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Elliott Sharp's Terraplane - Do The Don't

Elliott Sharp's Terraplane - Do The Don't


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2008
  • Bestell-Nr.: INT 34252
14,99 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.09 kg

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Beschreibung

„Do The Don’t“ (jetzt erstmalig und mit fünf Bonusstücken in Europa veröffentlicht) ist ein unverzichtbares Juwel für jeden Blues-Liebhaber, der in dieser Musik mehr als einen wehmütigen Trip in eine imaginäre Vergangenheit sieht. Blues in der vollen Manneskraft des beginnenden 21. Jahrhunderts. Ein Klassiker.

Blues sei wehmütige Rootsmusik? Von wegen! In den USA hat sich seit geraumer Zeit eine Blues-Avantgarde formiert, die sensibel die Errungenschaften der Tradition aufnimmt und in eine kämpferische Musik der Zukunft transformiert. Dazu brauchen sie weder Computer noch ande-re elektronische Hilfsmittel, sondern können sich auf den Fundus und das Repertoire des klassi-schen Blues verlassen. Bevor Acts wie Hazmat Modine, die Black Keys oder Son Of Dave ihren Future Blues entwarfen, war es vor allem der New Yorker Gitarrist Elliott Sharp, der den elekt-risch verstärkten Blues für neue Hörerscharen öffnete. Mit seiner Band Terraplane erschließt er dem Blues bereits seit Mitte der neunziger Jahre neue Wege. Das noch im Trio eingespielte Debütalbum „Terraplane“ von 1994 ist wahrscheinlich die effizienteste Synthese von Blues und Punk in der jüngeren Rockgeschichte. Mit „Do The Don‘t“ ist hierzulande jetzt endlich Sharps Klassiker der Blues-Avantgarde zu haben.

Als „Do The Don’t“ 2004 in den USA erschien, lag die New Yorker Szene gerade im Koma. Die Nachwirkungen von Nine/Eleven waren noch allenthalben spürbar. Niemand wollte sich aus der Deckung wagen und sein Statement vielleicht einen Augenblick zu früh abgeben. Die Ver-wirrung und Lethargie waren ebenso groß wie die Angst vor Missverständnissen. In der allge-meinen Starre ergriff Elliott Sharp als einer der ersten deutlich und unmissverständlich das Wort. „Do The Don’t“ war ein Kommentar zur Lage der Nation. Das Album wirkte wie eine Peitsche. Songs wie „Lost Souls“, „Stop That Thing“ oder der „Oil Blues“ rissen den Blues aus dem Retro-Camp und gaben ihm seine subversiven Reibungsflächen zurück. Zehn Jahre nach ihrem ersten Album waren Terraplane zu einer urbanen Blues-Guerilla gereift, die lautstark gegen Selbstgerechtigkeit und Weltschmerz anrannte.

Elliott Sharp steht im Ruf eines unerbittlichen Avantgardisten und Math Jazzers. Tatsächlich ge-hörte er zu den Protagonisten der inzwischen legendären New Yorker Downmtown-Avantgarde, die auch Köpfe wie John Zorn, John Lurie oder Bill Frisell hervorgebracht hat. Seine Band Carbon zählte zu den Pionier-Geschwadern des Noisecore. Aber Sharp nahm auch Or-chesterwerke und feinnervige Soloplatten auf, arbeitete mit Techno-DJs und veröffentlichte but-terweiche Soundtracks. Er steht zwar im Ruf eines kompromisslosen Innovators auf den sechs Saiten, doch haben auch Gitarristen wie Jimi Hendrix, Frank Zappa und Jerry Garcia ihre Spuren in seinem Spiel hinterlassen. Und je älter er wird, desto mehr fühlt er sich eben den Altvorderen des Blues wie Robert Johnson oder Howlin‘ Wolf verpflichtet.

Elliott Sharps Gitarrensalven lassen auf „Do The Don’t“ keinen Zweifel daran, dass es auf die-sem Album nur in eine Richtung geht: vorwärts. Dazu umgibt er sich mit einer hochkarätigen Crew. Die vokale Eingreiftruppe wird von dem Doppelgestirn Eric Mingus und Dean Bowman gestellt. Mingus macht seinem Namen alle Ehre.
Der Sohn der Jazz-Ikone Charles Mingus ist genauso unangepasst, wuchtig und energiegeladen wie sein Vater. Bowman bewies bereits mit der Funk-Band Screaming Headless Torsos, dass er tausend Türen kennt, auf denen Blues, Rock und Jazz zueinanderfinden. Bassist David Hofstra spielte bereits mit dem Microscopic Septet und gemeinsam mit Sharp bei Wayne Horvitz‘ The President. Der altgediente Grenzgänger zwischen Avantgarde und Tradition, den nichts aus sei-ner schlafwandlerischen Ruhe bringen kann, gehörte schon zur Gründungsformation von Ter-raplane. Drummer Sim Cain ist vor allem für seine Trommelgewitter bei der Rollins Band be-kannt. Der Jazzmusiker Sam Furnace, der kurz nach den Aufnahmen zu dem Album verstarb, gab dem Sound von Terraplane mit seinem Baritonsaxofon jene Erdigkeit, welche die Musik bei aller Urbanität feucht und schwer macht. Als besonderer Gast veredelt Hubert Sumlin die CD. Sumlin gehört nicht nur zu den letzten lebenden Blues-Autoritäten, sondern er ist gewisserma-ßen auch Sharps Mentor auf dem Gebiet des Blues.



Hubert Sumlin: electric guitar / David Hofstra: electric and acoustic basses / Sam Furnace: alto and baritone saxophones / Sim Cain: drums / Eric Mingus: vocals / Dean Bowman: vocals / Anthony Coleman: piano / E#: electric guitars, lapsteel, 12-string acoustic, baritone guitar, tenor sax, chromatic harmonica, bits and bytes
Details
Inhaltstext: Life In A Crackerbox
Lost Souls
Stop That Thing
Skramble
Oil Blues
Blues In The Middle
Please Don't
L8R On
In The Drift
Falling
Three Kings
Another Train
Out Of This Place
Steel Minor
Dogpant
Spieldauer: 73'22"
UPC: 750447342521
Verlag: Intuition

„Do The Don’t“ (jetzt erstmalig und mit fünf Bonusstücken in Europa veröffentlicht) ist ein unverzichtbares Juwel für jeden Blues-Liebhaber, der in dieser Musik mehr als einen wehmütigen Trip in eine imaginäre Vergangenheit sieht. Blues in der vollen Manneskraft des beginnenden 21. Jahrhunderts. Ein Klassiker.

Blues sei wehmütige Rootsmusik? Von wegen! In den USA hat sich seit geraumer Zeit eine Blues-Avantgarde formiert, die sensibel die Errungenschaften der Tradition aufnimmt und in eine kämpferische Musik der Zukunft transformiert. Dazu brauchen sie weder Computer noch ande-re elektronische Hilfsmittel, sondern können sich auf den Fundus und das Repertoire des klassi-schen Blues verlassen. Bevor Acts wie Hazmat Modine, die Black Keys oder Son Of Dave ihren Future Blues entwarfen, war es vor allem der New Yorker Gitarrist Elliott Sharp, der den elekt-risch verstärkten Blues für neue Hörerscharen öffnete. Mit seiner Band Terraplane erschließt er dem Blues bereits seit Mitte der neunziger Jahre neue Wege. Das noch im Trio eingespielte Debütalbum „Terraplane“ von 1994 ist wahrscheinlich die effizienteste Synthese von Blues und Punk in der jüngeren Rockgeschichte. Mit „Do The Don‘t“ ist hierzulande jetzt endlich Sharps Klassiker der Blues-Avantgarde zu haben.

Als „Do The Don’t“ 2004 in den USA erschien, lag die New Yorker Szene gerade im Koma. Die Nachwirkungen von Nine/Eleven waren noch allenthalben spürbar. Niemand wollte sich aus der Deckung wagen und sein Statement vielleicht einen Augenblick zu früh abgeben. Die Ver-wirrung und Lethargie waren ebenso groß wie die Angst vor Missverständnissen. In der allge-meinen Starre ergriff Elliott Sharp als einer der ersten deutlich und unmissverständlich das Wort. „Do The Don’t“ war ein Kommentar zur Lage der Nation. Das Album wirkte wie eine Peitsche. Songs wie „Lost Souls“, „Stop That Thing“ oder der „Oil Blues“ rissen den Blues aus dem Retro-Camp und gaben ihm seine subversiven Reibungsflächen zurück. Zehn Jahre nach ihrem ersten Album waren Terraplane zu einer urbanen Blues-Guerilla gereift, die lautstark gegen Selbstgerechtigkeit und Weltschmerz anrannte.

Elliott Sharp steht im Ruf eines unerbittlichen Avantgardisten und Math Jazzers. Tatsächlich ge-hörte er zu den Protagonisten der inzwischen legendären New Yorker Downmtown-Avantgarde, die auch Köpfe wie John Zorn, John Lurie oder Bill Frisell hervorgebracht hat. Seine Band Carbon zählte zu den Pionier-Geschwadern des Noisecore. Aber Sharp nahm auch Or-chesterwerke und feinnervige Soloplatten auf, arbeitete mit Techno-DJs und veröffentlichte but-terweiche Soundtracks. Er steht zwar im Ruf eines kompromisslosen Innovators auf den sechs Saiten, doch haben auch Gitarristen wie Jimi Hendrix, Frank Zappa und Jerry Garcia ihre Spuren in seinem Spiel hinterlassen. Und je älter er wird, desto mehr fühlt er sich eben den Altvorderen des Blues wie Robert Johnson oder Howlin‘ Wolf verpflichtet.

Elliott Sharps Gitarrensalven lassen auf „Do The Don’t“ keinen Zweifel daran, dass es auf die-sem Album nur in eine Richtung geht: vorwärts. Dazu umgibt er sich mit einer hochkarätigen Crew. Die vokale Eingreiftruppe wird von dem Doppelgestirn Eric Mingus und Dean Bowman gestellt. Mingus macht seinem Namen alle Ehre.
Der Sohn der Jazz-Ikone Charles Mingus ist genauso unangepasst, wuchtig und energiegeladen wie sein Vater. Bowman bewies bereits mit der Funk-Band Screaming Headless Torsos, dass er tausend Türen kennt, auf denen Blues, Rock und Jazz zueinanderfinden. Bassist David Hofstra spielte bereits mit dem Microscopic Septet und gemeinsam mit Sharp bei Wayne Horvitz‘ The President. Der altgediente Grenzgänger zwischen Avantgarde und Tradition, den nichts aus sei-ner schlafwandlerischen Ruhe bringen kann, gehörte schon zur Gründungsformation von Ter-raplane. Drummer Sim Cain ist vor allem für seine Trommelgewitter bei der Rollins Band be-kannt. Der Jazzmusiker Sam Furnace, der kurz nach den Aufnahmen zu dem Album verstarb, gab dem Sound von Terraplane mit seinem Baritonsaxofon jene Erdigkeit, welche die Musik bei aller Urbanität feucht und schwer macht. Als besonderer Gast veredelt Hubert Sumlin die CD. Sumlin gehört nicht nur zu den letzten lebenden Blues-Autoritäten, sondern er ist gewisserma-ßen auch Sharps Mentor auf dem Gebiet des Blues.



Hubert Sumlin: electric guitar / David Hofstra: electric and acoustic basses / Sam Furnace: alto and baritone saxophones / Sim Cain: drums / Eric Mingus: vocals / Dean Bowman: vocals / Anthony Coleman: piano / E#: electric guitars, lapsteel, 12-string acoustic, baritone guitar, tenor sax, chromatic harmonica, bits and bytes
Inhaltstext: Life In A Crackerbox
Lost Souls
Stop That Thing
Skramble
Oil Blues
Blues In The Middle
Please Don't
L8R On
In The Drift
Falling
Three Kings
Another Train
Out Of This Place
Steel Minor
Dogpant
Spieldauer: 73'22"
UPC: 750447342521
Verlag: Intuition
Sonstige Ausgaben