Schott Music

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24. Juni 2019

Werk der Woche – Anno Schreier: Nils Holgerssons wunderbare Reise

In Nils Holgerssons wunderbare Reise verwandelt Komponist Anno Schreier den Kinderbuch-Klassiker von Selma Lagerlöf in ein Musiktheater für Kinder ab sechs Jahren. Das Werk entstand für das Mitmachprojekt „Singen mit Klasse!“ der Kölner Philharmonie in Kooperation mit KölnMusik und wird am 27. Juni 2019 in Köln uraufgeführt.

Als Strafe für sein freches Verhalten wird der junge Nils Holgersson auf die Größe eines Wichtels geschrumpft. Auf dem Rücken der Hausgans Martin zieht er mit den Wildgänsen nach Norden und erlebt dabei so manches fröhliches Abenteuer, aber auch die eine oder andere brenzlige Situation.

Während er dies dachte, vergaß er wieder ganz, dass er klein und ohnmächtig war. Er sprang von dem Mäuerchen hinunter, lief mitten in die Gänseschar hinein und umschlang den Gänserich mit seinen Armen. »Das wirst du schön bleiben lassen, von hier wegzufliegen, hörst du!« rief er. Aber gerade in diesem Augenblick hatte der Gänserich herausgefunden, wie er es machen müsse, um vom Boden fortzukommen. In seinem Eifer nahm er sich nicht die Zeit, den Jungen abzuschütteln; dieser musste mit in die Luft hinauf. – Selma Lagerlöf, Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen, übersetzt von Pauline Klaiber

Der 1906 veröffentlichte Roman Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen ist mehr als nur ein Abenteuerroman. Er wurde von der schwedischen Autorin Selma Lagerlöf für Schulkinder geschrieben, die durch die Augen des kleinen Nils ihre Heimat aus der Vogelperspektive erkunden konnten. Außerdem lernt Nils in der Gesellschaft der Tiere Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Verantwortung.

Anno Schreier: Nils Holgerssons wunderbare Reise – weltbekanntes Kinderbuch als Musiktheater

In seiner Vertonung bringt Schreier mit seinem Librettisten Alexander Jansen die Geschichte des Romans in die heutige Zeit. Ein Kinderchor erzählt in kurzweiligen und einprägsamen Stücken die wichtigsten Stationen der Reise. Die Rolle des Nils Holgersson und der anderen Figuren übernehmen zwei Schauspieler.

Nils Holgerssons wunderbare Reise ist nicht das erste Musiktheaterwerk für Kinder von Anno Schreier, der mit Werken wie Der Zauberer von Oz und Prinzessin im Eis schon großen Erfolg in diesem Genre feierte. Zusammen mit Opern wie Die Stadt der Blinden und Schade, dass Sie eine Hure war, sowie mit vielen weiteren Werken des Komponisten sind sie seit kurzer Zeit Teil des Verlagsprogrammes von Schott Music. Schreiers Stil zeichnet sich durch einen spannenden Einsatz vieler Stilistiken und musikalischer Zitate aus, die eine eigene, suggestive und oft groteske Klangwirkung entfalten.

Etwa 300 Kinder aus Kölner Grundschulen wirken bei der Uraufführung von Nils Holgerssons wunderbare Reise in der Kölner Philharmonie mit. Sie singen an der Seite des Gürzenich-Orchesters Köln unter der Leitung von Andreas Fellner. Christoph Bertram und Eva Marianne Kraiss verkörpern Nils und die anderen Charaktere der abenteuerlichen Geschichte.

 

 

17. Juni 2019

Werk der Woche – Toru Takemitsu: Rain Coming

In Rain Coming skizziert der japanische Komponist Toru Takemitsu die eigenartige Stimmung, die man wahrnimmt, wenn ein Regenschauer in der Luft liegt, aber noch nicht begonnen hat. Das Werk erlebt am 22. Juni 2019 seine erste Aufführung auf chinesischem Boden in der City Hall von Hong Kong. Ryusuke Numajiri dirigiert die Hong Kong Sinfonietta.

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10. Juni 2019

Werk der Woche – Noriko Koide: Oyster Lullaby

Die japanische Stadt Hiroshima war eigentlich schon immer bekannt für ihre Austern, die im Meer vor der Stadt gezüchtet werden. Die Austernbänke werden in Noriko Koides neuem Werk Oyster Lullaby zum Symbol der Erinnerung an das traurige Schicksal der Stadt. Das Orchesterstück, das von den Veranstaltern der Konzertreihe „Hiroshima Happy New Ear“ in Auftrag gegeben wurde, wird am 14. Juni 2019 uraufgeführt. Seitaro Ishikawa dirigiert dazu das Hiroshima Symphony Orchestra. „Werk der Woche – Noriko Koide: Oyster Lullaby“ weiterlesen

3. Juni 2019

Werk der Woche – Alexander Goehr: Vision of the Soldier Er

Alexander Goehr ließ sich nach seinem vierten Streichquartett fast 30 Jahre Zeit, bis er wieder ein Werk dieser Gattung komponierte. Nun wird am 7. Juni 2019 mit Vision of the Soldier Er sein fünftes Streichquartett uraufgeführt. Es spielt das Villiers Quartet im Rahmen des idyllischen Swaledale Festivals in Nordengland.

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27. Mai 2019

Werk der Woche – Erich Wolfgang Korngold: Die tote Stadt

Erich Wolfgang Korngolds Oper Die tote Stadt wird am 28. Mai 2019 zum ersten Mal am Teatro alla Scala in Mailand aufgeführt. Die beiden Hauptrollen der psychologisch tiefgründigen Oper sind mit Asmik Grigorian als Marietta und Klaus Florian Vogt als Paul prominent besetzt. Die musikalische Leitung liegt bei Alan Gilbert, die Inszenierung stammt von Graham Vick.

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21. Mai 2019

Werk der Woche – Peter Iljitsch Tschaikowsky: Pique Dame

Um die drei Karten, mit denen man jedes Spiel gewinnt, dreht sich Peter Iljitsch Tschaikowskys Pique Dame. Doch dem Offizier Hermann bringen jene „tri karty“ nicht das erhoffte Glück, sondern sie führen ihn in eine Katastrophe. Am 25. Mai 2019 feiert die Oper in einer Inszenierung der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier Premiere an der Deutschen Oper am Rhein im Opernhaus Düsseldorf. Kapellmeister Aziz Shokhakimov obliegt die musikalische Leitung. „Werk der Woche – Peter Iljitsch Tschaikowsky: Pique Dame“ weiterlesen

13. Mai 2019

Werk der Woche – Gerald Barry: Viola Concerto

Am 18. Mai 2019 spielt Bratschist Lawrence Power an der Seite der Britten Sinfonia die Uraufführung des Viola Concerto von Gerald Barry, Dirigent ist Thomas Adès. Das Konzert in der Saffron Hall in Saffron Walden ist die erste von zwei Aufführungen des Konzertes in diesem Monat; die zweite findet am 21. Mai 2019 im Barbican Centre in London statt. „Werk der Woche – Gerald Barry: Viola Concerto“ weiterlesen

7. Mai 2019

Werk der Woche – György Ligeti: Konzert für Klavier und Orchester

Als sein „ästhetisches Credo“, frei von äußeren und stilistischen Zwängen, bezeichnete György Ligeti sein Konzert für Klavier und Orchester. Die fünf Sätze des Konzertes verbinden sich zu einer etwa 25-minütigen Tour de Force voller pianistischer Entdeckungen, die heute zum Repertoire vieler Pianisten zählt. Gleich zwei Orchester führen das Konzert in diesen Tagen auf: Am 9., 10. und 11. Mai 2019 spielt Pierre-Laurent Aimard mit der San Francisco Symphony, Sébastien Vichard tritt an der Seite des Ensemble intercontemporain am 10. Mai 2019 in Paris und am 11. Mai 2019 in Zürich auf. „Werk der Woche – György Ligeti: Konzert für Klavier und Orchester“ weiterlesen

30. April 2019

Werk der Woche – Ludger Vollmer: The Circle

Dave Eggers‘ Roman The Circle aus dem Jahr 2013, der von einem übermächtigen Internetkonzern handelt, avancierte schnell zu einem Weltbestseller. Ludger Vollmer hat den Roman nun als Oper vertont: The Circle wird am 4. Mai 2019 am Deutschen Nationaltheater in Weimar uraufgeführt. Regie bei der Produktion des dystopischen Musiktheaterwerks führt Andrea Moses, Kirill Karabits hat die musikalische Leitung. „Werk der Woche – Ludger Vollmer: The Circle“ weiterlesen

22. April 2019

Werk der Woche – Nahasdzáán in the Glittering World

Der heutige Zustand unseres Planeten, der durch die Menschheit immer mehr zerstört wird, ist Gegenstand von Thierry Pécous neuer Kammeroper. Dazu wählt der Komponist den Blickwinkel der nordamerikanischen Navajo-Indianer, die eine besondere Verbundenheit zur Erde und zur Natur pflegen. Am 23. April 2019 wird Nahasdzáán in the Glittering World an der Opéra de Rouen in der Normandie uraufgeführt. Pécou selbst dirigiert die Uraufführung, für Regie und Choreographie ist Luc Petton verantwortlich. „Werk der Woche – Nahasdzáán in the Glittering World“ weiterlesen