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Poema de balcones

Poema de balcones


SWR Vokalensemble Stuttgart / Martin Homann: percussion / Marcus Creed: conductor


  • Ausgabe: Super Audio CD
  • Erscheinungsjahr: 2016
  • Bestell-Nr.: WER 73322
18,50 €  *
inkl. Mwst. und zzgl. Versandkosten Gewicht: 0.11 kg

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Beschreibung
Wogende Meerklänge, darüber ein Pfeifen, ja, ein Schreien von Vögeln – so könnte man wenigstens meinen. Im nächsten Moment hören wir nur noch an- und abschwellende Chorklänge, darüber pfeifen einzelne Männerstimmen, rubato, leicht glissierend. Vielleicht ist die kurze Assoziation, diese Andeutung einer Illusion aber doch typisch für die Musik dieses Komponisten, denn mit ähnlichen, magisch realistischen Klängen wurde der Tscheche Martin Smolka 1992 in Donaueschingen schlagartig bekannt.

Erstaunlich eigentlich, dass das Avantgarde-Publikum derlei illustrierende Musik goutierte, aber sie war so anders – und so einfach-berückend umgesetzt. „Keine Revolutionen mehr in der Musik, bitte. [...] Keine Neue Musik mehr, bitte, sondern Seltsame Musik“, fordert Smolka in seinem „Manifest des um-gestimmten Komponisten“. Nicht nur sein Chorstück Walden, the Distiller of Celestial Dews folgt diesen Prinzipien.

Nachahmung, Einfachheit der Form, Verstimmung, Wiederholung finden sich auf andere Weise auch in seinem Poema de balcones für zwei gemischte Chöre von 2008. Eine schmale Textgrundlage bilden hier Fragmente aus Federico García Lorcas Romancero gitano. Die Worte werden im Gesang kaum verständlich. Wir hören aber, wie das Meer langsam über den Strand tanzt, mit rollendem R, in den langgezogenen, einander überlagernden Wellen der beiden Chöre.

Słone i Smutne (Salz und Traurigkeit) für gemischten Chor von 2006 wiederum setzt die erwähnten Elemente nochmals auf ganz andere Weise ein. Das Stück beruht auf einem Gedicht des Polen Tadeusz Różewicz (1921–2014) aus den späten 1940er Jahren, einem Gedicht der Liebe und der Erinnerung. Wiederum folgt Smolka dem Text nicht linear, er greift einzelne Worte und Satzteile heraus und kombiniert sie ständig neu, er dreht also einmal mehr an den Wendungen.

Die Interpretationen von Poema de Balcones und Słone i Smutne stellen die Ersteinspielungen der Werke dar.

Eine Produktion des Südwestrundfunks | Lizenziert durch SWR Media Services GmbH
Ermöglicht durch die Unterstützung der Freunde und Förderer des SWR Vokalensemble Stuttgart e.V.
Details
EAN: 4010228733228
Inhaltstext: Poema de Balcones nach Fragmenten von Federico García Lorca für zwei gemischte Chöre (2008)
Walden, the Distiller of Celestial Dews für gemischten Chor und Schlagzeug (2000), Text: Henry David Thoreau
Słone i Smutne – Salz und Traurigkeit für gemischten Chor (2006), Text: Tadeusz Różewicz
Spieldauer: 54'1"
Verlag: Wergo
Auszeichnungen

Preis der deutschen Schallplattenkritik

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Wogende Meerklänge, darüber ein Pfeifen, ja, ein Schreien von Vögeln – so könnte man wenigstens meinen. Im nächsten Moment hören wir nur noch an- und abschwellende Chorklänge, darüber pfeifen einzelne Männerstimmen, rubato, leicht glissierend. Vielleicht ist die kurze Assoziation, diese Andeutung einer Illusion aber doch typisch für die Musik dieses Komponisten, denn mit ähnlichen, magisch realistischen Klängen wurde der Tscheche Martin Smolka 1992 in Donaueschingen schlagartig bekannt.

Erstaunlich eigentlich, dass das Avantgarde-Publikum derlei illustrierende Musik goutierte, aber sie war so anders – und so einfach-berückend umgesetzt. „Keine Revolutionen mehr in der Musik, bitte. [...] Keine Neue Musik mehr, bitte, sondern Seltsame Musik“, fordert Smolka in seinem „Manifest des um-gestimmten Komponisten“. Nicht nur sein Chorstück Walden, the Distiller of Celestial Dews folgt diesen Prinzipien.

Nachahmung, Einfachheit der Form, Verstimmung, Wiederholung finden sich auf andere Weise auch in seinem Poema de balcones für zwei gemischte Chöre von 2008. Eine schmale Textgrundlage bilden hier Fragmente aus Federico García Lorcas Romancero gitano. Die Worte werden im Gesang kaum verständlich. Wir hören aber, wie das Meer langsam über den Strand tanzt, mit rollendem R, in den langgezogenen, einander überlagernden Wellen der beiden Chöre.

Słone i Smutne (Salz und Traurigkeit) für gemischten Chor von 2006 wiederum setzt die erwähnten Elemente nochmals auf ganz andere Weise ein. Das Stück beruht auf einem Gedicht des Polen Tadeusz Różewicz (1921–2014) aus den späten 1940er Jahren, einem Gedicht der Liebe und der Erinnerung. Wiederum folgt Smolka dem Text nicht linear, er greift einzelne Worte und Satzteile heraus und kombiniert sie ständig neu, er dreht also einmal mehr an den Wendungen.

Die Interpretationen von Poema de Balcones und Słone i Smutne stellen die Ersteinspielungen der Werke dar.

Eine Produktion des Südwestrundfunks | Lizenziert durch SWR Media Services GmbH
Ermöglicht durch die Unterstützung der Freunde und Förderer des SWR Vokalensemble Stuttgart e.V.
EAN: 4010228733228
Inhaltstext: Poema de Balcones nach Fragmenten von Federico García Lorca für zwei gemischte Chöre (2008)
Walden, the Distiller of Celestial Dews für gemischten Chor und Schlagzeug (2000), Text: Henry David Thoreau
Słone i Smutne – Salz und Traurigkeit für gemischten Chor (2006), Text: Tadeusz Różewicz
Spieldauer: 54'1"
Verlag: Wergo

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