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dull roots & spring rain

dull roots & spring rain


  • Besetzung: Flöte/Bassflöte (oder Klarinette), Oboe und Fagott
  • Ausgabe: Spielpartitur, in C
  • Bestell-Nr.: ED 20746
29,00 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.3 kg

- +
 
Beschreibung
Die Vorstellung einer vom Winter freigegebenen April-Landschaft mit ihrer Mischung aus Kahlheit und aufbrechenden, jedoch noch trüben Farben prägt den Grundklang von dull roots & spring rain. Bei der Komposition wurde eine Reihe von obstructions (im Sinne von OuLiPo oder auch der Dogma-Filme) befolgt. Melodische Elemente und schnelle, virtuose Figurationen sind ausgeschlossen, das Stück ist gleichsam camaieu-artig komponiert: es widmet sich feinsten Abtönungen einiger weniger Klänge und Texturen; die Harmonik basiert fast vollständig auf einem einzigen Akkordtyp, der nur durch Transpositionen, mikrointervallische und multiphonische Erweiterungen und Registerwechsel variiert wird. Charakteristisch ist die zumeist leicht getrübte Färbung des an sich klaren und konkreten Klanges der drei Holzblasinstrumente und die Bevorzugung der eingestrichenen Oktave, wobei das Fagott entsprechend häufig im hohen, Oboe und Flöte im tiefen Register eingesetzt wird. Nur gelegentlich treten kurze Ketten von Repetitionen und pendelnden Impulsen aus diesem durchbrochen gearbeiteten Klangband hervor; einige Male wird das Registerspektrum kurz aufgefächert. 

Der zweite Satz unterscheidet sich vom ersten scheinbar nur durch die dunklere Färbung infolge des Einsatzes der Bassflöte; bei genauem Hinhören jedoch nimmt man einen etwas ruhigeren formalen Rhythmus und eine sukzessive Gewichtsverlagerung innerhalb der verwendeten Texturen wahr: Impulse und staccato-Artikulationen verschwinden nahezu völlig, dafür treten feine Timbre-Wechsel immer dominierender hervor. dull roots & spring rain ist also keinesfalls form- oder ereignislos, jedoch geschehen alle Entwicklungen in gleichsam mikroskopischem Maßstab. 

Benjamin Schweitzer
Details
Auftragswerk : dull roots & spring rain wurde beim Kompositionswettbewerb der Weimarer Frühjahrstage 2009 ausgezeichnet.
Bindung: Rückendrahtheftung
ISMN: 979-0-001-17007-9
Kompositionsjahr: 2008
Schwierigkeit: schwer
Seitenzahl: 80
Spieldauer: 10'0"
Uraufführung : 10. August 2008 Kloster Volkenroda, Thüringen (D) Internationales Kulturfestival JUNGE KUNST im Kloster Volkenroda 2008 · Aeolian Trio:; Carin Levine, Flöte; Peter Veale, Oboe; Pascal Gallois, Fagott
Verlag: Schott Music
Aufführungen
2017-02-10 | Winnipeg (Kanada)
2017-02-08 | Calgary (Kanada) | nationale Erstaufführung
2011-12-03 | Dresden (Deutschland) — 19.00 h
2009-06-02 | Berlin (Deutschland), BKA-Theater — Unerhörte Musik
2009-04-19 | Heilbronn (Deutschland), Schießhaus — 11.00 Uhr
2009-04-18 | Weimar (Deutschland) — Preisträgerkonzert
2008-08-10 | Kloster Volkenroda, Thüringen (Deutschland) — 17.00 Uhr | Uraufführung
Hörbeispiele
Hörbeispiel - I. Satz (Ausschnitt)
Audio Stream
Die Vorstellung einer vom Winter freigegebenen April-Landschaft mit ihrer Mischung aus Kahlheit und aufbrechenden, jedoch noch trüben Farben prägt den Grundklang von dull roots & spring rain. Bei der Komposition wurde eine Reihe von obstructions (im Sinne von OuLiPo oder auch der Dogma-Filme) befolgt. Melodische Elemente und schnelle, virtuose Figurationen sind ausgeschlossen, das Stück ist gleichsam camaieu-artig komponiert: es widmet sich feinsten Abtönungen einiger weniger Klänge und Texturen; die Harmonik basiert fast vollständig auf einem einzigen Akkordtyp, der nur durch Transpositionen, mikrointervallische und multiphonische Erweiterungen und Registerwechsel variiert wird. Charakteristisch ist die zumeist leicht getrübte Färbung des an sich klaren und konkreten Klanges der drei Holzblasinstrumente und die Bevorzugung der eingestrichenen Oktave, wobei das Fagott entsprechend häufig im hohen, Oboe und Flöte im tiefen Register eingesetzt wird. Nur gelegentlich treten kurze Ketten von Repetitionen und pendelnden Impulsen aus diesem durchbrochen gearbeiteten Klangband hervor; einige Male wird das Registerspektrum kurz aufgefächert. 

Der zweite Satz unterscheidet sich vom ersten scheinbar nur durch die dunklere Färbung infolge des Einsatzes der Bassflöte; bei genauem Hinhören jedoch nimmt man einen etwas ruhigeren formalen Rhythmus und eine sukzessive Gewichtsverlagerung innerhalb der verwendeten Texturen wahr: Impulse und staccato-Artikulationen verschwinden nahezu völlig, dafür treten feine Timbre-Wechsel immer dominierender hervor. dull roots & spring rain ist also keinesfalls form- oder ereignislos, jedoch geschehen alle Entwicklungen in gleichsam mikroskopischem Maßstab. 

Benjamin Schweitzer
Auftragswerk : dull roots & spring rain wurde beim Kompositionswettbewerb der Weimarer Frühjahrstage 2009 ausgezeichnet.
Bindung: Rückendrahtheftung
ISMN: 979-0-001-17007-9
Kompositionsjahr: 2008
Schwierigkeit: schwer
Seitenzahl: 80
Spieldauer: 10'0"
Uraufführung : 10. August 2008 Kloster Volkenroda, Thüringen (D) Internationales Kulturfestival JUNGE KUNST im Kloster Volkenroda 2008 · Aeolian Trio:; Carin Levine, Flöte; Peter Veale, Oboe; Pascal Gallois, Fagott
Verlag: Schott Music
2017-02-10 | Winnipeg (Kanada)
2017-02-08 | Calgary (Kanada) | nationale Erstaufführung
2011-12-03 | Dresden (Deutschland) — 19.00 h
2009-06-02 | Berlin (Deutschland), BKA-Theater — Unerhörte Musik
2009-04-19 | Heilbronn (Deutschland), Schießhaus — 11.00 Uhr
2009-04-18 | Weimar (Deutschland) — Preisträgerkonzert
2008-08-10 | Kloster Volkenroda, Thüringen (Deutschland) — 17.00 Uhr | Uraufführung
Hörbeispiel - I. Satz (Ausschnitt)