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Piano Concerto

Piano Concerto

for piano and chamber orchestra


  • Besetzung: Klavier und Kammerorchester
  • Ausgabe: Aufführungsmaterial

 
Beschreibung
Mein Klavierkonzert ist in vier Sätze aufgeteilt. Im ersten, dem Arioso werden beharrliche rhythmische Figuren kontrastierend gegen die kurzen choralartigen Passagen des Klaviers gesetzt. Die Auseinandersetzung wird zunehmend kontrapunktischer und erreicht einen vorläufigen Höhepunkt, bevor sie sich wieder in die verschleierte Stimmung des Anfangs auflöst.

Der zweite Satz, der längste der vier, ist ein klassisch gestaltetes Scherzo. Das Klavier spielt hier ein eindringliches Muster aus schnellen Kaskaden, unbeeindruckt von den kurzen scharfen Einwürfen des Orchesters. Das folgende Trio hat zwei Teile: Der erste besteht aus spielerischen Imitationen zwischen Klavier, Solo-Holzbläsern und schließlich allen Violinen; nach einem kurzen Übergang folgt ein recht träger Walzer, der fast bis zum Stillstand kommt. Der Satz schließt mit dem Material des Scherzos. 

Im Notturno beschränkt sich das Orchester auf Streicher und Harfe. Der Satz ist eine Art Fantasie über ein sehr ergreifendes polnisches Volkslied, das ich zum ersten Mal bei einem nächtlichen Lagerfeuer gehört habe. Ich assoziiere das Lied daher mit der Nacht, was die träumerischen und manchmal albtraumhaften freien Variationen des Satzes erklärt, die auf der Volksmelodie basieren. Dieses Thema erscheint zunächst in Form eines einfachen Kanons des Klaviers zu hören. Es enthält sein eigenes sich wiederholendes Echo, welches ich in meiner Version von der Harfe spielen lasse. Mit Verlauf des Satzes nimmt die Harfe zunehmend die Rolle des "Schattens" des Solisten ein. Gegen Ende steigt das Lied in seiner kanonischen Form, fast nicht mehr hörbar, in das höchste Register des Klaviers. 

Die Gigue, der Schlusssatz, ist ein Rückgriff auf die barocke 6/8-Tanzform und enthält typischerweise kontrapunktische Elemente. Die lebhafte, fugale Eröffnung der Holzbläser erinnert an die beharrlichen Figuren aus dem ersten Satz, die jetzt aber in voller melodischer Pracht erscheinen. Das Klavier antwortet sofort, indem es ein kantableres Thema einführt, das sich gegen das dominantere 6/8-Material durchsetzen muss. Ein kurzer Schlagabtausch zwischen Klavier und Orchester wird zunächst von letzterem gewonnen, worauf das Klavier zur explosiven Kadenz ansetzt. Darin werden die beiden Hauptthemen des Satzes verarbeitet, bevor ein Schlag des Orchesters die Musik in einer kurzen Erinnerung an den Arioso-Choral einfrieren lässt. Das allein gelassene Klavier beschließt das Konzert.

Ryan Wigglesworth
Details
Auftragswerk : Co-commissioned by BBC Radio 3 and Melbourne Symphony Orchestra
Inhaltstext: I Arioso
II Scherzo
III Notturno
IV Gigue
Kompositionsjahr: 2019
Orchesterbesetzung: 2(2.pic).2(2.ca).2(2.bcl).2(2.cbsn)-4.2.0.0-timp.perc(tam-t, clash cym, b.d., s.d., sandpaper blocks, rutes)-hp-str(12.10.8.6.5)
Spieldauer: 22'0"
Verlag: Schott Music Ltd., London
Aufführungen
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-29 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-28 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-27 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall | nationale Erstaufführung
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Britten Sinfonia
2019-08-28 | London (United Kingdom), Royal Albert Hall | Uraufführung
Mein Klavierkonzert ist in vier Sätze aufgeteilt. Im ersten, dem Arioso werden beharrliche rhythmische Figuren kontrastierend gegen die kurzen choralartigen Passagen des Klaviers gesetzt. Die Auseinandersetzung wird zunehmend kontrapunktischer und erreicht einen vorläufigen Höhepunkt, bevor sie sich wieder in die verschleierte Stimmung des Anfangs auflöst.

Der zweite Satz, der längste der vier, ist ein klassisch gestaltetes Scherzo. Das Klavier spielt hier ein eindringliches Muster aus schnellen Kaskaden, unbeeindruckt von den kurzen scharfen Einwürfen des Orchesters. Das folgende Trio hat zwei Teile: Der erste besteht aus spielerischen Imitationen zwischen Klavier, Solo-Holzbläsern und schließlich allen Violinen; nach einem kurzen Übergang folgt ein recht träger Walzer, der fast bis zum Stillstand kommt. Der Satz schließt mit dem Material des Scherzos. 

Im Notturno beschränkt sich das Orchester auf Streicher und Harfe. Der Satz ist eine Art Fantasie über ein sehr ergreifendes polnisches Volkslied, das ich zum ersten Mal bei einem nächtlichen Lagerfeuer gehört habe. Ich assoziiere das Lied daher mit der Nacht, was die träumerischen und manchmal albtraumhaften freien Variationen des Satzes erklärt, die auf der Volksmelodie basieren. Dieses Thema erscheint zunächst in Form eines einfachen Kanons des Klaviers zu hören. Es enthält sein eigenes sich wiederholendes Echo, welches ich in meiner Version von der Harfe spielen lasse. Mit Verlauf des Satzes nimmt die Harfe zunehmend die Rolle des "Schattens" des Solisten ein. Gegen Ende steigt das Lied in seiner kanonischen Form, fast nicht mehr hörbar, in das höchste Register des Klaviers. 

Die Gigue, der Schlusssatz, ist ein Rückgriff auf die barocke 6/8-Tanzform und enthält typischerweise kontrapunktische Elemente. Die lebhafte, fugale Eröffnung der Holzbläser erinnert an die beharrlichen Figuren aus dem ersten Satz, die jetzt aber in voller melodischer Pracht erscheinen. Das Klavier antwortet sofort, indem es ein kantableres Thema einführt, das sich gegen das dominantere 6/8-Material durchsetzen muss. Ein kurzer Schlagabtausch zwischen Klavier und Orchester wird zunächst von letzterem gewonnen, worauf das Klavier zur explosiven Kadenz ansetzt. Darin werden die beiden Hauptthemen des Satzes verarbeitet, bevor ein Schlag des Orchesters die Musik in einer kurzen Erinnerung an den Arioso-Choral einfrieren lässt. Das allein gelassene Klavier beschließt das Konzert.

Ryan Wigglesworth
Auftragswerk : Co-commissioned by BBC Radio 3 and Melbourne Symphony Orchestra
Inhaltstext: I Arioso
II Scherzo
III Notturno
IV Gigue
Kompositionsjahr: 2019
Orchesterbesetzung: 2(2.pic).2(2.ca).2(2.bcl).2(2.cbsn)-4.2.0.0-timp.perc(tam-t, clash cym, b.d., s.d., sandpaper blocks, rutes)-hp-str(12.10.8.6.5)
Spieldauer: 22'0"
Verlag: Schott Music Ltd., London
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-29 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-28 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Seattle Symphony
2020-02-27 | Seattle (Vereinigte Staaten von Amerika), Benaroya Hall | nationale Erstaufführung
Dirigent: Ryan Wigglesworth
Orchester: Britten Sinfonia
2019-08-28 | London (United Kingdom), Royal Albert Hall | Uraufführung