Pécou - photo: Cyrille Guir

Wir freuen uns, dass unser Komponist Thierry Pécou Preisträger des GRAND PRIX SACEM 2016 ist. Er wird für sein bisheriges Schaffen mit dem „Grand prix de la musique symphonique“ geehrt. Die Preisverleihung erfolgt am 5. Dezember in Paris. Mit dem Grand Prix zeichnet die französische Verwertungsgesellschaft SACEM herausragende Urheber verschiedener musikalischer Genres und Betätigungsfelder in 17 Kategorien aus.

Schott betreut die Werke des Komponisten und Pianisten Pécou seit dem Jahr 2012. Erst vor wenigen Wochen ist eine neue CD mit seinen Orchesterwerken Orquoy, Changó und Marcha de la Humanidad mit dem Orchestre National de France unter der Leitung von Jonathan Stockhammer bei WERGO erschienen. Für den in den Vororten von Paris aufgewachsenen Pécou ist die Kultur seiner karibischen Vorfahren in beinahe unerreichbare Ferne gerückt. In den träumerischen Klanglandschaften der drei symphonischen Kompositionen drückt er die Suche nach den Trümmern einer untergegangenen Kultur aus. Mit rituellen Wiederholungsstrukturen, geheimnisvollen Tiefenwirkungen und stark körperlich empfundenen Klängen lässt Pécou die Vergangenheit aufleben.

 

Andrew Norman gewinnt den Grawemeyer Award 2017

29. November 2016 Andrew Norman: Grawemeyer Award 2017

Der amerikanische Komponist Andrew Norman erhält den Grawemeyer Award 2017 für Musikkomposition für sein Orchesterwerk Play. Die Auszeichnung ist der wichtigste Musikpreis für ein konkretes Werk und wird von der University of Louisville, Kentucky, ausgelobt.

In dem dreisätzigen Play erforscht Norman Beziehungen von Absicht und Zufall sowie freiem Willen und Kontrolle. Er verwendet musikalische Mittel, mithilfe derer Orchestermusiker miteinander, gegeneinander oder unabhängig voneinander spielen können. Darüber hinaus greift er Ideen aus der Welt der Videospiele auf und überträgt sie auf symphonische Strukturen. Er nennt die Sätze der Komposition nicht nur Level 1, Level 2 und Level 3, sondern zeigt Möglichkeiten, in die Musiksprache Aspekte wie Macht, Manipulation, Betrug und Zusammenarbeit aufzunehmen.

Marc Satterwhite, Direktor der Grawemeyer Awards über das ausgezeichnete Werk:

Play verbindet auf geniale Weise erfinderische und idiomatische Instrumentation mit überzeugender Formgebung und Ausgestaltung eines relativ überschaubaren musikalischen Materials. Mühelos verbindet es plakative und intime Momente und bindet den Zuhörer 47 Minuten lang an sich — angesichts der kurzen Aufmerksamkeitsspannen unserer Zeit eine echte Meisterleistung.

Grawemeyer Award 2017 für einen Komponisten „dessen Stimme weit in die Zukunft reichen wird“

Schott Music ist stolz auf seinen Komponisten Andrew Norman, mit dem der Verlag seit rund 10 Jahren exklusiv zusammen arbeitet. Norman Ryan, Vice President of Composers & Repertoire von Schott Music New York, kommentiert die Auszeichnung so:

Andrews unvergleichliche Musiksprache ist eine mustergültige Bestandsaufnahme unserer Gegenwart in Verbindung mit klassischen Formen. Von seinen frühesten Werken wie Sacred Geometry und Gran Turismo bis hin zu seinem bislang ambitioniertesten Werk Play war er ein Komponist, an den Schott geglaubt hat und von dem wir wussten, dass seine Stimme weit in die Zukunft reichen wird. Der Grawemeyer Award 2017 für ihn ist hochverdient und bestätigt uns in dieser Einschätzung.

Das Orchesterwerk Play war vom Bosten Modern Orchestra Project mit Unterstützung des Förderprogramms Music Alive der League of American Orchestras und New Music USA in Auftrag gegeben worden. Das Boston Modern Orchestra brachte das Stück 2013 zur Uraufführung und veröffentlichte eine Aufnahme auf seinem eigenen Label. Seitdem erfuhr Play verstärkt Aufmerksamkeit und erhielt überaus positive Kritiken. Es wurde für einen Grammy Award für Klassische Komposition nominiert und vom Musikkritiker William Robin als „vielleicht bestes Orchesterwerk des bisherigen 21. Jahrhunderts“ bezeichnet. 2016 spielte das Los Angeles Philharmonic Orchestra erstmals die revidierte Fassung von Play unter der Leitung von Gustavo Dudamel.

Andrew Norman: Composer of the Year 2017 bei Musical America

19. Oktober 2016 Andrew Norman: Komponist des Jahres 2017

Andrew Norman erhält den renommierten Titel „Composer of the Year“ von Musical America Worldwide bei den jährlichen Musical America Awards. Die Jury schätzt die Individualität von Normans Klangsprache. Seine Musik stehe auf elegante Weise zwischen dem Fachdiskurs der zeitgenössischen Avantgarde und dem konservativen Konzertpublikum. Die Ehrung als „Composer of the Year 2017“ bestätigt ihn in diesem Ansatz.

Die zum 56. Mal verliehene Auszeichnung würdigt die jüngsten Erfolge des 36-Jährigen: Für Kompositionen wie Split (2015) und Play (2013)  wurde er auch für den diesjährigen Grammy nominiert. In Play werden die Möglichkeiten des Orchesters als „Meta-Instrument“ auf spielerische Art und Weise erforscht: Schlaginstrumente funktionieren als „Trigger“, die Instrumente aus- und anschalten, die Musik pausieren lassen oder sie auf einen früheren Zustand zurücksetzen können.

Kino-Empfehlung: „Unterwegs in der Musik – Die Komponistin Barbara Heller“

18. Oktober 2016 Barbara Heller - (c)Jockel

Am heutigen Dienstag startet der Dokumentarfilm „Unterwegs in der Musik – Die Komponistin Barbara Heller“ von  Regisseurin Lilo Mangelsdorff im Programmkino Rex in Darmstadt. Der Film portraitiert die passionierte Komponistin und ihr Werk auf sehr persönliche Weise. Heller berichtet von ihren Anfängen als Musikerin, ihr durch die Frauenbewegung stark geprägtes Wirken in der Musik, gewährt Einblicke in ihre privaten Fotoalben und erklärt, wie sie ihre Berufung zum Komponieren Neuer Musik letztendlich verwirklicht hat.

Der Film startet am 18. Oktober um 20 Uhr. Die Protagonistin und auch die Regisseurin sind ebenfalls anwesend.

 

Den Trailer zum Film können Sie hier sehen:

Weiterführende Informationen finden Sie hier:

www.unterwegs-in-der-musik.de

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