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en hommage

en hommage


Tatjana Blome: piano / Claudio Corbach: cello / Ignacy Miecznikowski: viola / Ulrike Petersen: violin / Frédéric Tardy: oboe / Polish Radio Symphony Orchestra / Jürgen Bruns: conductor


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Bestell-Nr.: EDA 40
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung

Mit der Hommage an Joachim Mendelson setzt eda records seine Würdigung des reichen musikalischen Erbes Polens der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fort, das durch die verheerenden Folgen der Vertreibung und Vernichtung der europäischen Juden nach 1933, durch die Zerstörung des polnischen Musiklebens im Anschluss an die Okkupation Polens im September 1939 und die Politik der Verdrängung während der kommunistischen Ära aus dem musikgeschichtlichen Bewusstsein getilgt wurde. Die monographische Reihe en hommage erscheint in Ergänzung zu eda records‘ mittlerweile sechsteiliger Serie Poland Abroad mit Ersteinspielungen von Werken bedeutender polnischer Komponisten, die fast alle das Schicksal der Verfolgung und des Exils teilten.

Joachim Mendelson wurde 1892 in Warschau geboren. Er studierte Komposition in seiner Heimatstadt und in Berlin. Wie nahezu alle polnischen Komponisten seiner Generation ging er in den 1920er Jahren nach Paris, wo er sich der Association des Jeunes Musiciens Polonais anschloss, in der sich nach und nach die gesamte musikalischer Elite Polens der Zwischenkriegszeit versammelte und unter der Protektion Karol Szymanowskis, Arthur Rubinsteins, Serge Koussevitzkys, Maurice Ravels und Nadia Boulangers das Musikleben der Seine-Metropole mit hochinteressanten Farben bereicherte. Mitte der 1930er Jahre folgte er einem Ruf an die Warschauer Musikhochschule. Nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen wurde er im Warschauer Ghetto interniert, wo er 1943 umgebracht wurde. Erhalten sind lediglich fünf Kompositionen aus der Feder Mendelsons, die bei dem Pariser Musikverlag Max Eschig gedruckt worden waren. In den hier ersteingespielten Werken der späten 1930er Jahre findet Mendelson zu einer Klassizität der Synthese, der die Raffinesse des französischen Impressionimus ebenso zu integrieren weiß wie Mahlerschen Weltschmerz und Strauss‘sche Emphase, den herben, rhythmisch pointierten Tonfall „neuer Sachlichkeit“ ebenso wie tänzerische Innigkeit slawischer Provenienz. Mendelson Streichquartett, sein frühestes erhaltenes Werk, wurde vom Schlesischen Streichquartett bereit für eda records eingespielt (EDA 35).

Musiker aus den drei Ländern, die die Lebensachse Mendelsons markierten – Polen, Deutschland, Frankreich – musizieren gemeinsam auf dieser CD, die vom Rundfunk Berlin Brandenburg und vom Polnischen Rundfunk koproduziert wurde.

Details
Inhaltstext: Symphony no. 2 (1939)
Quintet for oboe, violin, viola, cello and piano (1939)
Sonata for violin and piano (1937)
Chamber Symphony (1938)
Spieldauer: 67'16"
UPC: 840387100401
Verlag: eda records
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Mit der Hommage an Joachim Mendelson setzt eda records seine Würdigung des reichen musikalischen Erbes Polens der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fort, das durch die verheerenden Folgen der Vertreibung und Vernichtung der europäischen Juden nach 1933, durch die Zerstörung des polnischen Musiklebens im Anschluss an die Okkupation Polens im September 1939 und die Politik der Verdrängung während der kommunistischen Ära aus dem musikgeschichtlichen Bewusstsein getilgt wurde. Die monographische Reihe en hommage erscheint in Ergänzung zu eda records‘ mittlerweile sechsteiliger Serie Poland Abroad mit Ersteinspielungen von Werken bedeutender polnischer Komponisten, die fast alle das Schicksal der Verfolgung und des Exils teilten.

Joachim Mendelson wurde 1892 in Warschau geboren. Er studierte Komposition in seiner Heimatstadt und in Berlin. Wie nahezu alle polnischen Komponisten seiner Generation ging er in den 1920er Jahren nach Paris, wo er sich der Association des Jeunes Musiciens Polonais anschloss, in der sich nach und nach die gesamte musikalischer Elite Polens der Zwischenkriegszeit versammelte und unter der Protektion Karol Szymanowskis, Arthur Rubinsteins, Serge Koussevitzkys, Maurice Ravels und Nadia Boulangers das Musikleben der Seine-Metropole mit hochinteressanten Farben bereicherte. Mitte der 1930er Jahre folgte er einem Ruf an die Warschauer Musikhochschule. Nach dem Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen wurde er im Warschauer Ghetto interniert, wo er 1943 umgebracht wurde. Erhalten sind lediglich fünf Kompositionen aus der Feder Mendelsons, die bei dem Pariser Musikverlag Max Eschig gedruckt worden waren. In den hier ersteingespielten Werken der späten 1930er Jahre findet Mendelson zu einer Klassizität der Synthese, der die Raffinesse des französischen Impressionimus ebenso zu integrieren weiß wie Mahlerschen Weltschmerz und Strauss‘sche Emphase, den herben, rhythmisch pointierten Tonfall „neuer Sachlichkeit“ ebenso wie tänzerische Innigkeit slawischer Provenienz. Mendelson Streichquartett, sein frühestes erhaltenes Werk, wurde vom Schlesischen Streichquartett bereit für eda records eingespielt (EDA 35).

Musiker aus den drei Ländern, die die Lebensachse Mendelsons markierten – Polen, Deutschland, Frankreich – musizieren gemeinsam auf dieser CD, die vom Rundfunk Berlin Brandenburg und vom Polnischen Rundfunk koproduziert wurde.

Inhaltstext: Symphony no. 2 (1939)
Quintet for oboe, violin, viola, cello and piano (1939)
Sonata for violin and piano (1937)
Chamber Symphony (1938)
Spieldauer: 67'16"
UPC: 840387100401
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben