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HEISS!

HEISS!

Orgelwerke


Dominik Susteck: organ


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Bestell-Nr.: WER 73152
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung
Bereits während der Schulzeit interessierte Gerhard Stäbler sich für die Orgel und studierte dann das Instrument. Jedoch findet man in seinem umfangreichen Werkverzeichnis lediglich die hier versammelten fünf Werke für den monumentalen Klangerzeuger. Keineswegs liegt das an mangelnder Begeisterung. Denn immer noch spürt man die tief empfun­dene Emphase, mit der der Komponist von der Orgel spricht. Die schiere Masse des Instruments, die es augenfällig verkörpert und auch im Klang entäußert, zieht ihn nach wie vor in Bann.

Von „Windows“ fertigte Stäbler Fassungen für mehrere andere Instrumen­tierungen an, unter ihnen eine für Orgel und Tomtoms ad libitum. Die Komposition entstand in Zusammenhang mit einer Filmproduktion über Albanien, in der die Lebensrealität dreier Familien dokumentiert wurde. „Die Fenster öffnen sich verschie­den; mal dringt durch einen Spalt verborgen Wichtiges, mal kriegt man bei sperrangelweitem Öffnen vor­dergründig Ablenkendes präsentiert, mal horcht man hinein – ins Innere, ins Intime –, mal konzentriert man sich aufs Draußen“, notierte Stäbler in der Partitur.

Die grafische Partitur zu „HEISS!“ besteht aus der Abbildung von Strich- beziehungsweise Barcodes, wie sie heute an jedem Produkt angebracht sind und in Form einer Abfolge dicker und dünner Striche Produktin­formationen grafisch verschlüsseln. In Dominik Sustecks Interpretation spiegeln sich die Strichfolgen in perkussiv repetitiven Strukturen und sehr schnellen, akkordgewaltigen Passagen mit kurzen Einwürfen.

Für „TAP“ für Orgelpedal solo notiert Stäbler Pfeile mit einer Lautstärkenangabe und jeweils zwei Ziffern. Eine dieser Ziffern gibt die Dauer des Klangs in Sekunden an, die andere die Anzahl der Pedale, die ge­drückt werden soll. Ist es bereits ungewöhnlich, ein Stück nur für Pedal zu schreiben, so bezieht Stäbler darüber hinaus ungewöhnliche Spieltechniken und Klangphänomene mit ein. So kann der Interpret bei­spielsweise Schuhe mit gehärteten Sohlen tragen, um perkussive Effekte zu erzeugen.

Thema des ursprünglich für Cembalo geschriebenen Werks „!? – Musikalischer Essay über die Grenzen des Möglichen“ ist die Repetition. Gerade bei der Orgel mit ihrer eigentümlichen Klangerzeugung und spezifi­schen Verzögerung im Einsetzen des Klangs sowie mit dem eigenwilligen Zusammenwirkungen der unter­schiedlichen Register in verschiedenen Tonhöhenlagen generiert die ins Extrem geführte Wiederholungs­technik ein äußerst farbiges, an manchen Stellen gar geräuschhaft untermaltes Klangfarbengebilde.

Bei „Aber ...“ entfaltet sich ein auf den ersten Blick weniger komplex wirkendes Klangbild. Obwohl viele Passagen einstimmig sind oder aus lang gehaltenen Einzeltönen bestehen, changiert die Anmutung des Klangs jedoch beständig. Veränderungen des Luftdrucks z. B. führen zu Schwankungen in Klangfarbe und leichten Vibrationen der Tonhöhe. Sie symbolisieren die Verunsicherung der vermeintlich schlichten Ein­zeltöne und zugleich eine Offenheit des Klanggeschehens für neue Erfahrungen.

Koproduktion mit Deutschlandradio
Details
EAN: 4010228731521
Inhaltstext:

!? – Musikalischer Essay über die Grenzen des Möglichen für ein Keyboard (2001)
HEISS! für Orgel (1988)
Windows für Orgel solo (1983)
TAP für Orgelpedal solo (1998)
ABER …
Eine Phantasie für Orgel solo (2009)

Spieldauer: 79'23"
Verlag: Wergo
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Bereits während der Schulzeit interessierte Gerhard Stäbler sich für die Orgel und studierte dann das Instrument. Jedoch findet man in seinem umfangreichen Werkverzeichnis lediglich die hier versammelten fünf Werke für den monumentalen Klangerzeuger. Keineswegs liegt das an mangelnder Begeisterung. Denn immer noch spürt man die tief empfun­dene Emphase, mit der der Komponist von der Orgel spricht. Die schiere Masse des Instruments, die es augenfällig verkörpert und auch im Klang entäußert, zieht ihn nach wie vor in Bann.

Von „Windows“ fertigte Stäbler Fassungen für mehrere andere Instrumen­tierungen an, unter ihnen eine für Orgel und Tomtoms ad libitum. Die Komposition entstand in Zusammenhang mit einer Filmproduktion über Albanien, in der die Lebensrealität dreier Familien dokumentiert wurde. „Die Fenster öffnen sich verschie­den; mal dringt durch einen Spalt verborgen Wichtiges, mal kriegt man bei sperrangelweitem Öffnen vor­dergründig Ablenkendes präsentiert, mal horcht man hinein – ins Innere, ins Intime –, mal konzentriert man sich aufs Draußen“, notierte Stäbler in der Partitur.

Die grafische Partitur zu „HEISS!“ besteht aus der Abbildung von Strich- beziehungsweise Barcodes, wie sie heute an jedem Produkt angebracht sind und in Form einer Abfolge dicker und dünner Striche Produktin­formationen grafisch verschlüsseln. In Dominik Sustecks Interpretation spiegeln sich die Strichfolgen in perkussiv repetitiven Strukturen und sehr schnellen, akkordgewaltigen Passagen mit kurzen Einwürfen.

Für „TAP“ für Orgelpedal solo notiert Stäbler Pfeile mit einer Lautstärkenangabe und jeweils zwei Ziffern. Eine dieser Ziffern gibt die Dauer des Klangs in Sekunden an, die andere die Anzahl der Pedale, die ge­drückt werden soll. Ist es bereits ungewöhnlich, ein Stück nur für Pedal zu schreiben, so bezieht Stäbler darüber hinaus ungewöhnliche Spieltechniken und Klangphänomene mit ein. So kann der Interpret bei­spielsweise Schuhe mit gehärteten Sohlen tragen, um perkussive Effekte zu erzeugen.

Thema des ursprünglich für Cembalo geschriebenen Werks „!? – Musikalischer Essay über die Grenzen des Möglichen“ ist die Repetition. Gerade bei der Orgel mit ihrer eigentümlichen Klangerzeugung und spezifi­schen Verzögerung im Einsetzen des Klangs sowie mit dem eigenwilligen Zusammenwirkungen der unter­schiedlichen Register in verschiedenen Tonhöhenlagen generiert die ins Extrem geführte Wiederholungs­technik ein äußerst farbiges, an manchen Stellen gar geräuschhaft untermaltes Klangfarbengebilde.

Bei „Aber ...“ entfaltet sich ein auf den ersten Blick weniger komplex wirkendes Klangbild. Obwohl viele Passagen einstimmig sind oder aus lang gehaltenen Einzeltönen bestehen, changiert die Anmutung des Klangs jedoch beständig. Veränderungen des Luftdrucks z. B. führen zu Schwankungen in Klangfarbe und leichten Vibrationen der Tonhöhe. Sie symbolisieren die Verunsicherung der vermeintlich schlichten Ein­zeltöne und zugleich eine Offenheit des Klanggeschehens für neue Erfahrungen.

Koproduktion mit Deutschlandradio
EAN: 4010228731521
Inhaltstext:

!? – Musikalischer Essay über die Grenzen des Möglichen für ein Keyboard (2001)
HEISS! für Orgel (1988)
Windows für Orgel solo (1983)
TAP für Orgelpedal solo (1998)
ABER …
Eine Phantasie für Orgel solo (2009)

Spieldauer: 79'23"
Verlag: Wergo