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Konzert

Konzert

für Violine solo und Orchester Nr. 2

„Concerto noir redux“


  • Besetzung: Violine und Orchester
  • Ausgabe: Aufführungsmaterial

 
Beschreibung
Nachdem ich den Abbruch meiner Oper Voyage vers l‘espoir in Genf im vergangenen März einigermaßen bewältigt hatte, begann ich, mehr oder weniger zeitgleich mit dem durch die Covid 19-Krise einhergehenden Shutdown, mit der Komposition meines zweiten Konzertes für Violine und Orchester.

Meine ursprünglich gedachte Konzeption für dieses Konzert, welches mit dem gleichen Titel wie der meiner eingangs genannten Oper bedacht werden sollte, machte in dieser neuen Situation keinerlei Sinn mehr. Das Werk musste komplett neu gedacht und empfunden werden. Da die Covid 19-Krise mit dieser verheerenden Wucht uns alle letztlich überraschend traf, erschien es mir folgerichtig, einen kompositorischen Verlauf für mein neues Violinkonzert zu wählen, der dieser neuen Zeit entsprach bzw. Rechnung trug.

Normalerweise komponiere ich mit einer klaren Vorstellung der Form und des Klanges, also des kompletten strukturellen Verlaufs der Komposition. Nicht so bei diesem Werk. Die Idee des unmittelbaren Anfangs, wo sich die Solostimme aus dem Unisono mit den ersten Violinen herauslöst, war meine einzige Vorgabe. Von dort ausgehend sollte das Werk quasi übernehmen und die Komposition leiten, so dass ich keinerlei Vorstellung davon hatte, wohin mich das Werk und letztens Endes das Werk sich selbst hinführen würde. So entstand eine einsätzige organische Struktur, die von drängenden rhythmischen Zellen geprägt ist, bei der sich ständig das Eine in das Andere ergibt, und die mit nur einer Tempoangabe versehen ist: Viertel 76 espressivo.

Die Komposition vollendete ich ungefähr mit dem Ende des Shutdowns, und da dieser in Farbe und Ton eher ein dunkel gefärbtes Werk entstehen ließ, schien mir der Titel Concerto noir perfekt passend, zumal er mir ohnehin schon seit längerem im Kopfe schwebte. Die Concerto noir redux-Fassung ist eine wesentlich kleinere instrumental besetzte Variante des Concerto noir, dabei ist die reduzierte Fassung jedoch an vielen Stellen neu komponiert und nicht nur eine kleinere Version des eigentlichen Werkes. Beide Fassungen, das Concerto noir und das Concerto noir redux sind eigenständige Werke, bei denen nur die Solovioline absolut identisch ist. Christian Jost
Details
Auftragswerk : Auftragswerk des Konzerthaus Berlin
Kompositionsjahr: 2020
Orchesterbesetzung: 2 Klar. · Bassklar. - S. (Vibr. · Marimba · chin. Beck. · 6 Tomt. · gr. Tr. · 2 Timbales) (3 Spieler) - Klav. - Str. (2 · 2 · 2 · 2 · 2)
Spieldauer: 23'0"
Verlag: Schott Music
Aufführungen
Dirigent: Christoph Eschenbach
Orchester: Konzerthausorchester Berlin
2020-09-06 | Berlin (Deutschland), Philharmonie — 20:00 | Uraufführung
Nachdem ich den Abbruch meiner Oper Voyage vers l‘espoir in Genf im vergangenen März einigermaßen bewältigt hatte, begann ich, mehr oder weniger zeitgleich mit dem durch die Covid 19-Krise einhergehenden Shutdown, mit der Komposition meines zweiten Konzertes für Violine und Orchester.

Meine ursprünglich gedachte Konzeption für dieses Konzert, welches mit dem gleichen Titel wie der meiner eingangs genannten Oper bedacht werden sollte, machte in dieser neuen Situation keinerlei Sinn mehr. Das Werk musste komplett neu gedacht und empfunden werden. Da die Covid 19-Krise mit dieser verheerenden Wucht uns alle letztlich überraschend traf, erschien es mir folgerichtig, einen kompositorischen Verlauf für mein neues Violinkonzert zu wählen, der dieser neuen Zeit entsprach bzw. Rechnung trug.

Normalerweise komponiere ich mit einer klaren Vorstellung der Form und des Klanges, also des kompletten strukturellen Verlaufs der Komposition. Nicht so bei diesem Werk. Die Idee des unmittelbaren Anfangs, wo sich die Solostimme aus dem Unisono mit den ersten Violinen herauslöst, war meine einzige Vorgabe. Von dort ausgehend sollte das Werk quasi übernehmen und die Komposition leiten, so dass ich keinerlei Vorstellung davon hatte, wohin mich das Werk und letztens Endes das Werk sich selbst hinführen würde. So entstand eine einsätzige organische Struktur, die von drängenden rhythmischen Zellen geprägt ist, bei der sich ständig das Eine in das Andere ergibt, und die mit nur einer Tempoangabe versehen ist: Viertel 76 espressivo.

Die Komposition vollendete ich ungefähr mit dem Ende des Shutdowns, und da dieser in Farbe und Ton eher ein dunkel gefärbtes Werk entstehen ließ, schien mir der Titel Concerto noir perfekt passend, zumal er mir ohnehin schon seit längerem im Kopfe schwebte. Die Concerto noir redux-Fassung ist eine wesentlich kleinere instrumental besetzte Variante des Concerto noir, dabei ist die reduzierte Fassung jedoch an vielen Stellen neu komponiert und nicht nur eine kleinere Version des eigentlichen Werkes. Beide Fassungen, das Concerto noir und das Concerto noir redux sind eigenständige Werke, bei denen nur die Solovioline absolut identisch ist. Christian Jost
Auftragswerk : Auftragswerk des Konzerthaus Berlin
Kompositionsjahr: 2020
Orchesterbesetzung: 2 Klar. · Bassklar. - S. (Vibr. · Marimba · chin. Beck. · 6 Tomt. · gr. Tr. · 2 Timbales) (3 Spieler) - Klav. - Str. (2 · 2 · 2 · 2 · 2)
Spieldauer: 23'0"
Verlag: Schott Music
Dirigent: Christoph Eschenbach
Orchester: Konzerthausorchester Berlin
2020-09-06 | Berlin (Deutschland), Philharmonie — 20:00 | Uraufführung