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Schott Music

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5. Oktober 2017

Klaus Huber 1924–2017

Klaus Huber

Wir gedenken unseres Komponisten Klaus Huber, der am 2. Oktober 2017 im Alter von 92 Jahren gestorben ist.

Schott Music verbindet eine über 60-jährige Zusammenarbeit mit dem charismatischen Schweizer Komponisten, Geiger, Dirigenten und Kompositionslehrer, der uns in dankbarer Erinnerung bleiben wird. In den Jahren 1956 bis 1976 hat der Schott-Verlag 22 seiner Werke publiziert; zuletzt, im Jahr 2010, erschien eine Bearbeitung von „Erinnere dich an Golgotha…“ für Solo-Kontrabass, 18 Instrumentalisten und Live-Elektronik.

Klaus Huber wurde am 30. November 1924 in Bern geboren. Von 1947 bis 1949 studierte er am Konservatorium Zürich Violine und Schulmusik, parallel dazu Theorie und Komposition bei Willy Burkhard und später bei Boris Blacher in Berlin. Seinen internationalen Durchbruch erreichte er 1959 beim Weltmusikfest der IGNM in Rom mit der Kammerkantate Des Engels Anredung an die Seele. Das Werk …inwendig voller figur… auf Texte aus der Johannes-Apokalypse und von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1971 wurde zum Manifest seiner Ästhetik. Seiner Musik ist immer eine gewisse Unberechenbarkeit zu Eigen: Plötzliche Brüche, unvorhergesehene Übergänge, Montagen, filmartige Schnitte und offene Formen bewirken kontinuierlichen Wandel. „Ich verabscheue Musik, die nie anhält, die gleichförmig ist“ sagte Huber einmal. Von christlicher Mystik, später auch von der asiatischen und der arabischen Kultur inspiriert, hat sich der Komponist in vielen Werken für Menschlichkeit eingesetzt und zum Widerstand gegen menschliches Elend, Intoleranz und Gewalt aufgerufen.

Huber prägte die zeitgenössische Musik nicht nur als Komponist, sondern auch durch seine Lehrtätigkeit als Professor in Basel und Freiburg. Zu seinen Schülern gehörten unter anderem Wolfgang Rihm, Brian Ferneyhough und Toshio Hosokawa. 2009 wurde Klaus Huber mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis und 2013 mit dem Musikautorenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Klaus Huber – Profil