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Franz Schreker's Masterclasses in Vienna and Berlin Vol. 1

Franz Schreker's Masterclasses in Vienna and Berlin Vol. 1

Felix Petyrek: Piano Music 1915 - 1928


Kolja Lessing: piano


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 17
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

In der dreiteiligen Serie „Franz Schrekers Meisterklassen in Wien und Berlin“ erkundet der Pianist, Geiger und unermüdliche Schatzgräber Kolja Lessing die vielfältigen und herausragenden Begabungen, die aus der Talentschmiede Franz Schrekers hervorgegangen waren, neben Busoni und Schönberg der bedeutendste Kompositionslehrer der 1910er und 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum. 1912, im Jahr der spektakulären Frankfurter Uraufführung seiner Oper Der Ferne Klang, hatte Schreker die Nachfolge seines Lehrers Robert Fuchs an der Wiener Musikakademie angetreten. Neben Busoni und Schönberg galt er bald als Instanz in Sachen fortschrittlicher Pädagogik. In Wien zählten zu seinem Schülerkreis u. a. Ernst Krenek, Alois Hába, Artur Rodzinski, Joseph Rosenstock, Felix Petyrek, Karol Rathaus, Wilhelm Grosz und Max Brand. 1920, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, folgte Schreker dem Ruf als Direktor der Berliner Musikhochschule. Mit ihm gingen Krenek und Hába, hinzu kamen, neben vielen anderen, das Wunderkind Ignace Strasfogel, Berthold Goldschmidt, Jerzy Fitelberg und – nicht gerade gewöhnlich für die Zeit – auch Studentinnen wie Grete von Zieritz und Zdenka Ticharich.

Felix Petyrek (1892–1951) zählt zusammen mit seinen Studienkollegen Ernst Krenek und Alois Hába, mit denen er in lebenslanger Freundschaft verbunden war, zu den interessantesten Musikerpersönlichkeiten, die aus Franz Schrekers Wiener Kompositionsklasse hervorgegangen sind. Petyrek genoss hohe Anerkennung als Klavierpädagoge und Kompositionslehrer unter anderem in Salzburg, Berlin, Abbazia, Athen und Stuttgart (dort als Nachfolger Wilhelm Kempffs). Durch den Kontakt zu den Brüdern Hans und Werner Reinhart in Winterthur, die ihn förderten, fand Petyrek zur Anthroposphie. Sein Schaffen ist nachhaltig geprägt von den Eindrücken einer Jugend in Österreich: dem Zerfall der K&K Monarchie, dem Aufeinanderprallen Tradition und Moderne, der Reibung von Nostalgie und Ironie, vor allem aber dem Verlust aller menschlichen Werte im 1. Weltkrieg, was in der fratzenhaften Welt seiner Sechs grotesken Klavierstücke ihren Wiederhall findet, deren bekanntestes, der Wurstelprater, kein Geringerer als Erwin Schulhoff zu rühmen nicht müde wurde. Die Auseinandersetzung mit den Volksmusiktraditionen Osteuropas, mit der byzantinischen Musik und mit traditioneller griechischer Volksmusik, die Petyrek in Athen studierte, führte ihn zu einer Reflektion über die Möglichkeiten neuer Skalenbildungen als Alternative zur Dur-Moll-Tonalität, zu Polytonalität und Dodekaphonie. Seine 3. Klaviersonate von 1928 etwa, in der die verschiedenen, zum Teil stark divergierenden Einflüsse in seinem Schaffen zu einer faszinierenden Synthese gelangen, basiert auf einer Skala symmetrisch gebauter Tetrachorde, die Oliver Messiaen in seinem System später als 2. Modus klassifizieren sollte.

Details
EAN: 4015380001727
Inhaltstext: Variations and Fugue in C major (1915)
From: Six Grotesque Piano Pieces (1919/20)
Suite on the Name Szegoe (1924)
Irrelohe Foxtrott (1922)
Sonata no. 3 (1928)
Spieldauer: 58'17"
Verlag: eda records
downloads

In der dreiteiligen Serie „Franz Schrekers Meisterklassen in Wien und Berlin“ erkundet der Pianist, Geiger und unermüdliche Schatzgräber Kolja Lessing die vielfältigen und herausragenden Begabungen, die aus der Talentschmiede Franz Schrekers hervorgegangen waren, neben Busoni und Schönberg der bedeutendste Kompositionslehrer der 1910er und 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum. 1912, im Jahr der spektakulären Frankfurter Uraufführung seiner Oper Der Ferne Klang, hatte Schreker die Nachfolge seines Lehrers Robert Fuchs an der Wiener Musikakademie angetreten. Neben Busoni und Schönberg galt er bald als Instanz in Sachen fortschrittlicher Pädagogik. In Wien zählten zu seinem Schülerkreis u. a. Ernst Krenek, Alois Hába, Artur Rodzinski, Joseph Rosenstock, Felix Petyrek, Karol Rathaus, Wilhelm Grosz und Max Brand. 1920, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, folgte Schreker dem Ruf als Direktor der Berliner Musikhochschule. Mit ihm gingen Krenek und Hába, hinzu kamen, neben vielen anderen, das Wunderkind Ignace Strasfogel, Berthold Goldschmidt, Jerzy Fitelberg und – nicht gerade gewöhnlich für die Zeit – auch Studentinnen wie Grete von Zieritz und Zdenka Ticharich.

Felix Petyrek (1892–1951) zählt zusammen mit seinen Studienkollegen Ernst Krenek und Alois Hába, mit denen er in lebenslanger Freundschaft verbunden war, zu den interessantesten Musikerpersönlichkeiten, die aus Franz Schrekers Wiener Kompositionsklasse hervorgegangen sind. Petyrek genoss hohe Anerkennung als Klavierpädagoge und Kompositionslehrer unter anderem in Salzburg, Berlin, Abbazia, Athen und Stuttgart (dort als Nachfolger Wilhelm Kempffs). Durch den Kontakt zu den Brüdern Hans und Werner Reinhart in Winterthur, die ihn förderten, fand Petyrek zur Anthroposphie. Sein Schaffen ist nachhaltig geprägt von den Eindrücken einer Jugend in Österreich: dem Zerfall der K&K Monarchie, dem Aufeinanderprallen Tradition und Moderne, der Reibung von Nostalgie und Ironie, vor allem aber dem Verlust aller menschlichen Werte im 1. Weltkrieg, was in der fratzenhaften Welt seiner Sechs grotesken Klavierstücke ihren Wiederhall findet, deren bekanntestes, der Wurstelprater, kein Geringerer als Erwin Schulhoff zu rühmen nicht müde wurde. Die Auseinandersetzung mit den Volksmusiktraditionen Osteuropas, mit der byzantinischen Musik und mit traditioneller griechischer Volksmusik, die Petyrek in Athen studierte, führte ihn zu einer Reflektion über die Möglichkeiten neuer Skalenbildungen als Alternative zur Dur-Moll-Tonalität, zu Polytonalität und Dodekaphonie. Seine 3. Klaviersonate von 1928 etwa, in der die verschiedenen, zum Teil stark divergierenden Einflüsse in seinem Schaffen zu einer faszinierenden Synthese gelangen, basiert auf einer Skala symmetrisch gebauter Tetrachorde, die Oliver Messiaen in seinem System später als 2. Modus klassifizieren sollte.

EAN: 4015380001727
Inhaltstext: Variations and Fugue in C major (1915)
From: Six Grotesque Piano Pieces (1919/20)
Suite on the Name Szegoe (1924)
Irrelohe Foxtrott (1922)
Sonata no. 3 (1928)
Spieldauer: 58'17"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben