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Across Boundaries: Discovering Russia 1910 - 1940 Vol. 1

Across Boundaries: Discovering Russia 1910 - 1940 Vol. 1

Visions


Jascha Nemtsov: piano


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 12
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung

Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ist auf extreme Weise durch ideologische, politische und rassische Barrieren geprägt worden, die eine freie Entwicklung der Künste blockiert haben. In zwei Ländern, die die schrecklichsten Diktaturen erlebt haben – Deutschland und Russland – war auch der kulturelle Aderlass am schlimmsten. Viele Künstler wurden in die Emigration getrieben. Die anderen kamen in Vernichtungslagern um. Die Verbliebenen wurden von der Außenwelt abgeschnitten, zur Anpassung gezwungen oder mundtot gemacht. Nicht nur einzelne Namen, ganze Künstlergruppen und Kunstrichtungen wurden ausgelöscht und sind im Kulturleben nicht mehr präsent. Mit der Reihe „Across Boundaries / Über Barrieren – Discovering Russia 1910–1940“ versucht EDA, eine solche musigeschichtliche Lücke zu schließen. Präsentiert werden in Ersteinspielungen russische Komponisten, die zur Generation von Prokofjew und Schostakowitsch gehörten, und die in den 1910er und 1920er Jahren einen bedeutenden Beitrag zur russischen Musik geleistet haben. Der Grund ihrer Vertreibung und Unterdrückung: ihre jüdische Herkunft und die Verweigerung gegenüber dem Diktat des „sozialistischen Realismus“.

Um Sergej Prokofjews berühmten Klavierzyklus Visions fugitives (1915–17) gruppieren sich Ersteinspielungen von Kompositionen Joseph Achrons, Arthur Louriés, Samuil Feinbergs, Alexander Wepriks und Lazare Saminskys, die der Idee der Miniatur und des Charakterstücks verpflichtet sind. Ein weiterer stilistischer Bogen spannt sich von Arthur Louriés bezauberndem Zyklus Piano Gosse (Klavier im Kinderzimmer) von 1917 bis hin zu den eher herben Statuettes von Joseph Achron aus dem Jahre 1930. Hier werden die Protagonisten der Anthologie vorgestellt, deren Schaffen in den beiden folgenden CDs der Serie im Kontext ihrer jüdischen Identität, von Verfolgung und Exil weiter beleuchtet werden. Mit Ausnahme von Feinberg gingen sie alle aus dem Petersburger Konservatorium hervor und stehen für eine an Mussorgsky anknüpfende Abwendung von der spätromantischen Tradition à la Rachmaninow und frühem Skrjabin.  Die Orientierung an der Intonation der Sprache, das Ideal von Plastizität und Prägnanz sind die stilistisch verbindenden Merkmale dieser St. Petersburger „Neuen Jüdischen Schule“.

Details
EAN: 4012476000121
Inhaltstext: Arthur Lourié: Gigue (1927)
Arthur Lourié: Valse (1926)
Arthur Lourié: Marche (1927)
Arthur Lourié: Toccata (1924)
Samuil Feinberg: Berceuse (1932)
Alexander Weprik: Dance (1927)
Sergei Prokofiev: Visions fugitives (1915/17)
Lazare Saminsky: Vision (1919)
Joseph Achron: Statuettes (1930)
Arthur Lourié: A Piano in the Children’s Room (1917)
Spieldauer: 70'32"
Verlag: eda records
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Die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts ist auf extreme Weise durch ideologische, politische und rassische Barrieren geprägt worden, die eine freie Entwicklung der Künste blockiert haben. In zwei Ländern, die die schrecklichsten Diktaturen erlebt haben – Deutschland und Russland – war auch der kulturelle Aderlass am schlimmsten. Viele Künstler wurden in die Emigration getrieben. Die anderen kamen in Vernichtungslagern um. Die Verbliebenen wurden von der Außenwelt abgeschnitten, zur Anpassung gezwungen oder mundtot gemacht. Nicht nur einzelne Namen, ganze Künstlergruppen und Kunstrichtungen wurden ausgelöscht und sind im Kulturleben nicht mehr präsent. Mit der Reihe „Across Boundaries / Über Barrieren – Discovering Russia 1910–1940“ versucht EDA, eine solche musigeschichtliche Lücke zu schließen. Präsentiert werden in Ersteinspielungen russische Komponisten, die zur Generation von Prokofjew und Schostakowitsch gehörten, und die in den 1910er und 1920er Jahren einen bedeutenden Beitrag zur russischen Musik geleistet haben. Der Grund ihrer Vertreibung und Unterdrückung: ihre jüdische Herkunft und die Verweigerung gegenüber dem Diktat des „sozialistischen Realismus“.

Um Sergej Prokofjews berühmten Klavierzyklus Visions fugitives (1915–17) gruppieren sich Ersteinspielungen von Kompositionen Joseph Achrons, Arthur Louriés, Samuil Feinbergs, Alexander Wepriks und Lazare Saminskys, die der Idee der Miniatur und des Charakterstücks verpflichtet sind. Ein weiterer stilistischer Bogen spannt sich von Arthur Louriés bezauberndem Zyklus Piano Gosse (Klavier im Kinderzimmer) von 1917 bis hin zu den eher herben Statuettes von Joseph Achron aus dem Jahre 1930. Hier werden die Protagonisten der Anthologie vorgestellt, deren Schaffen in den beiden folgenden CDs der Serie im Kontext ihrer jüdischen Identität, von Verfolgung und Exil weiter beleuchtet werden. Mit Ausnahme von Feinberg gingen sie alle aus dem Petersburger Konservatorium hervor und stehen für eine an Mussorgsky anknüpfende Abwendung von der spätromantischen Tradition à la Rachmaninow und frühem Skrjabin.  Die Orientierung an der Intonation der Sprache, das Ideal von Plastizität und Prägnanz sind die stilistisch verbindenden Merkmale dieser St. Petersburger „Neuen Jüdischen Schule“.

EAN: 4012476000121
Inhaltstext: Arthur Lourié: Gigue (1927)
Arthur Lourié: Valse (1926)
Arthur Lourié: Marche (1927)
Arthur Lourié: Toccata (1924)
Samuil Feinberg: Berceuse (1932)
Alexander Weprik: Dance (1927)
Sergei Prokofiev: Visions fugitives (1915/17)
Lazare Saminsky: Vision (1919)
Joseph Achron: Statuettes (1930)
Arthur Lourié: A Piano in the Children’s Room (1917)
Spieldauer: 70'32"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben