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Steve  Martland

Geboren: 10. Oktober 1954
Gestorben: 7. Mai 2013
Herkunftsland: United Kingdom
Heutige Musiker sind nicht mehr an die in ihrer Ausbildung erlernten Traditionen gebunden. Vielmehr arbeiten sie in einer deregulierten ästhetischen Umwelt, in der sie Einflüsse von Jazz/Trip-Hop/Balinesischer Gamelanmusik/*fügen Sie hier Ihr Lieblingsgenre ein* ebenso ernsthaft verarbeiten müssen wie die Tradition der Sonatenhauptsatzform. Die Steve Martland Band ... hat diesen Anspruch in die Tat umgesetzt, bevor die meisten Menschen überhaupt wussten, dass er existiert. (BBC Music Magazine)
Steve Martland wurde am 10. Oktober 1954 in Liverpool geboren. Er studierte in den Niederlanden bei Louis Andriessen Komposition. Sein Interesse an der Rolle des Komponisten in der Gesellschaft zeigt sich u.a. in seinem Engagement für den Musikunterricht an Schulen. Er hat zahlreiche Kompositionsprojekte im In- und Ausland geleitet und den alljährlichen Kompositionskurs "Strike Out“ für Schulkinder ins Leben gerufen.
Martland lehnte akademische Dogmen zugunsten einer Vielzahl von musikalischen Einflüssen ab. Hauptsächlich arbeitete er mit Künstlern, die in ihrem Wirken nicht von klassischen Institutionen abhängig sind – holländische und amerikanische Gruppen, freiberuflich tätige Musiker und insbesondere die eigene Steve Martland Band, die seine Musik auf internationalen Tourneen vorstellt. Im Jahr 1998 arbeitete er mit der Band "Spiritualized“ zusammen an einem Projekt für das Flux Festival in Edinburgh. Martlands Musik wurde häufig für Filme und TV-Serien benutzt. So handelt es sich bei dem Multimedia-Projekt Albion
Martlands großes Orchesterwerk Babi Yar (1983) erlebte seine Premiere beinahe gleichzeitig in den USA, unter der Leitung von Leonard Slatkin mit dem St. Louis Symphony Orchestra, und in Großbritannien, mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und Nicolas Cleobury unter der Schirmherrschaft der SPNM ("Gesellschaft zur Förderung von Neuer Musik“). Anschießend wurde Babi Yar für das legendäre Factory Label aufgenommen. Martland bearbeitete die Partitur schließlich neu. Die Uraufführung dieser revidierten Fassung fand in Glasgow unter der Leitung von Jurjen Hempel mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra als Teil eines Martland-Abends statt, der von der BBC und der Royal Philharmonic Society unterstützt wurde.
Martlands kraftvolle und mitreißend rhythmische Musik, üblicherweise mit Verstärkern gespielt, ist vielfach choreographisch interpretiert worden. So wurde Drill am Opernhaus Sydney vertanzt, und Crossing the Border durch das Nationalballett Amsterdam. Danceworks, eine vom London Contemporary Dance Theatre beauftragte und uraufgeführte Komposition, wurde an zahlreichen Theatern weltweit inszeniert. Hervorzuheben sind hierbei die Choreographien von Les Grands Ballets Canadiens aus Montreal und des Ballet Tech aus New York. Martlands Werk Remix erhielt den SACD Preis für Tanzfilm nach einer Choreographie von Aletta Collins für die BBC. Im Jahr 2005 bekam Martland von der Henri Oguike Dance Company einen Auftrag, woraus seine Komposition Tiger Dancing erwuchs. Dieses Werk wurde schließlich in das Repertoire der Compagnie aufgenommen. Daneben wurde Martlands Musik auch als Titelmusik für das internationale Fernseh- und Radioprogramm verwendet. So ist Danceworks als Titelmusik eines holländischen Fernsehprogramms zu hören und Principia wurde als Titelmusik für das BBC Radioprogramm "The Music Machine“ übernommen.
Im Auftrag der Perkussionistin Evelyn Glennie und der King’s Singers schrieb Martland sein häufig aufgeführtes Chorwerk Street Songs, das später unter der Leitung von John Eliot Gardiner mit dem Monteverdi Choir und dem Schlagzeuger Colin Currie zur Projektion eines Films der Quay Brothers dargeboten wurde. Sein Werk Tyger Tyger schrieb er für die landesweite "Youth Music’s Sing Up Campaign“.
2006 und 2007 war Martland Composer in Residence beim ETNA Music Festival auf Sizilien. Zu seinen letzten Aufträgen zählen die Probestücke für das TROMP International Music Festival and Competition. Zu dieser Gruppe an Werken gehören Starry Night für Marimba und Streichquartett sowie Sea Songs, das unter der Leitung von Paul Hillier 2012 mit dem Gesangsensemble Ars Nova Copenhagen in Dänemark seine Uraufführung feierte.
Martland verstarb unerwartet am 7. Mai 2013.

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Heutige Musiker sind nicht mehr an die in ihrer Ausbildung erlernten Traditionen gebunden. Vielmehr arbeiten sie in einer deregulierten ästhetischen Umwelt, in der sie Einflüsse von Jazz/Trip-Hop/Balinesischer Gamelanmusik/*fügen Sie hier Ihr Lieblingsgenre ein* ebenso ernsthaft verarbeiten müssen wie die Tradition der Sonatenhauptsatzform. Die Steve Martland Band ... hat diesen Anspruch in die Tat umgesetzt, bevor die meisten Menschen überhaupt wussten, dass er existiert. (BBC Music Magazine)
Steve Martland wurde am 10. Oktober 1954 in Liverpool geboren. Er studierte in den Niederlanden bei Louis Andriessen Komposition. Sein Interesse an der Rolle des Komponisten in der Gesellschaft zeigt sich u.a. in seinem Engagement für den Musikunterricht an Schulen. Er hat zahlreiche Kompositionsprojekte im In- und Ausland geleitet und den alljährlichen Kompositionskurs "Strike Out“ für Schulkinder ins Leben gerufen.
Martland lehnte akademische Dogmen zugunsten einer Vielzahl von musikalischen Einflüssen ab. Hauptsächlich arbeitete er mit Künstlern, die in ihrem Wirken nicht von klassischen Institutionen abhängig sind – holländische und amerikanische Gruppen, freiberuflich tätige Musiker und insbesondere die eigene Steve Martland Band, die seine Musik auf internationalen Tourneen vorstellt. Im Jahr 1998 arbeitete er mit der Band "Spiritualized“ zusammen an einem Projekt für das Flux Festival in Edinburgh. Martlands Musik wurde häufig für Filme und TV-Serien benutzt. So handelt es sich bei dem Multimedia-Projekt Albion
Martlands großes Orchesterwerk Babi Yar (1983) erlebte seine Premiere beinahe gleichzeitig in den USA, unter der Leitung von Leonard Slatkin mit dem St. Louis Symphony Orchestra, und in Großbritannien, mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und Nicolas Cleobury unter der Schirmherrschaft der SPNM ("Gesellschaft zur Förderung von Neuer Musik“). Anschießend wurde Babi Yar für das legendäre Factory Label aufgenommen. Martland bearbeitete die Partitur schließlich neu. Die Uraufführung dieser revidierten Fassung fand in Glasgow unter der Leitung von Jurjen Hempel mit dem BBC Scottish Symphony Orchestra als Teil eines Martland-Abends statt, der von der BBC und der Royal Philharmonic Society unterstützt wurde.
Martlands kraftvolle und mitreißend rhythmische Musik, üblicherweise mit Verstärkern gespielt, ist vielfach choreographisch interpretiert worden. So wurde Drill am Opernhaus Sydney vertanzt, und Crossing the Border durch das Nationalballett Amsterdam. Danceworks, eine vom London Contemporary Dance Theatre beauftragte und uraufgeführte Komposition, wurde an zahlreichen Theatern weltweit inszeniert. Hervorzuheben sind hierbei die Choreographien von Les Grands Ballets Canadiens aus Montreal und des Ballet Tech aus New York. Martlands Werk Remix erhielt den SACD Preis für Tanzfilm nach einer Choreographie von Aletta Collins für die BBC. Im Jahr 2005 bekam Martland von der Henri Oguike Dance Company einen Auftrag, woraus seine Komposition Tiger Dancing erwuchs. Dieses Werk wurde schließlich in das Repertoire der Compagnie aufgenommen. Daneben wurde Martlands Musik auch als Titelmusik für das internationale Fernseh- und Radioprogramm verwendet. So ist Danceworks als Titelmusik eines holländischen Fernsehprogramms zu hören und Principia wurde als Titelmusik für das BBC Radioprogramm "The Music Machine“ übernommen.
Im Auftrag der Perkussionistin Evelyn Glennie und der King’s Singers schrieb Martland sein häufig aufgeführtes Chorwerk Street Songs, das später unter der Leitung von John Eliot Gardiner mit dem Monteverdi Choir und dem Schlagzeuger Colin Currie zur Projektion eines Films der Quay Brothers dargeboten wurde. Sein Werk Tyger Tyger schrieb er für die landesweite "Youth Music’s Sing Up Campaign“.
2006 und 2007 war Martland Composer in Residence beim ETNA Music Festival auf Sizilien. Zu seinen letzten Aufträgen zählen die Probestücke für das TROMP International Music Festival and Competition. Zu dieser Gruppe an Werken gehören Starry Night für Marimba und Streichquartett sowie Sea Songs, das unter der Leitung von Paul Hillier 2012 mit dem Gesangsensemble Ars Nova Copenhagen in Dänemark seine Uraufführung feierte.
Martland verstarb unerwartet am 7. Mai 2013.
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