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East of the Aegean

East of the Aegean


Jens Naumilkat: cello / Henning Schmiedt: piano


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Bestell-Nr.: INT 34242
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.09 kg

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Beschreibung


Auf „East Of The Aegean“ passiert nicht weniger, als dass einer der großen Kämpfer des 20. Jahrhunderts Frieden mit sich selbst schließt. Ein großes Album mit kleinen Liedern voller Liebe und vorausschauender Erinnerung.

Mikis Theodorakis ist ein Komponist, dessen Vita und Werk wie die keines anderen noch lebenden Tonkünstlers mit der wechselvollen politischen Geschichte Europas im 20. Jahrhundert verbunden sind. Mit seinem Namen assoziieren sich politische und künstlerische Statements ganz unterschiedlicher Art. Gemeinsam ist allen Aktivitäten des Komponisten von Anbeginn nur eines: Theodorakis wollte immer das Maximum erreichen. Er war und ist ein Extremist, der sich von anderen Radikalen nur durch seine Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit unterscheidet. Schon als junger Mensch wurde er verfolgt, gefoltert, verbannt, geschmäht, doch er ließ sich niemals klein kriegen, söhnte sich am Ende mit seinen Feinden aus und wurde selbst der konsequenteste Verfechter jeder inneren und äußeren politischen Verständigung. Sein gesamtes Schaffen ist vom scheinbar aussichtslosen inneren Kampf zwischen Idealismus und Wirklichkeit geprägt, bei dem keine der beiden Seiten je gewinnen konnte. Dabei hielt er es nie lange in einem Lager aus. Seine Positionen waren immer wieder überraschend, und es gab keine Kontroverse, der er je aus dem Weg gegangen wäre. Für Freunde und Feinde war und ist er schwer zu durchschauen, weil er stets voller Leidenschaft genau das tut, was man am wenigsten von ihm erwartet.

Nach seinen Oratorien, Liturgien, Sinfonien, opulenten Soundtracks und groß angelegten Liederzyklen ist das Letzte, was man von Mikis Theodorakis jetzt erwarten würde, ein ganz leises Album, das nur auf dem melodischen Flüstern von Cello und Klavier beruht. Ein Klang, der mehr dem Unterbewusstsein als der Realität abgelauscht scheint. Doch neben dem Kämpfer wohnte auch immer schon ein Romantiker in Theodorakis‘ Persönlichkeit. Als Kind gehörte Franz Schuberts „Lindenbaum“ zu seinen Lieblingsliedern. Dieser Sinn für unschuldige Poesie zog sich gepaart mit tiefem Respekt für die Folklore des einfachen Volkes wie ein Silberfaden durch das Oeuvre des Komponisten. Und nicht selten entfaltete er gerade in seinen einfachsten Liedern seine größte Kraft. Erinnert sei nur an seinen Soundtrack zu dem Filmklassiker „Alexis Sorbas“, dessen Songs selbst schon längst zur griechischen Folklore gehören.

Wenn Theodorakis sein neues Album „East Of The Aegean“ nennt, greift er auf seine eigene Herkunft zurück. Er wurde auf der Insel Chios im Osten der Ägäis geboren, sein Vater stammte aus Kleinasien, seine Mutter von Kreta.

Er selbst bezeichnet den Zyklus als Ode an den Lyrismus, also eine musikalische Verneigung vor literarischen Themen. Viel mehr noch sind die 21 Miniaturen nachdenkliche Reflexionen über das eigene Dasein. Sie wirken wie Postkarten oder das Notizbuch eines Malers voller Skizzen mit Momenteindrücken aus der griechischen Küstenwelt. In einem flüchtigen Augenblick reichen sich Antike und Gegenwart die Hand zu einem Kontinuum, das über sterbliche Lebensläufe weit hinausreicht. Mikis Theodorakis ging es sein ganzes Leben lang um die Zukunft. Einst selbst Vertreter einer sich aufbäumenden Jugend, sucht er heute den Schulterschluss mit den Generationen seiner Enkel und Urenkel.
Seine Stücke klingen nicht wie die Musik eines Mittachtzigers, wie auch sein ganzes Weltbild nichts Greisenhaftes hat. Der alte Grieche ist einer der ganz wenigen Exponenten seiner Generation, bei denen Weisheit nicht mit einem Verlust an innerer Jugend einhergeht.

In Henning Schmiedt und Jens Naumilkat fand Theodorakis zwei Musiker, die für die sensible Umsetzung dieses Liederzyklus‘ prädestiniert sind. Pianist Henning Schmiedt ist ein feinsinniger Klangzauberer, dem die Magie des Tons stets über virtuosen Exhibitionismus geht. Seine ebenso hintergründigen wie unaufdringlichen Verzahnungen von Jazz, Klassik, Weltmusik und Pop bestechen in aller erster Linie durch ihre Unbefangenheit und Leichtigkeit. Seit 1991 verbindet ihn eine innige Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis, von dem er bisher insgesamt sechs CDs arrangierte. Der Berliner Jazzmusiker gehörte unter anderem zu der legendären Fusion-Band College, aus der auch die Fun Horns hervorgingen, und initiierte das Projekt PAmagieRA. Jens Naumilkat ist in allen musikalischen Genres zu Hause. In den achtziger Jahren machte er sich einen Namen in der ostdeutschen Jazzszene. Die aktive Kooperation des Cellisten mit Theodorakis begann 1990. Gemeinsam mit Schmiedt schuf er 1998 eine sinfonische Fassung seines Schlüsselwerks „Canto General“. Auf „East Of The Aegean“ balancieren sie traumwandlerisch durch die musikalische Fantasie eines Mannes, der für seine Lieder schon im Gefängnis saß, als sie noch nicht einmal geboren waren.

Details
Inhaltstext: Mia Thalassa gemati mousiki (A Sea Full of Music)
I mera svini (The Day Ends)
Ta thalassina malia sou (Your Sea Hair)
I ora tis fotias (The Hour of Fire)
Mousiki earini (Spring Music)
I thalassa se per imeni (The Sea Awaits You)
Ke se agapo sto atelioto mesomeri (And I Love You in the Endless Noon Hour)
Orgono ta nera (I Ply the Waters)
Oso diarki i thalassa (As Long as the Sea Lasts)
Mousikes thalassines (Songs of the Sea)
O kiklos tou nerou (The Circle of Water)
Hromata thalassina (Colours of the Sea)
Figi niherini (Night Flight)
I rithmi ton kimaton (The Rhythm of the Waves)
To mistiriako Ai gaio (The Mystic Aegean)
Ta potamia tou kormiou sou (The Rivers of your Body)
Eripia bizantina (Bizantine Ruins)
I patimasies tou iliou (The Footprints of the Sun)
I pothi anavoun (Desires Ignite)
Me ti mousiki ton neron (With the Music of the Water)
Anemos kaftos, loulianos (Burning July Wind)
Spieldauer: 50'50"
UPC: 750447342422
Verlag: Intuition


Auf „East Of The Aegean“ passiert nicht weniger, als dass einer der großen Kämpfer des 20. Jahrhunderts Frieden mit sich selbst schließt. Ein großes Album mit kleinen Liedern voller Liebe und vorausschauender Erinnerung.

Mikis Theodorakis ist ein Komponist, dessen Vita und Werk wie die keines anderen noch lebenden Tonkünstlers mit der wechselvollen politischen Geschichte Europas im 20. Jahrhundert verbunden sind. Mit seinem Namen assoziieren sich politische und künstlerische Statements ganz unterschiedlicher Art. Gemeinsam ist allen Aktivitäten des Komponisten von Anbeginn nur eines: Theodorakis wollte immer das Maximum erreichen. Er war und ist ein Extremist, der sich von anderen Radikalen nur durch seine Vielseitigkeit und Unberechenbarkeit unterscheidet. Schon als junger Mensch wurde er verfolgt, gefoltert, verbannt, geschmäht, doch er ließ sich niemals klein kriegen, söhnte sich am Ende mit seinen Feinden aus und wurde selbst der konsequenteste Verfechter jeder inneren und äußeren politischen Verständigung. Sein gesamtes Schaffen ist vom scheinbar aussichtslosen inneren Kampf zwischen Idealismus und Wirklichkeit geprägt, bei dem keine der beiden Seiten je gewinnen konnte. Dabei hielt er es nie lange in einem Lager aus. Seine Positionen waren immer wieder überraschend, und es gab keine Kontroverse, der er je aus dem Weg gegangen wäre. Für Freunde und Feinde war und ist er schwer zu durchschauen, weil er stets voller Leidenschaft genau das tut, was man am wenigsten von ihm erwartet.

Nach seinen Oratorien, Liturgien, Sinfonien, opulenten Soundtracks und groß angelegten Liederzyklen ist das Letzte, was man von Mikis Theodorakis jetzt erwarten würde, ein ganz leises Album, das nur auf dem melodischen Flüstern von Cello und Klavier beruht. Ein Klang, der mehr dem Unterbewusstsein als der Realität abgelauscht scheint. Doch neben dem Kämpfer wohnte auch immer schon ein Romantiker in Theodorakis‘ Persönlichkeit. Als Kind gehörte Franz Schuberts „Lindenbaum“ zu seinen Lieblingsliedern. Dieser Sinn für unschuldige Poesie zog sich gepaart mit tiefem Respekt für die Folklore des einfachen Volkes wie ein Silberfaden durch das Oeuvre des Komponisten. Und nicht selten entfaltete er gerade in seinen einfachsten Liedern seine größte Kraft. Erinnert sei nur an seinen Soundtrack zu dem Filmklassiker „Alexis Sorbas“, dessen Songs selbst schon längst zur griechischen Folklore gehören.

Wenn Theodorakis sein neues Album „East Of The Aegean“ nennt, greift er auf seine eigene Herkunft zurück. Er wurde auf der Insel Chios im Osten der Ägäis geboren, sein Vater stammte aus Kleinasien, seine Mutter von Kreta.

Er selbst bezeichnet den Zyklus als Ode an den Lyrismus, also eine musikalische Verneigung vor literarischen Themen. Viel mehr noch sind die 21 Miniaturen nachdenkliche Reflexionen über das eigene Dasein. Sie wirken wie Postkarten oder das Notizbuch eines Malers voller Skizzen mit Momenteindrücken aus der griechischen Küstenwelt. In einem flüchtigen Augenblick reichen sich Antike und Gegenwart die Hand zu einem Kontinuum, das über sterbliche Lebensläufe weit hinausreicht. Mikis Theodorakis ging es sein ganzes Leben lang um die Zukunft. Einst selbst Vertreter einer sich aufbäumenden Jugend, sucht er heute den Schulterschluss mit den Generationen seiner Enkel und Urenkel.
Seine Stücke klingen nicht wie die Musik eines Mittachtzigers, wie auch sein ganzes Weltbild nichts Greisenhaftes hat. Der alte Grieche ist einer der ganz wenigen Exponenten seiner Generation, bei denen Weisheit nicht mit einem Verlust an innerer Jugend einhergeht.

In Henning Schmiedt und Jens Naumilkat fand Theodorakis zwei Musiker, die für die sensible Umsetzung dieses Liederzyklus‘ prädestiniert sind. Pianist Henning Schmiedt ist ein feinsinniger Klangzauberer, dem die Magie des Tons stets über virtuosen Exhibitionismus geht. Seine ebenso hintergründigen wie unaufdringlichen Verzahnungen von Jazz, Klassik, Weltmusik und Pop bestechen in aller erster Linie durch ihre Unbefangenheit und Leichtigkeit. Seit 1991 verbindet ihn eine innige Zusammenarbeit mit Mikis Theodorakis, von dem er bisher insgesamt sechs CDs arrangierte. Der Berliner Jazzmusiker gehörte unter anderem zu der legendären Fusion-Band College, aus der auch die Fun Horns hervorgingen, und initiierte das Projekt PAmagieRA. Jens Naumilkat ist in allen musikalischen Genres zu Hause. In den achtziger Jahren machte er sich einen Namen in der ostdeutschen Jazzszene. Die aktive Kooperation des Cellisten mit Theodorakis begann 1990. Gemeinsam mit Schmiedt schuf er 1998 eine sinfonische Fassung seines Schlüsselwerks „Canto General“. Auf „East Of The Aegean“ balancieren sie traumwandlerisch durch die musikalische Fantasie eines Mannes, der für seine Lieder schon im Gefängnis saß, als sie noch nicht einmal geboren waren.

Inhaltstext: Mia Thalassa gemati mousiki (A Sea Full of Music)
I mera svini (The Day Ends)
Ta thalassina malia sou (Your Sea Hair)
I ora tis fotias (The Hour of Fire)
Mousiki earini (Spring Music)
I thalassa se per imeni (The Sea Awaits You)
Ke se agapo sto atelioto mesomeri (And I Love You in the Endless Noon Hour)
Orgono ta nera (I Ply the Waters)
Oso diarki i thalassa (As Long as the Sea Lasts)
Mousikes thalassines (Songs of the Sea)
O kiklos tou nerou (The Circle of Water)
Hromata thalassina (Colours of the Sea)
Figi niherini (Night Flight)
I rithmi ton kimaton (The Rhythm of the Waves)
To mistiriako Ai gaio (The Mystic Aegean)
Ta potamia tou kormiou sou (The Rivers of your Body)
Eripia bizantina (Bizantine Ruins)
I patimasies tou iliou (The Footprints of the Sun)
I pothi anavoun (Desires Ignite)
Me ti mousiki ton neron (With the Music of the Water)
Anemos kaftos, loulianos (Burning July Wind)
Spieldauer: 50'50"
UPC: 750447342422
Verlag: Intuition
Sonstige Ausgaben