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Der Idiot

Der Idiot

Mimodram mit Szenen aus Dostojewskis gleichnamigem Roman

Idee von Tatjana Gsovsky, Dichtung (Monologe Myschkins) von Ingeborg Bachmann


  • Ausgabe: Aufführungsmaterial
  • Sprache: deutsch
  • Bestell-Nr.: LS 2072-01

Beschreibung
Fürst Myschkin ist unfähig, sich den Spielregeln der aristokratischen russischen Gesellschaft unterzuordnen, zu lügen und zu schmeicheln; er ist besessen davon, das Gute in jedem Menschen herauszufordern, immer die Wahrheit zu sagen und mit Güte, Naivität und Unschuld auf die Intrigen seiner Umgebung zu reagieren. Niemand versteht ihn: Er ist in den Augen seiner Mitmenschen der Idiot. Myschkin liebt Natassia, die vom Gutsbesitzer Tozki aufgezogen und missbraucht wurde und nun von ihm gewinnbringend verheiratet werden soll. Drei potentielle Heiratskandidaten – Ganja, Vertrauter des Generals Epantschin, Epantschin selbst und Rogoschin, ein Kaufmannssohn – bewerben sich um Natassias Gunst. Ganja verachtet sie ob ihrer Vergangenheit und will sie nur des Geldes wegen heiraten; Epantschin ist lediglich auf ein flüchtiges Abenteuer aus, nur Rogoschin liebt sie mit verbissener Leidenschaft und überbietet die beiden Mitbewerber. Myschkin beschwört Natassia, auf ihr Herz zu hören. Natassia akzeptiert seine Gefühle, kann aber seine bedingungslose Lauterkeit nicht ertragen und wendet sich Rogoschin zu, dessen Eifersucht sie fürchtet. Zugleich erkennt sie, dass Epantschins Tochter Aglaia sich in Myschkin verliebt hat und er diese Liebe erwidert. Myschkin und Aglaia erkennen die wahre Natur der Petersburger Gesellschaft, können ihr aber nicht entfliehen. Agalaia und Natassia beleidigen sich gegenseitig; beide warten auf eine Entscheidung Myschkins. Dessen Zögern löst die Katastrophe aus: Agalaia verlässt ihn endgültig, Natassia bricht zusammen und wird schließlich von Rogoschin aus blinder Eifersucht heraus getötet. Myschkin versinkt im Wahnsinn. Ermutigt vom Erfolg seiner ersten Oper Boulevard Solitude fuhr Henze, der zu diesem Zeitpunkt künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden war, 1951 nach Berlin, um Gerd Westermann, dem Intendanten der Berliner Festwochen, sein Werk vorzustellen. Ergebnis dieses Treffens war der Auftrag für das Ballett Der Idiot nach Dostojewskys Roman für die Festwochen 1952. Die Choreographin Tatjana Gsovsky stellte ein Konglomerat von Textzitaten aus dem Roman und Bibelstellen zusammen, das bei der Berliner Uraufführung von Klaus Kinski gesprochen wurde. Im Einvernehmen mit Tatjana Gsovsky schrieb Ingeborg Bachmann im Sommer 1953 neue Monologe, die die Isolierung und Lebensunfähigkeit des Fürsten Myschkin stärker herausheben.

"Die Geschichte und Tragödie eines Einzelgängers, eines Heiligen (der an den ungebändigten Leidenschaften der ihn umgebenden Menschen und an ihrem Schicksal zerbricht), übertragen auf das Medium Tanz, Mimenspiel, Monologe und Musik. Die Anzahl der Tänzer kann beliebig reduziert, die Rolle des Protagonisten auf einen Sprecher und einen Tänzer aufgeteilt werden."
Details
Kompositionsjahr: 1952 (1990)
Orchesterbesetzung: 1 (auch Picc.) · 0 · 1 · 1 - 0 · 1 · 1 · 0 - S. (Trgl. · hg. Beck. · Tamt. · 2 Tomt. · kl. Tr. [mit Schnarrs.] · Clav. · Xyl.) (1 Spieler) - Klav. - Str. (1 · 0 · 1 · 1 · 1 [solistisch od. chorisch]) -
Bühnenmusik: Ob. · Engl. Hr. · Hr.
Personenbesetzung: Nastassia Filipowna, Aglaja, Damen der Gesellschaft · Tänzerinnen - Fürst Myschkin · Schauspieler und Tänzer - Tozki, Rogoschin, Ganja, General Epantschin, Herren der Gesellschaft · Tänzer
Spieldauer: 40' 0"
Uraufführung : 1. September 1952 Berlin, Hebbel-Theater (D) Berliner Festwochen 1952 · Klaus Kinski, Titelpartie · Dirigent: Rudolf Alberth · Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle · Choreographie: Tatjana Gsovsky

8. Januar 1960 Berlin (D) · Ensemble der Städtischen Oper · Choreographie: Tatjana Gsovsky (Uraufführung der Textfassung von Ingeborg Bachmann)

29. März 1996 Basel (CH) · Dirigent: Joachim Krause · Inszenierung: Andreas Rochholl · Kostüme: Andreas Tschui · Bühnenbild: Andreas Tschui (Uraufführung der revidierten Fassung)
Verlag: Schott Music
Aufführungen
Orchester: Ensemble 10/10
2011-03-16 | Liverpool (United Kingdom), Liverpool Hope Cornerstone
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-12-19 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-18 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-13 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-12 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater | Premiere
Dirigent: Daniel Grossmann
Orchester: Orchester Jakobsplatz München
2008-02-26 | München (Deutschland), Jüdisches Zentrum Jakobsplatz, Hubert-Burda-Saal — 20.00 Uhr
Dirigent: Joachim Krause
1996-03-29 | Basel (Schweiz) | Uraufführung (Revision)
Dirigent: Ernst Märzendorfer
1988-02-25 | Wien (Österreich), Staatsoper im Künstlerhaustheater | nationale Erstaufführung
Dirigent: Gerd Puls
1986-07-04 | Rostock (Deutschland), Volkstheater Rostock | nationale Erstaufführung
1960-01-08 | Berlin (Deutschland) | Uraufführung (Revision)
Dirigent: Rudolf Alberth
1952-09-01 | Berlin (Deutschland), Hebbel-Theater | Uraufführung
Dirigent: Rudolf Alberth
1952-09-01 | Venezia (Italien) | nationale Erstaufführung
Fürst Myschkin ist unfähig, sich den Spielregeln der aristokratischen russischen Gesellschaft unterzuordnen, zu lügen und zu schmeicheln; er ist besessen davon, das Gute in jedem Menschen herauszufordern, immer die Wahrheit zu sagen und mit Güte, Naivität und Unschuld auf die Intrigen seiner Umgebung zu reagieren. Niemand versteht ihn: Er ist in den Augen seiner Mitmenschen der Idiot. Myschkin liebt Natassia, die vom Gutsbesitzer Tozki aufgezogen und missbraucht wurde und nun von ihm gewinnbringend verheiratet werden soll. Drei potentielle Heiratskandidaten – Ganja, Vertrauter des Generals Epantschin, Epantschin selbst und Rogoschin, ein Kaufmannssohn – bewerben sich um Natassias Gunst. Ganja verachtet sie ob ihrer Vergangenheit und will sie nur des Geldes wegen heiraten; Epantschin ist lediglich auf ein flüchtiges Abenteuer aus, nur Rogoschin liebt sie mit verbissener Leidenschaft und überbietet die beiden Mitbewerber. Myschkin beschwört Natassia, auf ihr Herz zu hören. Natassia akzeptiert seine Gefühle, kann aber seine bedingungslose Lauterkeit nicht ertragen und wendet sich Rogoschin zu, dessen Eifersucht sie fürchtet. Zugleich erkennt sie, dass Epantschins Tochter Aglaia sich in Myschkin verliebt hat und er diese Liebe erwidert. Myschkin und Aglaia erkennen die wahre Natur der Petersburger Gesellschaft, können ihr aber nicht entfliehen. Agalaia und Natassia beleidigen sich gegenseitig; beide warten auf eine Entscheidung Myschkins. Dessen Zögern löst die Katastrophe aus: Agalaia verlässt ihn endgültig, Natassia bricht zusammen und wird schließlich von Rogoschin aus blinder Eifersucht heraus getötet. Myschkin versinkt im Wahnsinn. Ermutigt vom Erfolg seiner ersten Oper Boulevard Solitude fuhr Henze, der zu diesem Zeitpunkt künstlerischer Leiter und Dirigent des Balletts des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden war, 1951 nach Berlin, um Gerd Westermann, dem Intendanten der Berliner Festwochen, sein Werk vorzustellen. Ergebnis dieses Treffens war der Auftrag für das Ballett Der Idiot nach Dostojewskys Roman für die Festwochen 1952. Die Choreographin Tatjana Gsovsky stellte ein Konglomerat von Textzitaten aus dem Roman und Bibelstellen zusammen, das bei der Berliner Uraufführung von Klaus Kinski gesprochen wurde. Im Einvernehmen mit Tatjana Gsovsky schrieb Ingeborg Bachmann im Sommer 1953 neue Monologe, die die Isolierung und Lebensunfähigkeit des Fürsten Myschkin stärker herausheben.

"Die Geschichte und Tragödie eines Einzelgängers, eines Heiligen (der an den ungebändigten Leidenschaften der ihn umgebenden Menschen und an ihrem Schicksal zerbricht), übertragen auf das Medium Tanz, Mimenspiel, Monologe und Musik. Die Anzahl der Tänzer kann beliebig reduziert, die Rolle des Protagonisten auf einen Sprecher und einen Tänzer aufgeteilt werden."
Kompositionsjahr: 1952 (1990)
Orchesterbesetzung: 1 (auch Picc.) · 0 · 1 · 1 - 0 · 1 · 1 · 0 - S. (Trgl. · hg. Beck. · Tamt. · 2 Tomt. · kl. Tr. [mit Schnarrs.] · Clav. · Xyl.) (1 Spieler) - Klav. - Str. (1 · 0 · 1 · 1 · 1 [solistisch od. chorisch]) -
Bühnenmusik: Ob. · Engl. Hr. · Hr.
Personenbesetzung: Nastassia Filipowna, Aglaja, Damen der Gesellschaft · Tänzerinnen - Fürst Myschkin · Schauspieler und Tänzer - Tozki, Rogoschin, Ganja, General Epantschin, Herren der Gesellschaft · Tänzer
Spieldauer: 40' 0"
Uraufführung : 1. September 1952 Berlin, Hebbel-Theater (D) Berliner Festwochen 1952 · Klaus Kinski, Titelpartie · Dirigent: Rudolf Alberth · Bühnenbild: Jean-Pierre Ponnelle · Choreographie: Tatjana Gsovsky

8. Januar 1960 Berlin (D) · Ensemble der Städtischen Oper · Choreographie: Tatjana Gsovsky (Uraufführung der Textfassung von Ingeborg Bachmann)

29. März 1996 Basel (CH) · Dirigent: Joachim Krause · Inszenierung: Andreas Rochholl · Kostüme: Andreas Tschui · Bühnenbild: Andreas Tschui (Uraufführung der revidierten Fassung)
Verlag: Schott Music
Orchester: Ensemble 10/10
2011-03-16 | Liverpool (United Kingdom), Liverpool Hope Cornerstone
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-12-19 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-18 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-13 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater
Dirigent: Errico Fresis
Orchester: Bochumer Symphoniker
2010-11-12 | Bochum (Deutschland), Prinz-Regent-Theater | Premiere
Dirigent: Daniel Grossmann
Orchester: Orchester Jakobsplatz München
2008-02-26 | München (Deutschland), Jüdisches Zentrum Jakobsplatz, Hubert-Burda-Saal — 20.00 Uhr
Dirigent: Joachim Krause
1996-03-29 | Basel (Schweiz) | Uraufführung (Revision)
Dirigent: Ernst Märzendorfer
1988-02-25 | Wien (Österreich), Staatsoper im Künstlerhaustheater | nationale Erstaufführung
Dirigent: Gerd Puls
1986-07-04 | Rostock (Deutschland), Volkstheater Rostock | nationale Erstaufführung
1960-01-08 | Berlin (Deutschland) | Uraufführung (Revision)
Dirigent: Rudolf Alberth
1952-09-01 | Berlin (Deutschland), Hebbel-Theater | Uraufführung
Dirigent: Rudolf Alberth
1952-09-01 | Venezia (Italien) | nationale Erstaufführung
Sonstige Ausgaben
  • Der Idiot
    ED 7666
    36,50 €  *
    inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten
  • Der Idiot
    ED 9104
    50,00 €  *
    inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten