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Dakota Mab

Dakota Mab

European Jazz Legends Vol. 5

Live at Theater Gütersloh


Henri Texier: bass / Sébastien Texier: alto saxophone, clarinets / Francois Corneloup: baritone saxophone / Louis Moutin: drums


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Bestell-Nr.: INTC 71317
14,99 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.06 kg

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Beschreibung

Unter Jazzfreunden kann man herrlich darüber streiten, ob „Europäischer Jazz" ein nützlicher Gegenentwurf zur amerikanischen Tradition ist, eine originelle Ergänzung dazu oder „auf dem Markt weniger wert als amerikanischer", wie es in einem Wikipedia-Forum nachzulesen ist. Außer Zweifel steht allerdings, dass es auch diesseits des Atlantiks begnadete Musiker gab und gibt, die den Jazz seit Jahrzehnten geprägt und geformt haben. Dabei haben sie ganz eigene Spielweisen entwickelt, indem sie europäische Mu-siktraditionen mit den amerikanischen Einflüssen zusammenbrachten. Diesen Pionieren des europäischen Jazz eine Bühne zu geben, das war die Idee zur Artikelserie „European Jazz Legends", die im Magazin Jazz thing in seiner 100. Ausgabe im September 2013 startete – und die inzwischen auf mittlerweile 13 Folgen zurückblickt. Aus der symbolischen Bühne ist nun eine tatsächliche geworden – und sie steht in Gütersloh, mitten in Europa. Begleitend zu jeder Ausgabe des fünfmal jährlich erscheinenden Heftes findet in Kooperation mit unserem Label Intuition, der Stadt Gütersloh und WDR 3 ein eigens für diesen Anlass konzipiertes Konzert mit einem aktuellen Protagonisten der Serie statt, moderiert von Götz Bühler. Das Konzert inklusive Gesprächsrunde mit Götz Bühler wird aufgenommen und vom WDR 3 zeitversetzt gesendet; die musikalischen Highlights des Konzertes werden auf einer CD veröffentlicht.

Für jedes Jahr sind also fünf Konzerte und fünf CDs zur Serie „European Jazz Legends" geplant, am Ende wird ein Buch entstehen, für das die Artikel aus dem Magazin überarbeitet und ergänzt werden, u.a. um Eindrücke aus den Konzerten und Gesprächsrunden.

Die CD von Henri Texier und seinem „Hope" Quartett ist bereits die fünfte Veröffentlichung der „European Jazz Legends"-Reihe. Wir von Intuition sind stolz darauf, unseren Beitrag leisten zu können und danken allen Partnern und insbesondere den Musikern – und hoffen, dass sie den Hörern, die nicht live dabei sein konnten, Freude bereitet. Und denen, die im Publikum saßen, eine schöne Erinnerung darstellt.

„L’espoir fait vivre" wird in der Regel mit „die Hoffnung stirbt zuletzt" übersetzt. Das „Hope Quartet" des französischen Bassisten und Komponisten Henri Texier erzählte an diesem Konzertabend von einer Hoffnung, die unsterblich bleiben sollte: der Hoffnung, dass die Kultur und die Geschichte der „Native Americans", einst fälschlicherweise „Indianer" genannt, nicht aussterben wird. Die Musik soll zum Beispiel das Schicksal des Stammes der Hopi, deren einstiges Gebiet im heutigen Arizona liegt, in unser Bewusstsein rufen. Der Siebzigjährige, der in Paris geboren und aufgewachsen ist, entzündete mit seinem Ensemble ein wahres musikalisches Feuerwerk bei diesem Konzert im Theater der Stadt Gütersloh: nicht als Selbstzweck, sondern als Huldigung an die Kultur indigener Völker.

Für Texier begann die musikalische Reise schon früh als Teenager: Er übte in den fünfziger Jahren mit Freunden im Keller des Wärterhäuschens auf einem abgelegenen Rangierbahnhof – sein Witz und seine Weisheit, die er auch an diesem Konzertabend bewies, scheinen auch dort ihre Wurzeln zu haben. Diese entwickelten sich aber danach rasant weiter: bei den zahlreichen Engagements in den Bands von zum Beispiel Schlagzeuger Daniel Humair und Pianist George Gruntz in den Jazzclubs der französischen Hauptstadt. Als Trio bildeten sie dann ab 1968 die „European Rhythm Machine" des Amerikaners Phil Woods. Später experimentierte Texier mit der Oud oder dem multi-tracking Konzept, auf Schallplatten mit Titeln wie „Amir" und „Varech". Dies wiederum führte konsequenterweise zu Reisen durch Afrika und die arabische Welt. Und zu dem legendären Trio „Carnet de Routes" mit dem Franzosen Louis Sclavis und dem Italiener Aldo Romano, das er bis heute leitet. Die Tatsache, dass das Konzert lediglich neun Tage nach den schrecklichen Attacken in Paris am 13. November 2015 stattfand, mag die Musik weiter emotionalisiert und noch energetischer gemacht haben. Aber die wichtigste Erinnerung an diesen Abend wird sicher das Gefühl der Hoffnung bleiben.
Details
Inhaltstext: Ô Elvin
Hopi
Mic Mac
Dakota Mab
Navajo Dream
Comanche
Sueño Canto
Interview With Henry Texier (by Götz Bühler)
Spieldauer: 70'51"
UPC: 608917131727
Verlag: Deutsche Media Productions

Unter Jazzfreunden kann man herrlich darüber streiten, ob „Europäischer Jazz" ein nützlicher Gegenentwurf zur amerikanischen Tradition ist, eine originelle Ergänzung dazu oder „auf dem Markt weniger wert als amerikanischer", wie es in einem Wikipedia-Forum nachzulesen ist. Außer Zweifel steht allerdings, dass es auch diesseits des Atlantiks begnadete Musiker gab und gibt, die den Jazz seit Jahrzehnten geprägt und geformt haben. Dabei haben sie ganz eigene Spielweisen entwickelt, indem sie europäische Mu-siktraditionen mit den amerikanischen Einflüssen zusammenbrachten. Diesen Pionieren des europäischen Jazz eine Bühne zu geben, das war die Idee zur Artikelserie „European Jazz Legends", die im Magazin Jazz thing in seiner 100. Ausgabe im September 2013 startete – und die inzwischen auf mittlerweile 13 Folgen zurückblickt. Aus der symbolischen Bühne ist nun eine tatsächliche geworden – und sie steht in Gütersloh, mitten in Europa. Begleitend zu jeder Ausgabe des fünfmal jährlich erscheinenden Heftes findet in Kooperation mit unserem Label Intuition, der Stadt Gütersloh und WDR 3 ein eigens für diesen Anlass konzipiertes Konzert mit einem aktuellen Protagonisten der Serie statt, moderiert von Götz Bühler. Das Konzert inklusive Gesprächsrunde mit Götz Bühler wird aufgenommen und vom WDR 3 zeitversetzt gesendet; die musikalischen Highlights des Konzertes werden auf einer CD veröffentlicht.

Für jedes Jahr sind also fünf Konzerte und fünf CDs zur Serie „European Jazz Legends" geplant, am Ende wird ein Buch entstehen, für das die Artikel aus dem Magazin überarbeitet und ergänzt werden, u.a. um Eindrücke aus den Konzerten und Gesprächsrunden.

Die CD von Henri Texier und seinem „Hope" Quartett ist bereits die fünfte Veröffentlichung der „European Jazz Legends"-Reihe. Wir von Intuition sind stolz darauf, unseren Beitrag leisten zu können und danken allen Partnern und insbesondere den Musikern – und hoffen, dass sie den Hörern, die nicht live dabei sein konnten, Freude bereitet. Und denen, die im Publikum saßen, eine schöne Erinnerung darstellt.

„L’espoir fait vivre" wird in der Regel mit „die Hoffnung stirbt zuletzt" übersetzt. Das „Hope Quartet" des französischen Bassisten und Komponisten Henri Texier erzählte an diesem Konzertabend von einer Hoffnung, die unsterblich bleiben sollte: der Hoffnung, dass die Kultur und die Geschichte der „Native Americans", einst fälschlicherweise „Indianer" genannt, nicht aussterben wird. Die Musik soll zum Beispiel das Schicksal des Stammes der Hopi, deren einstiges Gebiet im heutigen Arizona liegt, in unser Bewusstsein rufen. Der Siebzigjährige, der in Paris geboren und aufgewachsen ist, entzündete mit seinem Ensemble ein wahres musikalisches Feuerwerk bei diesem Konzert im Theater der Stadt Gütersloh: nicht als Selbstzweck, sondern als Huldigung an die Kultur indigener Völker.

Für Texier begann die musikalische Reise schon früh als Teenager: Er übte in den fünfziger Jahren mit Freunden im Keller des Wärterhäuschens auf einem abgelegenen Rangierbahnhof – sein Witz und seine Weisheit, die er auch an diesem Konzertabend bewies, scheinen auch dort ihre Wurzeln zu haben. Diese entwickelten sich aber danach rasant weiter: bei den zahlreichen Engagements in den Bands von zum Beispiel Schlagzeuger Daniel Humair und Pianist George Gruntz in den Jazzclubs der französischen Hauptstadt. Als Trio bildeten sie dann ab 1968 die „European Rhythm Machine" des Amerikaners Phil Woods. Später experimentierte Texier mit der Oud oder dem multi-tracking Konzept, auf Schallplatten mit Titeln wie „Amir" und „Varech". Dies wiederum führte konsequenterweise zu Reisen durch Afrika und die arabische Welt. Und zu dem legendären Trio „Carnet de Routes" mit dem Franzosen Louis Sclavis und dem Italiener Aldo Romano, das er bis heute leitet. Die Tatsache, dass das Konzert lediglich neun Tage nach den schrecklichen Attacken in Paris am 13. November 2015 stattfand, mag die Musik weiter emotionalisiert und noch energetischer gemacht haben. Aber die wichtigste Erinnerung an diesen Abend wird sicher das Gefühl der Hoffnung bleiben.
Inhaltstext: Ô Elvin
Hopi
Mic Mac
Dakota Mab
Navajo Dream
Comanche
Sueño Canto
Interview With Henry Texier (by Götz Bühler)
Spieldauer: 70'51"
UPC: 608917131727
Verlag: Deutsche Media Productions