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Schott Music

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Die Jazzgitarre

Jazzgitarre_Lonnie_Johnson_Der Typus der so genannten Jazzgitarre weist zwei wesentliche Charakteristika einer Geige auf: Sie besteht aus einer gewölbten Decke (Archtop) und besitzt zwei f-förmige Schalllöcher.

Ihre Urform wurde 1922 in der Gibson Mandolin-Guitar Manufacturing Company in Kalamazoo/USA entwickelt. Federführend an dieser Übertragung von Herstellungstechniken aus dem Geigenbau auf die Konstruktion u.a. der Gitarre war Lloyd A. Loar (1886-1943), der als leitender Ingenieur in der Entwicklungsabteilung dieses namhaften Musikinstrumentenherstellers arbeitete.

Sein Modell, die nach dem Anfangsbuchstaben seines Nachnamens bezeichnete „L 5“, galt als Vorbild für alle danach gefertigten Jazzgitarren-Modelle. Die Stahlsaiten sind in einem trapezförmigen Saitenhalter aus Metall am unteren Korpusende verankert und werden über einen zweiteiligen und damit höhenverstellbaren Steg geführt. Der Halsansatz befindet sich am 14. Bund.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgten weitere Veränderungen im Bau der Jazzgitarre. Zur Ermöglichung des Spiels in den oberen Lagen wurden beispielsweise nun Instrumente mit einem „Cutaway“ ausgestattet, einer geschwungenen Aussparung oben am Klangkörper, die der Greifhand auch oberhalb des 14. Bundes noch ein bequemes Spiel möglich macht.

Neben dem „L 5-Modell“ von Lloyd A. Loar erlangte auch das in den Werkstätten der Firma Selmer in Paris gefertigte Jazzgitarrenmodell des Italieners Mario Maccaferri (1900-1993) nachhaltige Berühmtheit. Dazu trug in entscheidendem Maße der französische Gitarrist Jean Baptiste Reinhardt (1910-1953) , besser bekannt als „Django Reinhardt“, bei, weswegen dieser Typus der Jazzgitarre auch häufig nach ihm benannt wird.

Akustische Jazzgitarren sind unverstärkt. Neben den akustischen Jazzgitarren gibt es auch halbakustische Jazzgitarren. Sie werden mit Tonabnehmern über den Verstärker gespielt und von amerikanischen Jazzgitarristen bevorzugt.