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Beachfield - Brighton Bothways

Beachfield - Brighton Bothways


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Bestell-Nr.: TIN 1602
14,99 €
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten
- +
 
Beschreibung

„Can you imagine?“

Eine Platte, die mit dieser Frage anfängt, kann eigentlich nicht schlecht sein.

Darum geht´s doch im Pop: Imagination. „Can you imagine?“ fragt Glenn Thompson, da ist sein Debüt-Album gerade anderthalb Sekunden alt und es folgen vierzig Minuten voller Imagination & Inspiration. Imagination & Inspiration blüht auf ganz eigene Art weit ab von den Zentren des Pop, in der splendid isolation Australiens. Dort war Glenn Thompson Schlagzeuger bei einer der inspiriertesten und inspirierendsten Bands seit der Erfindung der Gitarre: The Go-Betweens, dieser A dream of what a pop group should be (NME). Ein Traum von einer Popgruppe mit den beiden gleichberechtigten und doch so unterschiedlichen Songwriter-Sängern Grant McLennan und Robert Forster. Der Traum endet im Mai 2006 mit dem plötzlichen Tod McLennans. Heute wissen wir, dass es bei den Go-Betweens noch einen dritten hochbegabten Akteur gab.

Dass Forster und McLennan keinen dritten Songwriter neben sich dulden, wo doch Forster McLennan und McLennan Forster neben sich dulden mussten, ist ja irgendwie verständlich. Also hebt sich Glenn Thompson seine Songs auf für sein eigenes Coming-Out. Willkommen in der bezaubernden und manchmal etwas wunderlichen Welt von Beachfield.

Beachfield? Klingt fast wie ein Song der Go-Betweens, ist aber Glenn Thompsons neue One-Man-with-a-little-help-from-his-Friends-Band. Überhaupt hören wir jetzt auf von seiner Ex-Band zu reden. Erinnern wir uns lieber daran, was passieren kann, wenn Schlagzeuger aus ihrer Deckung herauskommen und sich mit eigenen Songs vor ein Mikrofon stellen. Iggy Pop war so ein Fall, Maureen Tucker ein ganz spezieller, Robert Wyatt ein tragischer mit großartigen Folgen. Also, unterschätzen Sie nie einen Schlagzeuger, der sich selbständig macht!

Wie die große Band, deren Namen hier nicht mehr erwähnt wird, kommt auch Beachfield fast ein bisschen unscheinbar daher, und wie bei jener Band entpuppt sich dieses Unscheinbare als elegantes Understatement.  Glenn Thompson erzählt alltägliche Geschichten aus dem Leben der Leute von nebenan, schrieb ein kluger Kritiker, allerdings schaut er dabei von der falschen Seite durch das Teleskop. So kommt es beim Hören dauernd zu merkwürdigen déjà vu - Erlebnissen, denen man selbst nicht über den Weg traut: Huch, ist das nicht der Anfang von „My sweet lord“? „I don’t want to talk about it”? Ja, aber das Crazy Horse-Original. Und kennt man in Australien diese komische Combo namens Smokie?

Solche déjà vu´s blitzen kurz auf, um gleich wieder zu verschwinden in diesen ziemlich formvollendeten Song-Postkarten. Postkarten? Die Band, von der hier nicht mehr die Rede sein soll, war ja auch mal für eine Single bei der Firma Postcard  - Slogan: The Sound Of Young Scotland. Dort verstand man sich auf eine gewisse euphorisierende Melancholie, die auch von manchen Beachfield-Songs ausgeht, vor allem Aztec Camera-Wunderkind Roddy Frame war ein Künstler dieser Gefühlslage. So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste über „Brighton Bothways“, und das passiert ja nicht so oft. Man kommt ins Schwärmen, ins Vergleichen und Erinnern, und man hört Glenn Thompson singen von fallenden Blättern, die er vom Weg aufhebt, um sie ganz oben am Baum wieder zu befestigen, it´s Wintertime again…Songs über Jahreszeiten und Wetterlagen gehören ja zum Schwierigsten, auch darin war die Band, von der hier nicht mehr die Rede sein soll, ganz groß. Da machen Beachfield weiter.

Details
Inhaltstext: Coles To Newcastle - Wintertime Again - Come Down - Mandy - Oneway Ticket - Theme Person - Suburban Life - Demons - Freight Trains - Birds Eye View - Danish Kronor
Spieldauer: 40'3"
UPC : 750447016026
Verlag: Intuition

„Can you imagine?“

Eine Platte, die mit dieser Frage anfängt, kann eigentlich nicht schlecht sein.

Darum geht´s doch im Pop: Imagination. „Can you imagine?“ fragt Glenn Thompson, da ist sein Debüt-Album gerade anderthalb Sekunden alt und es folgen vierzig Minuten voller Imagination & Inspiration. Imagination & Inspiration blüht auf ganz eigene Art weit ab von den Zentren des Pop, in der splendid isolation Australiens. Dort war Glenn Thompson Schlagzeuger bei einer der inspiriertesten und inspirierendsten Bands seit der Erfindung der Gitarre: The Go-Betweens, dieser A dream of what a pop group should be (NME). Ein Traum von einer Popgruppe mit den beiden gleichberechtigten und doch so unterschiedlichen Songwriter-Sängern Grant McLennan und Robert Forster. Der Traum endet im Mai 2006 mit dem plötzlichen Tod McLennans. Heute wissen wir, dass es bei den Go-Betweens noch einen dritten hochbegabten Akteur gab.

Dass Forster und McLennan keinen dritten Songwriter neben sich dulden, wo doch Forster McLennan und McLennan Forster neben sich dulden mussten, ist ja irgendwie verständlich. Also hebt sich Glenn Thompson seine Songs auf für sein eigenes Coming-Out. Willkommen in der bezaubernden und manchmal etwas wunderlichen Welt von Beachfield.

Beachfield? Klingt fast wie ein Song der Go-Betweens, ist aber Glenn Thompsons neue One-Man-with-a-little-help-from-his-Friends-Band. Überhaupt hören wir jetzt auf von seiner Ex-Band zu reden. Erinnern wir uns lieber daran, was passieren kann, wenn Schlagzeuger aus ihrer Deckung herauskommen und sich mit eigenen Songs vor ein Mikrofon stellen. Iggy Pop war so ein Fall, Maureen Tucker ein ganz spezieller, Robert Wyatt ein tragischer mit großartigen Folgen. Also, unterschätzen Sie nie einen Schlagzeuger, der sich selbständig macht!

Wie die große Band, deren Namen hier nicht mehr erwähnt wird, kommt auch Beachfield fast ein bisschen unscheinbar daher, und wie bei jener Band entpuppt sich dieses Unscheinbare als elegantes Understatement.  Glenn Thompson erzählt alltägliche Geschichten aus dem Leben der Leute von nebenan, schrieb ein kluger Kritiker, allerdings schaut er dabei von der falschen Seite durch das Teleskop. So kommt es beim Hören dauernd zu merkwürdigen déjà vu - Erlebnissen, denen man selbst nicht über den Weg traut: Huch, ist das nicht der Anfang von „My sweet lord“? „I don’t want to talk about it”? Ja, aber das Crazy Horse-Original. Und kennt man in Australien diese komische Combo namens Smokie?

Solche déjà vu´s blitzen kurz auf, um gleich wieder zu verschwinden in diesen ziemlich formvollendeten Song-Postkarten. Postkarten? Die Band, von der hier nicht mehr die Rede sein soll, war ja auch mal für eine Single bei der Firma Postcard  - Slogan: The Sound Of Young Scotland. Dort verstand man sich auf eine gewisse euphorisierende Melancholie, die auch von manchen Beachfield-Songs ausgeht, vor allem Aztec Camera-Wunderkind Roddy Frame war ein Künstler dieser Gefühlslage. So kommt man vom Hundertsten ins Tausendste über „Brighton Bothways“, und das passiert ja nicht so oft. Man kommt ins Schwärmen, ins Vergleichen und Erinnern, und man hört Glenn Thompson singen von fallenden Blättern, die er vom Weg aufhebt, um sie ganz oben am Baum wieder zu befestigen, it´s Wintertime again…Songs über Jahreszeiten und Wetterlagen gehören ja zum Schwierigsten, auch darin war die Band, von der hier nicht mehr die Rede sein soll, ganz groß. Da machen Beachfield weiter.

Inhaltstext: Coles To Newcastle - Wintertime Again - Come Down - Mandy - Oneway Ticket - Theme Person - Suburban Life - Demons - Freight Trains - Birds Eye View - Danish Kronor
Spieldauer: 40'3"
UPC : 750447016026
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