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Amiable Conversation

Amiable Conversation


Sabine Liebner: piano


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Bestell-Nr.: WER 73262
18,50 €
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten

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Beschreibung

Die auf der vorliegenden CD zu hörenden Klavierwerke Cowells und Cages aus den Jahren 1912 bis 1948 dokumentieren nicht nur den Aufbruch der experimentellen amerikanischen Musik, sondern belegen auch ein überaus fruchtbares Lehrer/Schüler-Verhältnis. Denn bevor John Cage seinen kurzen und informellen Unterricht bei Arnold Schönberg aufnahm, studierte er bei Henry Cowell Komposition.

Vergleicht man Cowells Klavierstücke mit jenen, die John Cage bis zum Ende der 1940er Jahre komponierte, so treten die Kontinuitäten ebenso deutlich zutage wie die Unterschiede. Da sind zum einen die Anknüpfungspunkte in der Erweiterung des Klavierklangs durch die Präparierung der Saiten und der Bezug auf die irische Programmatik in „The Perilous Night“, dessen Titel auf ein irisches Volksmärchen zurückgeht.

Auf der anderen Seite ist unverkennbar, dass Cage ein Konzept der Abstraktion verfolgt, das den Objektcharakter des Klangs hervorhebt, während Cowell mit den mächtigen Clustertürmen und den zarten „string piano“-Stücken eine zwar surreale, aber letztlich fast noch romantische Klangwelt entwirft; ein Titel wie „Aeolian Harp“ assoziiert unweigerlich John Keats‘ berühmtes Gedicht „Ode on a Grecian Urn“ von 1820 (Heard melodies are sweet, but those unheard / Are sweeter…). Bei Cage dient die Präparierung dagegen zur Brechung und Verfremdung der Wahrnehmung des Hörers: Die gedrückte Taste und der von ihr ausgelöste Ton bilden keine Einheit mehr. Was real erklingt, ist letztlich ein akustischer Fingerabdruck des jeweiligen Präparierungsobjekts und des Anschlaggeräuschs, das der Hammer auf der blockierten Saite erzeugt. Und während Cowell seine Klaviermusik genuin für das Instrument schrieb, ließ Cage sich bei seinen präparierten Stücken von der Klangwelt des Schlagzeugs anregen, die er nun auf das Klavier übertrug.

Eine Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk

Details
EAN: 4010228732627
Inhaltstext: John Cage:
Tossed as it is Untroubled
Soliloqui
Dream
In the Name of the Holocaust
Two Pieces for Piano
The Perilous Night
Primitive - 
Henry Cowell:
Sinister Resonance
Aeolian Harp
Three Irish Legends
The Banshee
Vestiges
Amiable Conversation
The Snows of Fuji-Yama
Spieldauer: 78'6"
Verlag: Wergo
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Die auf der vorliegenden CD zu hörenden Klavierwerke Cowells und Cages aus den Jahren 1912 bis 1948 dokumentieren nicht nur den Aufbruch der experimentellen amerikanischen Musik, sondern belegen auch ein überaus fruchtbares Lehrer/Schüler-Verhältnis. Denn bevor John Cage seinen kurzen und informellen Unterricht bei Arnold Schönberg aufnahm, studierte er bei Henry Cowell Komposition.

Vergleicht man Cowells Klavierstücke mit jenen, die John Cage bis zum Ende der 1940er Jahre komponierte, so treten die Kontinuitäten ebenso deutlich zutage wie die Unterschiede. Da sind zum einen die Anknüpfungspunkte in der Erweiterung des Klavierklangs durch die Präparierung der Saiten und der Bezug auf die irische Programmatik in „The Perilous Night“, dessen Titel auf ein irisches Volksmärchen zurückgeht.

Auf der anderen Seite ist unverkennbar, dass Cage ein Konzept der Abstraktion verfolgt, das den Objektcharakter des Klangs hervorhebt, während Cowell mit den mächtigen Clustertürmen und den zarten „string piano“-Stücken eine zwar surreale, aber letztlich fast noch romantische Klangwelt entwirft; ein Titel wie „Aeolian Harp“ assoziiert unweigerlich John Keats‘ berühmtes Gedicht „Ode on a Grecian Urn“ von 1820 (Heard melodies are sweet, but those unheard / Are sweeter…). Bei Cage dient die Präparierung dagegen zur Brechung und Verfremdung der Wahrnehmung des Hörers: Die gedrückte Taste und der von ihr ausgelöste Ton bilden keine Einheit mehr. Was real erklingt, ist letztlich ein akustischer Fingerabdruck des jeweiligen Präparierungsobjekts und des Anschlaggeräuschs, das der Hammer auf der blockierten Saite erzeugt. Und während Cowell seine Klaviermusik genuin für das Instrument schrieb, ließ Cage sich bei seinen präparierten Stücken von der Klangwelt des Schlagzeugs anregen, die er nun auf das Klavier übertrug.

Eine Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk

EAN: 4010228732627
Inhaltstext: John Cage:
Tossed as it is Untroubled
Soliloqui
Dream
In the Name of the Holocaust
Two Pieces for Piano
The Perilous Night
Primitive - 
Henry Cowell:
Sinister Resonance
Aeolian Harp
Three Irish Legends
The Banshee
Vestiges
Amiable Conversation
The Snows of Fuji-Yama
Spieldauer: 78'6"
Verlag: Wergo