Schott Music

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25. Mai 2015

Werk der Woche – Christopher Cerrone: The Pieces That Fall to Earth

Am 26. Mai 2015 wird die Los Angeles Philharmonic den Liederzyklus The Pieces That Fall to Earth für Sopran und Kammerorchester von Christopher Cerrone in der Walt Disney Concert Hall uraufführen. Hila Plitmann übernimmt den vokalen Solopart, während John Adams als Dirigent und Kurator des Konzerts fungiert. „Werk der Woche – Christopher Cerrone: The Pieces That Fall to Earth“ weiterlesen

18. Mai 2015

Werk der Woche – Richard Strauss: Der Rosenkavalier

Vor etwas mehr als einem Jahrhundert, im Jahr 1911, erlebte Der Rosenkavalier von Richard Strauss seine Uraufführung in Dresden. Seitdem hat die „Komödie für Musik“ die Bühnen der Welt erobert. Sie ist aus dem internationalen Opernrepertoire nicht mehr wegzudenken und  allein in Deutschland erlebte sie in den letzten zehn Jahren fast 500 Aufführungen. Aktuell ist das Stück in den Opernhäusern von Stuttgart und Düsseldorf zu sehen. Die Oper Frankfurt feiert am 24. Mai 2015 die Premiere einer Neuproduktion in der Inszenierung von Claus Guth.

Als Hugo von Hofmannsthal im Februar 1909 die Anregung für den Stoff erhielt, war er sofort Feuer und Flamme. Schon im Mai hielt Strauss den Text des ersten Aktes in Händen und brauchte nicht mehr überzeugt zu werden (Strauss: „Schlußszene herrlich, wird sich wie Öl und Butter komponieren“). Im Mittelpunkt der Oper steht die Rosenübergabe zwischen dem jungen Octavian, der der schönen Sophie die Liebesbekundung des Ochs von Lerchenau überbringen soll. Bei dieser Begegnung verlieben sich die beiden augenblicklich ineinander. Es entspinnt sich eine heitere Intrige gegen den „dicken, älteren anmaßenden Freier“ (Hofmannsthal), an deren Ende das Liebespaar glücklich vereint ist.

Hofmannsthal war es auch, der Richard Strauss für die Produktion einer Stummfilm-Adaption durch den hochgefeierten Regisseur Robert Wiene („Das Cabinet des Dr. Caligari“) gewinnen konnte. Die Filmtechnik steckte zu dieser Zeit noch in den Kinderschuhen und so sollte der Film nicht die Oper ersetzen, sondern vielmehr den Erfolg der Oper noch vorantreiben. Er sollte, wie Hofmannsthal sich ausdrückt, „auf die Oper Appetit machen“. Der Film ging jedoch verloren und musste aufwändig rekonstruiert werden. Seit 2006 ist er in einer Rekonstruktion des Musikwissenschaftlers Berndt Heller wieder zu sehen. Den Rosenkavalier verstand Hofmannsthal trotz des Rokoko-Sujets als zeitgenössisches Stück:

„Es könnte scheinen, als wäre hier mit Fleiß und Mühe das Bild einer vergangenen Zeit gemalt, doch ist dies nur Täuschung und hält nicht länger dran als auf den ersten flüchtigen Blick.“ – Hugo von Hofmannsthal

In der Stummfilm-Fassung ist Der Rosenkavalier in Regensburg (19.5./30.5.), Münster (21.6./22.6./.24.6.) und beim Richard Strauss Festival in Garmisch-Partenkirchen zu sehen (25.6.).

Foto: Wilfried Hösl, Bayerische Staatsoper

(18.05.2015)

8. Mai 2015

Werk der Woche – Christian Jost: ROTKAMMERTRAUM

Am 15. Mai 2015 führt das Folkwang Tanzstudio in Essen eine Choreographie von Fang Yu Shen auf, die den chinesischen Roman „Der Traum der roten Kammer“ von Cao Xuequin (1715-1764) in Tanz überführt. Christian Jost schrieb dafür die Ballettmusik mit dem Titel ROTKAMMERTRAUM. „Werk der Woche – Christian Jost: ROTKAMMERTRAUM“ weiterlesen

30. April 2015

Werk der Woche – Kurt Weill: Die Verheißung

Der Collegiate Chorale und das Orchestra of St. Luke’s präsentieren am 6. Mai 2015 unter der Leitung von Ted Sperling Die Verheißung von Kurt Weill. 78 Jahre nach der Uraufführung am Broadway kehrt damit die Oper Der Weg der Verheißung als Oratorium nach New York zurück. Die amerikanische Erstaufführung der neuen Fassung ist am 6. Mai 2015 in der Carnegie Hall zu erleben. „Werk der Woche – Kurt Weill: Die Verheißung“ weiterlesen

24. April 2015

Werk der Woche – Peter Eötvös: Senza sangue

Am 1. Mai 2015 werden die New York Philharmonic unter der Leitung von Alan Gilbert Peter Eötvös neuestes Bühnenwerk Senza sangue uraufführen. Die Oper in einem Akt für zwei Sänger und Orchester basiert auf der gleichnamigen Novelle von Alessandro Baricco. Sie handelt vom Wiedersehen zweier Menschen, die als Täter und Opfer lebenslang miteinander verbunden sind. „Werk der Woche – Peter Eötvös: Senza sangue“ weiterlesen

17. April 2015

Werk der Woche – Chaya Czernowin: Slow Summer Stay

Beim Festival Wittener Tage für neue Kammermusik wird am 24. April 2015 erstmals Chaya Czernowins Slow Summer Stay als vollständiger Zyklus aufgeführt. Das Werk setzt sich aus drei separaten Stücken mit den Titeln Streams, Lakes und Upstream zusammen. Sie können auch als Einzelwerke gespielt werden. „Werk der Woche – Chaya Czernowin: Slow Summer Stay“ weiterlesen

10. April 2015

Werk der Woche – Arnold Schönberg: Moses und Aron

An der Komischen Oper Berlin feiert am 19. April 2015 Schönbergs größtes und komplexestes Werk Premiere: Moses und Aron. Die Regie übernimmt Barrie Kosky, die musikalische Leitung der russische Dirigent Vladimir Jurowski. Die Oper entstand zwischen 1928 und 1932 in Berlin, blieb jedoch Fragment. Den ursprünglich geplanten dritten Akt hat Schönberg nie vollendet. „Werk der Woche – Arnold Schönberg: Moses und Aron“ weiterlesen

7. April 2015

Werk der Woche – Fazıl Say: Chamber Symphony

Mit neuer Komposition im Gepäck: Das Orpheus Chamber Orchestra bestreitet die Uraufführung der Chamber Symphony von Fazıl Say am 11. April 2015 in der New Yorker Carnegie Hall. Anschließend geht das Ensemble, das grundsätzlich ohne Dirigent auftritt, mit dem Komponisten auf Tour. Als Auftraggeber wünschte sich das Kammerorchester eine Komposition über nationale Identität – eine Thematik, die Say schon lange beschäftigt. „Werk der Woche – Fazıl Say: Chamber Symphony“ weiterlesen

30. März 2015

Werk der Woche – Michael Tippett: The Ice Break

Die Birmingham Opera Company schlägt neue Wege ein, um möglichst vielen Menschen den Zugang zur Gattung Oper zu ermöglichen. Auch ungewöhnliche Austragungsorte zählen zum Konzept: Die neue Produktion von Michael Tippetts Oper The Ice Break findet in einer alten Fabrikhalle ihre Spielstätte. Vom 3. bis zum 9. April 2015 ist das Stück in einer Inszenierung von Graham Vick in Birmingham zu erleben. Andrew Gourlay dirigiert das City of Birmingham Symphony Orchestra, das von einem Chor aus 150 Laiensängern unterstützt wird. Neben Workshops und offenen Proben veranstaltet das Ensemble am 9. April 2015 das Symposium „Breaking the Ice“ zum Thema soziale Verantwortung der Künste. „Werk der Woche – Michael Tippett: The Ice Break“ weiterlesen

23. März 2015

Werk der Woche – Bernd Alois Zimmermann: Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne

Mit seiner „ekklesiastischen Aktion“ Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne setzte Zimmermann einen fulminanten Schlusspunkt unter sein Spätwerk. Am Freitag, den 27. März 2015, wird sie an der Kölner Oper am Dom zum ersten Mal szenisch zu sehen sein. Die Sprecher Jörg Rätjen und Stephan Rehm sowie Bo Skovhus als Bass-Solist werden vom Gürzenich-Orchester unter der Leitung von Gabriel Feltz begleitet. Am gleichen Abend ist Luigi Dallapiccolas Einakter „Il Prigionero“ zu sehen. „Werk der Woche – Bernd Alois Zimmermann: Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne“ weiterlesen