Schott Music

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26. März 2021

Janosch: 90. Geburtstag am 11. März

Foto: Janosch film & medien AG

Schott Music gratuliert Janosch zum 90. Geburtstag.
1931 im oberschlesischen Zabrze geboren, wuchs er in einer Bergarbeitersiedlung auf. Nach einer Schmiede- und Schlosserlehre und ersten Anstellungen in westdeutschen Textilfabriken besuchte er die Textilfachschule in Krefeld. 1953 nahm er an der Akademie der Künste in München ein Kunststudium auf, das er wegen „mangelnder Begabung“ schon nach den ersten Probesemestern abbrechen musste. Seit dieser Zeit arbeitet er sehr erfolgreich als freischaffender Künstler, Illustrator, Kinderbuchautor und Schriftsteller.

 

Der Josa mit der Zauberfiedel ist ein poetisches Kinderbuch über die Geschichte vom kleinen Josa, der nicht stark genug ist, um sich durchzusetzen. Doch er liebt die Musik. Sein kleiner Freund, ein Vogel, schenkt ihm eine Geige, die er lernt zu spielen. Sein Spiel verzaubert alle, die es hören und er zieht durch die Welt und verbessert sie durch seine Musik. Das Buch und die zugehörige CD mit Musik von Wilfried Hiller wurden ausgezeichnet mit dem Kindermedienpreis LEOPOLD vom Verband deutscher Musikschulen.

Foto: Janosch film & medien AG

19. März 2021

„Der Rosenkavalier“ an der Bayerischen Staatsoper: Online-Uraufführung der reduzierten Fassung

Am 21. März 2021 feiert Der Rosenkavalier von Richard Strauss an der Bayerischen Staatsoper München Premiere. Es ist gleichzeitig die Uraufführung der neuen Fassung für eine kleinere Orchesterbesetzung von Eberhard Kloke, die sich an der Instrumentierung von Ariadne auf Naxos orientiert.  Die Inszenierung von Barrie Kosky wird mit Spannung erwartet. In den Hauptrollen der hochkarätig besetzten Produktion sind Marlis Petersen als Feldmarschallin, Christof Fischesser als Baron Ochs von Lerchenau, Katharina Konradi als Sopie, Samantha Hankey als Octavian und Johannes Martin Kränzle als Herr von Faninal zu erleben. Am Pult steht Vladimir Jurowski.

Der Bearbeiter Eberhard Kloke über seine neue Fassung:

Bei der vorgenommenen Transkription geht es um eine Veränderung des Klangbildes und damit der Klangstruktur innerhalb des Orchesters sowie der Balance zwischen Bühne und Orchester.

Im Vordergrund stehen besetzungstechnische Vorteile durch variable Besetzungsalternativen im Hinblick auf schlankere Stimmen. Das kommt wiederum der Textverständlichkeit und Transparenz zugute und entspricht damit auch grundsätzlich der musik-theatralischen Anlage des Stückes als Konversationsstück.

Die Orchesterbesetzung ist komprimiert auf die Stärke eines mittelgroßen Orchesters. Die Mischung und Balance zwischen Streichern und Bläsern wurde neu konzipiert. Der üppig-fette, durch wiederholte Parallelschaltung (Verdopplung) von Bläsern und Streichern verursachte Strauss-Klang wird an vielen Stellen aufgebrochen, um das Klangbild zu verschlanken und differenziertere Klangschärfung zu erreichen.

Somit wird sowohl Klangerweiterung als auch Klangverdichtung erzielt, der Instrumentationsgestus zielt auf weniger Mischklang zugunsten von extremeren Spaltklängen. Dabei weist der häufige Einsatz von Klavier, Harfe, Celesta und Harmonium immer auf klangliche Parallelitäten zum Ariadne-Orchester.

Die Premiere um 15:30 Uhr wird kostenfrei auf der Plattform Staatsoper.TV gestreamt und bei BR Klassik übertragen. Am 22. März wird die Aufzeichnung des Streams um 19:00 Uhr wiederholt.

 

Szenenfoto: © Bayerische Staatsoper / Wilfried Hösl
Portrait Eberhard Kloke: privat

14. März 2021

Wilfried Hiller: 80. Geburtstag am 15. März

Frei von allen Zwängen der Avantgarde schuf Wilfried Hiller seine poetisch fantasievolle Musik. Eine besondere Bedeutung hatte die Zusammenarbeit mit dem Autor Michael Ende. Stücke wie Die zerstreute Brillenschlange (1979), Vier musikalische Fabeln (1980–1982), Der Goggolori (1982–1983) und Das Traumfresserchen (1989–1990) wurden zu Klassikern des zeitgenössischen Musiktheaters für Kinder.

2018 kam Hiller mit Momo nochmals auf einen Text von Ende zurück, doch er schrieb auch zahlreiche Bühnenwerke für Erwachsene, kammermusikalische Stücke, Solokonzerte, Chor- und Orchesterwerke. Er wurde mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Künste. Happy Birthday!

3. März 2021

Aribert Reimann: 85. Geburtstag am 4. März

In seinem bisherigen Lebenswerk hat Aribert Reimann ein reiches Œuvre geschaffen, dessen Einfluss auf das zeitgenössische Musiktheater unbestritten ist. Sein unverwechselbarer Personalstil ist von strenger Logik, von hochkomplexen und bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Klangstrukturen geprägt. Zugleich wohnt seiner Musik eine eindringliche Emotionalität inne, die das Publikum unmittelbar ergreift. Dies gilt für seine Instrumental- und Vokalwerke gleichermaßen, insbesondere für sein Opernschaffen, das zu dem bedeutendsten in der zeitgenössischen Musik zählt.

Seine Stoffe entnimmt Reimann meist der Weltliteratur, um sie in einzigartiger Weise seiner eigenen Musiksprache anzuverwandeln. Schott gratuliert Aribert Reimann sehr herzlich zum
85. Geburtstag!

Foto: Bernd Uhlig

12. Februar 2021

Trauer um Chick Corea

Der legendäre Jazz-Pianist Chick Corea ist am vergangenen Dienstag im Alter von 79 Jahren verstorben. Als 23-facher Grammy-Gewinner war er als genreübergreifender Musiker bekannt, der schon an der Seite von Miles Davis und Herbie Hancock musizierte.

In den sozialen Netzwerken hinterließ er noch eine letzte Nachricht an seine Fans und Anhänger: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die geholfen haben, die Feuer der Musik auf meiner Reise hell erleuchtet zu halten. Es ist meine Hoffnung, dass solche mit Ahnung vom Spielen, Schreiben, Performen oder etwas anderem, dies tun. Wenn nicht für euch selbst, dann für den Rest von uns. Die Welt braucht nicht nur mehr Künstler, sondern es macht auch einfach eine Menge Spaß.“

“I want to thank all of those along my journey who have helped keep the music fires burning bright. It is my hope that those who have an inkling to play, write, perform or otherwise, do so. If not for yourself then for the rest of us. It’s not only that the world needs more artists, it’s also just a lot of fun.“
Quelle: facebook.com/chickcorea/posts/10158422599898924

2. Februar 2021

Uraufführung eines Henze-Violinkonzerts im Livestream

Am 4. Februar 2021 gelangt die Konzertmusik für Violine und kleines Kammerorchester von Hans Werner Henze zur Uraufführung. Nachdem 2020 mehrere Konzerte abgesagt werden mussten, in dem das Stück hätte gespielt werden sollen, ist es nun in der Sendereihe „Horizonte“ des Bayerischen Rundfunks zu hören. Unter der Leitung von Peter Tilling hat das Münchner Ensemble risonanze erranti das Werk im Studio eingespielt. Die Ur-Sendung um 22:05 Uhr am 04.02. gilt als Uraufführung.

Mit der Konzertmusik veröffentlicht Schott das bislang früheste Werk von Hans Werner Henze. Er schrieb es im Alter von 17 Jahren, noch bevor er sich mit Ende des Zweiten Weltkriegs sehr intensiv dem Komponieren widmen konnte und kurz darauf in den Verlag aufgenommen wurde.

Das Werk ist erkennbar von Paul Hindemith inspiriert. In der ausgesprochen kammermusikalischen Faktur übernehmen immer wieder Instrumente aus dem Ensemble – etwa Flöte, Trompete und die erste Violine I – solistische Passagen oder begleiten die Solovioline nur zu zweit oder zu dritt. Im Finale entspinnt sich aber zusehends ein „echtes“ virtuoses Violinkonzert en miniature.

Porträt Hans Werner Henze: © Schott Music / Hans Kenner, 1955

22. Januar 2021

Neu bei Schott: Sebastian Hilli

Die Zusammenarbeit mit dem finnischen Komponisten beginnt mit seinen Orchesterwerken Peach für das Finnish Chamber Orchestra und Miracle für das Finnish Radio Symphony Orchestra. Es folgen Auftragskompositionen für das Ensemble Musikfabrik, das Uusinta Ensemble, das Time of Music Festival, das Gaudeamus Festival, das IRCAM und die International Ensemble Modern Academy.

Der 1990 in Helsinki geborene Hilli gehört zur schwedischen Minderheit Finnlands und hat als eine bemerkenswerte Stimme der europäischen Neuen Musik von sich reden gemacht. Davon zeugen Auszeichnungen wie der Teosto Prize, der Gaudeamus Award und Preise beim International Rostrum of Composers sowie beim Toru Takemitsu Kompositionswettbewerb.

Tervetuloa! Willkommen bei Schott, Sebastian Hilli!

26. Dezember 2020

Alvin Singleton 80

Der US-Amerikanische Komponist Alvin Singleton wird am 28. Dezember 80 Jahre alt. Er hat weltweit mit großen Orchestern zusammengearbeitet und bedeutende Werke für Kammer- und Vokalensembles sowie für das Theater geschrieben. Seine Argoru-Stücke werden auf der ganzen Welt gespielt.

Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählen ein Guggenheim-Stipendium, Aufträge der Serge Koussevitzky Music Foundation, der Kranichsteiner Musikpreis der Stadt Darmstadt, der Musikprotokoll-Kompositionspreis des österreichischen Rundfunks, der Mayor’s Fellowship in the Arts Award der Stadt Atlanta und ein Stipendium der National Endowment for the Arts. 2014 wurde Singleton in die American Academy of Arts and Letters gewählt.

Wir wünschen ihm alles Gute zum Geburtstag!

18. Dezember 2020

Frank Zappa 80

Zu seinem 80. Geburtstag am 21. Dezember 2020 erinnern wir uns an den Komponisten Frank Zappa, einen der unkonventionellsten Künstler des 20. Jahrhunderts und längst zur Kultufigur geworden. Vor wenigen Tagen ist ein Biopic über ihn erschienen, das auf den gängigsten Streaming-Plattformen zu sehen ist. Am besten lässt er sich aber mit seinen eigenen Worten charakterisieren. In „The Real Frank Zappa Book“ beleuchtet er seinen kreativen Schaffensprozess:

„In meinen Kompositionen setze ich ein System der Gewichtungen, Balancen und maßvollen Spannungen und Entspannungen ein. Dies lässt sich am besten durch den Vergleich mit einem Calder-Mobile illustrieren: Ein im Raum baumelnder, an zwei durch Draht verbundene Metallkügelchen befestigter Schokoriegel, der sich wie durch ein Wunder in Balance mit zwei metallischen Klabusterbeeren am anderen Ende befindet.“

Zappa starb im Alter von 53 Jahren an einer Krebserkrankung. Das Aufführungsmaterial seiner Ensemble- und Orchesterwerke wird exklusiv von Schott New York vertrieben.

30. November 2020

Uraufführung: „ENSMO ↔ OMNES“ von Heinz Holliger

Online-Uraufführung am 9. Dezember: Das Ensemble Modern bringt das Ensemblewerk ENSMO ↔ OMNES für 16 Instrumente von Heinz Holliger als Teil seines Jubiläumskonzerts zur Uraufführung.

Der Komponist widmet sein technisch anspruchsvolles Stück dem Ensemble Modern zu dessen 40. Geburtstag. Der erste Teil des Titels ENSMO spielt mit den Silben des berühmten Klangkörpers. OMNES bezieht sich auf alle seine 16 Mitglieder. In die eröffnende Kadenz der Klaviere, des Xylo- und Marimbaphons fallen die anderen Instrumente ein. Im Mittelteil sind die Holz- und Blechbläser sowie die Streicher unabhängig übereinander geführt. Leise singend verabschieden sich die Musiker aus dem Stück.

„Ich habe Musik entlang unserer gemeinsamen, fast 40-jährigen Erinnerungsspuren geschrieben, mündend in einen C-Dur-Gläserklang.“ (Heinz Holliger)

9. Dezember 2020 | Frankfurt am Main (D)
Alte Oper, Großer Saal
Ensemble Modern
Ingo Metzmacher, Dirigent