Schott Music

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28. Januar 2019

Jean Guillou 1930–2019

Poet der Orgel

Zum Tod des Organisten und Komponisten Jean Guillou

Für Jean Guillou war es Berufung und Privileg zu gleich, sein gesamtes künstlerisches Leben der Orgel zu widmen. Als Interpret revolutionierte er das Orgelspiel, als Improvisator faszinierte er ganze Generationen von Konzertbesuchern, als Komponist öffnete er das Repertoire der „Königin der Instrumente“ für Bereiche, die zuvor als undenkbar galten. Trotz fortwährender gesundheitlicher Rückschläge verfolgte Guillou seine Ziele stets mit beharrlicher Kompromisslosigkeit. Seit 1963 war er Titularorganist von St. Eustache in Paris. Über drei Jahrzehnte wirkte er als Dozent bei den Züricher Meisterkursen. Mehrere namhafte Orgeln wurden nach seinen Plänen gebaut. Neben seinen zu Klassikern avancierten Orgel-Einspielungen hinterlässt Guillou ein imposantes kompositorisches Oeuvre aus Orgelwerken, Orchester- und Kammermusik.

Vielleicht war es ein Glücksfall, dass Guillou die ersten Jahre ohne einen professionellen Orgellehrer auskommen musste. Als Junge brachte er sich das Orgelspiel selber bei. Bereits mit zwölf Jahren spielte er so gut, dass er den regelmäßigen Musikdienst an Saint-Serge im heimischen Angers verrichten konnte. Hier scheint der Keim zu Guillous undogmatischer Spielweise angelegt, die später die Orgelwelt in ihren Bann ziehen sollte. Seine aus genauer Werkkenntnis gewonnene, in Phrasierung, Rhythmik und Akzentuierung völlig neuartige Interpretation der Werke Johann Sebastian Bachs faszinierten die Zuhörer und schockten die Dogmatiker einer pseudo-historischen Aufführungspraxis. Eine tief empfundene künstlerische Freiheit, die sich der nach außen hin so sanfte „Junge Wilde der Orgel“ auch dann nicht ausreden ließ, als er bei der Crème de la Crème der französischen Musikwelt studierte: bei Marcel Dupré, Maurice Duruflé und Olivier Messiaen. „In der Interpretation muss man die Anwesenheit und die Persönlichkeit des Interpreten fühlen“, sagte Guillou einmal.

Ungewöhnlich genug begann Guillou seine Karriere sowohl als Organist wie auch als Pianist. Zu seinen wichtigen Leistungen als Konzertpianist gilt unter anderem die Wiederentdeckung der Klaviersonate von Julius Reubke. Selbst der Ruf zum Orgel-Professor ans Istituto de Musica sarcra in Lissabon – Guillou war zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 25 Jahre alt – stand der Doppelkarriere offensichtlich nicht im Wege. Ein längerer Sanatoriumsaufenthalt führte den jungen Professor für mehrere Jahre nach Berlin, wo die Begegnung mit den deutschen Orgeln nachhaltigen Eindruck auf ihn hatte. 1963 wurde Guillou auf Lebenszeit zum Titularorganisten von St. Eustache in Paris ernannt. Dieser großen Ehre zum Trotz galt der Prophet im eigenen Land zunächst wenig: Die weltweite Karriere des Solisten Guillou spielte sich außerhalb Frankreichs ab, zu groß war die Skepsis der Traditionalisten der „französischen Orgelbewegung“ gegenüber dem freigeistigen „Revoluzzer“ der Orgel.

Guillous erstaunliche Improvisationskunst mündete in den Impuls, das aus dem Moment Erschaffene in Noten zu fixieren. Fragte man den Franzosen nach seinen kompositorischen Vorbildern, so nannte er an erster Stelle stets Bach, aber auch die Renaissance-Meister der Mehrstimmigkeit landeten auf den vorderen Plätzen. Außerdem hinterließ ein vielsagendes Triumvirat – von der Romantik bis zur Moderne: Schumann, Debussy, Strawinsky – unverkennbare Spuren in seinem Werk. Ob in den zahlreichen Konzerten für Orgel und Orchester, den filigranen Kammermusikarbeiten oder den Werken für großes Sinfonieorchester, immer war Guillou auf der Suche nach den magischen Augenblicken. Sein Stil war frei von allen dogmatischen Zwängen, er arbeitete ebenso mit scharfen Dissonanzen wie mit einer versöhnlichen Tonalität. Als großer Kenner der Weltliteratur setzte er auf eine poetische Erzählkraft, die die musikalischen Motive als Personen einer dramatischen Handlung verstand. Alice im Orgelland heißt eines von Guillous poetischsten Werken. „Meine Werke bejahen das Leben, sie wollen Zeugnis geben von der großen Kraft, die im Leben steckt.“

Jean Guillou beim Besuch von Königin Elizabeth II im Jahr 2015

In den alljährlich veranstalteten Züricher Meisterkursen unterrichtete Guillou von 1970 bis 2005 etwa 250 Schüler. Für viele von ihnen wurde die Begegnung mit dem Organisten zu einem Schlüsselerlebnis ihrer weiteren Karriere. „Maître“ nannten sie respektvoll ihren immer höflichen, in der Sache aber kompromisslosen Lehrer. Trotz des Einflusses auf eine ganze Organisten-Generation schuf Guillou keine Schule im engeren Sinn. In den Kursen ging es darum, die Individualität jedes einzelnen Schülers zu entwickeln. Guillou lehrte eine Werkanalyse, die auch vor den kleinsten Details nicht Halt machte; die Schlüsse aus dem Analysierten sollte jeder Schüler selber ziehen.

„Für mich ist die Orgel nichts Statisches“. Mit Orgeladaptionen wie seinen Bearbeitungen von Mussorgskijs Bilder einer Ausstellung oder Tschaikowskys Scherzo aus der 6. Sinfonie hat Guillou das Orgelrepertoire konsequent aus der traditionellen Rolle des „sakralen“ Instruments geführt. Selten gab sich der Musiker mit dem Vorhandenen zufrieden. Seine große Liebe zu historischen Instrumenten hielt ihn nicht davon ab, einen entscheidenden Beitrag zum modernen Orgelbau zu leisten. Bedeutende Instrumente wie die Orgeln der Tonhalle Zürich oder des Auditorio de Tenerife gehen auf seine Entwürfe zurück.

Jean Guillou war ein Gestalter, dessen Blick auf die Zukunft gerichtet war. „Die Orgel hat trotz aller ihrer Veränderungen jenes besonders Verführerische und Faszinierende, das selbst noch in der Zukunft Bestand haben wird, und es ist diese ‚Zukunft‘, die wir begünstigen und wach halten müssen. – Dies ist mein Wunsch, dies ist mein Bestreben, dies ist meine Leidenschaft!“ Guillous Erbe gilt es zu pflegen und zu neuen Ufern zu führen, auch wenn uns der Vordenker auf diesem Weg verloren ist. Jean Guillou ist am 26. Januar 2019 in Paris verstorben.

18. Dezember 2018

90. Geburtstag von Heinrich Poos

„Die Suche nach neuer Musik, die mehr Musik als neu sein will, ist mühsam“ schreibt der Komponist und Musikwissenschaftler Heinrich Poos in seinem Aufsatz „Beziehungszauber“ über einige seiner kompositorischen Arbeiten. Dass er sich dieser Mühe seit Veröffentlichung erster Kompositionen vor über 60 Jahren immer wieder unterzieht, trägt in Form eines umfangreichen, vielseitigen OEuvres vor allem im Bereich der Vokalmusik reiche Früchte.

Poos wurde 1928 im evangelischen Pfarrhaus von Seibersbach im Soonwald geboren, wo die Haus- und Kirchenmusik zusammen mit dem protestantisch geprägten Umfeld schon in frühen Jahren den Grundstein für sein späteres Schaffen und Denken legten. Nach Ablegen des kirchenmusikalischen C-Examens in Oldenburg (1946) studierte Poos an der Berliner Kirchenmusikschule bei Ernst Pepping, Gottfried Grote und Herbert Schulze (kirchenmusikalisches Staatsexamen 1954) und komplettierte seine musikalische Ausbildung 1955 bis 1957 bei Ernst Pepping, Erich Peter und Boris Blacher an der damaligen Hochschule für Musik Berlin. 1955 bis 1970 war er als Kantor und Organist an verschiedenen Berliner Gemeinden tätig. In diese Zeit fällt auch sein Studium der Musikwissenschaft, Philosophie und Theologie an der Freien Universität Berlin (u.a. bei Adam Adrio, Heinz Dräger und Helmut Gollwitzer). 1964 wurde Poos von der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über das Vokalwerk von Ernst Pepping zum Dr. phil. promoviert. Nachdem Poos schon seit 1965 sowohl an der Technischen Universität Berlin als auch an der Hochschule für Musik als Lehrbeauftragter für Musiktheorie tätig gewesen war, wurde er 1971 Professor für Musiktheorie an der Hochschule der Künste Berlin. Nach seiner Emeritierung 1994 nahm er einen Lehrauftrag der Johann Wolfgang Goethe Universität Franfurt am Main an. Bis heute ist Poos als „Musikschriftsteller“ und Komponist tätig.

Poos’ kompositorisches und wissenschaftlich-literarisches Werk hat in den letzten Jahrzehnten national und international große Anerkennung gefunden, die sich nicht zuletzt auch in der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (1987), der Verleihung des Kompositionspreises der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Chorverbände (1991), der Peter-Cornelius-Plakette des Landes Rheinland-Pfalz (1999) sowie der Geschwister-Mendelssohn-Medaille (2013) ausdrückte.

Am 25. Dezember 2018 wird Heinrich Poos neunzig Jahre alt.

 

5. Oktober 2018

Thomas Larcher: „Prix de Composition Musicale“ der Fondation Prince Pierre de Monaco

Thomas Larcher (photo: Richard Haughton)

Gestern, am 4. Oktober, wurde der österreichische Komponist Thomas Larcher mit dem Prix de Composition Musicale, dem Kompositionspreis der Fondation Prince Pierre de Monaco, ausgezeichnet. Den mit 75.000 € dotierten Preis erhält er für seine Sinfonie Nr. 2 „Kenotaph“ aus dem Jahr 2016. „Thomas Larcher: „Prix de Composition Musicale“ der Fondation Prince Pierre de Monaco“ weiterlesen

28. September 2018

Kritikerumfrage der Opernwelt: Uraufführung und Wiederentdeckung des Jahres

Opernwelt-Jahrbuch 2018

Schott-Komponisten auf den vorderen Rängen im Jahresheft der Zeitschrift Opernwelt: Die Umfrage unter 50 internationalen Musikkritikerinnen und Musikkritikern gilt als wichtigstes Qualitätsbarometer in der deutschsprachigen Opernszene. In den beiden Werk-Kategorien gewannen Opern von Heinz Holliger und Erich Wolfgang Korngold. „Kritikerumfrage der Opernwelt: Uraufführung und Wiederentdeckung des Jahres“ weiterlesen

24. September 2018

Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik 2018 geht an Jörg Widmann

In diesem Jahr erhält der Komponist, Klarinettist und Dirigent Jörg Widmann den Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik. Er wird für seine Kompositionen ausgezeichnet, „die er aus der tiefen Vertrautheit mit den ihm davidsbündlerisch assoziierten Meistern der Vergangenheit wie der Gegenwart schafft und dabei mit unbezähmbarer Neugier nach Musikorten sucht, die vor ihm noch keiner betreten hat“, so die Jury.

„Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik 2018 geht an Jörg Widmann“ weiterlesen

30. August 2018

Die Suche der Violine nach ihrer eigenen Stimme

„Das Violinkonzert ist eine „heilige“ Gattung. Auch eine Gattung, der man Persönlichstes anvertraut. Zumal dieses Violinkonzert meiner Schwester gewidmet ist. Das Gesangsinstrument Violine als Träger unterschiedlichster menschlicher Emotionen“, so der Komponist Jörg Widmann, der zum Violinkonzert und der Violine eine besondere Beziehung hat. „Die Suche der Violine nach ihrer eigenen Stimme“ weiterlesen

20. August 2018

Robert Helmschrott – Zum 80. Geburtstag

Robert Helmschrott, geboren am 23. August 1938, schrieb zahlreiche virtuose Orgelwerke, die dem Instrument meisterhaft auf den Leib geschrieben sind und sich durch ein sensibles Gespür für die farbige Klanglichkeit der Orgel auszeichnet.

Link zu seinen Werken

20. Mai 2018

Dieter Schnebel – der Grenzgänger. Zum Tod des Komponisten

Es darf keine Sieger mehr geben, auch nicht in der Kunst… Diesem Credo, das Dieter Schnebel mit Künstlern wie John Cage teilte, blieb er lebenslang treu. Kunst und Welt, Musik und Alltag, das waren für den im badischen Lahr geborenen Komponisten, Pfarrer, Musikwissenschaftler und Pädagogen keine Gegensätze. Mit Kompositionen wie Ki-No, visible music und anschläge – ausschläge schuf er einen neuen, offenen Werkbegriff, der zeitliche und räumliche Grenzen ebenso hinter sich ließ wie er den Komponisten als kreativen Auslöser, nicht aber als Vollender eines Werks verstand. Weil Schnebel die Aufführungssituation als urdemokratisches Ereignis begriff, holte er die Geräusche der Straße in den Konzertsaal. Seine Schlüsselwerke zeigen, dass er jeglichen ästhetischen Dogmatismus ablehnte, etwa das Vokalwerk Ekstasis und die Oper Majakowskis Tod – Totentanz. Im Alter von 88 Jahren ist Dieter Schnebel am 20. Mai 2018 in Berlin gestorben.

In den 1960er Jahren erfolgten die ersten skandalumwitterten Aufführungen seiner frühen Arbeiten, die sich nur wage mit den Begriffen Concept Art und Fluxus beschreiben lassen. In dem Maße, indem Schnebel die Musik als nahezu voraussetzungsloses Handeln in experimentellen und archetypischen Situationen verstand, emanzipierte sich der Interpret von der Komposition. Der Interpret fungierte nicht länger als Ausführender eines in sich vollendeten Oeuvres, vielmehr wurde der Moment der Hervorbringung von Musik zum eigentlichen Inhalt des Werks. „Musikalisches Material sind nicht die Töne oder andere akustische Stoffe, sondern vielmehr die Prozesse ihrer Hervorbringung“, fasste Schnebel seine Auffassung zusammen.

Entgrenzung des musikalischen Materials

Auch in anderer Hinsicht brach Schnebel mit tradierten Hörerwartungen. Bei ihm wurde die menschliche Stimme vielfach zum entfesselten Organ. Alle Möglichkeiten der Lauthervorbringung sind erlaubt – Singen, Sprechen, Röcheln, aber auch völlige Stille. Konzepttitel wie Körper – Sprachen oder Laut – Gesten – Laute zeugen von dieser Entgrenzung des musikalischen Materials. Außerdem spielte die Gestik der Interpreten eine immer größere Rolle in Schnebels Kunst: Die frontale Konzertsituation wurde gesprengt. Musiker begannen, sich im Raum zu bewegen, Konzertanfang und Konzertende waren als solche nicht mehr zu erkennen. „Die Musik, die einmal ihre zeitliche und räumliche Umgebung einließ, die Töne und Geräusche des Alltags, geht auf die Straße und endet, wer weiß wo.“

In den 1970er Jahren begann der Komponist, mit dem Ensemble „Maulwerker“ auf Tournee zu gehen. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Musik- und Religionslehrer veranstaltete er Schüler- und Laienkonzerte – elementarpädagogische Ansätze, die Schnebel in der eigens für ihn geschaffenen Professur für experimentelle Musik an der Hochschule der Künste in Berlin weiterentwickelte. Mit seinem radikal offenen Werkbegriff stieß der Komponist jedoch auch an Grenzen: 1978 provozierte das Kölner Rundfunk-Sinfonie-Orchester bewusst das Scheitern einer Aufführung des Projekts Orchestra.

Bekenntnis zur Utopie

Zu Schnebels künstlerischer Offenheit gehörte auch der neugierige Respekt für die Tonalität. Tradition lehnte er keineswegs ab, er deutete sie als lebendigen Prozess, „der die Versenkung ins Vergangene, den Blick in die verborgenen Quellen und deren lebendiges Weiterfließen ebenso beinhaltet wie die Offenheit dafür, was daraus werden könnte, den Blick nach vorn.“ Mit dem Zyklus Re-Visionen (Beethoven-Symphonie, Schubert-Phantasie und Wagner-Idyll) näherte er sich schöpferisch-ironisch der Tradition. Musikgeschichte sah Schnebel als Teil eines kollektiven Gedächtnisses, dessen Relevanz für das Heute stets aufs Neue überprüft werden müsse. Zwischen Philosophie und verspieltem Humor bewegte sich Schnebel auch im musikalischen Kammertheater Utopien, das bei all seiner ironischen Leichtigkeit geradezu bekenntnishaft ist. Vieles darin erklärt sich vor dem Lebensweg einer Person, die als Achtundsechziger und gleichzeitig als engagierter Christ immer quer zu ihrer Zeit lebte. Im Stück selbst begriff er diese Utopien als musikalische Abstraktion, die er als Künstler nicht ausmalt; doch Schnebel selbst hörte nie auf, an Utopien festzuhalten, die für ihn immer auch Hoffnung bedeuteten.

Die einmal erarbeiteten Methoden – Aleatorik, das Experiment als Prinzip, die Verwendung von Raumklang – blieben bis in das Spätwerk erhalten. Hauptwerke wie das auf einer mehrsprachigen Textcollage beruhende Ekstasis oder die monumentale Sinfonie X sind die späte Quintessenz seines Schaffens. Ein besonderes Anliegen war dem gelernten Theologen zeitlebens die Kirchenmusik. Tonkunst, das war für Schnebel stets auch ein ethisches Konzept, eine mögliche Verbindung von Innen- und Außenwelt, Individuum und Gesellschaft – und damit auch eine universelle Idee von den Möglichkeiten des Menschseins. Auch deshalb wird er fehlen. In den letzten Wochen arbeitete er intensiv an einem Orchesterstück für das hr-Sinfonieorchester, die nächsten Monate sahen mehrere Uraufführungen neuer Werke vor. Schnebel verstarb mitten im Leben und mitten im kreativen Schaffensprozess nach kurzer Krankheit am Pfingstsonntag 2018.

photo: Astrid Kargεr

15. Dezember 2017

Rodion Shchedrin: 85. Geburtstag am 16. Dezember

Wir gratulieren unserem russischen Komponisten Rodion Shchedrin, der am 16. Dezember 85. Geburtstag feiert! Nach Aufführungen seiner Werke wie Levsha, Boyarina Morozova, Two Tangos by Albéniz und anderen haben wir den Höhepunkt des Geburtstagsjahres noch vor uns: Seine Dialogues with Shostakovich werden am 9. Dezember in der Manchester Bridgewater Hall von der BBC Philharmonic unter Juanjo Mena erstmals in Großbritannien aufgeführt. Nur wenige Tage nach Shchedrins Geburtstag geben die Münchner Philharmoniker ihm zu Ehren gleich an zwei Abenden (19. und 20. Dezember) Festkonzerte: Zusammen mit Valery Gergiev und dem Philharmonischen Chor München führen sie die Choroper The Enchanted Wanderer in der Philharmonie im Gasteig auf.
Rechtzeitig zum Geburtstag sind Studienpartitur (ED 22786) und Klavierauszug (ED 22785) von Shchedrins A Christmas Tale erschienen. Die Oper wurde im Dezember 2015 im weltberühmten Mariinsky Theater in St. Petersburg mit überwältigendem Erfolg aus der Taufe gehoben. Dieses zauberhafte Weihnachtsmärchen ist noch zur deutschen Erstaufführung frei.