Schott Music

Skip to Main Content »

Language
 
Warenkorb (0 Artikel)
Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Informationen über Bartleby

Informationen über Bartleby

Kurzoper in 11 Stationen

Libretto vom Komponisten und Norbert Lange nach Herman Melvilles Erzählung "Bartleby, the Scrivener. A Story of Wall-Street"


  • Ausgabe: Aufführungsmaterial
  • Sprache: deutsch

 
Beschreibung
Mit der Herausforderung konfrontiert, eine Miniaturoper von weniger als einer Viertelstunde zu schreiben, wiesen alle Vorüberlegungen rasch in eine Richtung: es konnte für mich nicht Ziel sein, eine Handlung zu komprimieren oder ein Fragment zu produzieren – gefunden werden mußte eine Vorlage respektive ein Ausgangsmaterial, das bereits so kondensiert war, daß zehn Minuten dezidiert eine lange Zeit zu seiner Ausarbeitung bedeuteten. Damit sollte sich die Möglichkeit ergeben, die Ausgangssituation in zahlreichen Wiederholungen und Variationen von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Das Stück würde so Elemente der Offenen Form ebenso nutzen können wie zugleich ein abgeschlossener, in sich vielgestaltiger Zyklus sein.

Das gleichermaßen höfliche wie subversive und unangreifbare "I would prefer not to", mit dem der Schreiber Bartleby in Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung von 1853 nach und nach auf alle Bitten, Anweisungen und Befehle reagiert, bis zu seinem Tod, der mehr ein Verschwinden ist, eine letzte Konsequenz aus dem sanften Widerstand gegen das Funktionieren, wurde zu einer der bekanntesten und zugleich kryptischsten Chiffren der Literaturgeschichte. Die Handlung des Textes spielt für das Opernprojekt eine untergeordnete Rolle; Ausgangspunkt ist die Szene mit dem ersten Auftreten von "Bartlebys Formel".

Das Libretto verfremdet, variiert und ergänzt das Bartleby-Material, ohne es jedoch lediglich als Steinbruch zu verwenden: eine stringente Dramaturgie entsteht durch das Entfernen und Wiederannähern an das Ausgangsmaterial in Form einer Schleife, einschließlich einer (abbrechenden) Wiederholung des Beginns. Sprachliche Gestaltung und kompositorische Umsetzung greifen ineinander, immer auf der Basis einer Ausgangsszene, die so präzise ist, daß sie durch viele Schichten hindurch erkennbar bleibt und zugleich so perspektivenreich, daß sie nahezu endlose Variationen erlaubt.

- Benjamin Schweitzer
Details
Auftragswerk : Auftragswerk des Dresdner Zentrums für zeitgenössische Musik
Kompositionsjahr: 2003
Orchesterbesetzung: Ob. (auch Engl. Hr.) · Klar. (auch Klar. in A u. Bassklar.) - Tenor-Basspos. - S.(2 Tempelbl. · Schlitztr. · 2 Holztomt. · gr. Tr. · 2 hohle Ziegelsteine · 4 Pappkartons in unterschiedlichen Größen · Metallrohr [Vierkant, Länge ca. 1m, mit Halteseil und Ständer] · Wassereimer · chin. Beck. · Nietenbeck. · Tamb. · 2 Cowbells · Vibraslap · Kast. · 2 Mar. · 2 Sandpapierblocks · Bassxyl. bzw. Boo-bam-Spiel [alternativ: Marimba]) (1 Spieler) - Akk. - Vc. · Kb. (Fünfsaiter)
Personenbesetzung: Mezzosopran - Bariton - Alt oder Bass(-bariton)* - Sprechrolle (weiblich oder männlich)** * Die Partie ist so angelegt und notiert, dass sie von einer Sängerin oder - eine Oktave tiefer - einem Sänger ausgeführt werden kann. ** Diese Rolle ist mit einem Sänger / einer Sängerin mit guter Sprechstimme zu besetzen. Ein Schauspieler kann die Partie nur ausführen, wenn er über hervorragende musikalische Fähigkeiten verfügt.
Spieldauer: 11'0"
Uraufführung : 30. September 2004 Dresden, Festspielhaus Hellerau (D) Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik 2004 · ensemble courage; Gesangssolisten: Begonia Zabala, John Cogram, Karl Petersen, Daniel Ochoa · Dirigent: Titus Engel · Inszenierung: Rainer Holzapfel · Kostüme: Katia Diegmann · Bühnenbild: Lisa Brzonkalla (szenische Aufführung)
Verlag: Schott Music
Aufführungen
Dirigent: N.N.
2006-09-29 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr
Dirigent: N.N.
2006-09-28 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr
Dirigent: N.N.
2006-09-27 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr | Premiere
Dirigent: Titus Engel
2004-10-01 | Dresden (Deutschland), Festspielhaus Hellerau
Dirigent: Titus Engel
2004-09-30 | Dresden (Deutschland), Festspielhaus Hellerau | Uraufführung
Mit der Herausforderung konfrontiert, eine Miniaturoper von weniger als einer Viertelstunde zu schreiben, wiesen alle Vorüberlegungen rasch in eine Richtung: es konnte für mich nicht Ziel sein, eine Handlung zu komprimieren oder ein Fragment zu produzieren – gefunden werden mußte eine Vorlage respektive ein Ausgangsmaterial, das bereits so kondensiert war, daß zehn Minuten dezidiert eine lange Zeit zu seiner Ausarbeitung bedeuteten. Damit sollte sich die Möglichkeit ergeben, die Ausgangssituation in zahlreichen Wiederholungen und Variationen von den verschiedensten Seiten zu beleuchten. Das Stück würde so Elemente der Offenen Form ebenso nutzen können wie zugleich ein abgeschlossener, in sich vielgestaltiger Zyklus sein.

Das gleichermaßen höfliche wie subversive und unangreifbare "I would prefer not to", mit dem der Schreiber Bartleby in Herman Melvilles gleichnamiger Erzählung von 1853 nach und nach auf alle Bitten, Anweisungen und Befehle reagiert, bis zu seinem Tod, der mehr ein Verschwinden ist, eine letzte Konsequenz aus dem sanften Widerstand gegen das Funktionieren, wurde zu einer der bekanntesten und zugleich kryptischsten Chiffren der Literaturgeschichte. Die Handlung des Textes spielt für das Opernprojekt eine untergeordnete Rolle; Ausgangspunkt ist die Szene mit dem ersten Auftreten von "Bartlebys Formel".

Das Libretto verfremdet, variiert und ergänzt das Bartleby-Material, ohne es jedoch lediglich als Steinbruch zu verwenden: eine stringente Dramaturgie entsteht durch das Entfernen und Wiederannähern an das Ausgangsmaterial in Form einer Schleife, einschließlich einer (abbrechenden) Wiederholung des Beginns. Sprachliche Gestaltung und kompositorische Umsetzung greifen ineinander, immer auf der Basis einer Ausgangsszene, die so präzise ist, daß sie durch viele Schichten hindurch erkennbar bleibt und zugleich so perspektivenreich, daß sie nahezu endlose Variationen erlaubt.

- Benjamin Schweitzer
Auftragswerk : Auftragswerk des Dresdner Zentrums für zeitgenössische Musik
Kompositionsjahr: 2003
Orchesterbesetzung: Ob. (auch Engl. Hr.) · Klar. (auch Klar. in A u. Bassklar.) - Tenor-Basspos. - S.(2 Tempelbl. · Schlitztr. · 2 Holztomt. · gr. Tr. · 2 hohle Ziegelsteine · 4 Pappkartons in unterschiedlichen Größen · Metallrohr [Vierkant, Länge ca. 1m, mit Halteseil und Ständer] · Wassereimer · chin. Beck. · Nietenbeck. · Tamb. · 2 Cowbells · Vibraslap · Kast. · 2 Mar. · 2 Sandpapierblocks · Bassxyl. bzw. Boo-bam-Spiel [alternativ: Marimba]) (1 Spieler) - Akk. - Vc. · Kb. (Fünfsaiter)
Personenbesetzung: Mezzosopran - Bariton - Alt oder Bass(-bariton)* - Sprechrolle (weiblich oder männlich)** * Die Partie ist so angelegt und notiert, dass sie von einer Sängerin oder - eine Oktave tiefer - einem Sänger ausgeführt werden kann. ** Diese Rolle ist mit einem Sänger / einer Sängerin mit guter Sprechstimme zu besetzen. Ein Schauspieler kann die Partie nur ausführen, wenn er über hervorragende musikalische Fähigkeiten verfügt.
Spieldauer: 11'0"
Uraufführung : 30. September 2004 Dresden, Festspielhaus Hellerau (D) Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik 2004 · ensemble courage; Gesangssolisten: Begonia Zabala, John Cogram, Karl Petersen, Daniel Ochoa · Dirigent: Titus Engel · Inszenierung: Rainer Holzapfel · Kostüme: Katia Diegmann · Bühnenbild: Lisa Brzonkalla (szenische Aufführung)
Verlag: Schott Music
Dirigent: N.N.
2006-09-29 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr
Dirigent: N.N.
2006-09-28 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr
Dirigent: N.N.
2006-09-27 | Berlin (Deutschland), HAU 1 (Hebbel am Ufer) — 19.30 Uhr | Premiere
Dirigent: Titus Engel
2004-10-01 | Dresden (Deutschland), Festspielhaus Hellerau
Dirigent: Titus Engel
2004-09-30 | Dresden (Deutschland), Festspielhaus Hellerau | Uraufführung