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Schott Music

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18. September 2017

Werk der Woche – Krzysztof Penderecki: 6. Sinfonie

Die Geschichte der Gattung Sinfonie ist voller kurioser Phänomene, darunter „Unvollendete“, „Nullte“ und neu oder doppelt nummerierte. In diese Reihe gehört auch Krzysztof Pendereckis 6. Sinfonie, denn seine 7. und 8. sind seit vielen Jahren fertiggestellt und wurden jeweils dutzende Male aufgeführt.

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13. September 2017

Siegfried Köhler 1923–2017

Siegfried Köhler, der ehemalige Wiesbadener Generalmusikdirektor und Hofkapellmeister der Königlichen Oper Stockholm, ist am 12. September im Alter von 94 Jahren gestorben. „Siegfried Köhler 1923–2017“ weiterlesen

11. September 2017

Werk der Woche – Luigi Nono: Il canto sospeso

„…Dein Sohn geht. Er wird die Glocken der Freiheit nicht hören“, schrieb Konstantinos Sirbos, ein zum Tode verurteilter Grieche in einem Abschiedsbrief vor seiner Ermordung durch das NS-Regime. Dieses und viele weitere Brieffragmente nahm Luigi Nono als Basis für sein Werk Il canto sospeso („schwebender Gesang“), das beim Musikfest Berlin vom SWR Symphonieorchester und dem SWR Vokalensemble am 11. September 2017 unter der Leitung von Peter Rundel zu hören sein wird. Solisten sind die Sopranistin Mojca Erdmann, die Mezzosopranistin Jenny Carlstedt und der Tenor Robin Tritschler.

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4. September 2017

Werk der Woche – Igor Strawinsky: L’Oiseau de feu

Igor Strawinskys L’Oiseau de feu (Der Feuervogel) ist nun seit über 100 Jahren von den Bühnen der Welt nicht mehr wegzudenken und auch in Form von Orchestersuiten fester Bestandteil des Konzertrepertoires. Auch in dieser Woche wird das Werk in fünf verschiedenen Städten zu hören sein.

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28. August 2017

Werk der Woche – Hans Werner Henze: Der Junge Lord

Zum ersten Mal in seiner Geschichte präsentiert das Opernhaus Hannover Hans Werner Henzes komische Oper Der junge Lord. Das Stück nach dem Libretto von Ingeborg Bachmann wird am 2. September 2017 dort Premiere feiern. Die Inszenierung stammt von Bernd Mottl, Mark Rhode dirigiert das Niedersächsische Staatsorchester.

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21. August 2017

Wilhelm Killmayer 1927–2017

Wilhelm Killmayer 1927-2017; Foto: Stefan Forster

Wilhelm Killmayer ist am 20. August 2017, einen Tag vor seinem 90. Geburtstag, in Starnberg verstorben. Mit dem Komponisten verliert die Musikwelt einen ihrer größten Individualisten. In der Auseinandersetzung mit der Tradition fand er zu einem eigenen zeitgenössischen, unverwechselbaren Stil. Er schuf Orchesterwerke und Kammermusiken für den Konzertsaal und komponierte für das Musiktheater. Bis ins hohe Alter arbeite Killmayer sukzessive an der Vergrößerung seines reichhaltigen Œuvres von Liedkompositionen. Dass Humor und Parodie in die zeitgenössische Kunstmusik wieder Einzug fanden, gehört zu seinen größten Verdiensten.

Alfred Schnittke sagte einmal über die Musik Killmayers, sie sei neue Musik mit alten Mitteln. Die Kantabilität eines Robert Schumann überzeugte ihn mehr als der theoretische Überbau der Avantgarde in der Nachfolge der Zweiten Wiener Schule. Vor dem Hintergrund einer emphatischen Faszination für die Musik vergangener Epochen entwickelte Killmayer einen Individualstil, der nicht zuletzt in seiner Bereitschaft zur Verfremdung zeitgenössisch war. Fremdes und Vertrautes gingen in Killmayers Stil eine neuartige Verbindung ein. Weil Jahre später viele seiner ästhetischen Ansichten unter dem Begriff der Postmoderne verortet wurden, konnten ihm nun auch jene Kritiker Anerkennung zollen, die ihm diese in den Anfangsjahren verwehrt hatten.

Spätestens mit der 1964 aufgeführten musikalischen Posse Yolimba hatte sich Killmayer quer zu den ästhetischen Strömungen seiner Zeit gestellt. Zu dem von Tankred Dorst verfassten Libretto schuf er eine phantasievolle Musik voll musikalischen Humors und parodistischer Anspielungen, die keine Berührungsängste mit der Unterhaltungs- und Gebrauchsmusik zeigte. Den Buffonerien Jacques Offenbachs, aber auch dem Dadaismus eines Eric Satie standen Killmayers Musiktheaterstücke näher als die theorieernste Avantgarde jener Jahre. Für Killmayer wurde die Wiederentdeckung des Komischen in der Musik zu einem persönlichen Befreiungsschlag, der auch auf spätere Komponistengenerationen nachhaltig wirkte.

In den frühen Werken hatte Killmayer das Ostinato als prägendes Element seines kompositorischen Stils entwickelt. Anhaltende Wiederholungen von Motiven und rhythmischen Figuren wurden zum Spannungsträger der dramaturgischen Entwicklung. Später ergänzte er seine Kompositionstechnik um ein radikales Element: die Reduktion. Orchesterstücke wie die Nachtgedanken (1973) oder die drei Kammermusiken (The woods so wilde, 1970; Schumann in Endenich, 1972 und Kindertage, 1973) zerlegen die Musik in ihre Einzelteile. Der musikalische Fluss gerät zeitweise nahezu vollständig ins Stocken; Ton- und geräuschlose Pausentakte stehen am Ende eines musikalischen Zerfalls. Stille und Klang, Spannung und Entspannung heißen die Gegensatzpaare dieser konsequenten Zurücknahme der stilistischen Mittel auf das Wesentliche. Obwohl die Melodie als Prinzip erhalten blieb, verloren Tonalität und Harmonik in der Vereinzelung des Tones ihre traditionelle Funktion.

Das Komponieren von Musik war für Killmayer immer auch ein mit dem Naturerlebnis verbundener Vorgang: „Ich gehe durch die tonkargen spätherbstlichen Wälder, und ich höre mein Herz schlagen; ich höre die Geräusche der langsam sich ergebenden Natur und den Widerhall eines Vogelschreis in meiner Erinnerung. Immer tiefer gerate ich in das Innere, wo Erschrecken und Ruhe sich nahe sind, wo die Furcht stillhält.“ Hat sich der Kompositionsvorgang einmal in Gang gesetzt, folgt er seinen naturgegebenen Gesetzen. Die Abfolge der Töne entwickelt sich aus sich selbst heraus, folgt keinem theoretischen Muster. Für Killmayer besaßen die Töne eine Art Persönlichkeit, die auch in einem Instrumentalwerk durch das Aufeinandertreffen ihrer individuellen Charaktere eine dramaturgische Handlung erzeugen konnte. Es ist dieses von Schubert, Schumann und Mahler übernommene kindliche Staunen vor dem einzelnen Ton, das Killmayers Melodik ausmacht. „Ein einzelner Ton ist für mich etwas sehr Kostbares – wie ein Kristall oder eine Blume“. Die Töne sprechen, ohne dass sie sich der Sprache bedienen.

Der natürliche Träger der Melodie ist die Stimme, in zahlreichen Vokalkompositionen hat Killmayer dieser Vorstellung Ausdruck verliehen. In den 1980er Jahren komponierte er die Zyklen von Hölderlin-Liedern, die sowohl in Klavier- wie auch Orchesterbegleitung existieren. Später kamen Trakl-, Eichendorff- und Heine-Zyklen hinzu. Bis in seine letzten Lebensjahre setzte sich Killmayer produktiv mit der Gattung Lied auseinander. Seismographisch spiegeln die Vokalwerke Killmayers einzigartige musikalische Ästhetik. Auch hier findet sich die Spannung aus Repetition und Reduktion. Mitunter tastet sich der Komponist vorsichtig an den Texten entlang. Eine Kunst des Fragilen entsteht, die Brüche aufzeigt, statt sie zu verdecken. Auch das humorvolle und Alltägliche findet sich in den Liedern wieder.

Zeitlebens blieb Wilhelm Killmayer mit der Stadt München verbunden. Hier ging er zur Schule, studierte bei Hermann Wolfgang von Waltershausen, Rudolf von Ficker und Carl Orff. 1973 wurde er selbst Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik. Abgesehen von Aufenthalten in Rom, Paris und Frankfurt a. M. hat er sein gesamtes Leben in der unmittelbaren Nähe der bayerischen Metropole verbracht. Als Kompositionslehrer hat er eine ganze Komponistengeneration geprägt. Seinem Misstrauen gegenüber jeglichem autoritären System geschuldet, war für ihn das Lernen stets ein Erfahren. Seine Art zu unterrichten war vollkommen undogmatisch, den roten Faden zu seinen Kompositionskursen lieferten die Werke der großen Komponisten selbst, die perspektivisch untersucht wurden. Das Aufspüren und aktive Nachvollziehen des kreativen Prozesses im Innersten der Kompositionen stand dabei im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das Umsetzen des Erfahrenen für den eigenen Prozess musste jeder Schüler selbst in die Hand nehmen: „Im Verlauf des Komponierens an einem Stück sagen Ihnen irgendwann die Töne, wohin sie wollen… da haben Sie nichts mehr zu bestimmen“.

Killmayers einzigartige Werke leben weiter, in jedem Augenblick, in dem sie von einem Musiker gespielt und von einem Hörer gehört werden. „Meine Musik lebt in der Vergangenheit und in der Zukunft und ist vielleicht gerade deshalb gegenwärtig.“ Diese Erkenntnis des Komponisten trifft den Kern seiner Ästhetik, die zeitlos ist und überdauern wird. Der Schott-Verlag gedenkt seiner in großer Dankbarkeit.

Werk der Woche: Gerald Barry – Canada

Ludwig van Beethoven und Kanada. Wie passt das zusammen? Bei den diesjährigen BBC Proms feiert Gerald Barrys Werk Canada für Singstimme und Orchester am 21. August 2017 in der Royal Albert Hall seine Uraufführung.

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18. August 2017

ECHO Klassik 2017 für Yoel Gamzou

Der Deutsche Musikpreis ECHO gehört zu den etablierten und bekanntesten Musikpreisen der Welt. Heute gab die Deutsche Phono-Akademie, das Kulturinstitut des Bundesverbandes Musikindustrie e. V., die Preisträger des ECHO KLASSIK 2017 bekannt, mit dem in jedem Jahr künstlerisch herausragende CD-Einspielungen aus dem Klassik-Bereich ausgezeichnet werden. Die Jury zeichnete Preisträger in 22 Kategorien aus.

WERGO darf sich über eine Auszeichnung in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres (Dirigent)“ für Yoel Gamzou freuen, der die Jury mit einer Neu-Einspielung von Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 10 in einer rekonstruierten Fassung beeindruckt hat.

Die Preisverleihung findet am 29. Oktober 2017 in der Hamburger Elbphilharmonie statt. Das ZDF strahlt die Veranstaltung am selben Tag um 22.00 Uhr aus.

Gustav Mahler
Symphony X
Realisation and elaboration of the unfinished drafts – A new version by Yoel Gamzou
WER 51222 (CD)

 

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  2. ECHO Klassik Website …
16. August 2017

Auszeichnung für WERGO-CD

Die CD „The Death of the Star-Knower“ mit Werken von Milica Djordjević wurde in die Bestenliste 3/2017 des Preises der deutschen Schallplattenkritik aufgenommen.

In der Kategorie Zeitgenössische Musik:
Milica Djordjević: The Death of the Star-Knower
WER 64222


Milica Djordjevićs Kompositionen sind musikalische Erforschungen. Dabei wird minutiös beobachtet und akribisch seziert. Sieben solcher kammermusikalisch besetzte Klangerkundungen präsentiert die in Serbien geborene Komponistin auf ihrer Porträt-CD der Reihe EDITION ZEITGENÖSSISCHE MUSIK.

Death of the Star-Knower
Phosphorescene
… würde man denken: Sterne
how to evade?
Do You Know How to Bark?
Manje te u majke groze, faíl

Arditti Quartet, Truike van der Poel, Christine Chapman, Hannah Weirich, Marco Blaauw, Bruce Collings, Florentin Ginot, Peter Veale, Teodoro Anzellotti, Ensemble musikFabrik, Johannes Schöllhorn

 

Zur Jury-Begründung

14. August 2017

Werk der Woche – Aribert Reimann: Lear

„Die Oper Lear von Aribert Reimann, als fünfte und letzte Neuinszenierung 2017, handelt vom Irrewerden an der Macht, vom Einsamwerden, vom Verlust jeder menschlichen Bindung, sogar zu den eigenen Kindern“, so Intendant Markus Hinterhäuser über Aribert Reimanns Lear.

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