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Barbara Buchholz - Moonstruck

Barbara Buchholz - Moonstruck


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: INT 34022
14,99 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung

Nach ihrem Soloalbum „theremin_russia_with_love“ strebte Barbara Buchholz nach etwas Neuem.  Für „moonstruck“ hat sie auf die Zusammenarbeit mit Künstlern gesetzt, die eine nahe liegende künstlerische Haltung an den Tag legen. Von Arve Henriksen über das Kammerflimmer Kollektief bis hin zu Ulrike Haage hat eine beeindruckende Schar von Künstlern Kompositionen beigesteuert bzw. mitgewirkt.

Barbara Buchholz ist ein ganz einzigartiges Album gelungen, bei dem man zuweilen sogar vergisst, dass man überhaupt Theremin hört. Sie malt das Bild von einem Ozean der Klänge, in dem man unendlich treiben kann. Man behält die stilistischen Ufer im Auge, wird sie jedoch nie erreichen. Die Strömung dieser Musik folgt ganz eigenen Gesetzen, die noch in keinem musikalischen Atlas oder Tafelwerk festgehalten sind. Mit der unambitionierten Schlichtheit ihrer Ästhetik hat Barbara Buchholz dem Theremin einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Dies allein würde die CD zu einem Meilenstein machen - würde es sich dabei nicht noch um so wunderschöne Musik handeln.

Das Theremin erfreut sich wachsender Beliebtheit, und die Berlinerin Barbara Buchholz gehört weltweit zu den führenden Virtuosen dieses Instruments. Jenes Zauberkastens, der Anfang des letzten Jahrhunderts aus Russland zu uns kam. Das einzige Instrument, das man spielt, ohne es zu berühren. Der Urahn aller elektronischen Klangerzeuger. Die zitternd klingende Wunderwaffe, mit der zahlreiche Horrorfilme musikalisch unterlegt wurden. Mit ihrem international gefeierten Debütalbum „Russia With Love“ nahm Barbara Buchholz eine Bestandsaufnahme dieses ungewöhnlichen Instruments vor. Mit ihrer neuen CD „Moonstruck“ schenkt sie ihm einen völlig neuen Kontext.

Auf ihrer ersten CD stellte Barbara Buchholz ihr Instrument vor, auf der neuen präsentiert das Theremin nun Barbara Buchholz. Hier geht es nicht mehr um Geschichte und Gegenwart des Theremin, sondern um seine Perspektiven. Die Meisterschülerin von Lydia Kavina, der Tochter des Theremin-Erfinders Lev Termen, kommt bei ihren eigenen Wurzeln an. Es geht darum, das Theremin aus seiner exotischen Überfrachtung herauszulösen, die nostalgischen Klischees abzustreifen und es als organischen Bestandteil des modernen Instrumentariums zu begreifen.  Auf „Moonstruck“ steht das Theremin nicht allgegenwärtig im Vordergrund, sondern füllt ganz unterschiedliche Funktionen aus. Hier als Solo-Instrument eingesetzt, steuert es da ein paar Klangfarben bei und sorgt dort für die klangliche Grundierung eines Stückes. Barbara Buchholz gestattet es ihrem Instrument in der Normalität anzukommen. Ihr Theremin ist „ein-fach nur“ ein Theremin.

Die von ihr für diesen historischen Schritt gewählte Klangsprache ist nicht zufällig in der norwegischen Musik verankert. Mit Trompeter Arve Henriksen verschmilzt sie fast zu einer Einheit. Ihr vibratoloses Spiel scheint sich fast ohne Schweißstellen mit dem Ton des Trompeters zu verbinden. „An Arve Henriksen beeindruckt mich dieser Sound“, so Barbara Buchholz, „der gar nicht wie eine Trompete klingt, sondern an eine japanische Sakuhachi-Flöte erinnert. Er hat sich lange mit deren Klang beschäftigt und ihre Feinheiten auf die Trompete übertragen, um ein Ventil für seine innere Stimme zu finden. Auch ich lasse mich von anderen Instrumenten wie Horn oder Flöte inspirieren und komme zu Klängen, die für das Theremin eher ungewöhnlich sind. In den Stücken mit Arve konnte ich ausprobieren, wie ähnlich Trompete und Theremin klingen können, und ob es gar Stücke gibt, in denen sie verschmelzen.“

Eine andere wichtige Inspirationsquelle und Klangkomponente des Albums waren die ebenfalls aus Nor-wegen stammenden Susanna & The Magical Orchestra. „Susanna & The Magical Orchestra lernte ich 2006 auf dem Moers Festival kennen. Ich war stark davon berührt, wie die Band Stille hörbar macht. Sie kosten die Stille so aus, dass man manchmal den Atem anhält und denkt, die Musik bleibe stehen. Das Nachdenken über Stille war ein Kerngedanke, der mich durch die ganze Produktion trug. Der Umgang mit Stille im Gegensatz zum Umgang mit Sound.“

Doch die Berlinerin ließ sich nicht nur mit Norwegern ein. Am Kammerflimmer Kollektief fasziniert sie „der Kontrast aus improvisiertem Noise, schönen Melodien und elektronischen Ambient-Einflüssen. Das ist eine sehr lyrische Musik, die für das Theremin optimal geeignet ist. Sie erinnert mich an die Figuren von Niki De Saint Phalle und Jean Tinguely. Diese bunten, fröhlichen Figuren und die rostigen, eiernden und quietschenden Geräte, die diese Schönheit brechen. Zusammen ergibt aber beides erst das perfekte Kunstwerk. Diesen Bruch höre ich auch beim Kammerflimmer Kollektief. Es reizt mich, Stilfragen zu ignorieren und zusammenzutun, was nicht zusammen zu gehören scheint.“

Ulrike Haage kennt man von den Rainbirds, der mit Phil Minton und FM Einheit gemeinsam gegründeten Band Stein und anderen Projekten sowie zahlreichen Hörspielprojekten. Mit ihr entstand das Stück „Evo-cation“, in dem „es wirklich darum geht, wie die Morgensonne nach und nach ihre Strahlen durch die Wolken schickt und sich durchsetzt. Zu ihrem betonten Rhythmus gibt es dieses total zerbrechliche Theremin, das so fragil wie die Strahlen durchkommt.“ Weitere Gäste sind der norwegische Keyboarder Jan Bang, der Berliner Saxofonist Tilmann Dehnhart, Bassist und Programmierer Jan Krause und der uruguayische Komponist Alejandro Govea Zappino, den sie über MySpace kennenlernte. Sie alle haben nicht nur ihre Klangfarben auf der CD hinterlassen, sondern maßgeblich die Gestalt der Musik mitgeprägt. So geht Barbara Buchholz über die bloße Schöpfung eines neuen klanglichen Kontexts für ihr Instrument hinaus, ihr gelingt auch eine unkonventionelle kollektive Vernetzung, in der sich das Theremin immer wieder neu definieren kann.

Die musikalischen Statements der Platte reichen von sakral anmutender Musik über Ambient bis Elektro-nik. Bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Stücke steht über allem ein borealer Bogen. Die Auswahl ihrer Kollaborateure war alles andere als beliebig oder einer Laune des Augenblicks geschuldet. Laut Barbara Buchholz haben alle Musiker eine Verbindung von abstraktem und emotionalem Klang gemein. Eine weitere Klammer der Stücke ist die Gelassenheit der Protagonistin. Nie zuvor ist das Theremin mit so einer geringen Dosierung von Pathos ausgekommen wie auf dieser CD.

Details
Inhaltstext: SixEight
Alles Glühen
Stein
Moonstruck
Moss II
When I'm Laid
Evocation
Surfing & Waving
Öd
Moss I
Rindenblinde
Dune
Little Liar
Spieldauer: 46' 9"
UPC: 750447340220
Verlag: Intuition

Nach ihrem Soloalbum „theremin_russia_with_love“ strebte Barbara Buchholz nach etwas Neuem.  Für „moonstruck“ hat sie auf die Zusammenarbeit mit Künstlern gesetzt, die eine nahe liegende künstlerische Haltung an den Tag legen. Von Arve Henriksen über das Kammerflimmer Kollektief bis hin zu Ulrike Haage hat eine beeindruckende Schar von Künstlern Kompositionen beigesteuert bzw. mitgewirkt.

Barbara Buchholz ist ein ganz einzigartiges Album gelungen, bei dem man zuweilen sogar vergisst, dass man überhaupt Theremin hört. Sie malt das Bild von einem Ozean der Klänge, in dem man unendlich treiben kann. Man behält die stilistischen Ufer im Auge, wird sie jedoch nie erreichen. Die Strömung dieser Musik folgt ganz eigenen Gesetzen, die noch in keinem musikalischen Atlas oder Tafelwerk festgehalten sind. Mit der unambitionierten Schlichtheit ihrer Ästhetik hat Barbara Buchholz dem Theremin einen unschätzbaren Dienst erwiesen. Dies allein würde die CD zu einem Meilenstein machen - würde es sich dabei nicht noch um so wunderschöne Musik handeln.

Das Theremin erfreut sich wachsender Beliebtheit, und die Berlinerin Barbara Buchholz gehört weltweit zu den führenden Virtuosen dieses Instruments. Jenes Zauberkastens, der Anfang des letzten Jahrhunderts aus Russland zu uns kam. Das einzige Instrument, das man spielt, ohne es zu berühren. Der Urahn aller elektronischen Klangerzeuger. Die zitternd klingende Wunderwaffe, mit der zahlreiche Horrorfilme musikalisch unterlegt wurden. Mit ihrem international gefeierten Debütalbum „Russia With Love“ nahm Barbara Buchholz eine Bestandsaufnahme dieses ungewöhnlichen Instruments vor. Mit ihrer neuen CD „Moonstruck“ schenkt sie ihm einen völlig neuen Kontext.

Auf ihrer ersten CD stellte Barbara Buchholz ihr Instrument vor, auf der neuen präsentiert das Theremin nun Barbara Buchholz. Hier geht es nicht mehr um Geschichte und Gegenwart des Theremin, sondern um seine Perspektiven. Die Meisterschülerin von Lydia Kavina, der Tochter des Theremin-Erfinders Lev Termen, kommt bei ihren eigenen Wurzeln an. Es geht darum, das Theremin aus seiner exotischen Überfrachtung herauszulösen, die nostalgischen Klischees abzustreifen und es als organischen Bestandteil des modernen Instrumentariums zu begreifen.  Auf „Moonstruck“ steht das Theremin nicht allgegenwärtig im Vordergrund, sondern füllt ganz unterschiedliche Funktionen aus. Hier als Solo-Instrument eingesetzt, steuert es da ein paar Klangfarben bei und sorgt dort für die klangliche Grundierung eines Stückes. Barbara Buchholz gestattet es ihrem Instrument in der Normalität anzukommen. Ihr Theremin ist „ein-fach nur“ ein Theremin.

Die von ihr für diesen historischen Schritt gewählte Klangsprache ist nicht zufällig in der norwegischen Musik verankert. Mit Trompeter Arve Henriksen verschmilzt sie fast zu einer Einheit. Ihr vibratoloses Spiel scheint sich fast ohne Schweißstellen mit dem Ton des Trompeters zu verbinden. „An Arve Henriksen beeindruckt mich dieser Sound“, so Barbara Buchholz, „der gar nicht wie eine Trompete klingt, sondern an eine japanische Sakuhachi-Flöte erinnert. Er hat sich lange mit deren Klang beschäftigt und ihre Feinheiten auf die Trompete übertragen, um ein Ventil für seine innere Stimme zu finden. Auch ich lasse mich von anderen Instrumenten wie Horn oder Flöte inspirieren und komme zu Klängen, die für das Theremin eher ungewöhnlich sind. In den Stücken mit Arve konnte ich ausprobieren, wie ähnlich Trompete und Theremin klingen können, und ob es gar Stücke gibt, in denen sie verschmelzen.“

Eine andere wichtige Inspirationsquelle und Klangkomponente des Albums waren die ebenfalls aus Nor-wegen stammenden Susanna & The Magical Orchestra. „Susanna & The Magical Orchestra lernte ich 2006 auf dem Moers Festival kennen. Ich war stark davon berührt, wie die Band Stille hörbar macht. Sie kosten die Stille so aus, dass man manchmal den Atem anhält und denkt, die Musik bleibe stehen. Das Nachdenken über Stille war ein Kerngedanke, der mich durch die ganze Produktion trug. Der Umgang mit Stille im Gegensatz zum Umgang mit Sound.“

Doch die Berlinerin ließ sich nicht nur mit Norwegern ein. Am Kammerflimmer Kollektief fasziniert sie „der Kontrast aus improvisiertem Noise, schönen Melodien und elektronischen Ambient-Einflüssen. Das ist eine sehr lyrische Musik, die für das Theremin optimal geeignet ist. Sie erinnert mich an die Figuren von Niki De Saint Phalle und Jean Tinguely. Diese bunten, fröhlichen Figuren und die rostigen, eiernden und quietschenden Geräte, die diese Schönheit brechen. Zusammen ergibt aber beides erst das perfekte Kunstwerk. Diesen Bruch höre ich auch beim Kammerflimmer Kollektief. Es reizt mich, Stilfragen zu ignorieren und zusammenzutun, was nicht zusammen zu gehören scheint.“

Ulrike Haage kennt man von den Rainbirds, der mit Phil Minton und FM Einheit gemeinsam gegründeten Band Stein und anderen Projekten sowie zahlreichen Hörspielprojekten. Mit ihr entstand das Stück „Evo-cation“, in dem „es wirklich darum geht, wie die Morgensonne nach und nach ihre Strahlen durch die Wolken schickt und sich durchsetzt. Zu ihrem betonten Rhythmus gibt es dieses total zerbrechliche Theremin, das so fragil wie die Strahlen durchkommt.“ Weitere Gäste sind der norwegische Keyboarder Jan Bang, der Berliner Saxofonist Tilmann Dehnhart, Bassist und Programmierer Jan Krause und der uruguayische Komponist Alejandro Govea Zappino, den sie über MySpace kennenlernte. Sie alle haben nicht nur ihre Klangfarben auf der CD hinterlassen, sondern maßgeblich die Gestalt der Musik mitgeprägt. So geht Barbara Buchholz über die bloße Schöpfung eines neuen klanglichen Kontexts für ihr Instrument hinaus, ihr gelingt auch eine unkonventionelle kollektive Vernetzung, in der sich das Theremin immer wieder neu definieren kann.

Die musikalischen Statements der Platte reichen von sakral anmutender Musik über Ambient bis Elektro-nik. Bei aller Unterschiedlichkeit der einzelnen Stücke steht über allem ein borealer Bogen. Die Auswahl ihrer Kollaborateure war alles andere als beliebig oder einer Laune des Augenblicks geschuldet. Laut Barbara Buchholz haben alle Musiker eine Verbindung von abstraktem und emotionalem Klang gemein. Eine weitere Klammer der Stücke ist die Gelassenheit der Protagonistin. Nie zuvor ist das Theremin mit so einer geringen Dosierung von Pathos ausgekommen wie auf dieser CD.

Inhaltstext: SixEight
Alles Glühen
Stein
Moonstruck
Moss II
When I'm Laid
Evocation
Surfing & Waving
Öd
Moss I
Rindenblinde
Dune
Little Liar
Spieldauer: 46' 9"
UPC: 750447340220
Verlag: Intuition
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