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Being Beauteous / Kammermusik 1958

Being Beauteous / Kammermusik 1958


Anna Prohaska: soprano / Peter Gijsbertsen: tenor / NDR Sinfonieorchester / Peter Ruzicka: conductor


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Bestell-Nr.: WER 73342
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.12 kg

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Beschreibung
Hans Werner Henze, dessen Kindheit bzw. Jugend von Nationalsozialismus und Kriegserlebnis überschattet war, war schon zu Lebzeiten eine Legende. Dabei galt er zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn als Außenseiter in der bundesdeutschen Nachkriegs-Szene, obwohl (oder weil?) er schon damals zu den meistgespielten Komponisten gehörte. Von der musikalischen Avantgarde wurde er geschnitten und galt als „Verräter“, was in den Augen des Komponisten „ein völlig sinnloser“ Vorwurf war. Henze folgte scheinbar unbeirrt einem inneren Streben nach kompositorischer Individualität.



Die Kantate „Being Beauteous“ nach dem gleichnamigen Prosagedicht Arthur Rimbauds komponierte Henze 1963 unmittelbar nach seiner ersten USA-Reise. In Manhattan und Harlem hatte der Komponist das Aufeinanderprallen der Gegensätze von Arm und Reich erfahren. Diese Erlebnisse – die Gefährdung des Lebens und damit auch die seines klassischen Schönheitsideals im Spannungsfeld von Überfluss und Verfall – fand er in Rimbauds Gedicht aus dem Zyklus „Les Illuminations“ vorformuliert. „Meine Komposition behandelt die Dichtung so, als sei jeder einzelne Gedanke darin eine kleine Arie in sich. Diese Arien sind in kurze Quartette der Violoncelli eingerahmt, zu denen sich die Harfe gesellt. Im Gegensatz zu der unabhängigen Form jeder Arie hängen die Instrumentalquintette zusammen ­– sie sind Variationen voneinander.“ (Henze)



Zur „Kammermusik 1958“ über die Hymne „In lieblicher Bläue“ von Friedrich Hölderlin wurde Henze durch mehrere Erlebnisse inspiriert. Während einer Griechenland-Reise, auf der sich die ausgeprägte Affinität des Komponisten zur mediterranen Kultur und Landschaft mit Hölderlins Idealisierung der klassischen Antike verband: „Dort fand ich alles so, als wären die Mythen gestern erst geboren worden. Der Stein fing an zu singen.“ (Henze)



Bei der Einspielung von "Kammermusik 1958" handelt es sich um die Erstaufnahme der Version mit Streichorchester.

Produktionen des Norddeutschen Rundfunks, NDR das neue werk

Lizenziert durch Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH
Details
EAN: 4010228733426
Inhaltstext: Being Beauteous Kantate auf das gleichnamige Gedicht aus "Les Illuminations" von Arthur Rimbaud 
für Koloratursopran, Harfe und vier Violincelli (1963)
Kammermusik 1958 über die Hymne "In lieblicher Bläue" von Friedrich Hölderlin 
für Tenor, Gitarre und acht Instrumente (1958)
Spieldauer: 63'54"
Verlag: Wergo
Auszeichnungen

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Bestenliste 2/2016

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Hans Werner Henze, dessen Kindheit bzw. Jugend von Nationalsozialismus und Kriegserlebnis überschattet war, war schon zu Lebzeiten eine Legende. Dabei galt er zu Beginn seiner musikalischen Laufbahn als Außenseiter in der bundesdeutschen Nachkriegs-Szene, obwohl (oder weil?) er schon damals zu den meistgespielten Komponisten gehörte. Von der musikalischen Avantgarde wurde er geschnitten und galt als „Verräter“, was in den Augen des Komponisten „ein völlig sinnloser“ Vorwurf war. Henze folgte scheinbar unbeirrt einem inneren Streben nach kompositorischer Individualität.



Die Kantate „Being Beauteous“ nach dem gleichnamigen Prosagedicht Arthur Rimbauds komponierte Henze 1963 unmittelbar nach seiner ersten USA-Reise. In Manhattan und Harlem hatte der Komponist das Aufeinanderprallen der Gegensätze von Arm und Reich erfahren. Diese Erlebnisse – die Gefährdung des Lebens und damit auch die seines klassischen Schönheitsideals im Spannungsfeld von Überfluss und Verfall – fand er in Rimbauds Gedicht aus dem Zyklus „Les Illuminations“ vorformuliert. „Meine Komposition behandelt die Dichtung so, als sei jeder einzelne Gedanke darin eine kleine Arie in sich. Diese Arien sind in kurze Quartette der Violoncelli eingerahmt, zu denen sich die Harfe gesellt. Im Gegensatz zu der unabhängigen Form jeder Arie hängen die Instrumentalquintette zusammen ­– sie sind Variationen voneinander.“ (Henze)



Zur „Kammermusik 1958“ über die Hymne „In lieblicher Bläue“ von Friedrich Hölderlin wurde Henze durch mehrere Erlebnisse inspiriert. Während einer Griechenland-Reise, auf der sich die ausgeprägte Affinität des Komponisten zur mediterranen Kultur und Landschaft mit Hölderlins Idealisierung der klassischen Antike verband: „Dort fand ich alles so, als wären die Mythen gestern erst geboren worden. Der Stein fing an zu singen.“ (Henze)



Bei der Einspielung von "Kammermusik 1958" handelt es sich um die Erstaufnahme der Version mit Streichorchester.

Produktionen des Norddeutschen Rundfunks, NDR das neue werk

Lizenziert durch Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH
EAN: 4010228733426
Inhaltstext: Being Beauteous Kantate auf das gleichnamige Gedicht aus "Les Illuminations" von Arthur Rimbaud 
für Koloratursopran, Harfe und vier Violincelli (1963)
Kammermusik 1958 über die Hymne "In lieblicher Bläue" von Friedrich Hölderlin 
für Tenor, Gitarre und acht Instrumente (1958)
Spieldauer: 63'54"
Verlag: Wergo

Preis der deutschen Schallplattenkritik

Bestenliste 2/2016