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Franz Schreker's Masterclasses in Vienna and Berlin Vol. 3

Franz Schreker's Masterclasses in Vienna and Berlin Vol. 3


Kolja Lessing: piano


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 24
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

In der dreiteiligen Serie „Franz Schrekers Meisterklassen in Wien und Berlin“ erkundet der Pianist, Geiger und unermüdliche Schatzgräber Kolja Lessing die vielfältigen und herausragenden Begabungen, die aus der Talentschmiede Franz Schrekers hervorgegangen waren, neben Busoni und Schönberg der bedeutendste Kompositionslehrer der 1910er und 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum. 1912, im Jahr der spektakulären Frankfurter Uraufführung seiner Oper Der Ferne Klang, hatte Schreker die Nachfolge seines Lehrers Robert Fuchs an der Wiener Musikakademie angetreten. Neben Busoni und Schönberg galt er bald als Instanz in Sachen fortschrittlicher Pädagogik. In Wien zählten zu seinem Schülerkreis u. a. Ernst Krenek, Alois Hába, Artur Rodzinski, Joseph Rosenstock, Felix Petyrek, Karol Rathaus, Wilhelm Grosz und Max Brand. 1920, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, folgte Schreker dem Ruf als Direktor der Berliner Musikhochschule. Mit ihm gingen Krenek und Hába, hinzu kamen, neben vielen anderen, das Wunderkind Ignace Strasfogel, Berthold Goldschmidt, Jerzy Fitelberg und – nicht gerade gewöhnlich für die Zeit – auch Studentinnen wie Grete von Zieritz und Zdenka Ticharich.

Vol. 3 der Serie beleuchtet die gesamte Periode von Schrekers Lehrtätigkeit in Wien und Berlin und lässt dabei auch Komponisten – und eine Komponistin – zu Wort kommen, die bisher bei allen Rehabilitierungsbemühungen um verfemte und verdrängte Komponisten im Abseits der Aufmerksamkeit geblieben sind. Wilhelm Grosz als einer der frühesten Schüler Schrekers aus dessen Wiener Zeit repräsentiert auf dieser CD ebenso wie Berthold Goldschmidt als Schüler Schrekers in Berlin all die als „jüdisch“ geächteten Komponisten, deren Schaffen ebenso wie das ihres Lehrers jahrzehntelang dem Vergessen anheimgefallen war. Nach nationalsozialistischer Verfolgung und anschließenden Dekaden ästhetischer Ausgrenzung durch die Nachkriegsavantgarde brachten erst die 1980er Jahre eine Liberalisierung, die auch den Beginn einer vorurteilsfreien Exilmusikforschung ermöglichte. Zdenka Ticharich und Vladas Jakubėnas repräsentieren auf vorliegender CD wiederum jene Komponisten osteuropäischer Herkunft, deren Laufbahn bzw. Rezeption entscheidend durch die Errichtung totalitärer Machtsysteme in ihren Heimatstaaten überschattet wurde. Ecklebe wie Fiebig die während der Nazi-Diktatur in Deutschland geblieben waren, ohne ihr Oeuvre in den Dienst des Verbrecherregimes zu stellen,  stehen mit ihrer Abwendung von einer sich selbst genügenden ‚l art pour l art‘ für eine ästhetische Strömung, die um 1930 – nach Ausloten der gegensätzlichsten neuen musikalischen Ausdrucksformen in den ‚goldenen Zwanzigern‘ – vor allem im Umkreis von Hindemith entstand.

Details
EAN: 4012476000244
Inhaltstext: Wilhelm Grosz: Symphonic Variations on an Original Theme for Piano op. 9 (1920)
Berthold Goldschmidt: Capriccio for Piano op. 11 (1927)
Zdenka Ticharich: Suite for Piano (1928)
Vladas Jakubėnas: Two Tone-pictures for Piano (1926/27)
Vladas Jakubėnas: 1st Rhapsody for Piano (1936)
Kurt Fiebig: Prelude and Fugue for Piano (UA 1936)
Alexander Ecklebe: Metamorphoses of a Theme by F. Schreker for Piano (1971)
Spieldauer: 74'42"
Verlag: eda records
downloads

In der dreiteiligen Serie „Franz Schrekers Meisterklassen in Wien und Berlin“ erkundet der Pianist, Geiger und unermüdliche Schatzgräber Kolja Lessing die vielfältigen und herausragenden Begabungen, die aus der Talentschmiede Franz Schrekers hervorgegangen waren, neben Busoni und Schönberg der bedeutendste Kompositionslehrer der 1910er und 1920er Jahre im deutschsprachigen Raum. 1912, im Jahr der spektakulären Frankfurter Uraufführung seiner Oper Der Ferne Klang, hatte Schreker die Nachfolge seines Lehrers Robert Fuchs an der Wiener Musikakademie angetreten. Neben Busoni und Schönberg galt er bald als Instanz in Sachen fortschrittlicher Pädagogik. In Wien zählten zu seinem Schülerkreis u. a. Ernst Krenek, Alois Hába, Artur Rodzinski, Joseph Rosenstock, Felix Petyrek, Karol Rathaus, Wilhelm Grosz und Max Brand. 1920, auf dem Höhepunkt seines Ruhms, folgte Schreker dem Ruf als Direktor der Berliner Musikhochschule. Mit ihm gingen Krenek und Hába, hinzu kamen, neben vielen anderen, das Wunderkind Ignace Strasfogel, Berthold Goldschmidt, Jerzy Fitelberg und – nicht gerade gewöhnlich für die Zeit – auch Studentinnen wie Grete von Zieritz und Zdenka Ticharich.

Vol. 3 der Serie beleuchtet die gesamte Periode von Schrekers Lehrtätigkeit in Wien und Berlin und lässt dabei auch Komponisten – und eine Komponistin – zu Wort kommen, die bisher bei allen Rehabilitierungsbemühungen um verfemte und verdrängte Komponisten im Abseits der Aufmerksamkeit geblieben sind. Wilhelm Grosz als einer der frühesten Schüler Schrekers aus dessen Wiener Zeit repräsentiert auf dieser CD ebenso wie Berthold Goldschmidt als Schüler Schrekers in Berlin all die als „jüdisch“ geächteten Komponisten, deren Schaffen ebenso wie das ihres Lehrers jahrzehntelang dem Vergessen anheimgefallen war. Nach nationalsozialistischer Verfolgung und anschließenden Dekaden ästhetischer Ausgrenzung durch die Nachkriegsavantgarde brachten erst die 1980er Jahre eine Liberalisierung, die auch den Beginn einer vorurteilsfreien Exilmusikforschung ermöglichte. Zdenka Ticharich und Vladas Jakubėnas repräsentieren auf vorliegender CD wiederum jene Komponisten osteuropäischer Herkunft, deren Laufbahn bzw. Rezeption entscheidend durch die Errichtung totalitärer Machtsysteme in ihren Heimatstaaten überschattet wurde. Ecklebe wie Fiebig die während der Nazi-Diktatur in Deutschland geblieben waren, ohne ihr Oeuvre in den Dienst des Verbrecherregimes zu stellen,  stehen mit ihrer Abwendung von einer sich selbst genügenden ‚l art pour l art‘ für eine ästhetische Strömung, die um 1930 – nach Ausloten der gegensätzlichsten neuen musikalischen Ausdrucksformen in den ‚goldenen Zwanzigern‘ – vor allem im Umkreis von Hindemith entstand.

EAN: 4012476000244
Inhaltstext: Wilhelm Grosz: Symphonic Variations on an Original Theme for Piano op. 9 (1920)
Berthold Goldschmidt: Capriccio for Piano op. 11 (1927)
Zdenka Ticharich: Suite for Piano (1928)
Vladas Jakubėnas: Two Tone-pictures for Piano (1926/27)
Vladas Jakubėnas: 1st Rhapsody for Piano (1936)
Kurt Fiebig: Prelude and Fugue for Piano (UA 1936)
Alexander Ecklebe: Metamorphoses of a Theme by F. Schreker for Piano (1971)
Spieldauer: 74'42"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben