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In lieblicher Bläue

In lieblicher Bläue

Musik für Ensemble


Clemens C. Löschmann: tenor / Maximilian Mangold: guitar / Nicole Pieper: alto / Jan Croonenbroeck: harpsichord / Ensemble Horizonte / Jörg-Peter Mittmann: conductor


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2012
  • Bestell-Nr.: WER 67462
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

Unter den Komponisten jener Generation, die nach dem 2. Weltkrieg einen künstlerischen Neubeginn wagten, sticht Hans Werner Henze durch seine starke Affinität zur Literatur hervor. Insbesondere im Rekurs auf Friedrich Hölderlin und Georg Trakl manifestiert sich der exakte Gegenentwurf zu den Idealen der NS-Propaganda: Beider Dichter Leben und Werk steht in höchstem Maße für Individualität, Komplexität, das sensible Ausloten feinster Gefühlsregungen und Verletzlichkeit.

Lange Zeit wurde das Spätwerk Hölderlins nur als Erzeugnis des Wahnsinns seiner letzten Lebensjahrzehnte abgestempelt. Seine Hymne „In lieblicher Bläue“ ist die Textvorlage zu Henzes „Kammermusik 1958“. Der groß angelegte Zyklus aus Gesangs- und Instrumentalsätzen vertraut den Gedanken Hölderlins und lässt sich von ihnen in einem „Akt der Identifikation“ tragen. „Im Verharren, im Anschwellen oder im Schweigen zwischen Klangbildern, vergrößert die Musik, durchleuchtet stärker, oder lässt hervortreten. Während die Dichtung sich der Musik bedient wie eines Vorlesers, bedient sich die Musik der Dichtung wie eines konzertierenden Interpreten." (Henze)

Das nach den Prinzipien der Zwölftontechnik angelegte Werk „Apollo et Hyazinthus“ (1948/49) erweist sich in vielerlei Hinsicht als höchst individuell: Angelehnt an Trakls Lyrik schwankt die Gattung zwischen Kammermusik, sinfonischer Dichtung, Cembalokonzert und Orchesterlied. Sein besonderes Gepräge erhält das Stück zudem durch das fortwährend subtile Schweben zwischen Tonalität und Atonalität.

Unter dem Titel „Canzona per sette strumenti“ schuf Henze 1982 anlässlich eines Viola-Kongresses ein Septett, in dessen Mittelpunkt drei Bratschen stehen. Der Titel „Canzona“ verweist zunächst auf die Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei greift besonders die reich ausgeschmückte Gesangslinie der Oboe den Tonfall der Renaissance und des Frühbarock auf.

Koproduktion mit Radio Bremen.

Details
EAN: 4010228674620
Inhaltstext: Kammermusik 1958 über die Hymne „In lieblicher Bläue“ von Friedrich Hölderlin für Tenor, Gitarre und acht Soloinstrumente (1958/63)
Apollo et Hyazinthus. Improvisationen für Cembalo, Altstimme und acht Soloinstrumente über das Gedicht „Im Park“ von Georg Trakl (1948/49)
Canzona per sette strumenti (1982)
Spieldauer: 73'49"
Verlag: Wergo
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Unter den Komponisten jener Generation, die nach dem 2. Weltkrieg einen künstlerischen Neubeginn wagten, sticht Hans Werner Henze durch seine starke Affinität zur Literatur hervor. Insbesondere im Rekurs auf Friedrich Hölderlin und Georg Trakl manifestiert sich der exakte Gegenentwurf zu den Idealen der NS-Propaganda: Beider Dichter Leben und Werk steht in höchstem Maße für Individualität, Komplexität, das sensible Ausloten feinster Gefühlsregungen und Verletzlichkeit.

Lange Zeit wurde das Spätwerk Hölderlins nur als Erzeugnis des Wahnsinns seiner letzten Lebensjahrzehnte abgestempelt. Seine Hymne „In lieblicher Bläue“ ist die Textvorlage zu Henzes „Kammermusik 1958“. Der groß angelegte Zyklus aus Gesangs- und Instrumentalsätzen vertraut den Gedanken Hölderlins und lässt sich von ihnen in einem „Akt der Identifikation“ tragen. „Im Verharren, im Anschwellen oder im Schweigen zwischen Klangbildern, vergrößert die Musik, durchleuchtet stärker, oder lässt hervortreten. Während die Dichtung sich der Musik bedient wie eines Vorlesers, bedient sich die Musik der Dichtung wie eines konzertierenden Interpreten." (Henze)

Das nach den Prinzipien der Zwölftontechnik angelegte Werk „Apollo et Hyazinthus“ (1948/49) erweist sich in vielerlei Hinsicht als höchst individuell: Angelehnt an Trakls Lyrik schwankt die Gattung zwischen Kammermusik, sinfonischer Dichtung, Cembalokonzert und Orchesterlied. Sein besonderes Gepräge erhält das Stück zudem durch das fortwährend subtile Schweben zwischen Tonalität und Atonalität.

Unter dem Titel „Canzona per sette strumenti“ schuf Henze 1982 anlässlich eines Viola-Kongresses ein Septett, in dessen Mittelpunkt drei Bratschen stehen. Der Titel „Canzona“ verweist zunächst auf die Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Dabei greift besonders die reich ausgeschmückte Gesangslinie der Oboe den Tonfall der Renaissance und des Frühbarock auf.

Koproduktion mit Radio Bremen.

EAN: 4010228674620
Inhaltstext: Kammermusik 1958 über die Hymne „In lieblicher Bläue“ von Friedrich Hölderlin für Tenor, Gitarre und acht Soloinstrumente (1958/63)
Apollo et Hyazinthus. Improvisationen für Cembalo, Altstimme und acht Soloinstrumente über das Gedicht „Im Park“ von Georg Trakl (1948/49)
Canzona per sette strumenti (1982)
Spieldauer: 73'49"
Verlag: Wergo