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Concerto for Harpsichord and Eight Wind Instruments

Concerto for Harpsichord and Eight Wind Instruments


  • Besetzung: Cembalo und 8 Bläser
  • Ausgabe: Aufführungsmaterial

Beschreibung
Ich schrieb das Harpsichord Concerto im Winter 1954-55, in meinem letzten Studienjahr bei John Weinzweig. Ich studierte zu dieser Zeit außerdem Cembalo und war fasziniert von den kontrapunktischen und rhythmischen Möglichkeiten dieses Instruments. Wegen ihrer prägnanten Klarheit in kontrapunktischen Strukturen benutzte ich an Stelle einer herkömmlichen Streichersetzung die Bläser. Mein Ziel war es, eine zweidimensionale Studie zu komponieren. Dabei war weniger die Intensität ein Anliegen als das Kratzen an der Oberfläche. Ich entwickelte in dieser Zeit einen Enthusiasmus für die frühen Werke von Paul Klee und widmete den zweiten Satz seinem Andenken.

Der Stil dieser Arbeit reflektiert mein ungebrochenes Interesse an „Les Six“ und dem Neo-Klassizismus von Strawinsky (mit ein paar auffälligen Entwendungen von De Falla und Janacek). Dass das Werk nicht John Weinzweigs Stil imitiert, entspricht einem Prinzip seines Unterrichts: Im Gegensatz zu anderen bekannten Lehrern erwartete er niemals von seinen Studenten, ihn zu kopieren. John organisierte außerdem die erste Aufnahme des Werkes, indem er es dem International Service des CBC in Montreal empfahl.

Der erste Satz beginnt mit einer Toccata, die zuerst von einem Marsch-ähnlichen Abschnitt und dann von einem Choral unterbrochen wird. Der zweite Satz besteht aus einer Serie freier Variationen auf das Choralthema. Er beginnt gedämpft und steigert sich zu einem Höhepunkt, in dem das Thema von scharfen staccato-Akkorden formuliert wird, die durch lange Pausen voneinander getrennt sind. Von diesem Punkt an verläuft der Satz rückwärts zum friedvollen Material des Anfangs. Der finale Satz ist hell und transparent, eine Art mediterranes Barock, mit Fetzen von Scarlatti verwebt in einen lebhaften polytonalen und polyrhythmischen Kontrapunkt.

Das Harpsichord Concerto war mein erster Versuch, ein langes Stück zu schreiben und es leidet natürlich an den gleichen Mängeln wie zahllose Versuche anderer junger Komponisten. Das Hauptproblem bei der Ausdehnung von Musik in eine längere Form ist es, die Ideen zu verbinden. Das ist besonders auffällig im ersten Satz, wo die Toccata ohne Vorwarnung von Marsch und Choral unterbrochen wird: Beide haben keinerlei Beziehung zum Eröffnungsmaterial und lenken schlicht vom Impetus des Satzes ab. Ein paar Jahre nach der Komposition kürzte ich den ersten Satz, weil er zu lang war. Trotzdem sind alle Fehler, die ich erwähnt habe, noch evident. R. Murray Schafer
Details
Kompositionsjahr: 1954
Orchesterbesetzung: 2(2.pic).1.1.bcl.2-1.0.0.0
Spieldauer: 17'0"
Verlag: Arcana Editions
Ich schrieb das Harpsichord Concerto im Winter 1954-55, in meinem letzten Studienjahr bei John Weinzweig. Ich studierte zu dieser Zeit außerdem Cembalo und war fasziniert von den kontrapunktischen und rhythmischen Möglichkeiten dieses Instruments. Wegen ihrer prägnanten Klarheit in kontrapunktischen Strukturen benutzte ich an Stelle einer herkömmlichen Streichersetzung die Bläser. Mein Ziel war es, eine zweidimensionale Studie zu komponieren. Dabei war weniger die Intensität ein Anliegen als das Kratzen an der Oberfläche. Ich entwickelte in dieser Zeit einen Enthusiasmus für die frühen Werke von Paul Klee und widmete den zweiten Satz seinem Andenken.

Der Stil dieser Arbeit reflektiert mein ungebrochenes Interesse an „Les Six“ und dem Neo-Klassizismus von Strawinsky (mit ein paar auffälligen Entwendungen von De Falla und Janacek). Dass das Werk nicht John Weinzweigs Stil imitiert, entspricht einem Prinzip seines Unterrichts: Im Gegensatz zu anderen bekannten Lehrern erwartete er niemals von seinen Studenten, ihn zu kopieren. John organisierte außerdem die erste Aufnahme des Werkes, indem er es dem International Service des CBC in Montreal empfahl.

Der erste Satz beginnt mit einer Toccata, die zuerst von einem Marsch-ähnlichen Abschnitt und dann von einem Choral unterbrochen wird. Der zweite Satz besteht aus einer Serie freier Variationen auf das Choralthema. Er beginnt gedämpft und steigert sich zu einem Höhepunkt, in dem das Thema von scharfen staccato-Akkorden formuliert wird, die durch lange Pausen voneinander getrennt sind. Von diesem Punkt an verläuft der Satz rückwärts zum friedvollen Material des Anfangs. Der finale Satz ist hell und transparent, eine Art mediterranes Barock, mit Fetzen von Scarlatti verwebt in einen lebhaften polytonalen und polyrhythmischen Kontrapunkt.

Das Harpsichord Concerto war mein erster Versuch, ein langes Stück zu schreiben und es leidet natürlich an den gleichen Mängeln wie zahllose Versuche anderer junger Komponisten. Das Hauptproblem bei der Ausdehnung von Musik in eine längere Form ist es, die Ideen zu verbinden. Das ist besonders auffällig im ersten Satz, wo die Toccata ohne Vorwarnung von Marsch und Choral unterbrochen wird: Beide haben keinerlei Beziehung zum Eröffnungsmaterial und lenken schlicht vom Impetus des Satzes ab. Ein paar Jahre nach der Komposition kürzte ich den ersten Satz, weil er zu lang war. Trotzdem sind alle Fehler, die ich erwähnt habe, noch evident. R. Murray Schafer
Kompositionsjahr: 1954
Orchesterbesetzung: 2(2.pic).1.1.bcl.2-1.0.0.0
Spieldauer: 17'0"
Verlag: Arcana Editions