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Lenz in Moskau / Im Nachtigallental / Ton für Ton (weiße Straßen Babylons) / Au bord d’une source - album plus booklet

Lenz in Moskau / Im Nachtigallental / Ton für Ton (weiße Straßen Babylons) / Au bord d’une source - album plus booklet


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Beschreibung

Die Analogie zur theatralischen Inszenierung ist im kom­posi­torischen Schaffen Rolf Riehms nicht auf ein Bühnen­gesche­hen im traditionellen Sinne zu beziehen. Aber auch ohne die imaginierte Bühne ist Riehms Musik Szene, weil darin menschliche Beziehungen, die durch Katastrophen grundstür­zend verändert werden, sich mu­sikalisch eindring­lich ausspre­chen.

In „Lenz in Moskau“ wird die Geschichte des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz gleichzeitig zweimal er­zählt: von den Instrumentalstimmen und von zwei Sprechstimmen. Die Soli der Posaune, der Gitarre, vor allem aber der Singenden Säge, sind mit allem, was sie hören lassen, die Personen, die dieses Drama des Scheiterns, der Isolation, der Vereinsamung und der menschlichen Entwertung aufführen.

„Im Nachtigallental“ geht auf den Mythos Orpheus’ zurück. Als dessen singender, auf seine Lyra genagelter Kopf an der Insel Lesbos angeschwemmt wird, brechen die Nachtigallen im Nachtigal­lental in prächtigen Gesang aus. So sei die Lyrik in die Welt gekommen, heißt es. Riehm hat diese Geschichte einem Cellisten anvertraut, der im fliegenden Rollenwechsel der Fluss ist, das singende Haupt, Landschaften, Meer, Flora und Fauna, Tanz und Freude.

Der Anlass für die Komposition „Ton für Ton (weiße Straßen Babylons)“ war ein Flug über den Irak. Vom Flugzeug aus ist die Wüste zu sehen, weiße Straßen, das Zweistromland, das als die Wiege der Zivilisation gilt. Zugleich findet dort ein Vernichtungskrieg statt, den man nicht sehen kann. Für diese Beziehungslosigkeit, Machtlosigkeit und sensuelle Erstarrung wählte Riehm die Kontrabassklarinette, die mit ihren enormen Ausdrucksmöglichkeiten gemäß den psychischen Zu­ständen die Szene bestreitet.

In „Au bord d’une source“ lässt Riehm starke Extreme theatralisch aufeinandertreffen. Das ele­gante, raffinierte und anmutige Klavierstück „Au bord d’une source – Am Rande einer Quelle“ aus den „Années de Pèlerinage“ von Franz Liszt wird zitatweise vom Orchestertutti monströs vergrö­ßert. Es handelt sich hier allerdings nicht um ein Klavier-, sondern um ein Blockflötenkonzert – eine Zuspitzung historischer, traditioneller und klangvoluminöser Ge­gensätze.

Koproduktion mit Deutschlandradio / Produktion des Hessischen Rundfunks

Details
Inhaltstext:

Lenz in Moskau für Trompete, Posaune, Violoncello, Gitarre, Klavier, zwei Schlagzeuge und Zuspielungen (2011)
Im Nachtigallental
für Violoncello (2007)
Ton für Ton
(weiße Straßen Babylons) für Kontrabassklarinette (2007)
Au bord d’une source
für Tenorblockflöte, Orchester und elektronische Zuspielungen (2007)

Spieldauer: 69'5"
Verlag: Wergo
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Die Analogie zur theatralischen Inszenierung ist im kom­posi­torischen Schaffen Rolf Riehms nicht auf ein Bühnen­gesche­hen im traditionellen Sinne zu beziehen. Aber auch ohne die imaginierte Bühne ist Riehms Musik Szene, weil darin menschliche Beziehungen, die durch Katastrophen grundstür­zend verändert werden, sich mu­sikalisch eindring­lich ausspre­chen.

In „Lenz in Moskau“ wird die Geschichte des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz gleichzeitig zweimal er­zählt: von den Instrumentalstimmen und von zwei Sprechstimmen. Die Soli der Posaune, der Gitarre, vor allem aber der Singenden Säge, sind mit allem, was sie hören lassen, die Personen, die dieses Drama des Scheiterns, der Isolation, der Vereinsamung und der menschlichen Entwertung aufführen.

„Im Nachtigallental“ geht auf den Mythos Orpheus’ zurück. Als dessen singender, auf seine Lyra genagelter Kopf an der Insel Lesbos angeschwemmt wird, brechen die Nachtigallen im Nachtigal­lental in prächtigen Gesang aus. So sei die Lyrik in die Welt gekommen, heißt es. Riehm hat diese Geschichte einem Cellisten anvertraut, der im fliegenden Rollenwechsel der Fluss ist, das singende Haupt, Landschaften, Meer, Flora und Fauna, Tanz und Freude.

Der Anlass für die Komposition „Ton für Ton (weiße Straßen Babylons)“ war ein Flug über den Irak. Vom Flugzeug aus ist die Wüste zu sehen, weiße Straßen, das Zweistromland, das als die Wiege der Zivilisation gilt. Zugleich findet dort ein Vernichtungskrieg statt, den man nicht sehen kann. Für diese Beziehungslosigkeit, Machtlosigkeit und sensuelle Erstarrung wählte Riehm die Kontrabassklarinette, die mit ihren enormen Ausdrucksmöglichkeiten gemäß den psychischen Zu­ständen die Szene bestreitet.

In „Au bord d’une source“ lässt Riehm starke Extreme theatralisch aufeinandertreffen. Das ele­gante, raffinierte und anmutige Klavierstück „Au bord d’une source – Am Rande einer Quelle“ aus den „Années de Pèlerinage“ von Franz Liszt wird zitatweise vom Orchestertutti monströs vergrö­ßert. Es handelt sich hier allerdings nicht um ein Klavier-, sondern um ein Blockflötenkonzert – eine Zuspitzung historischer, traditioneller und klangvoluminöser Ge­gensätze.

Koproduktion mit Deutschlandradio / Produktion des Hessischen Rundfunks

Inhaltstext:

Lenz in Moskau für Trompete, Posaune, Violoncello, Gitarre, Klavier, zwei Schlagzeuge und Zuspielungen (2011)
Im Nachtigallental
für Violoncello (2007)
Ton für Ton
(weiße Straßen Babylons) für Kontrabassklarinette (2007)
Au bord d’une source
für Tenorblockflöte, Orchester und elektronische Zuspielungen (2007)

Spieldauer: 69'5"
Verlag: Wergo