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Schott Music

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Bau

© Martin Möller
© Martin Möller
Die Klassische Gitarre setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen:

 

Weitere Bestandteile:


Korpus
Der in der Regel 8-förmige Korpus ist der Klangkörper der Gitarre. Er besteht aus der Decke, dem Boden und den gewölbten Seitenwänden, die auch als Zargen bezeichnet werden. Der Korpus ist in der Regel knapp 50 cm lang, etwa 36 cm breit und ca. 10 cm tief.

Am vorderen Ende der Decke befindet sich das Schallloch. Zwischen der Mitte und dem hinteren Ende der Decke ist der Steg mit seinem Querriegel aufgeleimt, in den wiederum die Stegeinlage (auch Saitenhalter) eingesetzt ist. An ihr werden die sechs Saiten befestigt.

Hals
Der bei der Klassischen Gitarre zumeist flache und breite Hals, übrigens das wichtigste Element des Instruments, besteht in der Regel nicht aus einem Stück, sondern hat ein aufgeleimtes Griffbrett. Dieses reicht vom Sattel über den Korpus bis zum Schallloch.

Auf dem Griffbrett befinden sich so genannte Bundstäbchen, die jeweils einem Halbtonschritt entsprechen. Den Zwischenraum der einzelnen Bundstäbchen bezeichnet man als Bund. Diese helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton beim Anschlagen zu erzeugen.

Der Hals endet mit dem Halsfuß, welcher an den Gitarrenkorpus festgeleimt wird. Am oberen Ende des Halses ist der Sattel positioniert, der die Grenze zwischen Hals und Kopf bildet. Er führt in seinen Kerben die aufgezogenen sechs Saiten.

Kopf
Am oberen Ende des Halses befindet sich der gegenüber dem Hals leicht nach hinten geneigte Kopf der Gitarre, an dem die so genannte Mechanik angebracht ist. Sie dient dem Stimmen des Instruments und besteht aus sechs Wirbeln, einer Kombination aus Zahnrad und Schnecke sowie einem durchbohrten Zylinder, auf welchem schließlich die entsprechenden Saiten aufgerollt werden. Der erforderliche Druck auf den Sattel wird durch die Abwinkelung der Saiten gegenüber dem Hals erzeugt.

Weitere Bestandteile

Decke
Die Decke, die separat angefertigte Oberseite des Instrumentenkorpus, gilt als das Herzstück der Gitarre. Ihre Form, Materialbeschaffenheit und Qualität sind für die Klangeigenschaften einer Gitarre von maßgeblicher Bedeutung, da sie einerseits die Schwingungen der Saiten aufzunehmen hat, andererseits aber das Schwingungsverhalten der Saiten in möglichst geringem Maße beeinträchtigen soll.

Man unterscheidet generell drei verschiedene Arten von Gitarrendecken:

  1. Die einfachste (und zugleich kostengünstigste) Variante besteht aus furniertem Sperrholz. Ist die Klangqualität in der Regel auch deutlich geringer als bei Gitarren aus Massivhölzern, so ist sie dafür auch weniger anfällig für etwaige Risse und deshalb für Anfängergitarren und Wandergitarren recht gut geeignet.
  2. Die zweite Art von Gitarrendecken besteht aus massivem Holz wie Fichte, oder Zeder – Materialien, mit denen man eindeutig die besten Klangergebnisse erzielt. Bei der Fichte werden gerne Hölzer aus nördlichen Regionen ausgewählt, da die Bäume dort – zum Vorteil für Tonhölzer – nur sehr langsam wachsen. Während Gitarren mit Resonanzdecken aus Zedernholz etwas wärmer, dunkler und lauter klingen, ermöglicht die Verwendung von Fichtenholz die Wiedergabe eines viel größeren Spektrums an Klangfarben. Ihr zuweilen als „seelisch“ bezeichneter Klang ist weich und fein. Voraussetzung für die volle Klangentfaltung ist hier, dass die Gitarre richtig, d.h. über mehrere Monate – wenn nicht Jahre – eingespielt wird. Diese extrem lange Einspielzeit ist bei aus Zedernholz gefertigten Decken nicht nötig. Meist verzichtet man bei Massivholzdecken auf eine dicke Lackierung, da diese negative Auswirkungen auf die Klangqualität hat.
  3. Die dritte Art der Gitarrendecke weist eine besonders starke Lackierung auf und ist zumeist aus Holz dritter Wahl gefertigt, das es mit einer ordentlichen Portion Lack zu kaschieren gilt.

Schallloch
Bau_Schallloch_150pxIn die Decke der Gitarre ist ein (zumeist) kreisrundes Schallloch eingearbeitet, das mit einem Kreisschneider ausgeschnitten wird. Es handelt sich dabei um eine Aussparung, die dazu dient, dass sich die Schwingungen des hohlen Klangkorpus als Schallwellen im Raum verteilen können.

Außerdem erlaubt es einen Blick in das Innere der Gitarre. Man stößt bei dieser Gelegenheit vielfach auf einen auf der Innenseite des Bodens angebrachten Gitarrenzettel, welcher Angaben zur Marke und zur Modellreihe des Instruments enthält.

Oftmals ist das Schallloch mit aufwändigen Einlegearbeiten z.B. aus Perlmutt oder Intarsien, einer so genannten Rosette, verziert. Sie dient keinem akustischen, sondern rein dekorativen Zwecken. Bei Vollholzdecken verzichtet man jedoch vielfach auf eine Rosette, um nicht von der durchgehenden Holzmaserung abzulenken.

Griffbrett
Bau_Griffbrett2Auf den Hals der Gitarre ist heutzutage ein separates Griffbrett aufgeleimt. Es erstreckt sich vom Sattel über den Korpus bis hin zum Schallloch. Das Griffbrett verläuft parallel zu den Saiten und ist in der Regel von flacher Form.

Als Material verwendet man nur harte Hölzer wie z.B. Ahorn oder Palisander, gern wird aber auch Mahagoni- oder Ebenholz verarbeitet. Auch hier nimmt die verwendete Holzart – ähnlich wie bei der Gitarrendecke – deutlichen Einfluss auf den Klang.

Quer zur Saitenrichtung ist das Griffbrett durch Bundstäbchen unterteilt, die dort unverrückbar eingelassen sind und jeweils einem Halbtonschritt entsprechen.

Ursprünglich bestanden Bundstäbchen aus Darm, später fertigte man sie auch aus Elfenbein oder Silber. Moderne Gitarrenbünde bestehen überwiegend aus Neusilber. Den Zwischenraum der einzelnen Bundstäbchen bezeichnet man als Bund. Diese helfen, die Saite beim Greifen zu verkürzen, um einen bestimmten Ton zu erzeugen. Die Klassische Gitarre umfasst in der Regel 18 Bünde. Ab dem 13. Bund jedoch wiederholen sich die Töne; sie erklingen dann nur eine Oktave höher. Legt man die klassische sechssaitige Gitarre mit der traditionellen Leersaiten-Stimmung E, A, d, g, h, e’ zugrunde, lassen sich insgesamt 72 Töne (12 x 6) auf dem Gitarrengriffbrett erzeugen.

Mechanik
Die so genannte Mechanik befindet sich an der Kopfplatte der Gitarre. Durch das Drehen an der Mechanik kann die Spannung bzw. Zugkraft jeder einzelnen Saite erhöht bzw. vermindert werden. Dementsprechend steigt oder sinkt die Tonhöhe der Gitarrensaite. An der Mechanik wird also das Instrument gestimmt.Bau_Mechanik_150px

Für die sechs Saiten der Gitarre gibt es sechs Mechaniken. In der Regel sind jeweils drei Mechaniken rechts sowie drei links von der Kopfplatte angeordnet. Jede übersetzt über zwei ineinandergreifende Zahnräder die Drehbewegung an den Mechanikenknöpfen auf die so genannten Mechanikenwellen. Letztere, um die die Gitarrensaiten aufgewickelt werden, sind horizontal im Fensterkopf angebracht und mit einem Loch versehen.

Zur Saitenbefestigung wird die Mechanik zunächst so lange gedreht, bis das Loch in der Welle nach oben, d.h. zur Kopfvorderseite, zeigt. Nun wird die Saite von oben durch das Loch eingefädelt, hinter der Welle wieder hochgeholt und dann mehrmals unter die Saite geschlagen. Danach wird die Mechanik gedreht, bis die Saite auf Spannung ist. Zu viele Wicklungen auf der Welle sollten indes vermieden werden.

Saiten
Die Klassische Gitarre hat sechs Saiten. Sie sehen an ihren beiden Enden gleich aus und werden einerseits an der sich am hinteren Ende der Decke befindlichen Saitenhalterung und andererseits in die Mechanik am Gitarrenkopf eingefädelt. Die Saiten verlaufen also vom Gitarrenkopf über den die Grenze zwischen Kopf und Hals bildenden Sattel, in dessen Kerben die aufgezogenen sechs Saiten laufen, über das Griffbrett, das von eben jenem Sattel über den Korpus bis zum Schallloch reicht, bis hin zum Steg. Die schwingende Länge einer Saite, die auch Mensurgenannt wird, beträgt standardmäßig 65 cm und wird vom Sattel bis zur Stegeinlage gemessen.

Alle sechs Saiten sind üblicherweise aus Nylon hergestellt. Die hohen Saiten, die so genannten Diskantsaiten, bestehen heutzutage in der Regel aus reinem Nylon. Die Basssaiten enthalten einen Kern, der aus einer Nylonfaser besteht, dem sogenannten Nylon-Floss, und zusätzlich mit einem Bronze-, Kupfer-, Silber- oder Golddraht umwickelt ist.

Jede Saite besitzt eine andere Stärke. Dicke Saiten schwingen langsamer und werden für tiefere Töne verwendet, dünnere Saiten kommen für höhere Töne zum Einsatz. Zur besseren Differenzierung werden die Saiten von der hellsten bis zur tiefsten Saite durchnummeriert, bei der typischen Gitarrenbespannung also von e1 bis E 6.Die tiefe E-Saite ist also die sechste und zugleich dickste Saite der Gitarre, gefolgt von den Saiten A und d als fünfter bzw. vierter Saite. Zu den drei Basssaiten gesellen sich die drei oberen mit g als dritter, h als zweiter und e’ als erster Saite.

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