Schott Music

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2. August 2020

Karl Amadeus Hartmann 115

Zentrum des Schaffens von Karl Amadeus Hartmann (1905–1963) bilden sechs Symphonien sowie die Oper „Simplicius Simplicissimus“. Hartmanns Komponieren stand stets im Zeichen der Verantwortung des Künstlers für die Gesellschaft. So stecken auch hinter der heiter-ironischen Fassade seines „Wachsfigurenkabinetts“ Kritik an herrschenden Verhältnissen und Engagement für eine bessere Welt. Am 2. August 2020 wäre er 115 Jahre alt geworden.

Simplicius Simplicissimus
Wachsfigurenkabinett
Concerto funebre

29. Juli 2020

Mikis Theodorakis 95

Mikis Theodorakis’ Leben ist gekennzeichnet von politischem Engagement für das griechische Volk, von persönlicher Verfolgung und Verbannung. Der Komponist lebte viele Jahre im Pariser Exil, kehrte aber immer wieder in sein Heimatland zurück. Bereits in den 1960er Jahren saß er im griechischen Parlament; von 1990 bis 1992 war er Staatsminister. 1993 wurde Theodorakis zum Generalmusikdirektor des Symphonie-Orchesters und Chores des Hellenischen Rundfunks und Fernsehens ernannt. Weltruhm gewann er durch seine Musik zum Film „Zorbas the Greek“, die auch als Ballettmusik und Orchestersuite vorliegt. Theodorakis schrieb außerdem Kantaten, Kammermusik und Orchesterwerke. Viele seiner Opern basieren auf Dramen der griechischen Mythologie. Seine Oratorien „Axion Esti“ und „Canto General“ wurden weltweit gespielt. Wergo gratuliert Mikis Theodorakis herzlich zum 95. Geburtstag.

(Foto: Jens Rötzsch)

Mikis Theodorakis bei Wergo

10. Juli 2020

Carl Orff 125

Carl Orff war einer der wichtigen tonalen Komponisten und Pädagogen des 20. Jahrhunderts. Aus einem ganzheitlichen Klangbewusstsein heraus, arbeitete Orff an einer umfassenden Form der Vermittlung, die als „Schulwerk“ bis heute eine Grundlage des Musikunterrichts ist. Dazu gehörte auch die Entwicklung des perkussiven Orff-Instrumentariums. Als Komponist gelang Carl Orff 1934/37 der Durchbruch mit der „Carmina Burana“, der Vertonung mittelalterlicher Vagantendichtung aus der Bibliothek des Klosters. Hinter nahezu all seinen Bühnenwerken, Lamenti, aber auch hinter den Instrumentalwerken stand die Vorstellung der Einheit von Musik, Bewegung und Sprache, die er bis hin zu Formen der Improvisation ausweitete. Am 10. Juli 2020 wäre er 125 Jahre alt geworden.

Bei WERGO erschienen:
Bairisches Welttheater (WER 30074)
Carmina Burana – The Piano Version (WER 62172)
Lieder und Gesänge (WER 62792)
Carmina Burana (WER 66022)
Astutuli – Eine bairische Komödie (DVD, MV 8525)
Die Bernauerin – Ein bairisches Stück (DVD, MV 8535)
Oedipus der Tyrann – Ein Trauerspiel des Sophokles (DVD, MV 8545)
Antigonae – Ein Trauerspiel des Sophokles (DVD, MV 8555)
Gisei – Das Opfer (DVD, MV 8565)

9. Juli 2020

George Antheil 120

Zu Lebzeiten galt George Antheil als schillernde Persönlichkeit, war in Künstlerkreisen in aller Munde und bezeichnete sich selbst als „Bad Boy of Music“. Der US-amerikanische Komponist und Pianist George Antheil schuf mehrere Opern und Sinfonien, Solokonzerte und Kammermusik, ganz nebenbei schrieb er Kriminalromane und entwarf funkgesteuerte Torpedos, deren Technik noch heute in Mobiltelefonen zur Anwendung kommt.
Am 8. Juli 2020 wäre er 120 Jahre alt geworden.

Bei WERGO erschienen:
The Lost Sonatas (WER 66612)
Antheil the Futurist (WER 67622)

6. Juli 2020

Matthias Kaul gestorben

Matthias Kaul (1949–2020) verband eine langjährige Zusammenarbeit mit WERGO. Solistisch eingespielte Alben mit Werken von John Cage, Christian Wolff, Vinko Globokar und Alvin Lucier erschienen hier. Er konnte gerade dem Instrumentarium reduzierter Klangmöglichkeiten besonders intensive Klangmomente entlocken. Sein unabhängiger Eigensinn wird in der zeitgenössischen Musik fehlen.

Matthias Kaul starb am 1. Juli 2020 im Alter von 71 Jahren.

Bei WERGO erschienen:
Christian Wolff: Bread and Roses (WER 66582)
Alvin Lucier: Nothing is Real (WER 66602)
Vinko Globaokar: Toucher (WER 66622)
Cage after Cage – Works for Percussion Solo (WER 73202)

18. Mai 2020

Enjott Schneider zum 70. Geburtstag

Enjott Schneider ist einer der meistgespielten deutschen Komponisten zeitgenössischer Musik. Am 25. Mai 2020 feiert er seinen 70. Geburtstag.

Enjott Schneider studierte in Freiburg i.Br. (Dr. phil. 1977), bevor er bis 2012 als Professor für Musiktheorie und Komposition an der Münchener Hochschule für Musik und Theater tätig war. Neben schriftstellerischer Tätigkeit umfasst sein Werk umfangreiches Komponieren: neun abendfüllende Opern, zahlreiche Werke der Orchester- und Kammermusik, geistliche Musik mit oratorischen Werken, Orgelkonzerten und -sinfonien. Für seine über 600 Filmmusiken (z.B. „Schlafes Bruder“, „23“, „Herbstmilch“, „Stalingrad“, „Schwabenkinder“, „Jahrestage“, „Wunder von Leipzig“, „Laconia“ oder „Stauffenberg“) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, z.B. Emmy, Fipa d’or, Bayerischen Filmpreis, Bundesfilmpreis in Gold, Deutschen Fernsehpreis. 2015 wurde er beim „Festival Soundtrack-Cologne“ mit dem Lebens werkpreis geehrt. 2018 wurde seine in chinesischer Sprache komponierte Oper „Marco Polo“ als Auftragswerk der chinesischen Regierung in den Opernhäusern Guangzhou und Peking gefeiert. Enjott Schneider ist seit 2003 Mitglied des Aufsichtsrats der GEMA (2012–2017 Aufsichtsratsvorsitzender) und seit 2013 Präsident des Deutschen Komponistenverbandes.

Enjott Schneider bei Wergo

24. April 2020

Krzysztof Penderecki (1933–2020)

Nach über 50 Jahren Verlagsfreundschaft müssen wir von Krzysztof Penderecki Abschied nehmen, der am 29.03.2020 in seinem Haus in Krakau gestorben ist. Mit ihm verliert die Musikwelt einen herausragenden Vertreter jener Komponistengeneration, die ihre ursprünglichen Impulse aus der Avantgarde des 20. Jahrhunderts empfing. Schon in den späten 1950er Jahren suchte und fand Penderecki im Spannungsfeld von Geräusch und Musik neue Möglichkeiten des kompositorischen Ausdrucks. Damit verstörte er ein konservatives Konzertpublikum, eröffnete aber gleichzeitig neue künstlerische Horizonte und setzte sich an die Spitze der europäischen Avantgarde. Nach seiner Abkehr von den Klangexperimenten der frühen Jahre sprach man von der neoromantischen Wende Pendereckis.

Zum Tod des Komponisten

Pierre Boulez 95

Er war ein Klassiker der Moderne, dessen Werke seit über fünfzig Jahren Orientierungspunkt für Komponisten in aller Welt sind. Pierre Boulez gehörte neben Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono zu den herausragenden Vertretern der musikalischen Avantgarde. Er war nicht nur Komponist, sondern auch Dirigent. Am 26. März 2020 wäre er 95 Jahre alt geworden.

Der Komponist Pierre Boulez bei WERGO:
Structures pour deux pianos (WER 60112)

Der Dirigent Pierre Boulez bei WERGO:
Arnold Schönberg: Pierrot lunaire (WER 67782)
Arnold Schönberg: Serenade op. 24 (WER 67802)
Ondrej Adámek: Körper und Seele (WER 64192)

14. März 2020

Dieter Schnebel 90

„Es darf keine Sieger mehr geben, auch nicht in der Kunst …“ – Diesem Credo, das Dieter Schnebel mit Künstlern wie John Cage teilte, blieb er lebenslang treu. Kunst und Welt, Musik und Alltag, das waren für ihn keine Gegensätze. Mit Kompositionen wie „Ki-No“, „visible music“ und „anschläge – ausschläge“ schuf er einen neuen, offenen Werkbegriff, der zeitliche und räumliche Grenzen ebenso hinter sich ließ wie er den Komponisten als kreativen Auslöser, nicht aber als Vollender eines Werks verstand. Weil Schnebel die Aufführungssituation als urdemokratisches Ereignis begriff, holte er die Geräusche der Straße in den Konzertsaal. Seine Schlüsselwerke zeigen, dass er jeglichen ästhetischen Dogmatismus ablehnte, etwa das Vokalwerk „Ekstasis“ und die Oper „Majakowskis Tod – Totentanz“.

Am 14. März hätte Schnebel seinen 90. Geburtstag gefeiert.

Bei WERGO erschienen:
Missa. Dahlemer Messe (WER 62182)
Choralvorspiele I/II / Atemzüge (WER 62872)
Orchestra (WER 66742)
Movimento (WER 73522)
Maulwerke (MV 8045)
Andante con moto. Ein Porträt (MV 8125)

12. Februar 2020

Gerhard Rühm 90

Gerhard Rühm, Schriftsteller, Komponist und bildender Künstler, zählt zu den Mitbegründern der Wiener Gruppe.

Rühms Arbeiten sind im Grenzbereich von Musik, Sprache, Gestik und Visuellem angesiedelt. Seine Hör-Produktionen sind herausragende Beispiele für das Neue Hörspiel und die Akustische Kunst. Sein Werk ist mit zahlreichen Preisen geehrt worden. Seit 1978 ist er Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg.

Zu seinem 90. Geburtstag am 12. Februar gratuliert WERGO recht herzlich.

Bei WERGO erschienen:
Wald. Ein deutsches Requiem / Ophelia and the Words / Kleine Geschichte der Zivilisation (WER 63062)
Gebet (CD: Riverrun, WER 63072)
James Joyce, Marcel Duchamp, Erik Satie: An Alphabet (WER 63102)