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Craquelé

Craquelé


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Bestell-Nr.: WER 67992
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung
Die Musik Franz Martin Olbrischs will nichts bedeuten. Sie will das sein, was sie naturgemäß ist: ein akusti­sches Ereignis, das beim Hören zum Kunstwerk werden kann. Den Fokus legt er dabei auf einen Aspekt, dessen kompo­sitorisches Potenzial er bis ins Unermessliche ausreizt: die Vielfältigkeit von Klang.

Den Interpreten verlangt er häufig komplexe oder un­ge­wöhnliche Spieltechniken ab, die ein nicht klar vor­her­sehbares Klangergebnis mit sich bringen. Die Rolle des Hörers ist ebenso relevant, da dieser die oft man­nigfalti­gen musikalischen Vorgänge unmöglich alle zeitgleich verfolgen kann. Er muss seinen Fokus auf bestimmte ein­zelne Komponenten lenken und kann so das Werk auf seine eigene Weise registrieren, verarbeiten und als Kunstwerk verstehen. Diese Unmöglichkeit, jedes Detail der Interpretation und der Rezeption steuern zu können, betrachtet Olbrisch nicht als Defi­zit, sondern als notwendige künstlerische Ausprägung – ein Ansatz, den der Komponist in seinem Orchesterwerk „craquelé“ weiter ausgebaut hat.

Viele seiner Arbeiten sind zudem geprägt durch die Auseinandersetzung mit akustischen Eigen­schaften von Instrumenten und ihrer spezifischen Tonerzeugungsmechanik. Dieser Ansatz wird z. B. in seinem Werk „flöte, sounds & live-electronics“ wirksam, in dem er die kompositorischen Grundprinzipien allein von den Grifftechniken einer Standardquerflöte herleitet.

Für sein Orchesterstück „Grain“ nutzt Olbrisch computergestützte Verfahren, um die Ge­räuschfolge vom Einwurf einer Münze in einen Getränkeautomaten bis zur Ausgabe einer Dose auf ihre signifikanten Eigenschaften zu analysieren. Das aus den Ergebnissen gewon­nene Mate­rial wird auf Orchesterstimmen übertragen.

In „coupures de temps...“ spielen zwar alle Instrumentalisten im gleichen Tempo, aber doch folgt jede Stimme einer anderen Unterteilung des Metronoms, sodass verschiedene Pulse pa­rallel laufen. Durch diese eigenständige Zeitorganisation der einzelnen Instrumente entsteht ein dauerhaftes Auseinanderklaffen und Zusammenfinden der Stimmen.

Produktionen des Hessischen Rundfunks

hr-Sinfonieorchester / Sian Edwards: conductor / Roland Kluttig: conductor / Yuri Matsuzaki: flute / Martin Baumgärtel: live-electronics / Studio for New Music Ensemble Moscow (Marina Rubinstein: flute, Nikita Agafonov: clarinet, Stanislav Malyshev: violin, Daria Filipenka: viola, Anna Shyogoleva: violoncello, Dmitry Shyolkin: percussion) / Franz Martin Olbrisch: live-electronics / Vladimir Gorlinsky: conductor
Details
EAN: 4010228679922
Inhaltstext: für großes Orchester (2005) für Flöte und Live-Elektronik (1995/2011 – Version 2011)
craquelé
Spieldauer: 73'1"
Verlag: Wergo
Die Musik Franz Martin Olbrischs will nichts bedeuten. Sie will das sein, was sie naturgemäß ist: ein akusti­sches Ereignis, das beim Hören zum Kunstwerk werden kann. Den Fokus legt er dabei auf einen Aspekt, dessen kompo­sitorisches Potenzial er bis ins Unermessliche ausreizt: die Vielfältigkeit von Klang.

Den Interpreten verlangt er häufig komplexe oder un­ge­wöhnliche Spieltechniken ab, die ein nicht klar vor­her­sehbares Klangergebnis mit sich bringen. Die Rolle des Hörers ist ebenso relevant, da dieser die oft man­nigfalti­gen musikalischen Vorgänge unmöglich alle zeitgleich verfolgen kann. Er muss seinen Fokus auf bestimmte ein­zelne Komponenten lenken und kann so das Werk auf seine eigene Weise registrieren, verarbeiten und als Kunstwerk verstehen. Diese Unmöglichkeit, jedes Detail der Interpretation und der Rezeption steuern zu können, betrachtet Olbrisch nicht als Defi­zit, sondern als notwendige künstlerische Ausprägung – ein Ansatz, den der Komponist in seinem Orchesterwerk „craquelé“ weiter ausgebaut hat.

Viele seiner Arbeiten sind zudem geprägt durch die Auseinandersetzung mit akustischen Eigen­schaften von Instrumenten und ihrer spezifischen Tonerzeugungsmechanik. Dieser Ansatz wird z. B. in seinem Werk „flöte, sounds & live-electronics“ wirksam, in dem er die kompositorischen Grundprinzipien allein von den Grifftechniken einer Standardquerflöte herleitet.

Für sein Orchesterstück „Grain“ nutzt Olbrisch computergestützte Verfahren, um die Ge­räuschfolge vom Einwurf einer Münze in einen Getränkeautomaten bis zur Ausgabe einer Dose auf ihre signifikanten Eigenschaften zu analysieren. Das aus den Ergebnissen gewon­nene Mate­rial wird auf Orchesterstimmen übertragen.

In „coupures de temps...“ spielen zwar alle Instrumentalisten im gleichen Tempo, aber doch folgt jede Stimme einer anderen Unterteilung des Metronoms, sodass verschiedene Pulse pa­rallel laufen. Durch diese eigenständige Zeitorganisation der einzelnen Instrumente entsteht ein dauerhaftes Auseinanderklaffen und Zusammenfinden der Stimmen.

Produktionen des Hessischen Rundfunks

hr-Sinfonieorchester / Sian Edwards: conductor / Roland Kluttig: conductor / Yuri Matsuzaki: flute / Martin Baumgärtel: live-electronics / Studio for New Music Ensemble Moscow (Marina Rubinstein: flute, Nikita Agafonov: clarinet, Stanislav Malyshev: violin, Daria Filipenka: viola, Anna Shyogoleva: violoncello, Dmitry Shyolkin: percussion) / Franz Martin Olbrisch: live-electronics / Vladimir Gorlinsky: conductor
EAN: 4010228679922
Inhaltstext: für großes Orchester (2005) für Flöte und Live-Elektronik (1995/2011 – Version 2011)
craquelé
Spieldauer: 73'1"
Verlag: Wergo