Schott Music

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29. November 2018

İdil Biret und Johannes Brahms: Erstveröffentlichung als Notenausgabe

Sinfonie Nr. 4 Sinfonie Nr. 4
26,00 €

Mit der Bearbeitung der Sinfonie Nr. 4 von Johannes Brahms beginnt Schott die Publikation von Klavier-Transkriptionen aus der Feder von İdil Biret. Ihre neue Fassung von 2017 unterscheidet sich deutlich von den Klavierauszügen, die Brahms selbst von seinen Sinfonien angefertigt hat. Es ist weit mehr als eine bloße Übertragung auf das Instrument und wurde deswegen in unsere Reihe „The Virtuoso Piano Transcription Series“ aufgenommen.  Die türkische Pianistin hat sich unter anderem einen Namen mit der Gesamteinspielung des Klavierwerks von Johannes Brahms einen Namen gemacht und ist seit ihrer Kindheit mit der Umsetzung von Orchesterwerken für ihr Instrument vertraut:

„So lange ich mich zurück erinnern kann, habe ich Transkriptionen symphonischer Musik geschrieben, die ich zu Hause in Ankara auf Aufnahmen und im Radio hörte. Damals konnte ich noch keine Noten lesen und so reproduzierte ich alles aus dem Gedächtnis. So kam es, dass ich als Kind alle Beethoven-Sinfonien gespielt habe und auswendig konnte. […] Es ist möglich, eine Transkription nach der Partitur oder nach dem Gehör zu erstellen. Ich frage mich, was ist der bessere Weg? Für die Transkription der dritten und vierten Symphonie von Brahms zog ich die Partituren heran und kombinierte sie mit dem, was ich hörte. Zusätzlich verwendete ich die Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen, die der Komponist selbst geschrieben hat. Ich habe die Dynamiken und Phrasierungen der originalen Partituren von Brahms übernommen. […] Für einige Pianisten gibt es kaum etwas Beglückenderes, als ein symphonisches Werk auf dem Klavier mit Hilfe der eigenen akustischen Vorstellung zu spielen und dabei eine große Vielfalt von Farben und Nuancen zu kreieren. Das ist wirklich inspirierend und aufregend. Allerdings sollte sich der Pianist angesichts der Vielzahl an Klangeffekten nicht dazu hinreißen lassen, diese Werke oberflächlich virtuos zu spielen.“ – İdil Biret