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Der zerbrochene Krug

Der zerbrochene Krug

Oper in einem Akt

Text von Viktor Ullmann nach Heinrich von Kleist

Fassung für reduziertes Orchester von Richard Whilds (2017)


  • Ausgabe: Aufführungsmaterial
  • Sprache: deutsch

 
Beschreibung
Zwischen den beiden Opern Der Sturz des Antichrist (1936) und Der Kaiser von Atlantis (1943) schuf Viktor Ullmann 1942 seine Vertonung von Heinrich von Kleists berühmter Schauspielkomödie. Die Partitur wurde nur wenige Wochen vor Ullmanns Deportation ins Konzentrationslage Teresienstadt abgeschlossen; erst lange nach Ullmanns Ermordung in Auschwitz fand die posthume Uraufführung statt.

Gleichwohl haben diese tragischen Vorzeichen nur unterschwellig in das humorvolle, musikalisch überaus pointierte Werk hineingewirkt.
Vordergründig folgt Ullmann dem Kleist-Text überwiegend wortgetreu (wenn auch mit geschickt zuspitzenden Kürzungen) und erzählt auf knappem Raum die bekannte Geschichte vom Dorfrichter Adam. Dieser muss wissentlich über sein eigenes Vergehen – den zerbrochenen Krug der Frau Marthe – urteilen und entlarvt sich dabei schließlich selbst als Täter.

In der historischen Perspektive lassen sich einige Passagen der Oper freilich unschwer als Kommentare zum Unrechtssystem des „Dritten Reiches“ lesen. Namentlich die von Ullmann gedichtete Schlusssentenz ist vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des braunen Volksgerichtshofes und seiner Henker in Richterrobe eine zar heiter gefärbte, doch unverhohlene Mahnung: „Fiat justitia, / damals wie ebenda: / Richter soll keiner sein, / ist nicht sein Herze rein.”
Details
Kompositionsjahr: 1942
Opus: op. 36
Orchesterbesetzung: 1 · 1 · 1 · Tenorsax. · 1 - 2 · 1 · 1 · 0 - P. S. (Glsp. · Trgl. · Beckenpaar · hg. Beck. · Schellen · Tamb. · kl. Tr. · gr. Tr. m. Beck. · Kast. · Ratsche) (3 Spieler) - Cemb. - Str.
Personenbesetzung: Walter, Gerichtsrat · Bass - Adam, Dorfrichter · hoher Bass-Buffo - Licht, Schreiber · Tenor-Buffo - Frau Marthe Rull · tiefer Alt - Eve, ihre Tochter · lyrischer Sopran - Veit Tümpel, ein Bauer · Bariton - Ruprecht, sein Sohn · Heldentenor - Frau Brigitte · Alt - Erste Magd · Sopran - Zweite Magd · Alt - Ein Büttel · stumme Rolle
Spieldauer: 50'0"
Verlag: Schott Music
Lieferrechte: weltweit
Aufführungen
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-29 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-27 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-25 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-15 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-13 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00 | Uraufführung
Audio Stream
Zwischen den beiden Opern Der Sturz des Antichrist (1936) und Der Kaiser von Atlantis (1943) schuf Viktor Ullmann 1942 seine Vertonung von Heinrich von Kleists berühmter Schauspielkomödie. Die Partitur wurde nur wenige Wochen vor Ullmanns Deportation ins Konzentrationslage Teresienstadt abgeschlossen; erst lange nach Ullmanns Ermordung in Auschwitz fand die posthume Uraufführung statt.

Gleichwohl haben diese tragischen Vorzeichen nur unterschwellig in das humorvolle, musikalisch überaus pointierte Werk hineingewirkt.
Vordergründig folgt Ullmann dem Kleist-Text überwiegend wortgetreu (wenn auch mit geschickt zuspitzenden Kürzungen) und erzählt auf knappem Raum die bekannte Geschichte vom Dorfrichter Adam. Dieser muss wissentlich über sein eigenes Vergehen – den zerbrochenen Krug der Frau Marthe – urteilen und entlarvt sich dabei schließlich selbst als Täter.

In der historischen Perspektive lassen sich einige Passagen der Oper freilich unschwer als Kommentare zum Unrechtssystem des „Dritten Reiches“ lesen. Namentlich die von Ullmann gedichtete Schlusssentenz ist vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des braunen Volksgerichtshofes und seiner Henker in Richterrobe eine zar heiter gefärbte, doch unverhohlene Mahnung: „Fiat justitia, / damals wie ebenda: / Richter soll keiner sein, / ist nicht sein Herze rein.”
Kompositionsjahr: 1942
Opus: op. 36
Orchesterbesetzung: 1 · 1 · 1 · Tenorsax. · 1 - 2 · 1 · 1 · 0 - P. S. (Glsp. · Trgl. · Beckenpaar · hg. Beck. · Schellen · Tamb. · kl. Tr. · gr. Tr. m. Beck. · Kast. · Ratsche) (3 Spieler) - Cemb. - Str.
Personenbesetzung: Walter, Gerichtsrat · Bass - Adam, Dorfrichter · hoher Bass-Buffo - Licht, Schreiber · Tenor-Buffo - Frau Marthe Rull · tiefer Alt - Eve, ihre Tochter · lyrischer Sopran - Veit Tümpel, ein Bauer · Bariton - Ruprecht, sein Sohn · Heldentenor - Frau Brigitte · Alt - Erste Magd · Sopran - Zweite Magd · Alt - Ein Büttel · stumme Rolle
Spieldauer: 50'0"
Verlag: Schott Music
Lieferrechte: weltweit
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-29 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-27 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-25 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-15 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00
Dirigent: Karsten Januschke
Orchester: Münchener Kammerorchester
2018-04-13 | München (Deutschland), Cuvilliés Theater — 19:00 | Uraufführung
Sonstige Ausgaben