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Schott Music

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Die Westerngitarre

Westerngitarre_200pxDie Westerngitarre wird auch als Stahlsaitengitarre, Steelstring, Flattop, Dreadnought oder Folkgitarre bezeichnet. Sie unterscheidet sich von der Klassischen Gitarre in erster Linie durch ihre Bespannung mit Stahlsaiten. Sie zeichnet sich zudem durch einen besonders großen Klangkörper und einen schmaleren Hals aus, der erst ab dem 14. Bund in den Klangkörper übergeht. Die Wirbelknöpfe stehen bei ihr zur Seite, unterhalb des Schalllochs befindet sich ein Schlagbrett. Außerdem gehört zu ihren charakteristischen Merkmalen das so genannte „X-Bracing“, eine Fächerverstrebung zweier starker Leisten, die sich in der Mitte der Deckenkonstruktion kreuzen.

Der große Klangkörper und die Stahlsaiten der Westerngitarre bewirken einen lauten und vollen, im Vergleich zur Klassischen Gitarre härteren und metallischeren Klang. Sie wird gerne im Bereich der Country-Musik eingesetzt und kann mit den Fingern gezupft werden.

Da die Saiten aus Stahl die Fingerkuppen jedoch enorm in Mitleidenschaft ziehen und daher für Anfänger nur schwer zu handhaben sind, wird die Westerngitarre häufig mit einem (harten) Plektrum gespielt.Gerne kommt hier auch das so genannte Bottleneck zum Einsatz, mit dem Glissandi über das gesamte Griffbrett der Gitarre erzeugt werden können. In diesem Fall wird dann allerdings nicht die Standardstimmung, sondern eine „offene Stimmung“ bevorzugt.
Obgleich es auch Westerngitarren mit sechs Saiten gibt, verfügt die Westerngitarre in ihrer klassischen Ausprägung über zwölf Saiten, woraus eine weitere Klangverstärkung resultiert. Die unteren vier Saiten werden dabei im Abstand einer Oktave, die oberen beiden gleich gestimmt. Auch Westerngitarren mit neun Saiten werden angeboten. Bei ihnen sind lediglich die tiefen Saiten doppelt vorhanden.
Als Urvater der Westerngitarre gilt Christian Frederik Martin (1796-1863). Er perfektionierte das so genannte X-Bracing und gab damit der Gitarrendecke eine höhere Stabilität und Belastbarkeit. Eine weitere Neuerung war Martins Wechsel von Darm- auf Stahlsaiten, die der Westerngitarre ihren so typischen Sound verleihen.