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Musik für Saxophon aus Berlin Vol. 2

Musik für Saxophon aus Berlin Vol. 2

1934 - 1938


Frank Lunte: alto saxophone / Tatjana Blome: piano


  • Ausgabe: CD
  • Bestell-Nr.: EDA 22
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung

In den 1930er Jahren begann in Berlin eine kompositorische Auseinandersetzung mit dem Saxophon als klassischem Instrument, wobei die Gattung Altsaxophon und Klavier in besonderer Weise geschätzt wurde. Die Blütezeit des klassischen Saxophons in Deutschland währte indes nur kurz – die fatale Kulturpolitik der Nationalsozialisten verhinderte weitere künstlerische Beschäftigungen mit dem ästhetisch nicht genehmen Instrument. Trotz des restriktiven Umfelds entstand eine stattliche Zahl von Werken für das konzertante Saxophon; einige noch in Berlin, andere bereits im Exil, in das sich viele Komponisten nach 1933 retten mussten. Nach dem Krieg wurden in Deutschland nur vereinzelte Werke für Altsaxophon und Klavier geschrieben, eine veritable Wiederbelebung erfolgte erst in den 1980er Jahren. Die vierteilige Serie „Musik für Saxophon aus Berlin / Musik für Saxophon Deutschland“ vereint ausgewählte Werke aus dem Vorkriegsberlin, dem Nachkriegsdeutschland und dem kompositorischen Geschehen im Berlin der Jahrtausendwende für diese aparte Instrumenten-Liaison, zum großen Teil in Ersteinspielungen.

Die zweite CD dieser Reihe, „Musik für Saxophon aus Berlin Vol. 2“, knüpft unmittelbar an „Vol. 1: 1930–32“ an und stellt Werke vor, die nach der Machtübertragung der Nationalsozialisten entstanden. Thematisiert werden die eklatanten Schwierigkeiten, unter denen Instrument und Komponisten durch die restriktive Kulturpolitik der neuen Machthaber zu leiden hatten. Das Saxophon wurde mit dem Edikt „entartet“ versehen und zeitweise verboten. Gustav Bumcke durfte seine Lehrtätigkeit am Konservatorium nicht fortsetzen, Erwin Dressel und Edmund von Borck wurden zum Kriegsdienst eingezogen, Paul Dessau und Bernhard Heiden flohen aus Hitler-Deutschland. Eine Gruppe bedrängter Komponisten, ein stigmatisiertes Instrument, eine Sammlung prägnanter Werke für Altsaxophon und Klavier aus den Jahren 1934 bis 1938, in denen der Geist des Widerstandes musikalisch manifest wird.

Details
EAN: 4012476000220
Inhaltstext: Edmund von Borck: Introduction and Capriccio op. 11 (1934)
Paul Dessau: Suite (1935)
Berhard Heiden: Sonata (1937)
Erwin Dressel: Bagatellen (1938)
Gustav Bumcke: Sonata Bb minor op. 68
Spieldauer: 57'34"
Verlag: eda records
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In den 1930er Jahren begann in Berlin eine kompositorische Auseinandersetzung mit dem Saxophon als klassischem Instrument, wobei die Gattung Altsaxophon und Klavier in besonderer Weise geschätzt wurde. Die Blütezeit des klassischen Saxophons in Deutschland währte indes nur kurz – die fatale Kulturpolitik der Nationalsozialisten verhinderte weitere künstlerische Beschäftigungen mit dem ästhetisch nicht genehmen Instrument. Trotz des restriktiven Umfelds entstand eine stattliche Zahl von Werken für das konzertante Saxophon; einige noch in Berlin, andere bereits im Exil, in das sich viele Komponisten nach 1933 retten mussten. Nach dem Krieg wurden in Deutschland nur vereinzelte Werke für Altsaxophon und Klavier geschrieben, eine veritable Wiederbelebung erfolgte erst in den 1980er Jahren. Die vierteilige Serie „Musik für Saxophon aus Berlin / Musik für Saxophon Deutschland“ vereint ausgewählte Werke aus dem Vorkriegsberlin, dem Nachkriegsdeutschland und dem kompositorischen Geschehen im Berlin der Jahrtausendwende für diese aparte Instrumenten-Liaison, zum großen Teil in Ersteinspielungen.

Die zweite CD dieser Reihe, „Musik für Saxophon aus Berlin Vol. 2“, knüpft unmittelbar an „Vol. 1: 1930–32“ an und stellt Werke vor, die nach der Machtübertragung der Nationalsozialisten entstanden. Thematisiert werden die eklatanten Schwierigkeiten, unter denen Instrument und Komponisten durch die restriktive Kulturpolitik der neuen Machthaber zu leiden hatten. Das Saxophon wurde mit dem Edikt „entartet“ versehen und zeitweise verboten. Gustav Bumcke durfte seine Lehrtätigkeit am Konservatorium nicht fortsetzen, Erwin Dressel und Edmund von Borck wurden zum Kriegsdienst eingezogen, Paul Dessau und Bernhard Heiden flohen aus Hitler-Deutschland. Eine Gruppe bedrängter Komponisten, ein stigmatisiertes Instrument, eine Sammlung prägnanter Werke für Altsaxophon und Klavier aus den Jahren 1934 bis 1938, in denen der Geist des Widerstandes musikalisch manifest wird.

EAN: 4012476000220
Inhaltstext: Edmund von Borck: Introduction and Capriccio op. 11 (1934)
Paul Dessau: Suite (1935)
Berhard Heiden: Sonata (1937)
Erwin Dressel: Bagatellen (1938)
Gustav Bumcke: Sonata Bb minor op. 68
Spieldauer: 57'34"
Verlag: eda records
Sonstige Ausgaben