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Equal Ways of Difference

Equal Ways of Difference


elole piano trio (Uta-Maria Lempert: violin / Matthias Lorenz: violoncello / Stefan Eder: piano)


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Bestell-Nr.: WER 73212
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

„Komponieren heißt zuallererst: Zerstören.“ Die Arbeitsweise der Kom­ponistin Charlotte Seither beginnt damit, die „Objekte unseres Kompo­nierens“ aufzuspalten; jeden vorgegebenen Zusammenhang, von der Gattungstradition bis zur Konfiguration des einzelnen Tons, zu dekon­struieren. Dieses Prinzip der „Dissoziation“ meint aber nicht Zertrüm­merung: Es bezeichnet vielmehr ein geduldiges Forschen im Inneren der Klänge und ihre planvolle Zerlegung bis aufs Klang-Atom. Auf diese Weise wird Material gewonnen, mit dem sich nun wieder arbeiten lässt: Es ist so weit „dissoziiert“, dass es frei gewor­den ist von den Zwecken und Sinndeutungen, die ihm einstmals an­getragen wurden.

Für ihr erstes Klaviertrio „Champlève“ entschied sich die Komponistin dafür, beide Streicher wie gleichberechtigte Partner zu behandeln. Das Klavier wird seiner steuernden Funktion enthoben und mittels Präparation im Flügelinneren auf perkussive Interventionen reduziert, die Streicher hingegen agieren gemeinsam. Die traditionelle Hierarchie steht Kopf.

Seithers zweites Klaviertrio „Equal Ways of Difference“ entstand zum zehnjährigen Bestehen des elole-Klaviertrios: „Es sind dies drei Musiker, die einen hochkultivierten Gemeinsamkeitsmodus der Ver­schie­denheit entwickelt haben, die der Gattung Klaviertrio also auf ihre Weise besonders nahekom­men.“ (Seither)

In der Duo-Komposition „Playing Both Ends Towards the Middle“ sind Violine und Violoncello zwar gleichberechtigt und partizipieren am selben musikalischen Material. Seither diskutiert hier aber eine Grundfrage menschlichen Lebens: Wie lässt sich auch im notwendigen gemeinsamen Tun die Autono­mie des Einzelnen bewahren?

„Merging Strain“ entstand für eine Konzertreihe der Kölner Philharmonie, in der einer der Cello-Solo­suiten von Johann Sebastian Bach je eine neue Komposition gegenüberstehen sollte. In ihrem Werk
gelangt Seither zu einer Form instrumentenspezifischer Virtuosität, die ihren ganz eigenen Weg geht und dennoch widerhallt von Echos des Bach'schen Cellostils.

Der Titel „Gran passo“ formuliert die Grundidee dieser Klavier-Komposition. Der „Große Schritt
ist hier vor allem eine doppelte Grenzüberschreitung: Von der Tastatur ins Innere des Flügels und zwi­schen den strikt getrennten Parametern Melodie und Rhythmus.

In „Cry“ beginnt die Musik ganz nah am körperlichen Erleben: Stöhnen, Heulen, Weinen, Schluchzen, das den Atem versetzt, Jammern, der vergebliche Versuch, artikuliert zu sprechen. Im weiteren Verlauf be­haupten sich die eingeführten Elemente zusehends als abstraktes musikalisches Material.

Koproduktion mit Deutschlandradio

Details
EAN: 4010228732122
Inhaltstext:

Champlève für Violine, Violoncello und Klavier (1994)
Cry
für Violine solo (2009)
Gran passo
für Klavier solo (2006)
Playing Both Ends Towards the Middle
für Violine und Violoncello (2000)
Merging Strain für Violoncello solo (1999)
Equal Ways of Difference
für Violine, Violoncello und Klavier (2011)

Spieldauer: 77'9"
Verlag: Wergo
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„Komponieren heißt zuallererst: Zerstören.“ Die Arbeitsweise der Kom­ponistin Charlotte Seither beginnt damit, die „Objekte unseres Kompo­nierens“ aufzuspalten; jeden vorgegebenen Zusammenhang, von der Gattungstradition bis zur Konfiguration des einzelnen Tons, zu dekon­struieren. Dieses Prinzip der „Dissoziation“ meint aber nicht Zertrüm­merung: Es bezeichnet vielmehr ein geduldiges Forschen im Inneren der Klänge und ihre planvolle Zerlegung bis aufs Klang-Atom. Auf diese Weise wird Material gewonnen, mit dem sich nun wieder arbeiten lässt: Es ist so weit „dissoziiert“, dass es frei gewor­den ist von den Zwecken und Sinndeutungen, die ihm einstmals an­getragen wurden.

Für ihr erstes Klaviertrio „Champlève“ entschied sich die Komponistin dafür, beide Streicher wie gleichberechtigte Partner zu behandeln. Das Klavier wird seiner steuernden Funktion enthoben und mittels Präparation im Flügelinneren auf perkussive Interventionen reduziert, die Streicher hingegen agieren gemeinsam. Die traditionelle Hierarchie steht Kopf.

Seithers zweites Klaviertrio „Equal Ways of Difference“ entstand zum zehnjährigen Bestehen des elole-Klaviertrios: „Es sind dies drei Musiker, die einen hochkultivierten Gemeinsamkeitsmodus der Ver­schie­denheit entwickelt haben, die der Gattung Klaviertrio also auf ihre Weise besonders nahekom­men.“ (Seither)

In der Duo-Komposition „Playing Both Ends Towards the Middle“ sind Violine und Violoncello zwar gleichberechtigt und partizipieren am selben musikalischen Material. Seither diskutiert hier aber eine Grundfrage menschlichen Lebens: Wie lässt sich auch im notwendigen gemeinsamen Tun die Autono­mie des Einzelnen bewahren?

„Merging Strain“ entstand für eine Konzertreihe der Kölner Philharmonie, in der einer der Cello-Solo­suiten von Johann Sebastian Bach je eine neue Komposition gegenüberstehen sollte. In ihrem Werk
gelangt Seither zu einer Form instrumentenspezifischer Virtuosität, die ihren ganz eigenen Weg geht und dennoch widerhallt von Echos des Bach'schen Cellostils.

Der Titel „Gran passo“ formuliert die Grundidee dieser Klavier-Komposition. Der „Große Schritt
ist hier vor allem eine doppelte Grenzüberschreitung: Von der Tastatur ins Innere des Flügels und zwi­schen den strikt getrennten Parametern Melodie und Rhythmus.

In „Cry“ beginnt die Musik ganz nah am körperlichen Erleben: Stöhnen, Heulen, Weinen, Schluchzen, das den Atem versetzt, Jammern, der vergebliche Versuch, artikuliert zu sprechen. Im weiteren Verlauf be­haupten sich die eingeführten Elemente zusehends als abstraktes musikalisches Material.

Koproduktion mit Deutschlandradio

EAN: 4010228732122
Inhaltstext:

Champlève für Violine, Violoncello und Klavier (1994)
Cry
für Violine solo (2009)
Gran passo
für Klavier solo (2006)
Playing Both Ends Towards the Middle
für Violine und Violoncello (2000)
Merging Strain für Violoncello solo (1999)
Equal Ways of Difference
für Violine, Violoncello und Klavier (2011)

Spieldauer: 77'9"
Verlag: Wergo