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Henri  Dutilleux

Geboren: 22. Januar 1916
Gestorben: 22. Mai 2013
Herkunftsland: Frankreich

Dutilleux' Werke bestechen durch eine geradezu magische Erzählkraft... Jeder Ton hat für ihn Gewicht, lebt in einer Welt von Spiegeln und irisierendem Licht, jeder verweist in Urgründe des Mythos und spielt mystisch mit den Täuschungsmanövern der Erinnerung. (Süddeutsche Zeitung)

Henri Dutilleux wurde am 22. Januar 1916 im französischen Angers geboren. Noch zu seiner Schulzeit begann er Klavier, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Victor Gallois am Konservatorium in Douai zu studieren. Von 1933-1938 besuchte er das Pariser Konservatorium, wo er bei Jean und Noël Gallon (Harmonie und Kontrapunkt) sowie bei Henri Paul Busser (Komposition) und Maurice Emmanuel (Musikgeschichte) studierte. Nach kurzem Militärdienst kam Dutilleux 1940 nach Paris zurück. Zunächst verdiente er seinen Unterhalt als Pianist, Arrangeur und Lehrer, bis er 1942 Chorleiter an der Pariser Oper wurde. Von 1945 bis 1963 hatte er den Posten des Leiters der Musikproduktionen beim französischen Rundfunk ORTF inne. An der École Normale de Musique de Paris lehrte er von 1961 bis 1970 Tonsatz, bis er anschließend für zwei Jahre als Gastprofessor ans Pariser Konservatorium zurückkehrte. Wenn auch persönliche Kontakte zu Kollegen wie André Jolivet, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Georges Auric ihm immer wieder Anregungen gaben, so hat Henri Dutilleux doch nie einer bestimmten Kompositionsrichtung oder Gruppe angehört. Seit seinem internationalen Durchbruch mit der ersten Sinfonie (1951) komponierte Dutilleux Werke verschiedener Gattungen: neben sinfonischen Werken schrieb er Kammermusik, Solokonzerte und Ballettmusik.

2007 wurde die erste Fassung des Stückes Le temps l'horloge für Sopran und Orchester in Matsumoto (Japan) unter Seiji Ozawa und Renée Fleming uraufgeführt. Im Mai 2009 kam die erweiterte Version im Pariser Théâtre des Champs-Elysées auf die Konzertbühne. Correspondances (2003), ebenso für Sopran und Orchester, gehört zu den meist gespielten Werken des Komponisten überhaupt. Für die fünf verschiedenen Sätze des Dawn Upshaw und Simon Rattle gewidmeten Werkes ließ sich Dutilleux von Briefen verschiedener Verfasser – von Rilke bis van Gogh – inspirieren, denen er jeweils besondere Klangfarben zuordnet. Neben den verschiedenen Bedeutungen, die man dem Wort „Correspondance“(dt. u.a.: „Briefwechsel“) beimessen kann, bezieht sich der Titel des Werks auf das gleichnamige berühmte Gedicht Baudelaires.

In der Gattung Solokonzerte sind Dutilleux’ Konzerte für Violine zu nennen: L'arbre des songes (1985) und Sur le même accord (2002). Anne-Sophie Mutters Ersteinspielung von Sur le même accord wurde mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Stets bleibt in diesem Werk – teils verdeckt, teils offenkundig – ein Sechstonakkord präsent, der von Solisten aus den Reihen des Orchesters und der Solovioline gespielt und ständig weiter variiert wird.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Henri Dutilleux erhielt, zählen der Grand Prix de Rome (1938), der französische Grand Prix National de la Musique (1967), der Praemium Imperiale in Anerkennung seines Gesamtwerkes (1994), der Cannes Classical Award für sein Orchesterwerk The Shadows of Time (1999) und der Grand Prix 1999 de la Presse Musicale Internationale. Im Jahr 2005 erhielt Dutilleux den Ernst von Siemens Musikpreis, zwei Jahre später wurde dem Komponisten der MIDEM Lifetime Achievement Award verliehen, 2011 der Marie-Josée Kravis Prize for New Music at the New York Philharmonic. Zudem war Henri Dutilleux seit 1981 Ehrenmitglied der American Academy and Institute of Arts and Letters und gehörte der Académie Royale de Belgique an.

Henri Dutilleux starb am 22. Mai 2013 in Paris.

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Dutilleux' Werke bestechen durch eine geradezu magische Erzählkraft... Jeder Ton hat für ihn Gewicht, lebt in einer Welt von Spiegeln und irisierendem Licht, jeder verweist in Urgründe des Mythos und spielt mystisch mit den Täuschungsmanövern der Erinnerung. (Süddeutsche Zeitung)

Henri Dutilleux wurde am 22. Januar 1916 im französischen Angers geboren. Noch zu seiner Schulzeit begann er Klavier, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Victor Gallois am Konservatorium in Douai zu studieren. Von 1933-1938 besuchte er das Pariser Konservatorium, wo er bei Jean und Noël Gallon (Harmonie und Kontrapunkt) sowie bei Henri Paul Busser (Komposition) und Maurice Emmanuel (Musikgeschichte) studierte. Nach kurzem Militärdienst kam Dutilleux 1940 nach Paris zurück. Zunächst verdiente er seinen Unterhalt als Pianist, Arrangeur und Lehrer, bis er 1942 Chorleiter an der Pariser Oper wurde. Von 1945 bis 1963 hatte er den Posten des Leiters der Musikproduktionen beim französischen Rundfunk ORTF inne. An der École Normale de Musique de Paris lehrte er von 1961 bis 1970 Tonsatz, bis er anschließend für zwei Jahre als Gastprofessor ans Pariser Konservatorium zurückkehrte. Wenn auch persönliche Kontakte zu Kollegen wie André Jolivet, Darius Milhaud, Francis Poulenc und Georges Auric ihm immer wieder Anregungen gaben, so hat Henri Dutilleux doch nie einer bestimmten Kompositionsrichtung oder Gruppe angehört. Seit seinem internationalen Durchbruch mit der ersten Sinfonie (1951) komponierte Dutilleux Werke verschiedener Gattungen: neben sinfonischen Werken schrieb er Kammermusik, Solokonzerte und Ballettmusik.

2007 wurde die erste Fassung des Stückes Le temps l'horloge für Sopran und Orchester in Matsumoto (Japan) unter Seiji Ozawa und Renée Fleming uraufgeführt. Im Mai 2009 kam die erweiterte Version im Pariser Théâtre des Champs-Elysées auf die Konzertbühne. Correspondances (2003), ebenso für Sopran und Orchester, gehört zu den meist gespielten Werken des Komponisten überhaupt. Für die fünf verschiedenen Sätze des Dawn Upshaw und Simon Rattle gewidmeten Werkes ließ sich Dutilleux von Briefen verschiedener Verfasser – von Rilke bis van Gogh – inspirieren, denen er jeweils besondere Klangfarben zuordnet. Neben den verschiedenen Bedeutungen, die man dem Wort „Correspondance“(dt. u.a.: „Briefwechsel“) beimessen kann, bezieht sich der Titel des Werks auf das gleichnamige berühmte Gedicht Baudelaires.

In der Gattung Solokonzerte sind Dutilleux’ Konzerte für Violine zu nennen: L'arbre des songes (1985) und Sur le même accord (2002). Anne-Sophie Mutters Ersteinspielung von Sur le même accord wurde mit dem Echo Klassik ausgezeichnet. Stets bleibt in diesem Werk – teils verdeckt, teils offenkundig – ein Sechstonakkord präsent, der von Solisten aus den Reihen des Orchesters und der Solovioline gespielt und ständig weiter variiert wird.

Zu den zahlreichen Auszeichnungen, die Henri Dutilleux erhielt, zählen der Grand Prix de Rome (1938), der französische Grand Prix National de la Musique (1967), der Praemium Imperiale in Anerkennung seines Gesamtwerkes (1994), der Cannes Classical Award für sein Orchesterwerk The Shadows of Time (1999) und der Grand Prix 1999 de la Presse Musicale Internationale. Im Jahr 2005 erhielt Dutilleux den Ernst von Siemens Musikpreis, zwei Jahre später wurde dem Komponisten der MIDEM Lifetime Achievement Award verliehen, 2011 der Marie-Josée Kravis Prize for New Music at the New York Philharmonic. Zudem war Henri Dutilleux seit 1981 Ehrenmitglied der American Academy and Institute of Arts and Letters und gehörte der Académie Royale de Belgique an.

Henri Dutilleux starb am 22. Mai 2013 in Paris.

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