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Maceo Parker - Roots and Grooves

Maceo Parker - Roots and Grooves


Maceo Parker: alto saxophone, vocals / WDR Big Band Cologne / Michael Abene: conductor


  • Ausgabe: 2 CDs
  • Erscheinungsjahr: 2007
  • Bestell-Nr.: INT 34132
27,20 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

- +
 
Beschreibung

MACEO goes BIG

Maceo Parker ist zwar weltweit für seinen unverwechselbaren Altsax-Sound bekannt – ein sofort erkennbarer explosiver, rhythmusgeladener Soul mit Gospel-Touch – war jedoch noch nie als Frontmann einer Bigband zu hören. Auf Roots & Grooves, seiner hervorragenden Zusammenarbeit mit der WDR Big Band Köln, zeigt sich der ehemalige James-Brown-Sideman und P-Funk-Star dieser Herausforderung gewachsen.

Auf der dynamischen, während der Europa-Tour aufgenommenen Doppel-CD ist der Kult-Saxophonist mit der renommierten 18-köpfigen Band unter der Leitung des Arrangeurs Michael Abene live zu hören. „Mir fehlen die Worte, wenn ich versuche zu beschreiben, wie gut ich mich bei diesem Projekt gefühlt habe“, sagt Maceo. „Ich spiele zwar dasselbe Saxofon, das ich immer spiele, aber es war ein völlig neues Erlebnis für mich, mit einer Bigband zu spielen. Und das Feedback, das ich von den Leuten bekommen habe, war sehr bereichernd. Wir haben mit einem leeren Blatt angefangen, und daraus ist dann dieses tolle Projekt geworden.“

Die erste CD ist eine Hommage an Ray Charles mit üppigen Arrangements von Ray-Charles-Klassikern wie „What’d I Say“, „Hit The Road Jack“, „I’m Busted“ und „Hallelujah, I Love Her So“. „Hier ist wirklich ein Traum wahr geworden”, sagt Parker. „Als ich die ersten Gerüchte hörte, dass ich vielleicht an einem Bigband-Projekt teilnehmen würde, kamen mir sofort die Ray-Charles-Stücke in den Sinn, die ich kannte. Die wollte ich nämlich schon immer mal spielen. Und die Funkstücke in Bigband-Proportionen hören, war wirklich mal was anderes!“

Parkers Stimme kommt in den Ray-Charles-Klassikern, vor allem in den Balladen „You Don’t Know Me“ und „Georgia on My Mind“, auf bemerkenswerte und fast unheimliche Weise dem Original nahe. Maceo merkt bescheiden an: „Ich bin mit einer Stimme gesegnet, die ein bisschen wie seine klingt.“ WDR-Big-Band-Leiter Abene hingegen behauptet: „Wenn man die Augen schließt, klingt es genau wie Ray! Mir wurde die Intensität erst bewusst, als wir uns zu den Proben trafen. Ich wusste zwar, wie er spielt, aber als er anfing zu singen, hat mich das umgehauen. Ich glaube, die Leute werden von seiner Stimme fasziniert sein.“

Die zweite CD, auf der das dynamische Rhythmusgespann aus Drummer Dennis Chambers (früher bei P-Funk, derzeit bei Santana) und Bassist Rodney „Skeet“ Curtis (früher bei P-Funk und Maceos eigener Band) zu hören ist, besteht aus ausgedehnten Bigband-Versionen von Maceos Originalstücken, u. a. „Off The Hook“, „Uptown Up“, „Shake Everything You Got“ sowie seiner Funkhymne „Pass The Peas“ aus den frühen Siebzigerjahren.

Maceos pointierter Altsax-Sound und durchdringender Ansatz stehen auf Roots & Grooves im Vordergrund, wobei mehrere Ensemblemitglieder ebenfalls als eindrucksvolle Solisten hervortreten, u. a. Organist Frank Chastenier in „Hallelujah I Love Her So“, Gitarrist Paul Shigihara in „I’m Busted“, Altsaxophonist Heiner Wiberny in „Them That’s Got“, Tenorsaxophonist Olivier Peters in „What I’d Say“ sowie Tenorsaxophonist Paul Heller in „Hit The Road Jack“. Auf der funkigen CD2 liefert sich Altsaxophonistin Karolina Strassmeyer in „To Be Or Not To Be“ ein paar wilde Gefechte mit Maceo, während Kult-Funkbassist Curtis in „Off The Hook“ in den Vordergrund tritt und Superdrummer Chambers seiner polyrhythmische Rage in einer 17-minütigen Version von „Pass The Peas“ freien Lauf lässt.

Obwohl Maceo nie in der Band von Ray Charles gespielt hat, gab es 1997 eine denkwürdige dreiwöchige Tour, als Maceos Band als Support für Charles’ Band auftrat. „Es lief total gut“, sagt Maceo. „Und während dieser Zeit bekam ich die Chance, jeden Abend für einen Song mit ihm auf der Bühne zu stehen. Es war der Himmel auf Erden für mich. Und als ich dann noch die Gelegenheit hatte, nach den Shows mit ihm in der Garderobe zu quatschen, war das unbezahlbar.“

Parkers Begeisterung für Ray Charles reicht bis in seine Jugendjahre in Kinston, North Carolina, zurück, als er und seine Brüder zusammen in einer Band spielten und Maceo sein Saxophonkonzept entwickelte. „Ich habe mich schon sehr früh für Ray interessiert“, erinnert er sich. „Ich hörte mir seinen Gesang an und versuchte, ihm mit dem Saxophon zu entsprechen.

Ich dachte: ‚Wenn ich doch nur dasselbe soulige Feeling bekommen würde, das er hat, wenn er eine Ballade singt.’ Das war etwas, woran ich arbeitete. Ich weiß nicht, ob ich es je bekommen habe, aber das war das Ziel. Ich war erst 16 oder 17, als ich diese Idee hatte, und sie kam nur, weil ich Ray Charles hörte. Er war also schon immer mein Idol.“

Er erinnert sich an seine erste Begegnung mit Charles’ Musik im Jahr 1959. „Meine zwei Brüder und ich waren gerade von der Schule nach Hause gekommen, und ich stellte als Erstes das Radio an. Es lief ‚What’d I Say’. Wir hörten es und flippten völlig aus. Der Sound des Wurlitzer E-Pianos war etwas Neues. Und dieses Call-and-Response-Zeug, das er mit den Raylettes machte… Mann, wir haben fast das Haus auseinander genommen, weil wir es nicht glauben konnten. Ich werde diesen Tag nie vergessen. Es war wie Weihnachten und Silvester zusammen.“

Der Einfluss von Charles und anderen bewirkte Maceos lebenslange Liebe zum R&B und Soul. „Damit bin ich in North Carolina aufgewachsen, und das ist es, was ich immer machen wollte“, sagt er. „Die meisten angehenden Saxophonisten wollen wie John Coltrane oder Sonny Stitt oder Charlie Parker oder Cannonball Adderley spielen. Das ist wahrscheinlich ein Grund dafür, warum mein Stil ein bisschen anders war, weil ich nicht so spielen wollte. Ich habe funkige Stücke gespielt – The Meters, James Brown und Ray Charles. Meine Saxophonhelden waren Hank Crawford, David ‚Fathead’ Newman und King Curtis, nicht Coltrane, Bird und Cannonball.”

Im Jahr 1962 spielte Maceos Bruder Melvin in einer Regionalband namens Apex Schlagzeug, als der Godfather of Soul höchstselbst nach seiner Show im Coliseum in Greensboro zufällig deren Gig sah. James Brown versuchte zwar, Melvin Parker sofort zu engagieren, doch dieser kam erst 1964, eineinhalb Jahre später, auf das Angebot zurück. Maceo erinnert sich: „Nach einer seiner Shows gingen wir backstage, und Melvin sagte zu ihm: ‚Hi, Mr. Brown. Erinnern Sie sich an mich? Vor ungefähr eineinhalb Jahren sagten Sie zu mir, dass ich einen Job in Ihrer Band haben könnte, wenn ich nicht mehr in der Schule bin. Jetzt bin ich kein Schüler mehr, und ich hätte gerne einen Job.’ Und James gab ihm die Hand und sagte: ‚Schön, dich dabei zu haben.’ Aber dann sagte Melvin: ‚Äh, entschuldigen Sie, Mr. Brown, ich würde Ihnen gerne meinen Bruder Maceo vorstellen. Er spielt Saxophon und braucht auch einen Job.“

Brown engagierte Maceo als Baritonsaxophonisten für die Band, obwohl Parker dieses unhandliche Instrument nur einige Male auf der Highschool gespielt hatte. Die ersten Stücke, die er mit seinem Billiginstrument spielte, waren „I Feel Good“ und „Out Of Sight“.  Als der Tenorsaxophonist St. Clair Pinckney einige Wochen wegen Krankheit ausfiel, wechselte er allmählich zu diesem Instrument. „Ich fing an, ein paar Tenorsoli zu spielen und, und als St. Clair zurückkam,  ließ James uns zwischen Bariton und Tenor hin- und herwechseln. Nach und nach ergab es sich dann, dass er alles auf dem Bariton- und ich alles auf dem Tenorsaxophon spielte.“

Maceos erste Tenorsaxophonaufnahme war „Papa’s Got A Brand New Bag“. Von 1970 bis 1973 war er Frontmann seiner eigenen Instrumentalband, Maceo & All The King’s Men, bevor er zu James Browns Band zurückkehrte. Während dieser zweiten Zeit bei dem Godfather of Soul wechselte er zum Altsaxophon und spielte es in James-Brown-Hits wie „Cold Sweat“, „Lickin’ Stick“ und „Mother Popcorn“.

Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre spielte Maceo bei George Clintons Parliament-Funkadelic and Bootsy’s Rubber Band, war jedoch auch auf Aufnahmen vieler anderer Künstler verschiedener Stilrichtungen zu hören – von Prince, den Limbomanias und Deee-Lite bis zu Keith Richards, Jane’s Addiction, den Red Hot Chili Peppers, Ten Thousand Maniacs und Living Colour. Ab den frühen Neunzigerjahren veröffentlichte er mehrere Aufnahmen als Bandleader, angefangen mit Roots Revisited (das sich 1990 zehn Wochen lang an der Spitze der Billboard-Jazz-Charts hielt), gefolgt von Mo’ Roots (1991). Mit seinem Livealbum Life on Planet Groove von 1992 erreichte er ein breiteres Publikum, was ihm beim Start seiner Tourneekarriere half. Funk Overload (1998), Dial M-A-C-E-O (2000), Made by Maceo (2003), My First Name Is Maceo (2004) und School’s In! (2005) schlugen dieselbe Richtung ein. Mit Roots & Grooves hat er nun einen künstlerischen Höhepunkt seiner Karriere erreicht.

Das Wichtigste bei all seinen Liveauftritten, so Maceo, ist die Liebe. „Meine Liebe zur Musik, meine Liebe zu den Künsten, meine Liebe zum Auftritt selbst und meine Menschenliebe war von Anfang an der Beweggrund für meine Auftritte, und sie ist es immer noch. Ich liebe es, Musik für Menschen zu machen, Musik, die ihnen Spaß macht und sie zum Lächeln bringt. Bei all meinen Konzerten sage ich das Wort ‚Liebe’ so oft wie möglich. Ich glaube, wenn wir das Wort auf der ganzen Welt so oft wie möglich benutzen, wird es aufblühen, und alles andere, Negative, wird verschwinden. Also werde ich definitiv meine Aufgabe erfüllen, indem ich den Geist der Liebe auf der ganzen Welt so oft zeige, wie es geht.“
(Autor: Bill Milkowski)

MACEO ist ZURÜCK

Details
Inhaltstext: CD 1: Tribute To Ray Charles
Hallelujah I Love Her So
Busted
Them That's Got
You Don't Know Me
Hit The Road Jack
Margie
Georgie On My Mind
What'd I Say

CD 2: Back To Funk
Uptown Up
To Be Or Not To Be
Off The Hook
Advanced Funk
Shake Everything You Got
Pass The Peas
Spieldauer: 102'42"
UPC: 750447341326
Verlag: Intuition

MACEO goes BIG

Maceo Parker ist zwar weltweit für seinen unverwechselbaren Altsax-Sound bekannt – ein sofort erkennbarer explosiver, rhythmusgeladener Soul mit Gospel-Touch – war jedoch noch nie als Frontmann einer Bigband zu hören. Auf Roots & Grooves, seiner hervorragenden Zusammenarbeit mit der WDR Big Band Köln, zeigt sich der ehemalige James-Brown-Sideman und P-Funk-Star dieser Herausforderung gewachsen.

Auf der dynamischen, während der Europa-Tour aufgenommenen Doppel-CD ist der Kult-Saxophonist mit der renommierten 18-köpfigen Band unter der Leitung des Arrangeurs Michael Abene live zu hören. „Mir fehlen die Worte, wenn ich versuche zu beschreiben, wie gut ich mich bei diesem Projekt gefühlt habe“, sagt Maceo. „Ich spiele zwar dasselbe Saxofon, das ich immer spiele, aber es war ein völlig neues Erlebnis für mich, mit einer Bigband zu spielen. Und das Feedback, das ich von den Leuten bekommen habe, war sehr bereichernd. Wir haben mit einem leeren Blatt angefangen, und daraus ist dann dieses tolle Projekt geworden.“

Die erste CD ist eine Hommage an Ray Charles mit üppigen Arrangements von Ray-Charles-Klassikern wie „What’d I Say“, „Hit The Road Jack“, „I’m Busted“ und „Hallelujah, I Love Her So“. „Hier ist wirklich ein Traum wahr geworden”, sagt Parker. „Als ich die ersten Gerüchte hörte, dass ich vielleicht an einem Bigband-Projekt teilnehmen würde, kamen mir sofort die Ray-Charles-Stücke in den Sinn, die ich kannte. Die wollte ich nämlich schon immer mal spielen. Und die Funkstücke in Bigband-Proportionen hören, war wirklich mal was anderes!“

Parkers Stimme kommt in den Ray-Charles-Klassikern, vor allem in den Balladen „You Don’t Know Me“ und „Georgia on My Mind“, auf bemerkenswerte und fast unheimliche Weise dem Original nahe. Maceo merkt bescheiden an: „Ich bin mit einer Stimme gesegnet, die ein bisschen wie seine klingt.“ WDR-Big-Band-Leiter Abene hingegen behauptet: „Wenn man die Augen schließt, klingt es genau wie Ray! Mir wurde die Intensität erst bewusst, als wir uns zu den Proben trafen. Ich wusste zwar, wie er spielt, aber als er anfing zu singen, hat mich das umgehauen. Ich glaube, die Leute werden von seiner Stimme fasziniert sein.“

Die zweite CD, auf der das dynamische Rhythmusgespann aus Drummer Dennis Chambers (früher bei P-Funk, derzeit bei Santana) und Bassist Rodney „Skeet“ Curtis (früher bei P-Funk und Maceos eigener Band) zu hören ist, besteht aus ausgedehnten Bigband-Versionen von Maceos Originalstücken, u. a. „Off The Hook“, „Uptown Up“, „Shake Everything You Got“ sowie seiner Funkhymne „Pass The Peas“ aus den frühen Siebzigerjahren.

Maceos pointierter Altsax-Sound und durchdringender Ansatz stehen auf Roots & Grooves im Vordergrund, wobei mehrere Ensemblemitglieder ebenfalls als eindrucksvolle Solisten hervortreten, u. a. Organist Frank Chastenier in „Hallelujah I Love Her So“, Gitarrist Paul Shigihara in „I’m Busted“, Altsaxophonist Heiner Wiberny in „Them That’s Got“, Tenorsaxophonist Olivier Peters in „What I’d Say“ sowie Tenorsaxophonist Paul Heller in „Hit The Road Jack“. Auf der funkigen CD2 liefert sich Altsaxophonistin Karolina Strassmeyer in „To Be Or Not To Be“ ein paar wilde Gefechte mit Maceo, während Kult-Funkbassist Curtis in „Off The Hook“ in den Vordergrund tritt und Superdrummer Chambers seiner polyrhythmische Rage in einer 17-minütigen Version von „Pass The Peas“ freien Lauf lässt.

Obwohl Maceo nie in der Band von Ray Charles gespielt hat, gab es 1997 eine denkwürdige dreiwöchige Tour, als Maceos Band als Support für Charles’ Band auftrat. „Es lief total gut“, sagt Maceo. „Und während dieser Zeit bekam ich die Chance, jeden Abend für einen Song mit ihm auf der Bühne zu stehen. Es war der Himmel auf Erden für mich. Und als ich dann noch die Gelegenheit hatte, nach den Shows mit ihm in der Garderobe zu quatschen, war das unbezahlbar.“

Parkers Begeisterung für Ray Charles reicht bis in seine Jugendjahre in Kinston, North Carolina, zurück, als er und seine Brüder zusammen in einer Band spielten und Maceo sein Saxophonkonzept entwickelte. „Ich habe mich schon sehr früh für Ray interessiert“, erinnert er sich. „Ich hörte mir seinen Gesang an und versuchte, ihm mit dem Saxophon zu entsprechen.

Ich dachte: ‚Wenn ich doch nur dasselbe soulige Feeling bekommen würde, das er hat, wenn er eine Ballade singt.’ Das war etwas, woran ich arbeitete. Ich weiß nicht, ob ich es je bekommen habe, aber das war das Ziel. Ich war erst 16 oder 17, als ich diese Idee hatte, und sie kam nur, weil ich Ray Charles hörte. Er war also schon immer mein Idol.“

Er erinnert sich an seine erste Begegnung mit Charles’ Musik im Jahr 1959. „Meine zwei Brüder und ich waren gerade von der Schule nach Hause gekommen, und ich stellte als Erstes das Radio an. Es lief ‚What’d I Say’. Wir hörten es und flippten völlig aus. Der Sound des Wurlitzer E-Pianos war etwas Neues. Und dieses Call-and-Response-Zeug, das er mit den Raylettes machte… Mann, wir haben fast das Haus auseinander genommen, weil wir es nicht glauben konnten. Ich werde diesen Tag nie vergessen. Es war wie Weihnachten und Silvester zusammen.“

Der Einfluss von Charles und anderen bewirkte Maceos lebenslange Liebe zum R&B und Soul. „Damit bin ich in North Carolina aufgewachsen, und das ist es, was ich immer machen wollte“, sagt er. „Die meisten angehenden Saxophonisten wollen wie John Coltrane oder Sonny Stitt oder Charlie Parker oder Cannonball Adderley spielen. Das ist wahrscheinlich ein Grund dafür, warum mein Stil ein bisschen anders war, weil ich nicht so spielen wollte. Ich habe funkige Stücke gespielt – The Meters, James Brown und Ray Charles. Meine Saxophonhelden waren Hank Crawford, David ‚Fathead’ Newman und King Curtis, nicht Coltrane, Bird und Cannonball.”

Im Jahr 1962 spielte Maceos Bruder Melvin in einer Regionalband namens Apex Schlagzeug, als der Godfather of Soul höchstselbst nach seiner Show im Coliseum in Greensboro zufällig deren Gig sah. James Brown versuchte zwar, Melvin Parker sofort zu engagieren, doch dieser kam erst 1964, eineinhalb Jahre später, auf das Angebot zurück. Maceo erinnert sich: „Nach einer seiner Shows gingen wir backstage, und Melvin sagte zu ihm: ‚Hi, Mr. Brown. Erinnern Sie sich an mich? Vor ungefähr eineinhalb Jahren sagten Sie zu mir, dass ich einen Job in Ihrer Band haben könnte, wenn ich nicht mehr in der Schule bin. Jetzt bin ich kein Schüler mehr, und ich hätte gerne einen Job.’ Und James gab ihm die Hand und sagte: ‚Schön, dich dabei zu haben.’ Aber dann sagte Melvin: ‚Äh, entschuldigen Sie, Mr. Brown, ich würde Ihnen gerne meinen Bruder Maceo vorstellen. Er spielt Saxophon und braucht auch einen Job.“

Brown engagierte Maceo als Baritonsaxophonisten für die Band, obwohl Parker dieses unhandliche Instrument nur einige Male auf der Highschool gespielt hatte. Die ersten Stücke, die er mit seinem Billiginstrument spielte, waren „I Feel Good“ und „Out Of Sight“.  Als der Tenorsaxophonist St. Clair Pinckney einige Wochen wegen Krankheit ausfiel, wechselte er allmählich zu diesem Instrument. „Ich fing an, ein paar Tenorsoli zu spielen und, und als St. Clair zurückkam,  ließ James uns zwischen Bariton und Tenor hin- und herwechseln. Nach und nach ergab es sich dann, dass er alles auf dem Bariton- und ich alles auf dem Tenorsaxophon spielte.“

Maceos erste Tenorsaxophonaufnahme war „Papa’s Got A Brand New Bag“. Von 1970 bis 1973 war er Frontmann seiner eigenen Instrumentalband, Maceo & All The King’s Men, bevor er zu James Browns Band zurückkehrte. Während dieser zweiten Zeit bei dem Godfather of Soul wechselte er zum Altsaxophon und spielte es in James-Brown-Hits wie „Cold Sweat“, „Lickin’ Stick“ und „Mother Popcorn“.

Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre spielte Maceo bei George Clintons Parliament-Funkadelic and Bootsy’s Rubber Band, war jedoch auch auf Aufnahmen vieler anderer Künstler verschiedener Stilrichtungen zu hören – von Prince, den Limbomanias und Deee-Lite bis zu Keith Richards, Jane’s Addiction, den Red Hot Chili Peppers, Ten Thousand Maniacs und Living Colour. Ab den frühen Neunzigerjahren veröffentlichte er mehrere Aufnahmen als Bandleader, angefangen mit Roots Revisited (das sich 1990 zehn Wochen lang an der Spitze der Billboard-Jazz-Charts hielt), gefolgt von Mo’ Roots (1991). Mit seinem Livealbum Life on Planet Groove von 1992 erreichte er ein breiteres Publikum, was ihm beim Start seiner Tourneekarriere half. Funk Overload (1998), Dial M-A-C-E-O (2000), Made by Maceo (2003), My First Name Is Maceo (2004) und School’s In! (2005) schlugen dieselbe Richtung ein. Mit Roots & Grooves hat er nun einen künstlerischen Höhepunkt seiner Karriere erreicht.

Das Wichtigste bei all seinen Liveauftritten, so Maceo, ist die Liebe. „Meine Liebe zur Musik, meine Liebe zu den Künsten, meine Liebe zum Auftritt selbst und meine Menschenliebe war von Anfang an der Beweggrund für meine Auftritte, und sie ist es immer noch. Ich liebe es, Musik für Menschen zu machen, Musik, die ihnen Spaß macht und sie zum Lächeln bringt. Bei all meinen Konzerten sage ich das Wort ‚Liebe’ so oft wie möglich. Ich glaube, wenn wir das Wort auf der ganzen Welt so oft wie möglich benutzen, wird es aufblühen, und alles andere, Negative, wird verschwinden. Also werde ich definitiv meine Aufgabe erfüllen, indem ich den Geist der Liebe auf der ganzen Welt so oft zeige, wie es geht.“
(Autor: Bill Milkowski)

MACEO ist ZURÜCK

Inhaltstext: CD 1: Tribute To Ray Charles
Hallelujah I Love Her So
Busted
Them That's Got
You Don't Know Me
Hit The Road Jack
Margie
Georgie On My Mind
What'd I Say

CD 2: Back To Funk
Uptown Up
To Be Or Not To Be
Off The Hook
Advanced Funk
Shake Everything You Got
Pass The Peas
Spieldauer: 102'42"
UPC: 750447341326
Verlag: Intuition