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Schott Music

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Berühmte Klarinettenkompositionen

So vielfältig wie das Instrument ist auch seine Literatur. Weltbekannt ist Mozarts einziges Klarinettenkonzert in A-Dur (KV 622), aber auch in der volkstümlichen Musik spielt die Klarinette eine wichtige Rolle: Der berüchtigte Klarinettenmuckl (eine Polka für einen oder mehrere Soloklarinettisten) ist nur eines von vielen Beispielen. Ihr Siegeszug als Soloinstrument in der Popularmusik beginnt in den USA mit der Swing-Ära in den 1920er und 30er Jahren. Stücke wie Petite Fleur, Stranger on the Shore und Summer Set gehören heute noch zum Repertoire vieler Big Bands. Heute begegnet uns die Klarinette häufig auch im Kino: Woody Allen – selbst ein sehr begabter Klarinettist – unterstützt die Atmosphäre in seinen Filmen regelmäßig durch Klarinettenklang. Auch Filmmusikkomponisten wie John Williams oder Hans Zimmer lassen in ihren Soundtracks das Instrument immer wieder solistisch aus dem Orchesterklang hervortreten und im Film Jenseits der Stille (1996) spielt die Klarinette auch inhaltlich eine wichtige Rolle.
Den größten Bereich an Klarinettenkompositionen bildet natürlich die Klassik (bzw. die sogenannte „ernste Musik“): Seit der Entwicklung des Instruments um 1700, über die Klassik und Romantik bis hin zur Neuen Musik haben unzählige Komponisten für die Klarinette geschrieben. Hier eine kleine Auswahl:

Klarinettenkonzerte

Johann Stamitz (1717-1757) und sein Sohn Carl Philipp (1745-1801) waren wichtige Vertreter der „Mannheimer Schule“, die in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts einer der bedeutendsten Entwicklungsstandorte der Klarinette war. Das Klarinettenkonzert in B-Dur von Johann Stamitz gilt als das erste seiner Art. Carl Stamitz schrieb insgesamt elf Konzerte für Klarinette und Orchester, z. B. die Konzerte Nr. 3 in B-Dur, Nr. 7 in Es-Dur oder Nr. 11 in Es-Dur.
Carl Maria von Weber (1786-1826) komponierte für Klarinette das Concertino in Es-Dur op. 26 (1811) sowie die Klarinettenkonzerte Nr. 1 in f-Moll op. 73 und Nr. 2 in Es-Dur op. 74. In seiner berühmten Oper Der Freischütz gibt es ein großes Solo für Klarinette. Weitere Werke sind Sieben Variationen über ein Thema aus der Oper „Silvana“ op. 33, das Klarinettenquintett op. 34 und das Grand Duo concertant pour Pianoforte et Clarinette op. 48.
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) schrieb das wohl berühmteste Klarinettenkonzert in A-Dur (KV 622).
Bekannte Klarinettenkonzerte schrieben auch:
Franz Anton Hoffmeister, Louis Spohr, Bernhard Henrik Crusell und Aaron Copland

Opern

Richard Wagner (1813-1883) schrieb auch Solostellen für Bassklarinetten (z. B. in Tristan und Isolde).
Guiseppe Verdi (1813-1901) lässt die Klarinette ein langes Solo zu Beginn des dritten Aktes der Oper Die Macht des Schicksals spielen.
Richard Strauss (1864-1953) verwendet in seinen Opern zuweilen auch das Bassetthorn, z. B. im Rosenkavalier. In seiner Oper Elektra sind 8 Klarinetten besetzt: zwei B-, zwei A-, Es-Klarinette, Bassklarinette sowie zwei Bassetthörner.
Wichtige und schöne Klarinettensoli hört man auch in Der Barbier von Sevillavon Gioacchino Rossini und in Tosca von Giacomo Puccini.

Sinfonien und mehr…

Ludwig van Beethoven (1770-1827) lässt die Klarinette in seiner 6. Sinfonie („Pastorale“) Vogelrufe imitieren.
Hector Berlioz (1803-1869) komponierte im 5. Satz der Symphonie fantastique – „Traum der Walpurgisnacht“ – ein großes Solo für die hohe Es-Klarinette.
Peter Iljitsch Tschaikowsky (1840-1893) beginnt seine 5. Sinfonie mit einem langsamen Thema, vorgetragen von zwei Klarinetten und die 6. Sinfonie – genannt Pathétique – enthält schöne Soli für Klarinette.
Sergei Prokofjew (1891-1953) stellt in Peter und der Wolf die Katze durch eine Klarinette dar und reizt dabei in wenigen Takten den gesamten Tonumfang des Instruments aus.
George Gershwin (1898-1937) beginnt seine Rhapsody in Blue mit einem langen Glissando der Klarinette:Noten_S.49_460px
Auch in den Sinfonien von Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy, Johannes Brahms, Antonín Dvořák, Gustav Mahler undDimitri Schostakowitsch ist die Klarinette immer wieder solistisch zu hören.

Kammermusik

Franz Schubert (1797-1828) schrieb für Singstimme, Klarinette und Klavier das Lied Der Hirt auf dem Felsen. Im Oktett op. 166 musizieren Streichquintett, Klarinette, Horn und Fagott zusammen.
Johannes Brahms (1833-1897) komponierte ein Quintett für Klarinette und Streichquartett und ein Klarinettentrio (mit Violoncello und Klavier). Später entstanden die beiden Sonaten für Klarinette und Klavier (f-Moll und Es-Dur op. 120).

Werke für Klarinette und Klavier:

  • Robert Schumann: Fantasiestücke
  • Niels W. Gade: Fantasiestücke
  • Max Reger: Sonaten
  • Claude Debussy: Premier Rhapsodie
  • Alban Berg: Vier Stücke op. 5
  • Camille Saint-Saëns: Sonate
  • Paul Hindemith: Sonate
  • Leonard Bernstein: Sonate
  • Francis Poulenc: Sonate

Trios für Klarinette, Klavier und ein weiteres Instrument:

  • Ludwig van Beethoven: Gassenhauer Trio (mit Violoncello)
  • Robert Schumann: Märchenerzählungen (mit Viola)
  • Luise Farrenc: Trio op. 44 (mit Violoncello)
  • Belá Bartók: Contrasts (mit Violine)

Kammermusikwerke für Ensembles mit Klarinette:

  • Wolfgang Amadeus Mozart: Bläserserenaden
  • Ludwig van Beethoven: Septett op. 20
  • Louis Spohr: Nonett op. 31
  • Antonín Dvořák: Serenade op. 44
  • Arnold Schönberg: Pierrot lunaire

Solostücke

  • Anton Stadler: „Capricen“
  • Igor Strawinsky: Drei Stücke für Klarinette solo
  • Karlheinz Stockhausen: Der Harlekin