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Ein Landarzt / Das Ende einer Welt

Ein Landarzt / Das Ende einer Welt

Rundfunkopern


  • Ausgabe: CD, 96-seitiges Textheft mit Libretti
  • Erscheinungsjahr: 2005
  • Bestell-Nr.: WER 66662
24,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.19 kg

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Beschreibung
Anfang der 50er Jahre schrieb Hans Werner Henze zwei Rundfunkopern für den damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk. Das Genre der Funkoper wurde in den 30er Jahren geschaffen und versteht sich als Oper ohne jegliche visuelle Reize, wie etwa eine Bühne, so dass die Handlung dem Hörer durch andere Wege vor Ohren geführt werden musste: durch besonders hohe Textverständlichkeit und durch akustische Spezialeffekte wie Hall oder Klangcollagen.
WERGO veröffentlicht hier den Mitschnitt der Uraufführung der beiden revidierten Fassungen vom 27. September 1996 in der Kölner Philharmonie. Die CD vereint den beklemmenden Surrealismus Franz Kafkas in "Ein Landarzt" mit der bissigen Satire Wolfgang Hildesheimers im "Ende einer Welt", in der Henze persönlich die Rolle des Erzählers übernimmt und auf diese Weise unterstreicht, wie aktuell das Sujet dieses Werks für ihn immer noch ist.
Anlässlich der Uraufführung der überarbeiteten Fassungen dieser beiden Opern schrieb der Komponist von den „inneren Verbindungen“ zwischen den Werken: „Es ist da einmal der Zustand des von allen guten Geistern Verlassenen, der des Ausgesetztseins, der furchtbarsten, wie von unsichtbaren ‚höhern Orts’ wirkenden Mächten ‚angeordneten’ Einsamkeit. Es ist von Betrug die Rede, vom Selbstbetrug, vom Betrügen und vom Betrogenwerden, von der Bodenlosig- und Unzuverlässigkeit der Dinge des Lebens, angefangen bei den einfachsten (oder banalsten) und aufgehört beim Metaphysischen und bei der Groteske.“ Denkbar ist auch, dass das zunehmende Unbehagen, welches Henze zu Beginn der fünfziger Jahre ob der sich bildenden bzw. im Kern gleich gebliebenen Gesellschaft erfasste („Überall war das Alte noch nicht alt genug, während das Neue in eine Zukunft wies, von der man sich nicht viel versprechen mochte“, schrieb der Komponist in seinem Aufsatz Nach dem Krieg), in den beiden Funkopern musikalische Gestalt gewann – einmal als alptraumhafte Horrorvision, das andere Mal als zynische Farce.

Hans Werner Henze: speaker (Narrator) / Roland Hermann: baritone (Country Doctor) / Frieder Lang: tenor (Fallersleben) / Daphne Evangelatos: alto (Mother/Marchesa Montetristo) / Roderic M. Keating: tenor (Stable Boy/Dombrowska) / Jonas Dickopf: boys’ soprano (Patient) / Isolde Siebert: soprano (Rosa, Daughter/Signora Sgambati) / Matteo de Monti: bass (Father/Golch) / Robert Bork: baritone (Professor Kuntz-Sartori) / Kölner Domchor (Eberhard Metternich) / WDR Rundfunkchor Köln (Godfried Ritter) / WDR Sinfonieorchester Köln / conductor: Markus Stenz
Details
EAN: 4010228666625
Inhaltstext: Ein Landarzt
Rundfunkoper auf die Erzählung von Franz Kafka
Revidierte Fassung


Das Ende einer Welt
Rundfunkoper mit Prolog und Epilog
Libretto: Wolfgang Hildesheimer
Revidierte Fassung
Spieldauer: 63'27"
Verlag: Wergo
downloads
Anfang der 50er Jahre schrieb Hans Werner Henze zwei Rundfunkopern für den damaligen Nordwestdeutschen Rundfunk. Das Genre der Funkoper wurde in den 30er Jahren geschaffen und versteht sich als Oper ohne jegliche visuelle Reize, wie etwa eine Bühne, so dass die Handlung dem Hörer durch andere Wege vor Ohren geführt werden musste: durch besonders hohe Textverständlichkeit und durch akustische Spezialeffekte wie Hall oder Klangcollagen.
WERGO veröffentlicht hier den Mitschnitt der Uraufführung der beiden revidierten Fassungen vom 27. September 1996 in der Kölner Philharmonie. Die CD vereint den beklemmenden Surrealismus Franz Kafkas in "Ein Landarzt" mit der bissigen Satire Wolfgang Hildesheimers im "Ende einer Welt", in der Henze persönlich die Rolle des Erzählers übernimmt und auf diese Weise unterstreicht, wie aktuell das Sujet dieses Werks für ihn immer noch ist.
Anlässlich der Uraufführung der überarbeiteten Fassungen dieser beiden Opern schrieb der Komponist von den „inneren Verbindungen“ zwischen den Werken: „Es ist da einmal der Zustand des von allen guten Geistern Verlassenen, der des Ausgesetztseins, der furchtbarsten, wie von unsichtbaren ‚höhern Orts’ wirkenden Mächten ‚angeordneten’ Einsamkeit. Es ist von Betrug die Rede, vom Selbstbetrug, vom Betrügen und vom Betrogenwerden, von der Bodenlosig- und Unzuverlässigkeit der Dinge des Lebens, angefangen bei den einfachsten (oder banalsten) und aufgehört beim Metaphysischen und bei der Groteske.“ Denkbar ist auch, dass das zunehmende Unbehagen, welches Henze zu Beginn der fünfziger Jahre ob der sich bildenden bzw. im Kern gleich gebliebenen Gesellschaft erfasste („Überall war das Alte noch nicht alt genug, während das Neue in eine Zukunft wies, von der man sich nicht viel versprechen mochte“, schrieb der Komponist in seinem Aufsatz Nach dem Krieg), in den beiden Funkopern musikalische Gestalt gewann – einmal als alptraumhafte Horrorvision, das andere Mal als zynische Farce.

Hans Werner Henze: speaker (Narrator) / Roland Hermann: baritone (Country Doctor) / Frieder Lang: tenor (Fallersleben) / Daphne Evangelatos: alto (Mother/Marchesa Montetristo) / Roderic M. Keating: tenor (Stable Boy/Dombrowska) / Jonas Dickopf: boys’ soprano (Patient) / Isolde Siebert: soprano (Rosa, Daughter/Signora Sgambati) / Matteo de Monti: bass (Father/Golch) / Robert Bork: baritone (Professor Kuntz-Sartori) / Kölner Domchor (Eberhard Metternich) / WDR Rundfunkchor Köln (Godfried Ritter) / WDR Sinfonieorchester Köln / conductor: Markus Stenz
EAN: 4010228666625
Inhaltstext: Ein Landarzt
Rundfunkoper auf die Erzählung von Franz Kafka
Revidierte Fassung


Das Ende einer Welt
Rundfunkoper mit Prolog und Epilog
Libretto: Wolfgang Hildesheimer
Revidierte Fassung
Spieldauer: 63'27"
Verlag: Wergo