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Schott Music

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8. Juli 2020

Hindemith – Schott

Hindemith - Schott. Der Briefwechsel Hindemith - Schott. Der Briefwechsel
99,00 €

Der Briefwechsel

– Bücher im Schuber –

Rund 2800 Schriftstücke umfasst der Briefwechsel zwischen Paul Hindemith und dem Verlagshaus B. Schott’s Söhne. Protagonisten sind auf der einen Seite Paul Hindemith und seine Frau Gertrud, die als kompetente Vertraute die Geschäfte mit dem Verlag auch über den Tod ihres Mannes hinaus weiterführt, auf der anderen Seite die Verlagsinhaber Ludwig und Willy Strecker sowie einige ihrer Mitarbeiter. Über einen Zeitraum von 1919 bis 1967 zeichnet der Briefwechsel nicht nur ein lebendiges Bild von Hindemiths Beziehung zu seinen Verlegern, sondern gewährt exklusive Einblicke in die künstlerischen Entwicklungen und politischen Verwerfungen der Moderne.

6. Juli 2020

Matthias Kaul gestorben

Matthias Kaul (1949–2020) verband eine langjährige Zusammenarbeit mit WERGO. Solistisch eingespielte Alben mit Werken von John Cage, Christian Wolff, Vinko Globokar und Alvin Lucier erschienen hier. Er konnte gerade dem Instrumentarium reduzierter Klangmöglichkeiten besonders intensive Klangmomente entlocken. Sein unabhängiger Eigensinn wird in der zeitgenössischen Musik fehlen.

Matthias Kaul starb am 1. Juli 2020 im Alter von 71 Jahren.

Bei WERGO erschienen:
Christian Wolff: Bread and Roses (WER 66582)
Alvin Lucier: Nothing is Real (WER 66602)
Vinko Globaokar: Toucher (WER 66622)
Cage after Cage – Works for Percussion Solo (WER 73202)

Nikolai Kapustin 1937–2020

Jazz als Reifungsprozess. Ein Nachruf auf den Pianisten und Komponisten Nikolai Kapustin

Am 02.07.2020 verstarb der Komponist und Pianist Nikolai Kapustin im Alter von 82 Jahren in Moskau.

Nikolai Girschewitsch Kapustin wurde am 22. November 1937 in der ukrainischen Stadt Nikitowka, einem Vorort von Horliwka geboren. Bereits im Kindesalter führte ihn seine Mutter an das Klavierspiel heran; frühe Kompositionsversuche mündeten im Alter von 13 Jahren in eine erste Klaviersonate. 1952 reiste Kapustin mit seinem damaligen Klavierlehrer Piotr Vinnichenko nach Moskau, um die Aufnahmeprüfung für das Academic Music College abzulegen. Dort kam er in der Klasse von Awrelian Rubach. Anschließend, im August 1956, bestand er die Aufnahmeprüfung für das Moskauer Konservatorium, wo er bis zum Diplom 1961 Klavier bei Alexander Goldenweiser studierte. Komposition belegte Kapustin nie als Studienfach, sondern erarbeitete sich seine Fähigkeiten autodidaktisch.

Bereits im Music College begegnete Kapustin erstmals dem Jazz und erkannte darin seine natürliche Ausdrucksform. Am Moskauer Konservatorium gründete er 1957 ein Jazz-Quintett und wurde Mitglied einer Bigband. Nach dem Examen wechselte er in die Bigband von Oleg Lundstrem, einem Schüler von Duke Ellington und Louis Armstrong. Für dieses Ensemble komponierte er unter anderem sein Erstes Klavierkonzert op. 2, in dem er sein Instrument in den Mittelpunkt stellen konnte. 1972 wechselte er ins Orchester „Blauer Bildschirm“. Nach dessen Auflösung 1977 bekam er eine Stelle beim Staatlichen Symphonischen Filmorchester, das unter der Leitung von Georgy Garanyan, Yuri Serebryakov und Konstantin Krimetz stand. In diese Zeit fällt sein Zweites Klavierkonzert op. 16, auf dessen Erfolg hin er Mitglied im sowjetischen Komponistenverband wurde.

Tief drinnen brodelt es

Ab den 1980er Jahren widmete sich Kapustin hauptberuflich dem Komponieren, blieb aber weiterhin als Pianist tätig und spielte vornehmlich seine eigenen Werke für Sendungen in Radio und Fernsehen ein. Seine Musik zeichnete sich nun durch die Verbindung eigener Jazz-Elemente mit klassischen Formen wie der Sonate oder der Suite aus. Auffällig ist das Pulsierende, Virtuose und auf einer geradezu körperlichen Ebene Ansprechende seiner Musik. Typisch für seinen Stil ist die Suite in the Old Style op. 28 von 1977 mit ihren aufgefächerten Jazz-Improvisationen in barocker Satzstruktur nach dem Vorbild Bachscher Partiten. Das scheinbare Paradoxon eines auskomponierten Jazz in seinem Schaffen erklärte der äußerlich immer ruhig und bescheiden wirkende Kapustin so:

Ich war nie ein Jazzmusiker. Ich habe nie versucht, ein wahrer Jazzpianist zu sein, aber ich musste es sein, um des Komponierens willen. Ich interessiere mich nicht für Improvisation – und was wäre ein Jazzmusiker ohne Improvisation? Alle Improvisation meinerseits ist natürlich niedergeschrieben und sie ist dadurch viel besser geworden; es ließ sie reifen.

Zu seinem Œuvre zählen zahlreiche Klavierkompositionen, darunter eine Reihe von 20 Klaviersonaten und sechs Klavierkonzerte. Hinzu kommen Konzerte mit Soloinstrumenten wie Violine, Violoncello und Saxophon, Kompositionen für Big Band, Streich- und Blasorchester sowie Kammermusik für verschiedenste Besetzungen.

Vom Geheimtipp zum weltweiten Phänomen

Während Kapustins Musik vor dem Jahr 2000 außerhalb der ehemaligen Sowjetunion ein Geheimtipp unter Jazzspezialisten war, wurden seine Kompositionen im neuen Jahrtausend über das Internet in aller Welt bekannt und fanden durch ihren genreüberschreitenden Charakter besonders bei jüngeren Pianisten großen Anklang. Auch die vielfach ausgezeichneten CDs von Steven Osborne (2000) und Marc-André Hamelin (2004) mit Kapustins Werken trugen zur internationalem Bekanntheit des Komponisten bei. Heute finden seine Kompositionen immer mehr Eingang in die Recitals bedeutender Pianisten und erreichen nach und nach den Status von Klassikern des 20. und 21. Jahrhunderts.

Mit Nikolai Kapustin hat uns ein faszinierender Künstler verlassen, ein wahrer Individualist, dem im Alter eine unerwartete internationale Prominenz zu Teil wurde. Wir durften ihn eine leider nur kurze, aber intensive Zeit als Verleger begleiten und sind dankbar für die Jahre der kreativen, ja freundschaftlichen Zusammenarbeit.

3. Juli 2020

Silberklang im Kirchenjahr

Silberklang im Kirchenjahr Silberklang im Kirchenjahr
15,50 €

für gemischten Chor (SAB) und Klavier

– Chorpartitur –

Silberklang im Kirchenjahr ist die Sammlung geistlicher Chormusik für Seniorenchöre und ältere Kirchenchöre. Singen ist für viele Menschen nicht nur in Hinsicht auf die Musik, sondern auch auf die Geselligkeit im Chor ein tolles Hobby. Werden die Sänger älter, so fällt gerade das Singen in extremen Lagen schwer. Deswegen sind die Arrangements geistlicher Lieder und Psalmvertonungen in einem angenehm singbaren Tonumfang gehalten. Nicht zuletzt wird die extra groß gedruckte und übersichtlich gehaltene Chorpartitur in Kombination mit dem angenehmen Tonumfang dafür sorgen, dass der Seniorenchor bis ins hohe Alter brillieren kann.

Mehr zur Reihe Silberklang

30. Juni 2020

Bernd Alois Zimmermann

Intervall und Zeit Intervall und Zeit
20,00 €

Intervall und Zeit

– Buch –

Die um Fotos und Kommentare erweiterte Neuauflage der Schriften Bernd Alois Zimmermanns enthält die bekanntesten Texte des Komponisten: Selbstreflexionen, Gedanken zum eigenen Werk und zu dessen Referenzen in älterer Musik, Darlegungen seiner vieldiskutierten Zeitphilosophie, Überlegungen zu Film, Ballett, Jazz und eine Gesamtkunstwerk-Utopie jenseits der Soldaten, zudem Zeitungsaufsätze, herzhafte Polemiken und ein umfangreiches Radio-Hörspiel über die Alterslosigkeit einer epochenübergreifenden „Ars nova“.

26. Juni 2020

Streicher sind klasse

Streicher sind klasse Streicher sind klasse
18,50 €

Schule für Streicherklassen und Gruppenunterricht

– Schülerheft Violine –

Streicherklassen erfreuen sich seit Jahren großer Beliebtheit an vielen Schulen und Musikschulen in Deutschland, in Österreich und der Schweiz. Streicher sind klasse, das bewährte Unterrichtswerk aus dem Schott-Verlag, erscheint nach 10 Jahren in einer vollständig überarbeiteten Neuauflage.
Mit vielen neuen, motivierenden Stücken bietet es nun ein wesentlich ausgeweitetes Übungsmaterial und viele methodische Zugänge, die sich in 25 Jahren Unterrichtserfahrung der Autoren bewährt haben. Neu ist auch der integrierte Übergang von der Streicherklasse zur Orchesterarbeit: Stücke, die zunächst unisono in der Klasse gespielt wurden, können dann auch in einem vier- und fünfstimmigen Orchestersatz erarbeitet werden.

Mehr zur Reihe schulmusik plus

24. Juni 2020

New Klezmer Tunes

New Klezmer Tunes New Klezmer Tunes
19,50 €

16 Stücke für Altblockflöte und Klavier

– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

BlockflötistInnen müssen nicht mehr neidisch auf die typischen Klezmer-Instrumente Klarinette und Geige schauen. Inspiriert von alten Klezmer-Melodien hat Joachim Johow der Blockflöte 16 Kompositionen auf den Leib geschnitten und Szenen aus dem jüdischen Städtchen nachgestellt, u.a.  Am Morgen in der Gasse, Auf dem Jahrmarkt, Schlittenfahrt, Tanz der Großeltern, Am Abend. Eine schöne Repertoire-Erweiterung!
Spielbar mit Klavier- oder Gitarrenbegleitung. Zusätzlich ist eine Bass-Stimme zum Download erhältlich. Alle Stücke sind als Vollversion und Playback als mp3 vorhanden.

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22. Juni 2020

Kreisler: Lieder und Chansons

Lieder und Chansons Lieder und Chansons
32,50 €

Band 8 für Gesang und Klavier

– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

Mit dem achten Band sind nun 221 Lieder von Georg Kreisler, teilweise von Aufnahmen transkribiert und aus Skizzen vervollständigt, erschienen.  Zum zweiten Mal sind Lieder zu den Themen „Tod und Vergänglichkeit“, „Tabus und ihre Folgen“ sowie „Bedenkliches, Bedeutendes und Bedauerliches“ vertreten.

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19. Juni 2020

Joy of Music – Discoveries from the Schott Archives

für Violoncello und Klavier

– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

Anlässlich des 250-jährigen Jubiläums hat der Verlag Schott Schätze aus dem historischen Verlagsarchiv ausgegraben und neu ediert. Dieser Sammelband wendet sich an professionelle Musiker und fortgeschrittene Liebhaber, die an interessanten Neuentdeckungen abseits des Standardrepertoires interessiert sind. Er enthält vor allem Werke der Romantik: virtuose Kabinettstückchen und Zugabestücke, ausdrucksvolle Charakterstücke, Perlen der Salonmusik oder kunstvolle Arrangements bekannter (Opern-) Melodien. Viele der Originalkompositionen und Bearbeitungen stammen von bedeutenden Cellisten und Cellistinnen des 19. und 20. Jahrhunderts.

17. Juni 2020

Easy Concert Pieces Band 3

Easy Concert Pieces Easy Concert Pieces
18,50 €

21 Stücke aus 5 Jahrhunderten für Sopran-Blockflöte und Klavier

– als gedruckte Ausgabe oder Download-PDF –

Die Reihe Easy Concert Pieces hat die richtigen Stücke für die ersten Konzerte parat. Leichte bis mittelschwere Originalkompositionen und Bearbeitungen für Sopranblockflöte und Klavier liefern einen Querschnitt durch die verschiedenen Epochen, von der Renaissance bis in die Moderne. Die beigefügte CDs enthalten alle Stücke als Vollversion und als Klavierbegleitung zum Mitspielen. In Band 3 wurden Werke aufgenommen, die den gesamten Tonraum nutzen. Die teils längeren Stücke ermöglichen eine musikalisch differenzierte Arbeit und fördern die eigene Interpretation und Ausdrucksstärke.

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