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Crusades

Crusades

Oper

Libretto von Tiina Hartmann


  • Ausgabe: Aufführungsmaterial
  • Sprache: deutsch

 
Beschreibung
Crusades ist eine Oper über die Spätfolgen der Kreuzzüge, ein Auftragswerk des Theaters Freiburg. Es ist eine leidenschaftliche Liebesgeschichte über Religionsgrenzen hinweg, wie sie heute in jeder bunt gemischten Gesellschaft einer europäischen Großstadt stattfinden könnte. Halten die emotionalen Bindungen möglichen Differenzen durch Herkunft und Religion stand? Jerusalem als der Jahrtausende alte religiöse Konfliktherd der monotheistischen Religionen sowie die Historie der zerstörerischen Kreuzzüge bilden das Fundament für diese Geschichte eines durch Liebe und spirituelle Erkenntnis verhinderten Terroranschlags. Historische Persönlichkeiten wie Papst Urban II., Bernhard von Clairveaux, Rabia von Basra oder Walther von der Vogelweide, Chöre von Kreuzfahrern und den Kindern der Kinderkreuzzüge treten dabei immer wieder aus dem Echoraum alter Zeiten hervor. Wie sehr resultieren höchst aktuelle Probleme aus den langen Gewaltketten der abend- und morgenländischen Geschichte!

Das zentrale Thema meiner Oper Crusades ist der Missbrauch von Religion und seine gewaltsamen Folgen. Während der Erarbeitung dieses Stoffes hatte sich die Gefahr, eine bestimmte Religion als schuldhaft an den Pranger zu stellen, deutlich herauskristallisiert. Um dieser Gefahr zu begegnen, habe ich das Thema „Missbrauch von Religion“ von dem Thema „Religion an sich“ abgetrennt, um die historischen Folgen von Gewalt, die zur heutigen Situation von Krieg, Terror und Hass im Namen Gottes geführt haben, wie mit dem Seziermesser herauszuarbeiten. Die eigentlichen Ursachen religiöser Gewalt sind nichtreligiöser Natur: Zum einen bestehen sie im messianischen Führungsanspruch Einzelner, die sich mit göttlicher Machtkompetenz ausgestattet sehen und Strukturen ausbauen, um diese Macht durchzusetzen („Was Gott will, das entscheide ich!“ Maciel, Crusades). Eine andere Ursache liegt im florierenden Waffengeschäft weltweit agierender Unternehmen, welche sich – auch unterstützt durch westliche Regierungen – am religiösen Krieg bereichern, indem sie JEDE Front mit Nachschub versorgen.

Die Orte, an denen ich meine Oper komponierte, stehen wie „Hotspots“ für die kulturellen und musikalischen Schwerpunkte dieses Werkes: Crusades erarbeitete ich vornehmlich in Jerusalem, in Weimar und in Mantamados auf Lesbos/ Griechenland.

Meine Musik ist für mich eine Sprache, in der ich auf emotionale Weise mit meinem Publikum kommuniziere. Mit ihr erzähle ich von den Beziehungen zwischen Menschen und zeichne psychosoziale Prozesse nach. Ich sehe meine musikalischen Wurzeln nicht allein in der Tradition der europäischen Moderne, sondern als historisch wesentlich tiefer und breiter angelegt. Um meinen Kompositionen Vitalität und Flexibilität zu geben, lasse ich mich daher von melodisch-rhythmischen Techniken inspirieren, die ich beim langjährigen Studium außereuropäischer bzw. alteuropäischer Musik kennen gelernt habe.

Für Crusades hatte ich ein Arbeitsstipendium des Freistaates Thüringen in Jerusalem inne und recherchierte u.a. an der Jerusalem Academy for Music and Dance nach jüdischer und klassisch- arabischer Musik.

Die musikalische Dramaturgie der Oper zeichnet sich, bezugnehmend auf die ästhetischen Bedürfnisse und Kommunikationsformen meiner Mitmenschen heute, durch die Nähe zum Film aus: Schnelle Schnitte, intensive Bilder, starke Kontraste, dramatische Orts- und Tempowechsel. Ludger Vollmer
Details
Auftragswerk : Auftragswerk des Theaters Freiburg
Kompositionsjahr: 2015-2016
Orchesterbesetzung: 2 (2. auch Picc. und Altfl.) · 2 (2. auch Engl. Hr.) · 2 (2. auch Klar. in Es) · 2 ( 2. auch Kfg.) - 2 (2. auch Schofar) · 2 (2. auch kl. Trp. in D) . 2 (2. auch Basspos.) · 1 (auch Kb.-Basstb.) - P. S. (Glsp. · Xyl. · Vibr. · Crot. · Röhrengl. ·Trgl. · Beckenpaar · Schellenkranz · Agogo · Tamt. · Tamb. · 2 Bngs. · Darbukka · 2 Tomt. · kl. Tr. · gr. Tr. (mit Bck.) · Metal Chimes · Guiro · Kast. · Clav. · 2 Holzbl. · 3 Tempelbl. · Trillerpfeife · Peitsche · Windmasch.· Stahlschiene · Pestklapper · Pistole · Werkzeughammer · Drumset) (3 Spieler) - Klavier (auch Cembalo, alt. Keyboard Cembaloklang) · Oud · Str. (10 · 8 · 5 · 4 · 3)
Personenbesetzung: Omar, Student / Bernhard von Clairveaux, ein Rechtgläubiger · lyrischer Bariton (große Partie) - Imam Ibrahim / Papst Urban II, ein religiöser Machtpolitiker · Bass (mittlere Partie) - Maciel, Fundamentalist (immer im Talar, je nach Szene wechselnd mit „muslimischem“ Sarik oder „katholischem“ Birett auf dem Kopf) · dramatischer Tenor (große Partie) - Dandolo, Kriegsgewinnler · Bass (mittlere Partie) - Gabriel, Junior-Professor / Papst Franziskus / Hl. Franziskus · lyrischer Tenor (große Partie) - Tamar, Studentin · Mezzosopran (große Partie) - Walter von der Vogelweide · Countertenor (kleine-mittlere Partie) - Safiye, Studentin / Rabia v. Basra, muslimische Heilige · Sopran (große Partie) - Chorsoli: Liya, Mutter von Safiye · Muhammad, Vater von Safiye · Oberrabbiner von Israel · Imam der Al Aqsa Moschee - Dandolos Knappe · Statist - Chor der Kreuzfahrer - Chor der Kreuzzugskinder / Chor der Studierenden
Spieldauer: 120'0"
Uraufführung : 14. Januar 2017 Freiburg, Theater, Großes Haus (D) · Dirigent: Daniel Carter · Philharmonisches Orchester Freiburg · Bernhard Moncado · Inszenierung: Neco Çelik · Kostüme: Ariane Isabel Unfried · Bühnenbild: Rifail Ajdarpasic
Verlag: Schott Music
Aufführungen
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-07-09 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-05-13 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-03-17 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-26 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-19 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-17 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-15 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-05 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-03 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-28 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-26 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-19 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-14 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus | Uraufführung
Crusades ist eine Oper über die Spätfolgen der Kreuzzüge, ein Auftragswerk des Theaters Freiburg. Es ist eine leidenschaftliche Liebesgeschichte über Religionsgrenzen hinweg, wie sie heute in jeder bunt gemischten Gesellschaft einer europäischen Großstadt stattfinden könnte. Halten die emotionalen Bindungen möglichen Differenzen durch Herkunft und Religion stand? Jerusalem als der Jahrtausende alte religiöse Konfliktherd der monotheistischen Religionen sowie die Historie der zerstörerischen Kreuzzüge bilden das Fundament für diese Geschichte eines durch Liebe und spirituelle Erkenntnis verhinderten Terroranschlags. Historische Persönlichkeiten wie Papst Urban II., Bernhard von Clairveaux, Rabia von Basra oder Walther von der Vogelweide, Chöre von Kreuzfahrern und den Kindern der Kinderkreuzzüge treten dabei immer wieder aus dem Echoraum alter Zeiten hervor. Wie sehr resultieren höchst aktuelle Probleme aus den langen Gewaltketten der abend- und morgenländischen Geschichte!

Das zentrale Thema meiner Oper Crusades ist der Missbrauch von Religion und seine gewaltsamen Folgen. Während der Erarbeitung dieses Stoffes hatte sich die Gefahr, eine bestimmte Religion als schuldhaft an den Pranger zu stellen, deutlich herauskristallisiert. Um dieser Gefahr zu begegnen, habe ich das Thema „Missbrauch von Religion“ von dem Thema „Religion an sich“ abgetrennt, um die historischen Folgen von Gewalt, die zur heutigen Situation von Krieg, Terror und Hass im Namen Gottes geführt haben, wie mit dem Seziermesser herauszuarbeiten. Die eigentlichen Ursachen religiöser Gewalt sind nichtreligiöser Natur: Zum einen bestehen sie im messianischen Führungsanspruch Einzelner, die sich mit göttlicher Machtkompetenz ausgestattet sehen und Strukturen ausbauen, um diese Macht durchzusetzen („Was Gott will, das entscheide ich!“ Maciel, Crusades). Eine andere Ursache liegt im florierenden Waffengeschäft weltweit agierender Unternehmen, welche sich – auch unterstützt durch westliche Regierungen – am religiösen Krieg bereichern, indem sie JEDE Front mit Nachschub versorgen.

Die Orte, an denen ich meine Oper komponierte, stehen wie „Hotspots“ für die kulturellen und musikalischen Schwerpunkte dieses Werkes: Crusades erarbeitete ich vornehmlich in Jerusalem, in Weimar und in Mantamados auf Lesbos/ Griechenland.

Meine Musik ist für mich eine Sprache, in der ich auf emotionale Weise mit meinem Publikum kommuniziere. Mit ihr erzähle ich von den Beziehungen zwischen Menschen und zeichne psychosoziale Prozesse nach. Ich sehe meine musikalischen Wurzeln nicht allein in der Tradition der europäischen Moderne, sondern als historisch wesentlich tiefer und breiter angelegt. Um meinen Kompositionen Vitalität und Flexibilität zu geben, lasse ich mich daher von melodisch-rhythmischen Techniken inspirieren, die ich beim langjährigen Studium außereuropäischer bzw. alteuropäischer Musik kennen gelernt habe.

Für Crusades hatte ich ein Arbeitsstipendium des Freistaates Thüringen in Jerusalem inne und recherchierte u.a. an der Jerusalem Academy for Music and Dance nach jüdischer und klassisch- arabischer Musik.

Die musikalische Dramaturgie der Oper zeichnet sich, bezugnehmend auf die ästhetischen Bedürfnisse und Kommunikationsformen meiner Mitmenschen heute, durch die Nähe zum Film aus: Schnelle Schnitte, intensive Bilder, starke Kontraste, dramatische Orts- und Tempowechsel. Ludger Vollmer
Auftragswerk : Auftragswerk des Theaters Freiburg
Kompositionsjahr: 2015-2016
Orchesterbesetzung: 2 (2. auch Picc. und Altfl.) · 2 (2. auch Engl. Hr.) · 2 (2. auch Klar. in Es) · 2 ( 2. auch Kfg.) - 2 (2. auch Schofar) · 2 (2. auch kl. Trp. in D) . 2 (2. auch Basspos.) · 1 (auch Kb.-Basstb.) - P. S. (Glsp. · Xyl. · Vibr. · Crot. · Röhrengl. ·Trgl. · Beckenpaar · Schellenkranz · Agogo · Tamt. · Tamb. · 2 Bngs. · Darbukka · 2 Tomt. · kl. Tr. · gr. Tr. (mit Bck.) · Metal Chimes · Guiro · Kast. · Clav. · 2 Holzbl. · 3 Tempelbl. · Trillerpfeife · Peitsche · Windmasch.· Stahlschiene · Pestklapper · Pistole · Werkzeughammer · Drumset) (3 Spieler) - Klavier (auch Cembalo, alt. Keyboard Cembaloklang) · Oud · Str. (10 · 8 · 5 · 4 · 3)
Personenbesetzung: Omar, Student / Bernhard von Clairveaux, ein Rechtgläubiger · lyrischer Bariton (große Partie) - Imam Ibrahim / Papst Urban II, ein religiöser Machtpolitiker · Bass (mittlere Partie) - Maciel, Fundamentalist (immer im Talar, je nach Szene wechselnd mit „muslimischem“ Sarik oder „katholischem“ Birett auf dem Kopf) · dramatischer Tenor (große Partie) - Dandolo, Kriegsgewinnler · Bass (mittlere Partie) - Gabriel, Junior-Professor / Papst Franziskus / Hl. Franziskus · lyrischer Tenor (große Partie) - Tamar, Studentin · Mezzosopran (große Partie) - Walter von der Vogelweide · Countertenor (kleine-mittlere Partie) - Safiye, Studentin / Rabia v. Basra, muslimische Heilige · Sopran (große Partie) - Chorsoli: Liya, Mutter von Safiye · Muhammad, Vater von Safiye · Oberrabbiner von Israel · Imam der Al Aqsa Moschee - Dandolos Knappe · Statist - Chor der Kreuzfahrer - Chor der Kreuzzugskinder / Chor der Studierenden
Spieldauer: 120'0"
Uraufführung : 14. Januar 2017 Freiburg, Theater, Großes Haus (D) · Dirigent: Daniel Carter · Philharmonisches Orchester Freiburg · Bernhard Moncado · Inszenierung: Neco Çelik · Kostüme: Ariane Isabel Unfried · Bühnenbild: Rifail Ajdarpasic
Verlag: Schott Music
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-07-09 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-05-13 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-03-17 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-26 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-19 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-17 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-15 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-05 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-02-03 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-28 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-26 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-19 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus
Dirigent: Daniel Carter
Orchester: Philharmonisches Orchester Freiburg
2017-01-14 | Freiburg (Deutschland), Theater, Großes Haus | Uraufführung