Schott Music

Skip to Main Content »

Language
 
Warenkorb (0 Artikel)
Mein Warenkorb

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Klage der Ariadne

Klage der Ariadne

Lamento d'Arianna di Claudio Monteverdi, 1608

in freier Neugestaltung von Carl Orff

für Alt und Orchester


  • Besetzung: Alt und Orchester
  • Ausgabe: Aufführungsmaterial
  • Sprache: deutsch - italienisch

 
Beschreibung

INHALT


Endlos lang quälte der stierköpfige Minotaurus die Bevölkerung von Theben, indem er alle neun Jahre von der Stadt vierzehn Menschenleben als Opfergabe forderte. Erst dem Helden Theseus gelang es, das Untier mithilfe der Königstochter Ariadne zu töten. Theseus versprach ihr im Gegenzug die Ehe und nahm die leidenschaftlich verliebte junge Frau mit sich, als er zu Schiff aus Theben abreiste. Jedoch ließ er sie nur kurze Zeit später bei einem Landgang rücksichtslos auf der Insel Naxos zurück.
Gekettet an das öde Eiland, klagt die fassungslose und verzweifelte Prinzessin den Treulosen an, ihre Liebe und ihr Vertrauen missbraucht und sich dann gleich einem Verräter aus dem Staub gemacht zu haben. Wie ein kurzer Reflex leuchtet in Ariadnes Erinnerung die einst so glückliche Jugendzeit auf, und sie verflucht Theseus dafür, ihr diese goldene Zeit entrissen zu haben. Doch in der unendlichen Weite des Meeres verhallen all die Rachegedanken, die sie dem Fernen hinterherschreit, im Nichts; und hilflos wünscht sich die zur Handlungsunfähigkeit Verdammte letztlich nur noch Erlösung im Tod.


KOMMENTAR


Wie schon mit seiner vorhergehenden Orpheus-Bearbeitung, versuchte Orff auch dieses Stück, die einzig erhaltene Szene aus Claudio Monteverdis Oper Arianna, durch eine Bearbeitung der Bühne zurückzugewinnen.
Für Orff war das Wort grundsätzlich von maßgeblicher Bedeutung. Es war ihm der eigentliche Auslöser von Musik, da diese ja kausal dem Wort, also der Sprache entspringt. Und so kreierte der Dichter-Komponist in der Klage der Ariadne durch eine neue Übersetzung einen völlig eigenständigen Text, welcher ursächlich den musikalischen Ausdruck und Vortrag formt. Überdies verteilte er die Ausbrüche und Beschwörungspassagen des Monodramas unter dem Gesichtspunkt größerer dramatischer Spannung dramaturgisch neu. Und nicht zuletzt schlug sich Orffs Bearbeitung auch in der Orchesterbesetzung nieder: Während seine Erstfassung 1925, die fast nur konzertant aufgeführt wurde, Cembalo, drei Bratschen, drei Celli, Kontrabass und Posaune vorschrieb, gestaltete der Komponist 1940 den Klang für eine rein szenische Aufführung des Werks fülliger und facettenreicher: Hierfür erweiterte er die Besetzung um zahlreiche Bläser und verteilte den Cembalopart auf zusätzliche Orchesterstimmen.

Details
Kompositionsjahr: 1925, rev. 1940
Orchesterbesetzung: 3 · 2 · Engl. Hr. · 0 · 2 Bassetthr. · Bassklar. · 1 · Kfg. - 0 · 0 · 3 · 0 - P. - Str.
Spieldauer: 12'0"
Uraufführung : 30. November 1940 Gera (D) · Anne-Gertrude Höch, Alt · Dirigent: Carl Orff · Inszenierung: Rudolf Scheel · Bühnenbild: Alfred Siercke
Verlag: Schott Music
Aufführungen
Dirigent: Ulf Schirmer
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
2010-07-10 | Kloster Andechs (Deutschland), Florian-Stadl — 16.00 Uhr
Dirigent: Ulf Schirmer
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
2010-07-09 | Kloster Andechs (Deutschland), Florian-Stadl — 19.00 Uhr
1999-06-10 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-04-19 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-03-22 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-03-04 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
Dirigent: Marko Letonja
Orchester: Slowenische Philharmonie
1998-08-21 | Itzehoe (Deutschland)
Dirigent: Marko Letonja
Orchester: Slowenische Philharmonie
1998-08-20 | Eutin (Deutschland)
Dirigent: Claudio Abbado
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
1995-06-01 | München (Deutschland), Prinzregententheater, Herkulessaal
Dirigent: Gerd Puls
Orchester: Philharmonisches Orchester Rostock
1988-05-28 | Rostock (Deutschland), Volkstheater
1985-08-10 | Salzburg (Österreich), Großes Festspielhaus
Dirigent: Jaroslav Opela
Orchester: Orchesterverein "Wilde Gungl"
1979-12-16 | München (Deutschland)
Dirigent: Bernhard Kontarsky
1979-10-04 | Stuttgart (Deutschland), Württembergische Staatsoper | Premiere
Dirigent: Bernhard Kontarsky
1979-09-19 | Warsaw (Polen) | nationale Erstaufführung
Dirigent: Carl August Vogt
Orchester: Städtisches Orchester Baden-Baden
1972-01-02 | Baden-Baden (Deutschland)
Dirigent: Hans Blümer
1964-06-24 | Heidelberg (Deutschland), Schlosshof
Dirigent: Siegfried Goslich
Orchester: Städtisches Orchester Remscheid
1958-09-04 | Remscheid (Deutschland), Stadttheater
Dirigent: Hans Georg Ratjen
Orchester: Oldenburgisches Staatsorchester
1954-01-11 | Oldenburg (Deutschland)
Dirigent: Gustav König
Orchester: Städtisches Orchester Essen
1953-01-23 | Essen (Deutschland), Städtischer Saalbau
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1952-05-05 | Regensburg (Deutschland), Olympia-Theater
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1952-05-04 | Regensburg (Deutschland), Olympia-Theater
Dirigent: Rudolf Kloiber
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1942-11-13 | Regensburg (Deutschland), Neuhaus-Saal
Dirigent: Georg Ludwig Jochum
Orchester: Städtisches Symphonieorchester Linz
1941-11-11 | Linz (Österreich), Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses | nationale Erstaufführung
Dirigent: Carl Orff
1940-11-30 | Gera (Deutschland) | Uraufführung
Audio Stream

INHALT


Endlos lang quälte der stierköpfige Minotaurus die Bevölkerung von Theben, indem er alle neun Jahre von der Stadt vierzehn Menschenleben als Opfergabe forderte. Erst dem Helden Theseus gelang es, das Untier mithilfe der Königstochter Ariadne zu töten. Theseus versprach ihr im Gegenzug die Ehe und nahm die leidenschaftlich verliebte junge Frau mit sich, als er zu Schiff aus Theben abreiste. Jedoch ließ er sie nur kurze Zeit später bei einem Landgang rücksichtslos auf der Insel Naxos zurück.
Gekettet an das öde Eiland, klagt die fassungslose und verzweifelte Prinzessin den Treulosen an, ihre Liebe und ihr Vertrauen missbraucht und sich dann gleich einem Verräter aus dem Staub gemacht zu haben. Wie ein kurzer Reflex leuchtet in Ariadnes Erinnerung die einst so glückliche Jugendzeit auf, und sie verflucht Theseus dafür, ihr diese goldene Zeit entrissen zu haben. Doch in der unendlichen Weite des Meeres verhallen all die Rachegedanken, die sie dem Fernen hinterherschreit, im Nichts; und hilflos wünscht sich die zur Handlungsunfähigkeit Verdammte letztlich nur noch Erlösung im Tod.


KOMMENTAR


Wie schon mit seiner vorhergehenden Orpheus-Bearbeitung, versuchte Orff auch dieses Stück, die einzig erhaltene Szene aus Claudio Monteverdis Oper Arianna, durch eine Bearbeitung der Bühne zurückzugewinnen.
Für Orff war das Wort grundsätzlich von maßgeblicher Bedeutung. Es war ihm der eigentliche Auslöser von Musik, da diese ja kausal dem Wort, also der Sprache entspringt. Und so kreierte der Dichter-Komponist in der Klage der Ariadne durch eine neue Übersetzung einen völlig eigenständigen Text, welcher ursächlich den musikalischen Ausdruck und Vortrag formt. Überdies verteilte er die Ausbrüche und Beschwörungspassagen des Monodramas unter dem Gesichtspunkt größerer dramatischer Spannung dramaturgisch neu. Und nicht zuletzt schlug sich Orffs Bearbeitung auch in der Orchesterbesetzung nieder: Während seine Erstfassung 1925, die fast nur konzertant aufgeführt wurde, Cembalo, drei Bratschen, drei Celli, Kontrabass und Posaune vorschrieb, gestaltete der Komponist 1940 den Klang für eine rein szenische Aufführung des Werks fülliger und facettenreicher: Hierfür erweiterte er die Besetzung um zahlreiche Bläser und verteilte den Cembalopart auf zusätzliche Orchesterstimmen.

Kompositionsjahr: 1925, rev. 1940
Orchesterbesetzung: 3 · 2 · Engl. Hr. · 0 · 2 Bassetthr. · Bassklar. · 1 · Kfg. - 0 · 0 · 3 · 0 - P. - Str.
Spieldauer: 12'0"
Uraufführung : 30. November 1940 Gera (D) · Anne-Gertrude Höch, Alt · Dirigent: Carl Orff · Inszenierung: Rudolf Scheel · Bühnenbild: Alfred Siercke
Verlag: Schott Music
Dirigent: Ulf Schirmer
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
2010-07-10 | Kloster Andechs (Deutschland), Florian-Stadl — 16.00 Uhr
Dirigent: Ulf Schirmer
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
2010-07-09 | Kloster Andechs (Deutschland), Florian-Stadl — 19.00 Uhr
1999-06-10 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-04-19 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-03-22 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
1999-03-04 | Augsburg (Deutschland), Stadttheater
Dirigent: Marko Letonja
Orchester: Slowenische Philharmonie
1998-08-21 | Itzehoe (Deutschland)
Dirigent: Marko Letonja
Orchester: Slowenische Philharmonie
1998-08-20 | Eutin (Deutschland)
Dirigent: Claudio Abbado
Orchester: Münchner Rundfunkorchester
1995-06-01 | München (Deutschland), Prinzregententheater, Herkulessaal
Dirigent: Gerd Puls
Orchester: Philharmonisches Orchester Rostock
1988-05-28 | Rostock (Deutschland), Volkstheater
1985-08-10 | Salzburg (Österreich), Großes Festspielhaus
Dirigent: Jaroslav Opela
Orchester: Orchesterverein "Wilde Gungl"
1979-12-16 | München (Deutschland)
Dirigent: Bernhard Kontarsky
1979-10-04 | Stuttgart (Deutschland), Württembergische Staatsoper | Premiere
Dirigent: Bernhard Kontarsky
1979-09-19 | Warsaw (Polen) | nationale Erstaufführung
Dirigent: Carl August Vogt
Orchester: Städtisches Orchester Baden-Baden
1972-01-02 | Baden-Baden (Deutschland)
Dirigent: Hans Blümer
1964-06-24 | Heidelberg (Deutschland), Schlosshof
Dirigent: Siegfried Goslich
Orchester: Städtisches Orchester Remscheid
1958-09-04 | Remscheid (Deutschland), Stadttheater
Dirigent: Hans Georg Ratjen
Orchester: Oldenburgisches Staatsorchester
1954-01-11 | Oldenburg (Deutschland)
Dirigent: Gustav König
Orchester: Städtisches Orchester Essen
1953-01-23 | Essen (Deutschland), Städtischer Saalbau
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1952-05-05 | Regensburg (Deutschland), Olympia-Theater
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1952-05-04 | Regensburg (Deutschland), Olympia-Theater
Dirigent: Rudolf Kloiber
Orchester: Orchester des Stadttheaters Regensburg
1942-11-13 | Regensburg (Deutschland), Neuhaus-Saal
Dirigent: Georg Ludwig Jochum
Orchester: Städtisches Symphonieorchester Linz
1941-11-11 | Linz (Österreich), Festsaal des Kaufmännischen Vereinshauses | nationale Erstaufführung
Dirigent: Carl Orff
1940-11-30 | Gera (Deutschland) | Uraufführung
Sonstige Ausgaben