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Michel Godard & Le Miroir Du Temps - A Serpent's Dream

Michel Godard & Le Miroir Du Temps - A Serpent's Dream


Michel Godard: serpent, electric bass / Katharina Bäuml: shawm / Brunno Hellstroffer: theorbo / Lucas Niggli: drums, percussion / Airelle Besson: trumpet


  • Ausgabe: CD
  • Erscheinungsjahr: 2015
  • Bestell-Nr.: INT 34402
14,99 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.1 kg

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Beschreibung


Ein unglaubliches Instrument! Sein Name basiert auf dem Lateinischen „serpens“ und bedeutet so viel wie „Schlange“. Dementsprechend sieht es auch aus. Lang, gewunden, bei Michel Godard sogar giftgrün mit einem züngelnden Kopf, sechs Fingerlöchern, einem Mundstück aus Elfenbein, der Resonanzkörper metallen. Seine Ursprünge gehen bis in die Mitte der Renaissance zurück. Der Überlieferung nach wurde das Serpent 1590 von einem Kanonikus namens Guillaume in Auxerre erfunden. In den Vorstellungen des 16. Jahrhunderts ähnelte der Klang der Zinken der menschlichen Stimme in besonderem Maße.

Godard, der sich seit Ende der 1980er Jahre durch eine Reihe außergewöhnlicher Veröffentlichungen als Tubist den Ruf eines der wichtigsten europäischen Musikers im Grenzbereich zwischen Jazz, Improvisation, Folklore und Klassik erwarb, führt seit geraumer Zeit das Serpant immer wieder bei seinen Konzerten und CDs ein. Nun widmet sich der französische Ausnahmekünstler zum ersten Mal auf einem Album ausschließlich der „Schlange“, um deren zauberhafte, mysteriöse und in letzter Konsequenz doch so menschlichen Facetten besonders hervorzuheben. Für den 54-Jährigen eine Herzensangelegenheit. Mit dem Serpent bewegt er sich auf einer Zeitachse zwischen Historie und Gegenwart. Dabei erzählt Godard Geschichten, die in unterschiedlichen Farben aufleuchten und jederzeit ihre Richtung ändern können. Das Serpent gleicht dabei in der Tat einer großen Schlange: Seine Klänge entfalten sich gleichsam in wundersamen Windungen und Wendungen wie Träume im Spiegel der Zeit.

Michel Godard bringt in seinem Ensemble „Le miroir du temps“ Musikerpersönlichkeiten zusammen, die genau wie er aus gängigen Konventionen ausbrechen wollen. „Gemeinsam gelingt es ihnen, die Aktualität Alter Musik bewusst zu machen und im zeitgenössischen Musizieren zugleich etwas von der Klangvielfalt früherer Epochen nachhallen lassen“, schreibt Bert Noglik in den Linernotes zu „A Serpentʼs Dream“. Katharina Bäuml zählt zu den heute tonangebenden Barock-Oboistinnen und hat sich überdies mit dem eigenen Ensemble „Capella de la Torre“ auf das Spiel mittelalterlicher Schalmeien spezialisiert, deren Timbre sich hier auf faszinierende Weise mit dem von Michel Godards Serpent verbindet. Auch der Theorben-Spieler Bruno Helstroffer besitzt große Erfahrung in historischer Aufführungspraxis, experimentiert aber auch mit neueren Spielweisen, die er in unterschiedlichsten Kontexten entfaltet. Lucas Niggli, einer der vielseitigsten europäischen Schlagzeuger im Jazz sowie in der improvisierten Musik, weiß rhythmisch komplexe und klangsensible Zusammenhänge zu stiften. Michel Godard bedient überdies die Bassgitarre; ein stimmiges Extra, ganz im Sinne der Flexibilität von Renaissance-Musikern und der Freiheiten, die sie sich herausnahmen.

Bert Noglik ist es „die Freude am Fluss dieser in Schönheit und Melancholie getränkten Melodien,“ die die Mitglieder des Ensembles verbindet. Sie gehen mit Überlieferungen und Eigenkompositionen um wie mit Standards des Jazz; variierend, frei ausgestaltend und improvisierend. Eine über Jahrhunderte übermittelte Melodie kann dabei ebenso einfließen wie Charlie Hadens sentimental berührende Komposition ´Our Spanish Love Song‘, für deren zusätzlichen Glanz Michel Godard die junge Jazztrompeterin Airelle Besson eingeladen hat.

Die Aufnahmen für „A Serpentʼs Dream“ entstanden während der Tage des Festivals in Villefranche-de-Rouergue, wo das Ensemble in der Mitte des 17. Jahrhunderts erbauten Chapelle des Pénitents noirs auftrat. Die Magie des Ortes scheint – wie so oft bei Konzerten und Produktionen von Michel Godard – in die Musik hineinzufließen. Beim „Miserere“ griff Godard auf ein in der Kapelle aufbewahrtes historisches Manuskript zurück, und bei zwei
Stücken – „Old Black Snake Blues“ und „Le sommeil“ – spielt er auf dem über Jahrhunderte aufbewahrten fantasievoll verzierten Original-Serpent der Chapelle des Pénitents noirs.

Nicht nur für Bert Noglik entstehen Traumbilder, die vorbei wandeln: „Die fröhlichen Sünder und die schwarzen Büßer, die sorgenvollen Grübler und die ausgelassenen Tänzer, angeführt von Michel Godard mit einer Schlange, deren Verführungen zu widerstehen töricht wäre.“

Details
Inhaltstext: Serpent's Dream
Days of Weeping Delights
In Splendoribus
Le Miroir Du Temps
Miserere
L'École de la Procrastination
Le Gardien des Rèves
Old Black Snake Blues
Our Spanish Love Song
Les Portes du 7e Ciel
A la Folie
A Trace of Grace
Le Sommeil
UPC: 750447344020
Verlag: Intuition


Ein unglaubliches Instrument! Sein Name basiert auf dem Lateinischen „serpens“ und bedeutet so viel wie „Schlange“. Dementsprechend sieht es auch aus. Lang, gewunden, bei Michel Godard sogar giftgrün mit einem züngelnden Kopf, sechs Fingerlöchern, einem Mundstück aus Elfenbein, der Resonanzkörper metallen. Seine Ursprünge gehen bis in die Mitte der Renaissance zurück. Der Überlieferung nach wurde das Serpent 1590 von einem Kanonikus namens Guillaume in Auxerre erfunden. In den Vorstellungen des 16. Jahrhunderts ähnelte der Klang der Zinken der menschlichen Stimme in besonderem Maße.

Godard, der sich seit Ende der 1980er Jahre durch eine Reihe außergewöhnlicher Veröffentlichungen als Tubist den Ruf eines der wichtigsten europäischen Musikers im Grenzbereich zwischen Jazz, Improvisation, Folklore und Klassik erwarb, führt seit geraumer Zeit das Serpant immer wieder bei seinen Konzerten und CDs ein. Nun widmet sich der französische Ausnahmekünstler zum ersten Mal auf einem Album ausschließlich der „Schlange“, um deren zauberhafte, mysteriöse und in letzter Konsequenz doch so menschlichen Facetten besonders hervorzuheben. Für den 54-Jährigen eine Herzensangelegenheit. Mit dem Serpent bewegt er sich auf einer Zeitachse zwischen Historie und Gegenwart. Dabei erzählt Godard Geschichten, die in unterschiedlichen Farben aufleuchten und jederzeit ihre Richtung ändern können. Das Serpent gleicht dabei in der Tat einer großen Schlange: Seine Klänge entfalten sich gleichsam in wundersamen Windungen und Wendungen wie Träume im Spiegel der Zeit.

Michel Godard bringt in seinem Ensemble „Le miroir du temps“ Musikerpersönlichkeiten zusammen, die genau wie er aus gängigen Konventionen ausbrechen wollen. „Gemeinsam gelingt es ihnen, die Aktualität Alter Musik bewusst zu machen und im zeitgenössischen Musizieren zugleich etwas von der Klangvielfalt früherer Epochen nachhallen lassen“, schreibt Bert Noglik in den Linernotes zu „A Serpentʼs Dream“. Katharina Bäuml zählt zu den heute tonangebenden Barock-Oboistinnen und hat sich überdies mit dem eigenen Ensemble „Capella de la Torre“ auf das Spiel mittelalterlicher Schalmeien spezialisiert, deren Timbre sich hier auf faszinierende Weise mit dem von Michel Godards Serpent verbindet. Auch der Theorben-Spieler Bruno Helstroffer besitzt große Erfahrung in historischer Aufführungspraxis, experimentiert aber auch mit neueren Spielweisen, die er in unterschiedlichsten Kontexten entfaltet. Lucas Niggli, einer der vielseitigsten europäischen Schlagzeuger im Jazz sowie in der improvisierten Musik, weiß rhythmisch komplexe und klangsensible Zusammenhänge zu stiften. Michel Godard bedient überdies die Bassgitarre; ein stimmiges Extra, ganz im Sinne der Flexibilität von Renaissance-Musikern und der Freiheiten, die sie sich herausnahmen.

Bert Noglik ist es „die Freude am Fluss dieser in Schönheit und Melancholie getränkten Melodien,“ die die Mitglieder des Ensembles verbindet. Sie gehen mit Überlieferungen und Eigenkompositionen um wie mit Standards des Jazz; variierend, frei ausgestaltend und improvisierend. Eine über Jahrhunderte übermittelte Melodie kann dabei ebenso einfließen wie Charlie Hadens sentimental berührende Komposition ´Our Spanish Love Song‘, für deren zusätzlichen Glanz Michel Godard die junge Jazztrompeterin Airelle Besson eingeladen hat.

Die Aufnahmen für „A Serpentʼs Dream“ entstanden während der Tage des Festivals in Villefranche-de-Rouergue, wo das Ensemble in der Mitte des 17. Jahrhunderts erbauten Chapelle des Pénitents noirs auftrat. Die Magie des Ortes scheint – wie so oft bei Konzerten und Produktionen von Michel Godard – in die Musik hineinzufließen. Beim „Miserere“ griff Godard auf ein in der Kapelle aufbewahrtes historisches Manuskript zurück, und bei zwei
Stücken – „Old Black Snake Blues“ und „Le sommeil“ – spielt er auf dem über Jahrhunderte aufbewahrten fantasievoll verzierten Original-Serpent der Chapelle des Pénitents noirs.

Nicht nur für Bert Noglik entstehen Traumbilder, die vorbei wandeln: „Die fröhlichen Sünder und die schwarzen Büßer, die sorgenvollen Grübler und die ausgelassenen Tänzer, angeführt von Michel Godard mit einer Schlange, deren Verführungen zu widerstehen töricht wäre.“

Inhaltstext: Serpent's Dream
Days of Weeping Delights
In Splendoribus
Le Miroir Du Temps
Miserere
L'École de la Procrastination
Le Gardien des Rèves
Old Black Snake Blues
Our Spanish Love Song
Les Portes du 7e Ciel
A la Folie
A Trace of Grace
Le Sommeil
UPC: 750447344020
Verlag: Intuition